Petition 39 Std-Woche Bundesbeamte

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BBeamter
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Re: Petition 39 Std-Woche Bundesbeamte

Beitrag von BBeamter » 06.11.2018 14:23

sdh1807 hat geschrieben:
05.11.2018 20:14
Ich hab es mir gerade angeguckt in der Mediathek.
Danke an die Petentin, sie hat sich ordentlich geschlagen.

War klar das das BMI da keine Perspektive sieht und sich nicht auf ein Ereignis welches eintreten muss festlegt damit sich da was tut.
Wenn der Bund ein so attraktiver Arbeitgeber ist, sollte es ja kein Problem sein die 6000 Stellen die benötigt werden um die Reduzierung der Arbeitszeit aufzufangen schnell zu besetzen.
Die AfD zeigt wieder warum sie keine Partei für mich ist: "zu preußischen Zeiten", "des Kaisers Rock ist eng, hält aber warm"
Kann ja jeder wählen wie er möchte, ich bin aber schon in den 2000ern angekommen.

Klar wird sich nichts tun für uns, aber es war gut das man hier mal seinen Unmut gezeigt hat.
Danke dafür
Da gebe ich Dir Recht. Die Kommentare der AFD waren ein Witz!
CDU zeigte sich tatsächlich nicht bereit. Linke und die Grünen haben da mehr Interesse gezeigt.

Hin oder her, die "Rückführung" auf 39Std/Woche MUSS irgendwann kommen.
Der Haushalt wird NIE an einem Punkt sein, an dem man sagt, "so, jetzt haben wir genug Kohle in der Kasse, Rückführung der 39Std kann kommen!" Was erwartet die CDU da? Wann ist es denn endlich so weit? Das können die ja nicht sagen!

Naja, dass dort keine Ergebnisse gezeigt werden, war ja von Anfang an klar. Wurde ja auch so kommuniziert.

Wie geht es jetzt eigentlich weiter?

Altlast
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Re: Petition 39 Std-Woche Bundesbeamte

Beitrag von Altlast » 06.11.2018 15:36

Mit welcher Begründung wurden eigentlich die höheren Wochenarbeitszeiten der Landesbeamten wieder denen des Tarifpersonals angeglichen?
Die Länderfinanzen sehen doch noch viel schlechter aus als im Bund.

Stegewil
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Re: Petition 39 Std-Woche Bundesbeamte

Beitrag von Stegewil » 06.11.2018 19:55

Es scheint in der Politik und hier speziell in der CDU - Staatssekretär Mayer - offenbar ganz normal zu sein, dass Zusagen, Abmachungen, etc. ... einfach das gegebene Wort nichts mehr gilt. Bedenklich finde ich, dass den Politikern dies mittlerweile anscheinend völlig egal ist.

Eine Begründung, dass ca. 6900 Stellen oder GENAU 6914 Stellen neu geschaffen werden müssen, bezweifel ich sehr.
Aber selbst wenn diese Berechnungen stimmen würden, stellt sich die Frage, warum wurden diese Stellen nicht schon geschaffen? Das wäre doch dann spätestens ab 2014 zwingend notwendig gewesen, wenn die regierende Politk jemals vorgehabt hätte, ihr Wort („dass bei besserer Wirtschaftslage wieder eine Absenkung erfolgt“) zu halten.

Diese Art der politischen Aussagen, die immer der Situation angepasst werden, erklären auch zum Teil die Wahlergebnisse:
" ... Staatssekretär: Keine rechtliche Vereinbarung ... Die Konsolidierung des Haushalts sei „kein einmaliges Ziel“, sondern eine Daueraufgabe, entgegnete Innen-Staatssekretär Mayer. Es habe auch 2006 keine verbindliche rechtliche Vereinbarung gegeben, die vorgesehen hätte, dass die Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückgenommen wird. Gleichwohl habe es die politische Aussage gegeben, dass die Erhöhung kein Dauerzustand sein wird ..."

Vorstandsmitgliedes des Verbandes der Beschäftigten der obersten und oberen Bundesbehörden (vbob), Michael Wolter, stellt die schwarze Null die seinerzeit als Ziel ausgegebene Konsolidierung dar. Von der Erfüllung sämtlicher Maastricht-Kriterien sei 2006 nicht die Rede gewesen, sagte Wolter. Der Gewerkschaftsvertreter forderte, die aktuelle „Gerechtigkeitslücke“ zu Ungunsten der Bundesbeamten auszugleichen.

Danke an die Petentin Clauda Maurus und alle Beteiligten!
Ich hoffe sehr, dass sich nun noch einige Beamte finden, die alle evtl. verbleibenden - auch rechtlichen - Möglichkeiten prüfen.
Es wäre wirklich schade, wenn diese Politik auch in diesem Fall damit durchkommt.

sailor
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Re: Petition 39 Std-Woche Bundesbeamte

Beitrag von sailor » 06.11.2018 22:37

Hoffentlich macht sich nun auch in diesem Forum nicht die Meinung einiger AFD Sympathisanten breit.

Acta
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Re: Petition 39 Std-Woche Bundesbeamte

Beitrag von Acta » 06.11.2018 23:41

... bei der nächsten Wahl habt ihr es u.a. Auch in der Hand und könntet Wortbrecher abwählen...

Schade, vertane Chance.

Ab Januar auf 39 Std. reduzieren (Teilzeit - sofern möglich).

Possi
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Re: Petition 39 Std-Woche Bundesbeamte

Beitrag von Possi » 07.11.2018 00:10

Hinzu kommt: Mehr Planstellen, mehr mögliche Beförderungen.

yamato
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Re: Petition 39 Std-Woche Bundesbeamte

Beitrag von yamato » 07.11.2018 06:40

Acta hat geschrieben:
06.11.2018 23:41
... bei der nächsten Wahl habt ihr es u.a. Auch in der Hand und könntet Wortbrecher abwählen...

Schade, vertane Chance.
Bleibt nur die klassische Frage zumindest wenn man sie auf dieses Politikfeld reduziert.

Wen sonst wählen ?
Die AfD hat wohl klar gemacht, dass es mit ihr keine Absenkung geben wird (wenigstens ehrlich)
Grüne und Linke mögen in der Opposition dafür sein, aber wenn sie regieren ist es fraglich ob sie etwas ändern würden. Vermutlich nicht, denn Pluspunkte bei der Masse der Wähler bringt die Maßnahme nicht.
Über die FDP brauchen wir wohl nicht nachdenken.

Justy
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Re: Petition 39 Std-Woche Bundesbeamte

Beitrag von Justy » 07.11.2018 11:26

Guten Morgen,

es wäre sicherlich ein großer Motivationsschub gewesen. Es wurde bereits in mehreren Studien nachgewiesen, dass Zuviel Arbeit krank macht. Hier mal nur ein Link dazu:

https://www.mdr.de/wissen/zu-viel-arbei ... k-100.html

Ich kann den Beitrag so bestätigen: Zu Langes Arbeiten macht krank. Mein persönlicher Krankenstand ist in den letzten Jahren aus den im Beitrag genannten Gründen (psychischen Beeinträchtigungen, gesteigerte Nervosität, Depressionen) stark gestiegen. Ich habe schon vor einiger Zeit meine Konsequenzen gezogen und meine Arbeitszeit auf 39 Stunden reduziert. Natürlich mit finanziellen Einbußen. Aber was ich nicht wirklich gedacht hätte: Es geht mir besser. Klar jetzt bleibt Arbeit liegen. Aber dafür soll ja Personal aufgestockt werden. :lol: :lol: :lol:

Im Übrigen denke ich nicht, dass es rechtlichen Möglichkeiten gibt. Beamte sind ja auch schon mit dem Streikrecht gescheitert. Würde den Beamten auch ein Streikrecht zustehen, wären wir längst bei einer 39 Stunden Woche.

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Re: Petition 39 Std-Woche Bundesbeamte

Beitrag von Stegewil » 07.11.2018 13:20

Nur weil eine Meinung zu einem bestimmten Thema geäußert wird, ist ganz sicher kein AFD-bezug herstellbar!
Ich denke, jeder sollte seine - auch kritische - Meinung äußern dürfen, ohne gleich in die AFD Ecke gestellt zu werden.
Weiterhin sollte man sich nicht zwingend verpflichtet fühlen selbst tätig zu werden, nur weil man seine Meinung zu einem Thema mal geäußert hat.
Deshalb hoffe ich auch jetzt noch sehr, dass " das letzte Wort " zu dieser Petition noch nicht gesprochen wurde.

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Re: Petition 39 Std-Woche Bundesbeamte

Beitrag von Bundesbeamtin2018 » 12.11.2018 15:21

Noch ist das Thema nicht zu Ende! Ich war auch enttäuscht von der Reaktion des Staatssekretärs Mayer, er hat sich nicht EINEN MILLIMETER auf uns zu bewegt! Als Nächstes entscheidet aber der Petitionsausschuss, was er mit der Petition macht. Und dann überlegen wir, was wir noch tun können... :evil:

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Re: Petition 39 Std-Woche Bundesbeamte

Beitrag von BBeamter » 13.11.2018 06:49

Bundesbeamtin2018 hat geschrieben:
12.11.2018 15:21
Noch ist das Thema nicht zu Ende! Ich war auch enttäuscht von der Reaktion des Staatssekretärs Mayer, er hat sich nicht EINEN MILLIMETER auf uns zu bewegt! Als Nächstes entscheidet aber der Petitionsausschuss, was er mit der Petition macht. Und dann überlegen wir, was wir noch tun können... :evil:
Wann kann man mit einer Raktion des Petitionsausschusses rechnen?

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Re: Petition 39 Std-Woche Bundesbeamte

Beitrag von Bundesbeamtin2018 » 13.11.2018 10:21

In "einer seiner nächsten Sitzungen" - mehr weiß ich leider auch noch nicht.

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Re: Petition 39 Std-Woche Bundesbeamte

Beitrag von sdh1807 » 27.11.2018 18:45

Der Bundeshaushalt für das kommende Jahr steht. Die meisten Ministerien können sich über deutlich mehr Geld freuen – vor allem Inneres und Verteidigung. Die "schwarze Null" soll dennoch stehen.

Der Bund soll im kommenden Jahr 8750 neue Stellen in Ministerien, Behörden und Ämtern erhalten.
Die Staatsverschuldung könnte schon in diesem Jahr unter 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sinken. Damit würde Deutschland erstmals seit 2002 wieder die im Maastricht-Vertrag vorgesehene Grenze für die Euro-Stabilität einhalten.
Nun dann wäre ja eigentlich Kapazität was für uns zu tun.

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Re: Petition 39 Std-Woche Bundesbeamte

Beitrag von BBeamter » 29.11.2018 10:43

Wollen die das jetzt totschweigen? Irgendwas muss jetzt doch noch passieren?

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Re: Petition 39 Std-Woche Bundesbeamte

Beitrag von Bundesbeamtin2018 » 29.11.2018 21:27

Nein, es läuft noch - aber es läuft halt sehr langsam :( Leider sind sie beim Erhöhen schneller als beim Absenken. Aber gestern gab es z. B. auch ein Urteil vom Bundesverfassungsgericht, in dem es u.a. heißt: "Beamte sind nicht dazu verpflichtet, stärker als andere zur Konsolidierung öffentlicher Haushalte beizutragen". Das heißt für mich, dass die gesamte Arbeitszeiterhöhung äußerst fragwürdig war... :evil:

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