Bewerbung abgelehnt

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annex
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Bewerbung abgelehnt

Beitrag von annex » 10.03.2011 13:51

hallo,

ganz allgemein eine frage,kann man gegen eine abgelehnte bewerbung einspruch/klage per anwalt einlegen?
erfolgsaussichten??

danke schon mal :)

arme Sau
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Beitrag von arme Sau » 10.03.2011 16:45

Klagen kann man gegen fast alles!

Aber was bringt´s.
a) Kosten und Ausgang sind ungewiss,
und
b) WENN man obsiegen sollte und der Beklagte nicht in Berufung geht, hat man für die Zukunft immer ein dickes Kreuz auf der Akte.

Wenn man sich nicht die Mühe machen möchte die Gründe für die Ablehnung zu hinterfragen um diese dann zu ändern, sollte man einfach mal sein "Pech" akzeptieren


arme Sau
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Sie nannten ihn Hombre
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Beitrag von Sie nannten ihn Hombre » 10.03.2011 17:05

Gericht = BRD
Zoll = BRD
Die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Conny
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Beitrag von Conny » 11.03.2011 11:56

Sie nannten ihn Hombre hat geschrieben:Gericht = BRD
Zoll = BRD
Die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
Aua. Das tut ja schon weh. :roll:

Schau mal unter Konkurrentenklage nach. Über Erfolgsaussichten kann man nichts sagen. Das kommt auf den Einzelfall an. Da gibt es ganz aktuelle Sachen ganz peinlicher Art.

Dann kommt es auch zu so was:
Aufhebung der Ernennung eines Gerichtspräsidenten :lol:

Die Sache mit dem dicken Kreuz auf der Akte ist Unfug. Man wird sich hüten, so was zu tun. Da gibt es andere Dinge, die zu Kreuzen führen aber Klagen gegen den Dienstherrn führen in der Regel bestimmt nicht dazu.

annex
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Beitrag von annex » 11.03.2011 19:00

naja,des mit der krähe hombre,is schwachsinn,weil ich schon ein verfahren gewonnen hab,wollte eben nur wissen,ob man gegen eine ablehnung überhaupt klagen kann und ob es erfahrungswerte gibt :D

und ob ich kreuze auf der akte hab oder nicht,ist mir bei dem verein eigentlich mittlerweile relativ......... :wink:

King Willy
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Beitrag von King Willy » 06.04.2011 17:25

Klagen kann man, bringen tut es 0%.

Es obliegt derweil IMMER der jeweiligen Institiution ob man eingestellt wird oder nicht! Anders verhält es sich wenn ein Grund genannt wird, der nicht der Wahrheit entspricht bzw. widerlegt werden kann.
Z.B. die Polizei sagt, Ihr Bein ist kaputt. Du gehst zum Amtsarzt und dieser bestätigt, dass das Bein 100% gesund ist und alles schick.
Damit kann man in Einspruch gehen, innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe der Absage!!

Ansonsten, wenn keine solche Gründe genannt werden, bzw. die Institution besagt dass welche besser sind oder keine charakterliche Eignung besteht dann muss man sagen: Pech gehabt!

mfg willy

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Bundesfreiwild
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Beitrag von Bundesfreiwild » 07.04.2011 09:22

annex - gegen eine Bewerbungsablehnung vorzugehen macht eigentlich - wenn überhaupt - nur für einen Schwerbehinderten Sinn, FALLS der Ausschreiber des Postens nicht EXPLIZIT dargelegt hat, warum er den Schwerbehinderten nicht nimmt. Da kann nicht einfach gesagt werden "tut mir leid - passt nicht", sondern genauestens geschildert, warum der Bewerber die Arbeit angeblich nicht machen können wird.

Alles andere - da wird der zukünftige Arbeitgeber IMMER (Schein)Begründungen finden, denen sich ein Richter nicht verschließen kann, weil sich der zukünftige Arbeitgeber halt Leute nach seinem Geschmack einstellen darf. Wenn irgend etwas nicht passt, kann er immer noch damit kommen, dass irgendwas nicht in sein Bewerberprofil passt.
Das ist enorm schwierig. Würde ich nur machen, wenn ich wirklich nachweisen könnte, das jemand völlig Unqualifiziertes vorgezogen wurde und ich die 150%-ige Besetzungslösung für den Job gewesen wäre.

Aber selbst dann sind die Chancen eher gering.

Sphinx23
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Re: Bewerbung abgelehnt

Beitrag von Sphinx23 » 24.11.2012 13:46

Also ich finde es eine - sorry für den Ausdruck - schwachsinnige Idee gegen die Ablehnung einer Bewerbung zu klagen. Würdest du denn auch klagen, wenn eine Firma dich ablehnt?
Auf jede freie Stelle beim Zoll bewerben sich immer zig Leute. Nur einer kann die Stelle kriegen und die anderen gehen dann eben leer aus. Und auch wenn du dich für die Ausbildung im mD oder gD beworben hast, hast du kein "generelles Anrecht" auf eine Zusage, denn auch hier hat der Zoll nur eine begrenzte Anzahl an freien Stellen und mindestens 10mal so viele Bewerber. Es wird es schon einen Grund geben warum du abgelehnt wurdest (Notenschnitt, schlampige Bewerbungsmappe, erfüllt die Voraussetzungen nicht, es gibt zig Bewerber die einfach besser sind usw.). Hast du mal bei der Dienststelle angerufen und nachgefragt WARUM du abgelehnt wurdest? Normalerweise werden sie dir den entsprechenden Grund für die Ablehnung nennen.

Und selbst wenn du trotzdem noch klagen willst, musst du erst einmal beweisen dass die Behörde dich zu unrecht abgewiesen hat. DIe Behörde hat es da einfacher - im Notfall findet man immer einen Grund warum man lieber andere genommen hat (z.B. aus den oben genannten Gründen). Obwohl ich nicht glaube dass sie sich was ausdenken müssen - wie gesagt werden die Leute ja nicht "wahllos" ausgesucht. Und selbst wenn ein Wunder geschieht und die Dienststelle dich einstellen MUSS - da wirst du niemals glücklich werden und du wirst diese Geschichte bis zur Pension mit dir rumtragen und das wird ein sehr schlechtes Bild auf dich werfen. Besonders beliebt wirst du sicher nicht sein und auf deiner Personalakte wird sicherlich ein dickes, rotes "Kreuz" sein...
Da ist es doch besser telefonisch den Grund für die Ablehnung zu erfragen und es eventl. im nächsten Jahr nochmal zu versuchen. Eine Freundin von mir wurde auch beim ersten Mal abgelehnt (nicht mal eine Einladung zum schrift. Test hat sie bekommen) und im folgenden Jahr wurde sie zum schrift. und mündl. Test eingeladen und anschließend eingestellt. Außerdem wurde sie beim mündl. Gespräch auf ihre Vorjahresbewerbung angesprochen und wenn jemand sich mehrmals bewirbt dann sieht das auf jeden Fall gut aus. Es zeigt eben dass jemand es auch WIRKLICH will...

Sphinx23
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Re: Bewerbung abgelehnt

Beitrag von Sphinx23 » 24.11.2012 13:50

@ annex:
Du hast so ein Verfahren schon mal gewonnen? Ähmm...sorry wenn ich das jetzt frage, aber klagst du gegen jede abgelehnte Bewerbung??? Und warum stellst du denn die Frage wenn du eh schon mal angeblich so ein Verfahren gewonnen hast? Und warum willst du genen die Veraltung klagen wenn sie dir eh egal ist und du nicht mehr hin willst???

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Mikesch
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Re: Bewerbung abgelehnt

Beitrag von Mikesch » 25.11.2012 02:35

Öhm, eigentlich erreicht der Fred 9 von 10 Trollpunkte zum Dichtmachen ;-)

Seit dem wir aber ein Antidiskriminierungsgesetz haben, ist die Frage durchaus berechtigt.
Sollte sich ein Arbeitgeber die Blöße geben, jemanden wegen seines Glaubens, bla, bla, abzulehnen, besteht durchaus Erfolg, gegen eine Ablehnung vorzugehen. Hierzu gibt es mittlerweile auch einschlägige Urteile.
Als Bewerber muss man natürlich nachweisen können, dass gegen die Merkmale des Antidiskriminierungsgesetzes verstoßen wurde, was natürlich zunehmend schwierig bis unmöglich wird.
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Anwaerter
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Re: Bewerbung abgelehnt

Beitrag von Anwaerter » 05.12.2012 17:58

Klagen vor dem Verwaltungsgericht kann man schon. Eingestellt wird man aber deshalb nicht.
Wenn man Glück hat bekommt man ein bisschen Geld.

Der Freistaat hat sich mal bei mir die Blöße gegeben in einer Ablehnung zu schreiben, dass er mich deshalb nicht nimmt, weil ich schon Anwärter in einer anderen Behörde bin (in der ein noch größerer Personalmangel herrscht).
Ich war aber so dumm nicht zu klagen, sondern der Behörde das zu schreiben. :(

Daraufhin hat man das Bewerbungsverfahren bis zum Ende durchgezogen, und ich habe dann vom Präsidenten der Behörde ein persönlich unterschriebenes Schreiben mit einem wasserdichten Grund bekommen, warum ich nicht genommen werde. :lol:

Wenn es nicht mein persönlicher Schaden wäre, könnte ich mich darüber köstlich amüsieren. ... :shock:
Es hört sich nicht so schlimm an, wie es ist!

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