Kaum Perspektiven!

Forum für Mitarbeiter der Telekom, sowie der deutschen Post.

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T-Wurm
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Kaum Perspektiven!

Beitrag von T-Wurm »

Hallo Hier!
Ich bin seit über 20 Jahren bei der DT AG. Damals war ich eine der ersten - LB gehobender technischer Dienst - meiner Mitanwärter, die A11 wurde.
In den 90ern war ich dann 6 Jahre im Erziehungsurlaub und - man glaubt es kaum - seit 10 Jahren strampel ich mich ab...aber ..ich bin immer noch A11.
Führt hier zu weit, was da immer dazwischenkam. Von mobbenden Chefs bis falscher Dienstposten. Jetzt habe ich seit 2,5 Jahren einen T9er und mein Chef meinte letztes Jahr, er würde beim nächsten Mal "sehen was sich machen läst". Und jetzt gibts 2012 kein Beförderungen...ich hab schon resigniert, es
langt mir einfach. Mach Expertenarbeit und werd bezahlt wie xxx...
Ich mächte wenigstens weniger Arbeitszeit ( 34 h ) oder eine weniger stressige Arbeit für das bißchen Kohle.
Aber wenn ich jetzt wechsele, dann muss ich 100 % wieder Jahre warten bis mein Chef was für mich tun würde.
Und wozu bin ich in der verdi? Ich bin getrrennt lebend und habe es nicht so dicke, dass der Beitrag nicht viel Geld für mich wäre.
Aber wenn ich jetzt austrete, ist doch eine Beförderung auch unwahrscheinlich, da die das ja befürworten müssen, oder?
Ich bin jahrelang gerne arbeiten gegangen...aber jetzt denke ich immer mehr darüber nach mein "burnout" zu intensivieren.
Die kriegen mich so weit!!
T-Wurm
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Re: Kaum Perspektiven!

Beitrag von T-Wurm »

Bei den Beförderungen ist aber der Betriebsrat mit involviert.
Und meiner hat mir vor 2,5 Jahren, als er mir in der Geschichte mit meinem mobbenden Chef beistand, gesagt, dass ich auch in die Gewerkschaft
eintreten sollte, damits dann bald mit der Beförderung klappt.
Dass Betriebsrat und Gewerkschaft miteinander klüngeln ist jetzt so abwegig nicht, oder?
T-Wurm
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Re: Kaum Perspektiven!

Beitrag von T-Wurm »

Danke Mitsumo, aber das ist mir zu einfach!
Hier wurde schon an verschiedenerlei Stellen geschrieben, dass es, bei Möglichkeit zur Beförderung, günstig wäre in der
Gewerkschaft zu sein.
Ich wüßte gerne wo das herkommt!
fernmelder
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Re: Kaum Perspektiven!

Beitrag von fernmelder »

Fakt ist: Ich wurde in meiner Laufbahn zweimal auch ohne Verdi-Mitgliedschaft befördert. Als Mitglied wäre es sicher auch nicht schneller gegangen.
Rudolf_2
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Re: Kaum Perspektiven!

Beitrag von Rudolf_2 »

Auch im gehobenen Dienst ist Dummheit nicht auzurotten...
Wer glaubt, dass eine Gewerkschaftszugehörigkeit Beförderungstüren öffnet, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten!
Gruß
Rudolf
Thust
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Re: Kaum Perspektiven!

Beitrag von Thust »

- seit 10 Jahren strampel ich mich ab...aber ..ich bin immer noch A11.

A11 ist, soweit mir bekannt, im gD des Bundes das reguläre Endamt. Wer A12 haben möchte, ist schon klar überdurchschnittlich, von A13gd ganz zu schweigen. Dementsprechend gibt es auch wenige A12+ Stellen im Vergleich zu den A11 Stellen. Insofern: Du hast schon das Endamt erreicht. Einen Automatismus der weiteren Beförderung weil du deine A11 relativ zeitig erreicht hast gibt es also nicht!

Deine einzige Chance sind sehr gute Beurteilungen - nicht nur absolut ("Noteninflation"), sondern auch und besonders relativ zu vergleichbaren A11 Beamten.
T-Wurm
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Re: Kaum Perspektiven!

Beitrag von T-Wurm »

Danke für die Infos!

Die Aussage, dass A11 das reguläre Endamt im gD als B-Beamter sein soll, ist allerdings vollkommen neu ...bei der T war das nie so.
Leider habe ich im Laufe der Jahre bei der T viel unglaubliches erlebt und darum halte ich auch VIELES für grundsätzlich möglich.

@Rudolf
Rudolf_2 hat geschrieben:Auch im gehobenen Dienst ist Dummheit nicht auzurotten...
Wer glaubt, dass eine Gewerkschaftszugehörigkeit Beförderungstüren öffnet, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten!
Darauf sag ich mal nixhts!
Aber ich denke Beleidigungen haben hier nichts verloren :!:
Rudolf_2
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Re: Kaum Perspektiven!

Beitrag von Rudolf_2 »

Ich stehe auch weiterhin auf dem Standpunkt, dass jemand äußerst naiv sein muss, glauben zu wollen (oder gar zu können), dass durch einen Gewerkschaftsbeitritt irgendwelche PERSÖNLICHEN Vorteile erreicht werden könnten! (Egal, was die Werber auch erzählen und versprechen mögen...)
Wie naiv kann man sein, bzw. im Umkehrschluß: Wie dumm muss man sein, um Derartiges zu glauben?
Das ist in meinen Augen nichts anderes, als eine objektive (und keineswegs subjektive) "Bestandsaufnahme"! Ich bin mir zudem sicher, dass in diesem Forum niemand existiert, der das ebenso wie Du zu glauben bereit ist! Wenn ich Dich damit beleidigt habe, so war es nicht meine Absicht, eine andere Einschätzung der Situation bekommst Du von mir deswegen aber trotzdem nicht! Wenn ich etwas sage, dann direkt! Diplomatisch zu sein, habe ich mir in den letzten 15 Jahren bei dieser Firma endgültig abgwöhnt!

Die beiden EINZIGEN Möglichkeiten, sich durch einen Beitritt persönliche Vorteile verschaffen zu "können", ist entweder eine Karriere als Personalrat/Betriebsrat anzustreben, oder eine Solche Gewerkschafts-intern als Funktionär - und diese dann im Rahmen einer Festanstellung (bei der Gewerkschaft) auch umzusetzen! Mehr persönliche Vorteile gäbe es meines Wissens nach nicht!
Gruß
Rudolf
T-Wurm
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Re: Kaum Perspektiven!

Beitrag von T-Wurm »

Ich habe mir durch den Gewerkschaftsbeitritt keine PERSÖNLICHEN Vorteile einholen wollen, sondern PERSÖNLICHE Nachteile abwenden.
Unser BR wirbt auch aktiv neue Gewerkschaftsmitglieder. Meines Wissens ist bei einer Beförderung auch immer der BR beteiligt; wenn er ein Veto-Recht hat ( auch dies weiß ich nicht ), dann wird er durchaus auch mal Zünglein an der
Waage spielen können, denke ich.
Wie auch immer...
Die Gewerkschaftsmitgliedschaft hat sich für mich erledigt; kann´s mir schlichtweg nicht mehr leisten.

Und beleidigende Absicht oder nicht...dein "Ton" passt zu unserem Unternehmen, bei dem ich seit Jahren eine stetige Verrohung der Sitten wahrnehme.
Das alles hat nichts mit fehlender Diplomatie oder Direktheit zu tun; nur mit schwindenden Umgangsformen.
Rudolf_2
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Re: Kaum Perspektiven!

Beitrag von Rudolf_2 »

Hallo "T-Wurm",
seit wann erleide ich durch eine Nichtmitgliedschaft nun auf einmal PERSÖNLICHE Nachteile?
Das ist dann genau das Gleiche, wie umgekehrt!

Duckmäusertum würde ich an dieser Stelle nun sagen, wäre das, was sich bei einer solchen Einstellung/Gesinnung dabei ergibt!
Nur nicht auffallen, immer bei den vermeintlich "richtigen" Leuten einschleimen, oder wie sonst ist es zu verstehen, dass sich jemand schon im Vorfeld einer Tätigkeit erhofft NACHTEILE abgewandt zu haben, ohne eine Leistung erbracht zu haben, nur aus der behaupteten Überlegung heraus, einer Gewerkschaft anzugehören?

Entweder bringe ich die für diesen Posten erforderliche Leistung (und auch wesentlich mehr), dann beurteilt mich mein Vorgesetzter entsprechend, oder ich erbringe diese Leistung nicht, dann kann es sein, dass ANDERE besser beurteilt - und auch befördert - werden! Wenn zwei gleiche Beurteilungen im Raum stehen sollten, was auch schon ´mal vorkommen soll, dann ist ganz bestimmt nicht ein Gewerkschaftsmensch das "Zünglein" an der Waage, denn kein Mensch braucht die Beurteilung dem Personalrat, in unserem Falle natürlich dem Betriebsrat zur Kenntnis zu geben! Außerdem vergibt die Gewerkschaft keine Dienstposten...

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass mit Dir eine ganze Menge nicht stimmt. Ich habe auch auf einem T9er gesessen und die Arbeit gut gemacht, bezahlt wurde ich jedoch nur nach T7! Die letzte Beförderung ist lange her, aber deswegen aus lauter Panik, dass ich damit in Pension gehen könnte, den Leuten in den A... kriechen zu wollen, käme mir nie in den Sinn!
Und die behauptete Tatsache, als eine der ersten nach A11 befördert worden zu sein, nach 6 Jahren Erziehungsurlaub und weiteren 10 Jahren aktivem Dienst immer noch A11 zu sein, ist zwar zunächst einmal ziemlich ernüchternd, oder gar für den einen oder die andere sogar niederschmetternd, aber noch lange kein Beinbruch! So wie Dir ergeht es in dieser Firma mittlerweile (zig-)Tausenden! Unser werter Arbeitgeber mit "Dienstherrenbefugnis" kümmert sich einen Dreck um seine Mitarbeiter. So lange er noch durch vage und zumeist haltlose Versprechungen die Leistungswilligkeit der Dummen und Hörigen pushen kann, so lange geht alles gut. Du solltest daher endlich erkennen, und akzeptieren, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist! Scheidung hin, oder her, das macht die Sache natürlich komplizierter, und vor allen Dingen "teurer". Das sollte Dich aber ebenfalls nicht davon abhalten die Dinge so zu sehen, wie sie nun ´mal sind! Nicht andere sind immer schuld an der eigenen Misere, sondern meistens ist man selbst derjenige, welcher...
Mensch, Frau "T-Wurm", mach´die Augen auf, und komm´ endlich in der Realität an!
Gruß
Rudolf
vossloch
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Re: Kaum Perspektiven!

Beitrag von vossloch »

Ja, ja, bei A9 fängt die Armmut an (Spruch aus dem mittleren Dienst, der sich hier bewarheitet). Du kannst dir den Gewerkschaftsbeitrag nicht leisten?
Wer dann, wenn nicht du ? Auf einem mit T 9 bewerteten Arbeitsplatz hast du die Möglichkeit bis A13 befördert zu werden. Auch in diesem Jahr wird befördert, zum 01.12.2012. Hast du eine sehr gute Beurteilung (nach deiner Beschreibung kann es nicht anders sein), wirst du noch dieses Jahr befördert. Dies hat der KBR (Konzernbetriebsrat) mit Unterstützung der Gewerkschaften erreicht. Ich gönne eine Beförderung aber mehr allen A7'ern, die teilweise seit 20 Jahren immer noch im Eingangsamt des mittleren Dienstes sind, die haben es verdient!!!

Viele Grüße
vossloch
burgwächter
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Re: Kaum Perspektiven!

Beitrag von burgwächter »

Hallo ich bin mike und Telekomiker seit den 1976,

Hier kann ich ein Lied von singen seit 1985 Beamter und seit 1991 A7 und zwischzeitlich u.a. zur der ARGE abgeordnet und dort von einen H 4 Menschen sogar abgewatscht.
Die Anzahl der durchlaufenen Dienststellen und Orte kann ich kaum aufzählen.

Keine Perspektive mehrere Versuche ( 11) mich in die DDU zu zwingen, erst heute per einst. Anordnung gegen die T abgewürgt. :mrgreen:

Kenne mehrere Fälle ab A 10 fängt das Gejammere an. Ich habe zwei Unterhaltsverpflichtungen und muß mich stramm halten.
Meine Vorgesetzten sagen, wozu Befördern sie verhungern ja nicht. :?
Angeblich sitze ich auf einen A9, interessiert doch keinen. Bekomme keine Beurteilung usw. stattdessen Aufforderungen innerhalb zwei Tagen mich
einer weiteren DDU Untersuchung zu stellen, die zweite dieses Jahr. Schliesslich bin ich Schwerbehindert und man wird schon was finden.

Fazit dürfte irgendwann die Pension sein, die kaum über den H Satz liegt. Denn Wohnung und Strom muß ich selbst zahlen.

Perspektive keine.

Gruß mike
Trolli
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Re: Kaum Perspektiven!

Beitrag von Trolli »

Puh. Was soll ich denn sagen, ich bin seit 20 Jahren gD bei einer (pleiten) Kommune und seit 1996 A 10... A 11 wäre für mich schon ein Supergewinn. Und dann definitiv Ende der Fahnenstange bei der Sparpolitik.

Einen Burnout wegen "Nichtbeförderung" nach A 12 quasi anzukündigen... das ist Wasser auf jede Vorurteilsmühle und Jammern auf hohem Niveau.
Thust
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Re: Kaum Perspektiven!

Beitrag von Thust »

Mitsumo hat geschrieben:
Thust hat geschrieben:
- seit 10 Jahren strampel ich mich ab...aber ..ich bin immer noch A11.

A11 ist, soweit mir bekannt, im gD des Bundes das reguläre Endamt. Wer A12 haben möchte, ist schon klar überdurchschnittlich, von A13gd ganz zu schweigen. Dementsprechend gibt es auch wenige A12+ Stellen im Vergleich zu den A11 Stellen. Insofern: Du hast schon das Endamt erreicht. Einen Automatismus der weiteren Beförderung weil du deine A11 relativ zeitig erreicht hast gibt es also nicht!

Deine einzige Chance sind sehr gute Beurteilungen - nicht nur absolut ("Noteninflation"), sondern auch und besonders relativ zu vergleichbaren A11 Beamten.
Das ist absolut falsch. Endamt im gD des Bundes ist A13vz.
Ich habe entgegen deiner Annahme nicht gesagt, dass das Endamt im gD des Bundes A11 ist. Ich habe aber gesagt, dass das "reguläre Endamt" A11 sei. Gemeint war mit dieser Umschreibung das Amt was ein Angehöriger des gehobenen Dienstes typischerweise erreicht.