Mobbt (bosst) die Telekom absichtlich ?

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Kater-Mikesch
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Re: Mobbt (bosst) die Telekom absichtlich ?

Beitrag von Kater-Mikesch »

Hast du ein Az. von deinem Vorgang...oder sind diese Beschlüsse nicht einsehbar, da noch kein Urteil gesprochen wurde...?
Torquemada
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Re: Mobbt (bosst) die Telekom absichtlich ?

Beitrag von Torquemada »

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Bundesfreiwild
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Re: Mobbt (bosst) die Telekom absichtlich ?

Beitrag von Bundesfreiwild »

Schöner Beschluss :idea:
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Bundesfreiwild
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Re: Mobbt (bosst) die Telekom absichtlich ?

Beitrag von Bundesfreiwild »

Und nicht vergessen: WARUM (u.a.) will man die Beamten eigentlich aus der AG raushaben?
WEIL Beamte für eine bestimmte Tätigkeit (konkret-funktionelles Amt) auch ein bestimmtes Gehalt bekommen, also sagen wir mal A8/entspricht Tarif T4/T5.
Solange die Beamten für diese Tätigkeit nach t4/t5 bezahlt werden, muss man die Tarifkräfte, die die gleiche Tätigkeit ausführen, genauSO bezahlen.

In den GmbHn hat man vor kurzem nun die Tätigkeiten mal auf ihren tatsächlichen Tarifwert eingestuft (womit viele Beamte dann plötzlich unterwertig beurlaubt sind), beispielsweise auf T3. Das hat zur Folge, dass eine Tarifkraft nun nur noch nach T3 (statt vorher T4/T5) bezahlt wird, wenn sie die Tätigkeit hat. Für den Beamten hats keine Auswirkung, weil er die Differenz zwischen Amtssalär und Beurlaubungseinkommen im "Not"fall bezahlt bekommt.

Man stelle sich nun mal vor, man hat die Beamten ziemlich flächendeckend aus dem Unternehmen transportiert. Es ist keiner mehr da, der durch seine Amtseinstufung die Tätigkeitseinstufung und damit die Tätigkeitsbewertung in Euro-Gehalt hoch halten würde. Was passiert?
Man stuft sämtliche Tätigkeiten so ein, wie sie im Durchschnitt in der freien Wirtschaft eingestuft werden. Das wird vor allem für die normalen Bürotätigkeiten massive Auswirkungen haben. Unsere Azubis oder Berufsanfänger haben heute ja keine "Großraum-Ausbildungen" mehr, wie früher mal der Industriekaufmann, sondern sind nach der Lehre schon Fach"idioten", weil zum Kaufmann für Dialogmanagement oder Kaufmann für Bürokommunikation ausgebildet.
"Kaufmann für Dialogmanagement" ist übrigens ein Kaufmann, der für Callcenter"verwaltung" ausgebildet wurde (ist mir letzte Woche eine begegnet).
Ein KfDialog wird in einem Callcenter der freien Wirtschaft wahrscheinlich analog T1 bezahlt werden und nicht nach T3-T5.
Entsprechend wird das durch alle Ebenen durchgezogen werden. Und das wird die Personalkosten - auf Kosten der Einkommen des Personals - deutlich senken.
(Wogegen sich die Führungsebene - ob dieses Erfolges - wieder eine Zielerreichungsprämie einstecken werden, die der Einsparung entspricht.)

Der einzelne Beamte ist nicht zu teuer. Aber man kann in einer globalisierten Arbeitswelt eben alles auch billiger machen. Und darauf läufts hinaus.
Ob dabei der europäische Binnenmarkt zusammenbricht, ist ja wurscht. Hauptsache die Unternehmensbilanz sieht in der Vorausschau von 2 - höchstens 5 Jahren gut aus.
Und der Aktionär bekommt aktuell seine Dividende.

"Der Beamte" ist also ein Hemmnis der Lohnabsenkungspolitik.
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Brauner
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Re: Mobbt (bosst) die Telekom absichtlich ?

Beitrag von Brauner »

Bundesfreiwild hat geschrieben:... >>>SNIP

"Der Beamte" ist also ein Hemmnis der Lohnabsenkungspolitik.
Deine Argumente kann ich zwar nachvollziehen, zu großen Teilen stimmen sie dann doch nicht, was den Zustand in einer GmbH betrifft.

Der Beamte hatte schon immer eine höhere Priorität eine Stelle zu bekommen, den Angestellten hatte man zurückgestellt und sogar berufstypische Qualifikationen wissentlich übersehen.

Die Bezahlung bspw von Fernmeldehandwerkern (bin auch einer) richtete sich danach, ob er die Beamtenprüfung abgelegt hatte. Nur dies würde Deine Ansicht bestätigen!

Auf die wenig attraktiven T3er Bürojobs haben sich viele T5er Kollegen von mir beworben, mit der Vorstellung mehr in den GmbHn zu erreichen. Und genau das habe ich erlebt, in der GmbH, in der ich heute noch arbeite.
Viele Kollegen davon waren sehr kompetent und konnten ganz überzeugend Leistungen vorweisen, wo niemand die Anerkennung verweigerte, wenn er sich nicht bodenlos blamieren wollte.
Wer es trotzdem riskierte unseriöse Dinge zu verbreiten, der hatte gute Chancen aus dem Konzern zu kommen und zwar ganz.
Hierzu muß ich sagen, dass Vorgesetzte die richtigen Wege eingeleitet haben.

Und Mobbing war das bestimmt nicht.

Die früheren T3er Kollegen bekommen inzwischen eine T7 oder T8 Bezahlung. In einem anderen Standort gab es T3er Kollegen mit AT Vertrag,

Zu den T3er Stellen muß ich sagen, dass es nicht mehr viele davon gibt, man brauch sie nicht wirklich.

Schade finde ich, dass damit der Einstieg in Geschäftsbereichen nicht mehr möglich ist, eine T7 oder T8 wird man da nicht so einfach aufgrund einer Bewerbung bekommen.
In diesem Zusammenhang haben sich die Bedingungen im Konzern etwas zu finden deutlich verschllechtert.
Und bis dahin bleiben sie Querulanten, solange das Rückgrat nicht gebrochen wird.
Kater-Mikesch
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Re: Mobbt (bosst) die Telekom absichtlich ?

Beitrag von Kater-Mikesch »

Hallo Brauner,

ich kann jetzt leider nicht nachvollziehen, wie du auf der einen Seite Mobbing damit rechtfertigst, dass man unseriöse Dingen nicht erzählen darf...
Wenn dem so ist, könnte man ca. 50 % der Beschäftigten ohne Problem aus dem Dienst befördern...

Wo beginnt denn bei dir Mobbing - oder stellst du etwa deine eigenen Regeln und Kriterien auf...


In Bezug auf das Weiterkommen von Beschäftigten mit T3:
Also dass einer mit T3 einen AT-Vertrag erhalten hat, oder sogar mehrere an einme Standort, kann ich nicht so richtig nachvollziehen...
An den "normalen" Standorten gibt es überhaupt sehr wenige, wenn überhaupt welche, die einen AT-Vertrag haben...

Da musst du schon nach Bonn in die jeweiligen zentralen Bereiche fahren. Wenn dort der am wenigsten bewertete Kolleg/in T8 hat und nach einem Jahr automatisch zu T9 wird, dann kannst du dir ausrechnen, dass es dort einige AT-ler gibt - die meisten Teamleiter haben einen AT-Posten - dafür wird aber in der Regel auch was mehr verlangt...
Studium, beim Finanzbereich der Bilanzbuchhalter, intern. Bilanzbuchhalter, das Leser der Bilanzen, vor allen Dingen Steuerbilanz, das Steuergesetz und auch das HGB mit vertiefenden Englisch-Kenntnissen...

Aus diesem Grunde kann ich nicht glauben, dass es bei deinem Standort Beschäftigte mit T3 gibt, die dann einen AT-Vertrag bekommen haben...
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Brauner
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Re: Mobbt (bosst) die Telekom absichtlich ?

Beitrag von Brauner »

Hallo Kater,

ich finde Meinungsfreiheit wichtig und jeder sollte seine Ansichten sagen dürfen. Trotzdem nicht mit falschen Fakten hausieren, ist selbstverständlich.


Du hast eine PN bekommen.
Und bis dahin bleiben sie Querulanten, solange das Rückgrat nicht gebrochen wird.
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Bundesfreiwild
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Re: Mobbt (bosst) die Telekom absichtlich ?

Beitrag von Bundesfreiwild »

Ich habe jetzt auch kürzlich mitbekommen, wie leicht man Kollegen in eine "psychiatriche Störung" reinreden will.
Also... bei den Gründen, die da angeführt werden, muesste sich jeder Mensch, der Dinge nicht einfach hin nimmt, der sich gegen Ungerechtigkeiten und Unverschämtheiten wehrt, egal ob gegen Kollegen oder gegen Chefs, als psychiatrisch gestört betrachten.
Und man sieht auch hier und da immer wieder, wie einfach es sich die "oberen" machen, Kritik am System oder am Chef oder persönliche Charaktereigenschaften oder Äußerlichkeiten, die von der allgemeinen Norm (was ist das überhaupt?) abweichen, als unnormal, als unternehmensschädigend oder was auch immer zu bezeichnen.
Im Endeffekt drehen sie dir noch einen Psychiater um den Hals, weil man auf der Arbeit evtl. mit neongelbem Käppi kommt oder mit Birkenstocks durch die Callcenterhallen schlappt.
Jedes persönliche Merkmal, das nicht von Duckmäusertum, von Klappe halten geprägt ist, sondern als eine gewisse Form von Rebellion gewertet werden könnte, kann dabei als Grund heran gezogen werden.
INSBESONDERE warne ich alle hier, sich über klar bezeichnete Personen in "ehrenrühriger" Form auszulassen. Seid vorsichtig. Das habe ich mir auch auf die Fahne geschrieben. Auf die Wortwahl achten. Keine Fakten als bewiesen in den Raum stellen; wenn überhaupt, dann eine persönliche Meinung/Überlegung anführen, als Spekulation darstellen, was man schreibt.

Nachdenken und spekulieren kann man immer, man darf nur nicht behaupten, dass etwas so wäre, wenn man nicht beweisen kann, dass es genau SO IST.
Auch dann nicht, wenn die Lage sich so darstellt, wie sie sich offensichtlich in vielen Fällen zeigt.

Das Wort Mobbing sollte man nicht in den Mund nehmen, weil das eine Straftat ist, die ganz bestimmten Konstruktionen unterliegt, die man auch beweisen können muss.
Dass man sich unter Druck gesetzt fühlt, dass man sich psychologisch belastet und krank fühlt, durch Dinge, die im Rahmen eines ARbeits- oder Dienstverhältnisses passieren, das kann man so schreiben (und denken kann man sich sowieso alles).

Vor allem allem die, die irgendwo im Einsatz sind bei VCS oder VBS oder sonstwo zugewiesen im Konzern, BITTE REDET NICHT mit jedem über eure dienstlichen Belange und eure privaten Dinge. Es gibt mittlerweile überall Kollegen, die 1. von dem ganzen Vivento-Zauber nichts wissen und glauben, man wäre bekloppt, wenn man denen erzählt, was alles so passiert ist. Und wenn man 2. auch noch böse Worte über Führungskräfte in den Mund nimmt...
Leute... Pflaster auf den Mund!!!
Es gibt überall Augen und Ohren, die euch misstrauisch betrachten und viele Kollegen sind sich auch nicht zu schade, mit den Vorgesetzten über eure persönliche Charakteristik zu reden. Mittlerweile gilt es anscheinend schon als sehr schwierig zu aktzeptieren, dass Kollegen überhaupt noch im normalen Beamtenverhältnis sind, weil sie als zugewiesene Beamte nicht an Zielerreichungsprämien beteiligt sind und man vermutet, dass sie dann evtl. auch nicht an der Zielerreichung des Teams mitackern.
Da könnte es passieren, dass man schief angeguckt wird.

Ich habe mir aus gegebenen Anlass eben dieses Pflaster auch verordnet, weil ich normalerweise recht freizügig und deutlich sage, was ich denke. Ich werde mich in Zukunft auch mehr dazu erziehen, an der einen oder anderen Stelle einfach mal die Klappe zu halten, weil man nie weiss, wer neben einem steht.
Ich habe aber beschlossen, vor allem die in Bonn angestrengte Kleiderordnung weiter zu missachten und mit weithin leuchtenden Farbtupfern das Business-Anthrazit und -schwarz und -beige zu kontern! Naja... auch diese dramatische Farbabweichung wird man im Fall des Falles als demonstratives Unterlaufen des Dress-Codes bezeichnen können wollen.

Egal wie: SEID VORSICHTIG!
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Bundesfreiwild
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Re: Mobbt (bosst) die Telekom absichtlich ?

Beitrag von Bundesfreiwild »

ILO, du sagst, was ich auch denke.
Wenn es so kommt, dass man nicht mal mehr sagen darf, was passiert und wer beteiligt ist und Namen nennt.
Wenn man befürchten muss, dass Kollegen auf einen angesetzt sind, um ein Diszi-Verfahren/Kündigungsverfahren zu inszenieren.
Wenn man sich soweit anpassen muss, dass man nicht mehr mit Selbstbewusstsein oder gar Charakterfestigkeit auffällt.
Wenn man alles, was man sagt, im Mund umgedreht bekommt.
Wenn bei Differenzen Aussagen nur einer Seite gehört oder berücksichtigt werden.

Was haben wir denn dann?
Dann hätten wir keine Grundrechte mehr hinsichtlich freier Meinungsäußerung.
Dann kann man jeden wegen allen möglichen Verhaltenseigenartigkeiten als Fall für den Psychologen sehen.
In welchem Staat leben wir denn dann eigentlich?
Dann hätten wir die Stasi auch behalten können. (Naja... so wie es aussieht, sind die derzeitigen Geheimdienste keinen Deut besser).

Mannomann... wenn ich heute 20 und gesund wäre, würde ich mich wahrscheinlich irgendwohin vom Acker machen... nur wohin in dieser von Dummheit, Macht- und Geldgier gesteuerten Welt?
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Bundesfreiwild
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Re: Mobbt (bosst) die Telekom absichtlich ?

Beitrag von Bundesfreiwild »

Was ich immer sage:
Auf der oberen Ebene kenne sich alle persönlich. Und wenns hart auf hart kommt, gibts Deckung, weil jeder weiss, dass er die Deckung bei der nächsten Gelegenheit evtl. selbst beanspruchen muss.

Meine Meinung ist auch:
Wer in der Politik ein Amt oder Mandat bekleidet, darf überhaupt keine Nebentätigkeit in einem Unternehmen haben, außer vielleicht in seinem eigenen.
Ansonsten ist die Unabhängigkeit einer Entscheidung auf der politischen Ebene überhaupt nicht gegeben.

Ja... zahlt den Abgeordneten deutlich höhere Gehälter. Unter eben der Bedingung, in keinem Aufsichtsrat, keinem Vorstand, etc. für die Wirtschaftsinteressen von großen Aktiengesellschaften tätig zu werden, deren Interessen durchaus völlig konträr zu volkswirtschaftlichen Interessen der Bürger laufen können (und es meiner Meinung nach auch tun).

Leider ist der polit-wirtschaftsfilz in 35 Jahren fast ununterbrochener CDU-Regierung so gross und so undurchschaubar geworden, dass man eigentlich ein Schwert braucht, um diesen gordischen Knoten in Stücke zu hacken.