Depressionen

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DusselvomDienst
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Depressionen

Beitrag von DusselvomDienst »

Moin,

hat jemand Erfahrungen mit der Verwaltung im Bereich Depressionen?

Jemand ist seit gut einem Jahr krank geschrieben wegen organischer Depressionen, diese werden medikamentös behandelt, nun wurde dieser Jemand zum Amtsarzt geschickt.
Der Amtsarzt hat ein zusätzliches Gutachten eines Neurologen seiner Wahl angefordert. Dieser hat ein Gutachten erstellt und dieses hat der Amtarzt in seines einfliessen lassen.

Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass dieser jemand eigentlich ein Simulant sein muss, weil krank ist der garnicht. Die beiden behandelnden Ärzte (Neurologen) haben herzlich über dieses Gutachten gelacht und von unfähigkeit gesprochen.

Der Beamte muss nun seinen Dienst voll wiederantreten.

Der Beamte wird weiterhin medikamentös behandelt!

Nun die Frage hat irgentjemand von Euch Erfahrungen gesammelt?
Weiß jemand, wie man sich gegenüber der Verwaltung verhalten sollte?

:?: :?: :?:

Grüße

der
DusselvomDienst
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Beitrag von Zollkodex-Ritter »

Servus,

jemand soll sich besser einen Anwalt suchen, der sich im Beamtenrecht und Sozialrecht auskennt. Der veranlasst dann das, was für jemand das Richtige ist. Evtl. wird ein Obergutachten erstellt.

Hat jemand denn so schwere Depressionen, dass er schwerbehindert ist? Wenn nein, würde ich ihm dringend raten, diese Eigenschaft zu beantragen. Kann nur weiterhelfen, selbst wenn "nur" eine Gleichstellung herauskommt.

Mich würde brennend interessieren, wie die Verwaltung gegen Krankschreibungen von Ärzten, die ja laut Gutachten unfähig sind, vorgehen will...
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DusselvomDienst
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Beitrag von DusselvomDienst »

Zollkodex-Ritter hat geschrieben: Mich würde brennend interessieren, wie die Verwaltung gegen Krankschreibungen von Ärzten, die ja laut Gutachten unfähig sind, vorgehen will...

Moin,

garnicht, das will sich die Verwaltung nicht anmaßen! :wink:

Verwaltung eben!
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Beitrag von Zollkodex-Ritter »

Hab mal überlegt:

Jemand soll sich doch freuen, dass man ihn nicht in Frühpension schicken will. Denn die Bezüge aktiver, krank geschriebener Beamten sind doch höher als die ihm zustehende Frühpension, denke ich zumindest.

Die beamtenrechtliche Mindestversorgung liegt meines Wissens nach bei 60% der Endaltersstufe von A4, die hat man nach 5 Dienstjahren "erworben"....

Seinen Pensionsanspruch kann sich ja mehr oder weniger jeder selbst ausrechnen, wie war das noch gleich, 1, irgendwas Prozent der aktuellen Bezüge pro Dienstjahr.
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DusselvomDienst
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Beitrag von DusselvomDienst »

Damit hast Du natürlich vollkommen recht, zur Zeit erhält jemand 100 % seiner Dienstbezüge!

Nur wird er wohl seinen Dienst zu 100 %, ohne Wiedereingliederung, wieder antreten müssen!
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Beitrag von Zollkodex-Ritter »

Wenn er ja wieder unter Depressioen leidet, kann er sich ja wieder krank schreiben lassen...
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Odindissa
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Beitrag von Odindissa »

Ah ja, es gibt also noch mehr Leidensgenossen.
Lieber Dussel, wenn Du mal meine Postings liest dann wirst Du schnell merken dass ich da mitten im Abenteuer bin. Auch ich leide an Depressionen, alles fing mit einem Burn-Out an und schaukelte sich dann weiter hoch. Nach zahlreichen Vorsprachen beim Amtsarzt plus Gutachten eines externen medizinischen Untersuchungsdienst bekam ich dann eine "Aufforderung zur Dienstaufnahme". Ein Kollege der Gewerkschaft legte mir daraufhin am Telefon nahe, der Aufforderung Folge zu leisten, den Dienst für ein paar Stunden wieder aufzunehmen und mich dann erneut krank zu melden. Natürlich könne ich auch gegen den Dienstaufnahmebescheid Einspruch einlegen aber ich müßte sowieso zunächst erstmal meinen Dienst wieder antreten. Das Mindestruhegehalt habe ich mir sagen lassen liegt bei den Bundesbeamten bei 1225,- Euro brutto, das dürfte so ziemlich den 60% entsprechen.
Wie dem auch sei, das Schicksal hatte andere Pläne mit mir. Ich kam gar nicht mehr dazu, meinen Dienst wieder anzutreten. Ein Bandscheibenvorfall kam dazwischen und der ist zweifelsfrei durch Kernspin belegbar :twisted:
Ich bin jetzt seit über einem Jahr krank geschrieben und daran wird sich auch in Zukunft nicht allzuviel dran ändern.
Da sag ich nur: Ist die Karriere erst ruiniert, lebts sich gänzlich ungeniert
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Mikesch
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Beitrag von Mikesch »

Odindissa hat geschrieben:Da sag ich nur: Ist die Karriere erst ruiniert, lebts sich gänzlich ungeniert
Unterstreich...
Odindissa hat geschrieben: Das Mindestruhegehalt habe ich mir sagen lassen liegt bei den Bundesbeamten bei 1225,- Euro
Es gibt Menschen, die müssen dafür arbeiten!

Mir erschliesst sich nicht der Sinn deines Postings.
Was willst Du aussagen?

cu,
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Odindissa
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Beitrag von Odindissa »

Mir gehts in dem Posting darum dass es noch mehr Leute gibt die unter psychischen Problemen zu leiden haben und wie die Behörde damit verfährt. Da ich nach nunmehr 20 Dienstjahren zur Ironie neige, seien mir einige Worte verziehen.
Wer denkt, ein Volksvertreter vertritt das Volk der denkt auch dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.
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Odindissa
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Beitrag von Odindissa »

Dass der Mindestruhegehaltbetrag 1225,- Euronen beträgt war lediglich ein Informationsbeitrag.
Wer denkt, ein Volksvertreter vertritt das Volk der denkt auch dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.
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DusselvomDienst
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Beitrag von DusselvomDienst »

Odindissa hat geschrieben:Mir gehts in dem Posting darum dass es noch mehr Leute gibt die unter psychischen Problemen zu leiden haben und wie die Behörde damit verfährt. Da ich nach nunmehr 20 Dienstjahren zur Ironie neige, seien mir einige Worte verziehen.
Da die psychischen Probleme ja nicht sichtbar sind, ist es für unsere Verwaltung auch völlig unverständlich! Und ich bin fest der Meinung, dass die Verwaltung sich solche Sachen wie Burn out oder auch organische Depressionen gar nicht vorstellen kann in unserem Job.

Nur leider sind solch psychosomatischen Krankenheiten auf dem Vormarsch und auch unsere Verwaltung sollte dies bald mal merken, bevor mehrere Kollegen vieleicht bald mal in die Therapie gehen!!!

@ Odindissa

Deine Ironie verstehe ich sehr gut, es ist wie bei mir, nach 20 Dienstjahren darf man die haben!!
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Beitrag von Zollkodex-Ritter »

Mikesch hat geschrieben:
Odindissa hat geschrieben: Das Mindestruhegehalt habe ich mir sagen lassen liegt bei den Bundesbeamten bei 1225,- Euro
Es gibt Menschen, die müssen dafür arbeiten!

...

cu,
Mikesch
Die Frage ist, was du damit sagen willst...

bye
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Mikesch
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Beitrag von Mikesch »

Zollkodex-Ritter hat geschrieben:
Mikesch hat geschrieben:
Odindissa hat geschrieben: Das Mindestruhegehalt habe ich mir sagen lassen liegt bei den Bundesbeamten bei 1225,- Euro
Es gibt Menschen, die müssen dafür arbeiten!
Die Frage ist, was du damit sagen willst...
...bei mir der Eindruck entstanden ist, dass dies wenig sei.

cu,
Mikesch
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Angelfire
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Beitrag von Angelfire »

Ich empfinde das ähnlich wie Mikesch. 1225 Euro sind ein gutes Ruhegehalt. Besonders wenn man "nur" ca. 20-25 Jahre erwerbstätig war. Mancher Rentner muss nach fast 40 Jahren Tätigkeit mit weniger auskommen. Nur weil er aus der ehemaligen DDR kommt.

Nichts gegen eine Krankheit, ich möchte wirklich nicht tauschen, da ich gern arbeite. Und Depressionen kann ich persönlich nicht nachvollziehen, obwohl ich Bekannte habe, die darunter leiden. Das versteht man warscheinlich wirklich nur, wenn man selber betroffen ist.

Ich drücke die Daumen das sich alles zum positiven wendet!

LG Angelfire
Was du nicht willst das dir getan, das tu auch keinem andren an!
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DusselvomDienst
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Beitrag von DusselvomDienst »

Angelfire hat geschrieben: Und Depressionen kann ich persönlich nicht nachvollziehen, obwohl ich Bekannte habe, die darunter leiden. Das versteht man warscheinlich wirklich nur, wenn man selber betroffen ist.

Ich drücke die Daumen das sich alles zum positiven wendet!

LG Angelfire
Nachvollziehen ist so eine Sache, leider ist diese Krankheit nicht sichtbar, nur manchmal für die direkten Menschen im Umfeld bemerkbar, da sich der Mensch doch sehr verändert. Man kann soetwas sehr schnell als eine komische Laune abtun, und der Betroffene merkt es meist erst selber, wenn es zu spät ist!

Tja, leider bei uns schon fast eine Volkskrankheit!!!!

LG

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