Versetzung nach Koblenz zum JOB

Forum für Mitarbeiter der Telekom, sowie der deutschen Post.

Moderator: Moderatoren

Tina_2022
Beiträge: 2
Registriert: 27.07.2022 13:59
Behörde: Telekom

Versetzung nach Koblenz zum JOB

Beitrag von Tina_2022 » 27.07.2022 14:16

Hallo aus Kiel,
meine Abordnung zur BA wurde kurzfristig von der Telekom gekündigt und nun habe ich eine Versetzung nach Koblenz erhalten und Widerspruch eingelegt.
Hat jemand Erfahrung damit und kann mit Tipps helfen ?

Achim1
Beiträge: 6
Registriert: 15.06.2020 09:23
Behörde: Telekom

Re: Versetzung nach Koblenz zum JOB

Beitrag von Achim1 » 27.07.2022 16:14

Hallo Tina, liebe Grüße aus Bremen!
Ich sitze im gleichen Boot. Habe gestern eine Anhörung zur Versetzung zum 01.11.2022 erhalten und heute bereits mit meiner Gewerkschaft gesprochen. Laut seinen Angaben sind noch ca. 600 Telekom-Beamte bei der BA. Einige von meinen Kollegen haben ebenfalls schon eine Anhörung erhalten. Du bist also nicht allein!!!
Hast du eine Anhörung oder schon die Versetzung erhalten?
LG Ella

Tina_2022
Beiträge: 2
Registriert: 27.07.2022 13:59
Behörde: Telekom

Re: Versetzung nach Koblenz zum JOB

Beitrag von Tina_2022 » 27.07.2022 21:51

Hallo Ella,
das war erst einmal eine Anhörung, aber meine Versetzung ist schon für den 01.09. geplant :-((
Habe auch schon mit meiner Gewerkschaft gesprochen die mir aber nicht wirklich viel Hoffnung macht,
wenn man nicht genügend soziale "Probleme" hat (Schwerbehinderung und Pflegebedürftige Angehörige usw.)
Benötige daher dringend gute Tipps !!
LG aus Kiel
Tina

AlterPinguin
Beiträge: 62
Registriert: 11.02.2013 12:50
Behörde:

Re: Versetzung nach Koblenz zum JOB

Beitrag von AlterPinguin » 28.07.2022 10:34

Wenn ich richtig liege hat ein Widerspruch keine aufschiebende Wirkung. Vielleicht ist Homeoffice möglich, je nach Aufgabenbereich. Andererseits ist man Bundesbeamter und das bedeutet der Dienstort kann ich ganz Deutschland liegen, schließlich ist man vor langer Zeit das Beamtenverhältnis eingegangen und dieses mit allen Vor- und Nachteilen. Eine andere Alternative ist der Antrag auf Entlassung, wenn einem die Bedingungen nicht mehr passen, dieses wird in der freien Wirtschaft genauso gehandhabt.

AndyO
Beiträge: 882
Registriert: 17.01.2017 09:50
Behörde: DTAG

Re: Versetzung nach Koblenz zum JOB

Beitrag von AndyO » 28.07.2022 13:10

AlterPinguin hat geschrieben: 28.07.2022 10:34 Wenn ich richtig liege hat ein Widerspruch keine aufschiebende Wirkung. Vielleicht ist Homeoffice möglich, je nach Aufgabenbereich. Andererseits ist man Bundesbeamter und das bedeutet der Dienstort kann ich ganz Deutschland liegen, schließlich ist man vor langer Zeit das Beamtenverhältnis eingegangen und dieses mit allen Vor- und Nachteilen. Eine andere Alternative ist der Antrag auf Entlassung, wenn einem die Bedingungen nicht mehr passen, dieses wird in der freien Wirtschaft genauso gehandhabt.
Na ja, also willkürlich versetzen ist auch nicht. Dann wäre man ein Leibeigner. Da ist schon zu prüfen, ob es die mildeste Maßnahme für den Beamten ist. Ferner muss es auch gesundheitlich passen. Aufschiebende Wirkung entscheiden dann Gerichte. Ein Gang zum Anwalt ist unumgänglich. Und den Beamten ablegen ist aufgrund der rückwirkenden Rentenversicherung was anderes als die Kündigung eines Arbeitnehmers. Jetzt bin ich sehr gespannt, wie großzügig JOB dieses Jahr mit dem ER ist. Letztes Jahr lag man deutlich hinter dem Konzerndurchschnitt. Das kommt für hiesige Kollegen wegen der 6 monatigen Karenzzeit vor Antragsfenster allerdings zu spät. Die wären dann erst für 2024 antragsberechtigt.

Siggi09
Beiträge: 737
Registriert: 29.06.2017 16:56
Behörde: PNU

Re: Versetzung nach Koblenz zum JOB

Beitrag von Siggi09 » 28.07.2022 14:16

Oder für das 2 HJ. 2023, falls sich da noch etwas ergibt ...

OPEDELER
Beiträge: 28
Registriert: 02.04.2018 19:03
Behörde: Deutsche Telekom

Re: Versetzung nach Koblenz zum JOB

Beitrag von OPEDELER » 28.07.2022 17:02

Moin Ella, ich würde zunächst einmal ganz ruhig bleiben. Mir ist es ähnlich ergangen und nach meiner Rückkehr zur TPS drohte mein damaliger Betreuer/Berater (oder wie auch immer die sich schimpfen) mit einer Versetzung binnen Quartalsfrist. Ich konnte die Sache 1,5 Jahre aussitzen und dann kam Corona und mittlerweile befinde ich mich im ER. Also zunächst einmal ist es wichtig alle Fristen genau einzuhalten und auf keinen Fall etwas zu früh auf die Reise schicken. Also wenn Du die Aufforderung bekommst eine Stellungnahme zum 30.09. zu schicken, dann schicke sie auch frühestens am 28.09 los. In dieser Stellungnahme kannst Du alle Gründe angeben, die Dich daran in Koblenz zu arbeiten…allerdings sprechen im Regelfall nur gesundheitliche Einschränkungen gegen eine Versetzung. Solltest Du also eine solche Einschränkung haben, so solltest Du diese unbedingt mit aufführen. In einem zweiten Schritt werden diese Einwände dann zwei Betriebsräten vorgelegt (abgebende Einheit CSM und aufnehmende Einheit JOB), die dann darüber entscheiden. Allein dieser Prozess hat sich bei mir schon über 6 Monate hingezogen. Das Ganze zerrt natürlich an den Nerven und von daher solltest Du rechtzeitig einen guten Facharzt für Psychiatrie aufsuchen, ich hatte während dieser Zeit Angststörungen, litt unter Schlafstörungen und hatte massive depressive Verstimmungen, die mir der Facharzt auch attestierte. Wenn nun der Dienstherr von Deinen gesundheitlichen Einschränkungen erfährt, schickt er Dich zur Begutachtung dieser Einschränkungen zum BAD, um Deine generelle Dienstfähigkeit festzustellen. Bei mir vielen dummerweise diese Termine immer in meine Urlaubszeit und es bedurfte zwei Terminverschiebungen bis der Termin endlich zustande gekommen ist. Dann kam dummerweise Corona und die Telekom hat die ganze Bude in Brühl dichtgemacht (so etwas hat vorher noch nicht gegeben)....Tja was soll ich Dir sagen, das Ganze hat 2,5 Jahre gedauert, ich habe den Standort Brühl nicht ein einziges Mal zu Gesicht bekommen und jetzt bin ich im ER und sowas von glücklich mit diesem Laden abgeschlossen zu haben. Also wie sagt der Westfale: Immer man Ruhe mit den jungen Gäulen, gewiehert wird am Ende. Viel Erfolg und alles Gute

AndyO
Beiträge: 882
Registriert: 17.01.2017 09:50
Behörde: DTAG

Re: Versetzung nach Koblenz zum JOB

Beitrag von AndyO » 28.07.2022 19:08

Siggi09 hat geschrieben: 28.07.2022 14:16 Oder für das 2 HJ. 2023, falls sich da noch etwas ergibt ...
Wenn es so ist wie die letzten Jahre sind dann nur diejenigen antragsberechtigt die im zweiten Halbjahr 55 werden. Zufall, wenn da was passt.

Achim1
Beiträge: 6
Registriert: 15.06.2020 09:23
Behörde: Telekom

Re: Versetzung nach Koblenz zum JOB

Beitrag von Achim1 » 29.07.2022 09:37

Hallo zusammen,
ist bekannt, wann der Laden in Kolblenz- Moselweiss aufgemacht wird? Oder sitzt dort vielleicht schon jemand?

AndyO
Beiträge: 882
Registriert: 17.01.2017 09:50
Behörde: DTAG

Re: Versetzung nach Koblenz zum JOB

Beitrag von AndyO » 29.07.2022 12:29

Achim1 hat geschrieben: 29.07.2022 09:37 Hallo zusammen,
ist bekannt, wann der Laden in Kolblenz- Moselweiss aufgemacht wird? Oder sitzt dort vielleicht schon jemand?
Der Standort ist in Betrieb. Den internen JOB-Mitarbeitern wurde es freigestellt, bereits aus DA/Brühl umzuziehen, wenn es für sie verkehrstechnisch günstiger ist. Dort sitzen Stand heute ein geschätztes Dutzend an internen Job-Mitarbeitern. Alles/Alle SharedDesk, überwiegend in 4 Mann Büros.

Achim1
Beiträge: 6
Registriert: 15.06.2020 09:23
Behörde: Telekom

Re: Versetzung nach Koblenz zum JOB

Beitrag von Achim1 » 05.08.2022 10:49

Ich habe vor die Anhörung noch alleine zu wuppen. Sollte es zu einer Versetzung kommen, wovon ich ausgehe, dann benötige ich rechtlichen Beistand. Bin schon etwig in der Gewerkschaft, über die habe ich doch Rechtsschutz beim dbb oder? Wie ist die Qualität einzuschätzen? Vielleicht gibt es Erfahrungswerte.
LG Edda

AndyO
Beiträge: 882
Registriert: 17.01.2017 09:50
Behörde: DTAG

Re: Versetzung nach Koblenz zum JOB

Beitrag von AndyO » 05.08.2022 11:09

Achim1 hat geschrieben: 05.08.2022 10:49 Ich habe vor die Anhörung noch alleine zu wuppen. Sollte es zu einer Versetzung kommen, wovon ich ausgehe, dann benötige ich rechtlichen Beistand. Bin schon ewig in der Gewerkschaft, über die habe ich doch Rechtsschutz beim dbb oder? Wie ist die Qualität einzuschätzen? Vielleicht gibt es Erfahrungswerte.
LG Edda
Zum dbb kann ich nix sagen. Verdi gibt nur Rechtsbeistand, wenn die verhandelten Tarifverträge gebrochen werden. Das kann man vergessen. Bei Prot-In gibt's ja "nur" die Rechtsberatung. Allerdings für fix 10 Euro Gewerkschaftsbeitrag im Monat. Da steht dann die allseits bekannte Rechtskanzlei aus Bad Berleburg dahinter. Mir war aber mit meiner Versetzung zu Vivento klar, das ich einen vernünftigen Berufsrechtsschutz brauche. Dass hat die DTAG auch 1x angetestet. Aussage aus Bad Berleburg ist, das man erst mit dem Zugang der Versetzung aktiv wird. Ich würde auf jede Fälle beim dbb nachfragen, wie es im Fall der Fälle aussieht. Ob man jetzt noch eine Rechtschutzversicherung für diesen Fall abschließen kann entzieht sich meiner Kenntnis.

Telemichi
Beiträge: 174
Registriert: 12.01.2019 14:03
Behörde: DTAG

Re: Versetzung nach Koblenz zum JOB

Beitrag von Telemichi » 05.08.2022 16:36

Schnell einen Neurologen aufsuchen und einen guten Rechtsanwalt für Beamtenrecht beauftragen.

Werbung