Vorstellung / Entscheidungsfindung, Verbeamtung in meinem Fall sinnvoll ?

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Patrick38
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Vorstellung / Entscheidungsfindung, Verbeamtung in meinem Fall sinnvoll ?

Beitrag von Patrick38 » 17.01.2019 09:05

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und man möge mir verzeihen wenn dieser Beitrag eher ein der Vorstellungsrunde Platz gefunden hätte. Mein Name ist Patrick und ich bin 38 Jahre alt. Ich stehe momentan vor der (schweren ?) Entscheidung ob ich mich verbeamten lassen möchte. Ich bin derzeit Tarifangestellter gemäß TV-L und werde nach E11/4 , die Nächste Erfahrungsstufe steht für mich im Jahr 2020 an.

Der Einstieg in die Beamtenlaufbahn (Dienstherr NRW) inklusive Anrechnung meiner Arbeitszeiten würde bei A10/4 erfolgen, Aussichten auf eine A11 Stelle würden dann frühestens in 2 Jahren bestehen. Meine familäre Situation: Verheiratet, zwei Kinder (unter 5). Meine Ehefrau arbeitet sozialversicherungspflichtig (halbtags) ist aber gesundheitlich vorbelastet. Meine zwei Sorgen die ich momentan habe sind folgende:

1) Das Nettogehalt in den nächsten +10 Jahren wird aufgrund der PKV-Beiträge geringer ausfallen als in meiner Position als Angestellten (fängt das die evtl. höhere Pension wieder auf?).
2) Die ungewisse Zukunft meiner Ehefrau, was passiert wenn diese nicht mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist/werden kann, dann würde nach meinen Infos eine PKV notwendig sein die zwar mit 70% Beihilfe bezuschusst würde, aber die Beiträge würden gemäß Gesundheitszustand und Eintrittsalter dennoch recht hoch sein. Wenn ich hier richtig liege würde dieser Fall evtl. durch eine Versicherung abgedeckt werden können.

Über ein paar nette Anregungen und Ratschläge würde mich sehr freuen (Rückfragen natürlich auch).

Mit freundlichem Gruß,
Patrick

Torquemada
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Re: Vorstellung / Entscheidungsfindung, Verbeamtung in meinem Fall sinnvoll ?

Beitrag von Torquemada » 17.01.2019 09:48

Sollte deine Frau irgenwann nicht mehr können/wollen kann sie immer freiwillig in der GKV bleiben. Kosten sind hoch (voller Beitragssatz eures hälftigen Einkommens).

Du kannst übrigens auch als Beamter freiwillig in der GKV bleiben. Der volle Beitrag dürfte bei deiner Familienkonstellation wahrscheinlich auf Dauer günstiger sein als die lebenslangen Hilfszahlungen für die GKV einer Frau, die sich nicht selbst versorgen kann.

Patrick38
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Re: Vorstellung / Entscheidungsfindung, Verbeamtung in meinem Fall sinnvoll ?

Beitrag von Patrick38 » 17.01.2019 13:14

Vielen Dank für die schnelle Antwort, meiner Rechnung nach würde der Verbleib in der GKV vor allem in den ersten Jahren zu einem nicht übersehbarem Verlust an Nettoeinkommen führen. Gut, das Risiko bzw. die Abschätzung der Lage liegt allein an mir und meiner Familie.

Wie sieht denn unabhängig davon eure Meinung aus? Ist die Verbeamtung in meiner Lebenssituation dennoch tendenziell eine erstrebenswerte Veränderung ?

Danke vorab, Gruß, Patrick

AndyO
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Re: Vorstellung / Entscheidungsfindung, Verbeamtung in meinem Fall sinnvoll ?

Beitrag von AndyO » 17.01.2019 14:16

Als Beamter bist du nach 5 Jahren mit der Mindestversorgung abgesichert. Die würde dich bei ~1500 Euro monatlicher Leistung auf dem freien Markt etwa 150 Euro je Monat kosten. Deine Pension ginge dann von deinem erreichten Endamt und der erreichten Erfahrungsstufe aus. Da du spät anfängst, wird du hier das Ende nicht mehr erreichen können, sofern dir deine bisher geleistet Tätigkeit keinen Bonus bringt. Die Kappungsgrenze für die Pension+Rente sind dann 71,75% von deinem erreichten Endamt inkl. Erfahrungsstufe. Ob du die rentenseitig erreichst, glaub ich weniger. Und eine private Krankenversicherung ist ja Stand heute auch eher positiv.

Vàn
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Re: Vorstellung / Entscheidungsfindung, Verbeamtung in meinem Fall sinnvoll ?

Beitrag von Vàn » 17.01.2019 19:14

Hi,

ich kann wirklich keinen Nennenswerten nettoverlust ausmachen...hast du den Kinderzuschlag mit reingerechnet?
TV-L: https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/r ... =0&kk=15.5
Beamter: https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/r ... &r=0&zkf=0 da hab ich gedanklich 400€ für pkv abgezogen und komme dann aufs gleiche netto. Müsstest dich halt mal Informieren was du zu zahlen hast.

Hab ich da irgendwo einen Gedankenfehler?

VG

Patrick38
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Re: Vorstellung / Entscheidungsfindung, Verbeamtung in meinem Fall sinnvoll ?

Beitrag von Patrick38 » 17.01.2019 20:45

Hallo Vàn ,

danke für deine Mühe. Die monatlichen Nettoeinnahmen währen abzüglich der PKV (mit ungefähr 350-400€) tatsächlich recht ähnlich. Im TV-L würde ich aber (wie lange noch?) die Jahresonderzahlung bekommen (ca 1800€), das sind auf die nächsten 10 Jahre ca 18.000 €. Des weiteren verstehe ich die Kostendämpfungspauschale nicht ganz, zum Vorteil der Beamten ist diese aber nicht eingerichtet worden ;) (ist wohl aber auch kein riesengroßer Kostenfaktor).

Knackpunkte meiner Entscheidung sind nach wie vor die steigenden Beiträge der PKV gerade im Alter, wobei diese wohl ähnlich auch in der GKV steigen würden wenn ich das richtig sehe. Risikofaktor ist da eher meine Ehefrau welche wohl bis zur Rente sozialversicherungspflichtig Angestellt sein müsste damit wir nicht in die Kostenfalle tappen ? Denn eine freiwillige gesetzliche Krankenversicherung für den Fall einer ausbleibenden Erwerbstätigkeit meiner Ehefrau würde wohl zum einem recht hohem Satz in der GKV führen (50% meiner Besoldung als Beamter + Einnahmen aus Kapitalerträgen). Mir fällt die Entscheidung momentan echt schwer.

Einige Punkte habe ich soweit schon bearbeitet:

Sicherer Job: habe ich auch in einigen Jahren mit Vollendung der 15 Jahre als Ladenangestellter

Gehalt: Sowohl als Angestellter als auch als Beamter in Ordnung

Krankenversicherung:
PKV als Beamter (fGKV führt in den ersten Jahren zu erheblichen einschnitten im Nettoeinkommen)
GKV als Angestellter, Zusatzleistungen über Versicherungsbausteine zubuchbar (Zahnzusatz, co.)

Rente/Pension:
Angestellter: relativ überschaubar
Beamter: Sieht nach mehr aus, ist der Unterschied nach Abzug der PKV wirklich noch so signifikant ? Mir ist bewusst das auch auf die Rente Krankenversicherungsbeiträge angerechnet werden.

Flexibilität:
Als Angestellter wohl etwas mehr, evtl. ist der Sprung auf eine E12er Stelle einfacher als auf A12 zu kommen.

Arbeitszeit:
Sehe ich eher relativ, ich denke die 1 Stunde mehr je Woche ist überschaubar. Was sich hier in Zukunft tut weiß aber auch niemand, sowohl bei den Beamten als auch beim Tarifvertrag.

Habe ich etwas wichtiges vergessen ? Ich bedanke mich noch mal bei jedem der bisher hier geantwortet hat. Danke für eure Zeit. Gruß, Patrick

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Re: Vorstellung / Entscheidungsfindung, Verbeamtung in meinem Fall sinnvoll ?

Beitrag von Gertrud1927 » 17.01.2019 22:01

Hallo. Mir kommt es so vor das Du die Höhe der GKV nicht ganz bedacht hast.
Ist ganz am Anfang schon einmal angesprochen . Als Beamter zahlst Du bei GKV ewig den vollen Beitrag ohne Arbeitgeberbeteiligung.
Bei A10 in GKV 3475 etwa 559@,
Als Angestelter für 4356 etwa 337€. Die andere Hälfte der Arbeitgeber.
Vielleicht hab ich aber etwas überlesen.

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Re: Vorstellung / Entscheidungsfindung, Verbeamtung in meinem Fall sinnvoll ?

Beitrag von Postlerin » 18.01.2019 08:31

Wie kommst du auf sicherer Arbeitsplatz als Angestellter? Das ist ein Gewerkschaftsmärchen.

Hier sind einige Angestellte mit 30 Jahren ganz schön auf die Nase gefallen, als sie erfuhren, dass nur die Kündigungsfrist 7 bis 12 Monate beträgt...

Nimm dir mal einen Pensionsrechner zur Hand und rechne dir mal aus, was dabei rum kommen würde, wenn du die nächsten 30 Jahre als Beamter arbeiten würdest und bedenke, das sind Bruttobezüge.

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Re: Vorstellung / Entscheidungsfindung, Verbeamtung in meinem Fall sinnvoll ?

Beitrag von Patrick38 » 19.01.2019 10:13

Hallo zusammen,

@Gertrud1927: Das mit dem relativ hohem Betrag bei freiwilliger GKV ist mir soweit bewusst. Das lohnt sich meiner Meinung nach nicht bei einer Verbeamtung, da mir insbesondere in den nachten Jahren einiges an Geld fehlt. Es lohnt also wenn dann nur der Wechsel in die PKV zumal ich hier noch die nächsten Jahre 70% Beihilfe beziehen würde.

@Postlerin : Wenn man den TV-L liest sind ja auch hier noch ab 15 Jahren Angestelltenverhältnis keine Betriebsbedingten Kündigungen mehr möglich. Gekündigt werden kann ich also nur bei persönlichem Fehlverhalten, sehe ich das nicht richtig ? Deine Tendenz ist also klar in Richtung Verbeamtung (alternativlos) ?

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Re: Vorstellung / Entscheidungsfindung, Verbeamtung in meinem Fall sinnvoll ?

Beitrag von Torquemada » 19.01.2019 13:15

Ich würde bei deiner Arbeitssituation (und Ehefrauarbeitssituation) einfach einige Szenarien durchspielen und mich fragen: wozu Beamter werden? In die Gesamtüberlegung fließt auch eure finazielle Vermögenslage und die Wohnsituation ein.

Anhand der Rentenprognose von DRV und VBL kannst du dir ein Bild machen.

- Gesundheitlich kaputt mit 50 / 53/ 57 / 60 ?

- Ruhestand doch freiwillig früher mit z.B. 63 ?

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Re: Vorstellung / Entscheidungsfindung, Verbeamtung in meinem Fall sinnvoll ?

Beitrag von Postlerin » 19.01.2019 22:25

@Patrick38

Betriebsbedingte Kündigungen nicht, aber Kündigungen mit einer anderen Begründung schon.

Unseren Angestellten wurde gesagt, man würde ungern aus gesundheitlichen Gründen kündigen...

Für mich heißt das, der Arbeitgeber findet im Zweifelsfall eine passende Begründung um einen Angestellten loszuwerden.

Als Beamter auf Lebenszeit hast du die Option dich freistellen zu lassen und als Angestellter zu arbeiten. Ist die Freistellung vorbei, geht als Beamter weiter.

Andersherum bist du Angestellter schafft du ab einem gewissen Alter den Sprung ins Beamtentum nicht mehr.

Torquemada
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Re: Vorstellung / Entscheidungsfindung, Verbeamtung in meinem Fall sinnvoll ?

Beitrag von Torquemada » 19.01.2019 23:54

Postlerin hat geschrieben:
19.01.2019 22:25

Betriebsbedingte Kündigungen nicht, aber Kündigungen mit einer anderen Begründung schon.

Unseren Angestellten wurde gesagt, man würde ungern aus gesundheitlichen Gründen kündigen...

Für mich heißt das, der Arbeitgeber findet im Zweifelsfall eine passende Begründung um einen Angestellten loszuwerden.

Ich denke, du solltest die teils perversen Drohgebärden bei den Postnachfolgeunternehmen nicht mit dem "richtigen" öffentlichen Dienst verwechseln.

Vàn
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Re: Vorstellung / Entscheidungsfindung, Verbeamtung in meinem Fall sinnvoll ?

Beitrag von Vàn » 20.01.2019 01:21

Hallo Patrick,

noch mal ein paar Gedanken von meiner Seite. Ich stehe mit Anfang 30 erst am Anfang des Ganzen und kann dir auch nur aus meine Perspektive meine subjektiven Gedanken mitgeben.

Ich habe selbst nicht ausgerechnet wie hoch der Unterschied zwischen Rente+VBL und Pension ist. Evtl. ist es ja gar net soviel. Außerdem weiß niemand was in 30 Jahren ist. Ich habe nur mein Problem damit auch gelöst das ich mich um dieses spätere Ferne erstmal nicht jetzt schon Gedanken machen muss, weil ich stand heute gut abgesichert bin.
Dann ist die Frage willst du jemals noch mal Anderes machen...weil raus aus dem System soll ja nicht der Burner sein. Nachversicherung in der Rente. Ich meine nur damit das du als Angestellter einfach flexibler in dieser Entscheidung bist.
Sicherer Job ist sicher auch was Wert aber ich glaube, wenn man etwas kann und nur ein wenig Selbstbewusstsein hat findet man immer einen Job, alle anderen Risiken kann man aber auch versichern. Aber wirst du wahrscheinlich schon gemacht haben.
So jetzt noch kurz ein Argument, welches von meinem Vater kommt welcher auch im öffentlichen Dienst arbeitet. Es ist halt so dass sich irgendwie 20 Jahre, wenn du jetzt deinen Job bis Ende deines Arbeitslebens tust nichts mehr an deinem Gehalt im Öffentlichen Dienst tut. Du bist in der Endstufe und hofft das sich noch was tut mehr nicht. Kannst dann nur noch in die Gewerkschaft. Also nur in dem Szenario du würdest das bis Ende einfach durchziehen würdest. Ansonsten ist ja wie oben beschrieben der Angestellten Status flexibler und du machst das was auch immer du willst.

Ich glaube in deiner Situation ist es echt schwierig zu entscheiden. Ich würde dir den Beamtenstatus nur empfehlen, wenn du wirklich sagst der Job kann und will ich für immer machen. Weil dann hängst du in diesem Laufbahnsystem "sozusagen fest". Dann müsstest du noch klären wie das mit Frau und PKV ist usw....alles unsicher Faktoren...und wer möchte dann schon mit der Unsicherheit leben, das nichts pasieren darf was ja dann nur unnötig Druck erzeugen würde.

Also nun mal zu meinem Fazit, ich würde an deiner Stelle im Angestelltenverhältnis bleiben, dort kannst du auch alles erreichen.
Der ausschlagen Punkt ist aber für mich, weil Ansich ist ja alles wie vorher, dass du deine Frau damit unnötigen Druck machen würdest Sie muss gesund sein und muss durchhalten weil es ansonsten enorme Finanzielle zusätzliche Einbußen gäbe, wenn du Sie und die Kids in der PKV mitversichern müsstest.( Hier müsste geklärt werden ob es wirklich enorme Finanzielle Einbußen sind)

Disclaimer: Das sind rein meine Subjektive Gedanken, ich habe die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen. Es können auch Fehler vorhanden sein dann bitte korrigiert mich.

Patrick38
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Re: Vorstellung / Entscheidungsfindung, Verbeamtung in meinem Fall sinnvoll ?

Beitrag von Patrick38 » 20.01.2019 14:03

Hallo zusammen,

danke noch mal für die rege Diskussion :) Die Ausführungen von Postlerin sehe ich momentan bei mir nicht so kritisch, aber in die Zukunft kann keiner schauen. Ich danke dir trotzdem für diesen Denkanreiz.

@Torquemada & Vàn: Meine Tendenz nach einem schlaflosem Wochenende geht eher in Richtung Angestelltenverhältnis in dem ich auch schon fast 10 Jahre bin. Mit viel Rechnerei sehe ich momentan für mich keine riesigen Vorteile des Beamtentums und vor allem die ungewisse gesundheitliche Zukunft meiner Ehefrau (gesundheitlich angeschlagen) macht mir Angst. Gerade die Anrechnung der Hälfte meines Beamtensolds + Einnahmen aus Vermietung und die fehlenden Kinderfreibeträge (da die Kinder bei mir in der PKV verblieben würden) führen bei einem Erwerbsausfall meiner Frau auf eine recht höhe Summe. Zusammen mit dem Wegfall der Arbeitskraft sehe ich hier eine relativ große Belastung. Andererseits wäre es natürlich auch möglich das ich Berufsunfähig/Dienstunfähig werde, hier hätte ich nach 5 Jahren als Beamter Vorteile.

Was die Rente/Pension betrifft kann mit dem Standpunkt heute wahrscheinlich niemand etwas sinnvolles ausrechnen. Die Rente wird in 30 Jahre nicht mehr annähernd so aussehen wie heute und auch die Beamtenpensionen werden sich stark verändern. Ich denke man muss hier bedenken das das Beamtentum ja nicht dazu da ist den Dienenden ein schönes Leben mit hohem Einkommen zu bescheren, sondern um die Ausgaben des Landes zu optimieren, damit man dafür jemanden Begeistern kann muss man natürlich auf der anderen Seite auch etwas geben (Sicherheit, etc.).

Falls es noch einen ausschlaggebenden Trend ausmacht, ich habe derzeit nicht vor bis 67 zu arbeiten und arbeite derzeit stark daran mir eine Frührrente um die 60 zu ermöglichen (Kapitaleinnahmen, Vermietung,..).

Insgesamt basiert meine aktuelle Stimmungslage weniger auf harten Fakten (da ich nicht alle Parameter die sich in den nächsten 30 Jahren ändern abschätzen kann), sondern mehr auf einem Bauchgefühl und das geht eher in Richtung Angestelltenverhältnis.

Ich würde mich freuen wenn ich noch ein paar Kommentare bekommen würde. Danke für euer Engegement :)
Gruß, Patrick

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zeerookah
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Re: Vorstellung / Entscheidungsfindung, Verbeamtung in meinem Fall sinnvoll ?

Beitrag von zeerookah » 20.01.2019 15:28

Ich habe mit Anfang 20 auch keinen Wert auf Beamter gelegt.
Aber mit Ende 20 (verheiratet 2 kleine Jungs) da habe ich mit beiden Händen zugegriffen wie man mich noch mal als Beamter haben wollte. Und habe es nie einen Tag im Leben bereut. Eher das genaue Gegenteil. Es war für mich das beste was mir passieren konnte (Und ich musste noch einen Haufen Lehrgänge & Prüfungen absolvieren).
Wie ich 3 Jahre später 250.000 DM für ein Haus brauchte war das bei der Bank überhaupt kein Thema. Es hieß nur "legen sie einmal ihre Urkunde auf Lebenszeit vor und die Sache geht klar" und so war es dann auch.
Beamter bleibst du bist du ins Gras beißt. Sprich du bekommst jeden Monat Geld überwiesen.
Ist mir schleierhaft wie man da überhaupt drüber nachdenken kann. Oder hast du schon mal was von Beamten und Altersarmut in den Medien gehört oder gelesen? Ich nicht...unsere Mindestversorgung ist immer noch doppelt so hoch als das was Rentner bekommen würden. Und die müssen sich dafür ständig vom Amt gängeln lassen.
Mal eine etwas andere Blickrichtung ;)

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