wie "Politik" funktioniert, bzw. Politiker handeln

Hier kommen politische Themen zur Sprache.

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Ina123
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wie "Politik" funktioniert, bzw. Politiker handeln

Beitrag von Ina123 »

Nun, schon die "alten Römer" taten es, die Ägypter, alle Regierungen: Steuern erheben.
Die folgenden Punkte werden den Meisten bekannt vorkommen, ich füge sie trotzdem ein:

Puviani's Arbeiten werden häufig auf 11 Vorschläge seines Werkes "Teoria della illusione finanziaria" reduziert, in dem er einer Regierung empfiehlt, wie sie möglichst viel Geld aus ihren Untertanen pressen kann ohne offenen Widerstand zu provozieren.

Diese waren :
Besser indirekte als direkte Steuern, um diese im Warenpreis verbergen zu können.
Kreditfinanzierung der Staatsausgaben, um künftige Generationen (und nicht die jetzige) zu besteuern.
Förderung der Inflation, um Staatsschulden zu entwerten.
Besteuerung von Luxusgütern und Schenkungen, da leichter akzeptabel.
Etabliere „zeitlich befristete Steuern“ in einer Ausnahmesituation und lasse sie bestehen.
Nutze soziale Konflikte zur Besteuerung unpopulärer Gruppen, wie z.B. Reiche.
Drohe mit der Verweigerung von Leistungen und sozialem Zusammenbruch bei Steuerminderung.
Zerlege die Steuern über das Jahr in Raten.
Verschweige die tatsächliche Höhe der Belastung.
Führe die Haushaltsberatungen im Parlament so, dass sie unverständlich bleiben.
Verstecke Ausgabepositionen im Haushaltsplan hinter Allgemeinbegriffen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Amilcare_Puviani

Kennen wir irgendwie?? Wir zahlen ja noch Steuern zum Bezahlen des 1. Weltkriegs, oder der nur auf Zeit angelegter Soli, oder, oder, oder,...
Wie lange läßt sich ein Volk das gefallen?? Uns fehlt 1/2 Liter französisches Blut....

Ina123
Zuletzt geändert von Ina123 am 28.04.2012 18:57, insgesamt 1-mal geändert.
schäferhund
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Re: wie "Politik" funktioniert, bzw. Politiker handeln

Beitrag von schäferhund »

Willst Du keine Steuern mehr bezahlen ?
Ina123
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Re: wie "Politik" funktioniert, bzw. Politiker handeln

Beitrag von Ina123 »

das habe ich nicht geschrieben, Steuern müssen für einen funktionierenden Staat sein, aber nicht so hohe Belastungen wie in der BRD...
es kann nicht sein, das die Politik/Politiker, immer alle 11 Punkte schön abarbeiten und es ihnen aber an anderer Stelle an Kreativität fehlt, nämlich beim Sparen!!!

http://www.finanz-blog.eu/steuern/steue ... leich.html

http://www.google.de/imgres?q=steuerbel ... 3,s:0,i:72

Ina 123
Zollkodex-Ritter
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Re: wie "Politik" funktioniert, bzw. Politiker handeln

Beitrag von Zollkodex-Ritter »

Ina123 hat geschrieben: Wir zahlen ja noch Steuern zum Bezahlen des 1. Weltkriegs,
Nein. Die letzte Rate wurde dafür am 3.10.2010 bezahlt. War groß in den Medien. Zudem waren es stink normale Anleihen, die bedient wurden, Schulden des Deutschen Reichs, die im Ausland in Privater Hand waren.

Zudem muss ein Staat schulden haben. Sonst funktioniert das Geldsystem nicht. Größte Schuldner des Staates sind die institutionellen Anleger, die von der Politik ohnehin verpflichtet wurden, gewisse Produkte wie z.B. Riesterrenten oder kapitalbildende Lebensversicherungen in Staatsanleihen zu investieren.
Ina123
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Re: wie "Politik" funktioniert, bzw. Politiker handeln

Beitrag von Ina123 »

Wieso muß ein Staat Schulden haben??
Ich habe doch privat auch keine!!
Warum handelt der Staat (wir??) nicht so wie es eine gute Hausfrau /-mann kann??
Die Kunst ist es, mit dem Einkommen auszukommen.....

http://www.geld-durch-schulden.de/zitate.html

Ina123

ohne Link geht es nicht...
Ina123
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Re: wie "Politik" funktioniert, bzw. Politiker handeln

Beitrag von Ina123 »

Nun, dann zahlen wir eben immer noch für den Bau der Kriegsmarine (Einführung der Sektsteuer 1902).
http://de.wikipedia.org/wiki/Schaumweinsteuer

anbei ein Link zu einem Steuerquiz:

http://www.gmx.net/themen/finanzen/quiz ... qnapage-10
Zollkodex-Ritter
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Re: wie "Politik" funktioniert, bzw. Politiker handeln

Beitrag von Zollkodex-Ritter »

Ich zahle keine Schaumweinsteuer ;-) Kannst du gerne zahlen, wenn du dein Sekt trinkst.

Dafür haben wir keine Leuchtmittelsteuer, keine Teesteuer, keine Zündholzsteuer, keine Spielkartensteuer, keine Speiseissteuer und keine Jungfernsteuer mehr :D
Ina123
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Re: wie "Politik" funktioniert, bzw. Politiker handeln

Beitrag von Ina123 »

In Neuseeland wurde irgendwann in den 80er Jahre, glaube ich, das Steuersystem drastisch geändert, so das, die Einwohner wirklich ihre Steuererklärung auf einem (1) Blatt machen konnten.
Sämtliche Vergünstigungen, Subventionen, etc. wurden gestrichen.
Ob das jetzt noch so ist, steht vielleicht hier: http://www.neuseeland-blog.com/steuersy ... r-einfach/

Neben sinnlosen Steuern (ich halte z.B. die Erbschaftssteuer für flüssig, nämlich überflüssig, da das vererbte Geld oft bereits mehrfach versteuert wurde), hier ein Link zu anderen sinnleeren Gesetzen: http://www.sinnlose-gesetze.de/

Ina123
Margitta
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Re: wie "Politik" funktioniert, bzw. Politiker handeln

Beitrag von Margitta »

Sowas wird leider für D niemals möglich sein.. es muss doch immer welche geben, die sich sinnlos über irgendetwas aufregen können :)
Außerdem würde man sich im Steuersystem nie etwas von einem anderen Staat - geschweige Neuseeland - abgucken, da WIR ja die Vorreiter sind... nicht zu fassen!
Ina123
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Re: wie "Politik" funktioniert, bzw. Politiker handeln

Beitrag von Ina123 »

Aber warum und wie lange noch lassen wir uns das alles so gefallen??
Wo sind die 68er jetzt?? Sie wollten doch den Gang durch die Institutionen machen und diese Gesellschaft verändern, jetzt sitzen Sie in den Schaltzentralen und tun, nichts, jedenfalls sind ihre alten Ideale inzwischen vergessen.
http://www.explorermagazin.de/satiren/mengefragen.htm

Trotzdem einen schönen Sonntag wünscht

Ina 123
schäferhund
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Re: wie "Politik" funktioniert, bzw. Politiker handeln

Beitrag von schäferhund »

Nun, Ina 123 scheint etwas frustriert über die Lage in unserem Land zu sein. Gerne verweist man allgemein bei solchen Diskussionen auf andere Länder, in denen angeblich alles besser sein soll. Es gibt auf unserem Globus ca. 200 Staaten und was erstrebenswert an diesen Ländern ist, soll nun gebündelt auf die BRD übertragen werden. Man will nun auch das tolle Steuersystem von Land A, das perfekte Gesundheitssystem von Republik B, das vorbildliche Verkehrskonzept von Königreich C, .......... usw. usw.
Tatsache ist, dass wir seit fast 70 Jahren in Frieden leben - nie zuvor gab es derartig lange Friedenszeiten in unserem Land. Das ist mit weitem Abstand das Wichtigste !! Und was unsere Lebensverhältnisse anbetrifft, so übel sind die nun auch wieder nicht. Vor nur einer Generation (ca. 35 Jahre) musste ein ausgebildeter Facharbeiter etwa 1,5 - 2 Monatsgehälter ausgeben, um einen Farbfernseher erwerben zu können. Fernreisen (USA, Australien, Thailand, usw. ) waren damals für den Durchschnittsbürger außergewöhnlich, ebenso selten der Zweitwagen in der Garage. Heute besitzt so ziemlich jede(r) 18-jährige ein Handy, Smartphone, TV-Gerät, HiFi-Anlage, CD-Player usw. Meine Nachbarin (19, Azubi Verkäuferin) und ihr Partner (23, Schlosser) fliegen demnächst in die Karibik: 10 Tage, All inclusive für zus. ca. 1700 €. Meine Generation hätte sich dies in den 1970er Jahren unmöglich leisten können - solche Urlaube waren normalerweise nur dem Herrn Regierungsdirektor oder der Frau Prof. Dr. ... vorbehalten. Von meinen ehem. Kolleginnen u. Kollegen im Alter 40 + besitzen fast 100 % entweder ein eigenens Einfam.-Haus oder eine Eigentumswohnung. Dabei handelt es sich zum größten Teil um Angehörige des mD oder vergeichbare Angestellte.
Leute, so schlecht geht es der Masse der Bevölkerung nun doch wieder nicht. Etwa 80 % der Weltbevökerung wäre froh, wenn sie unter vergleichbaren Lebensverhältnissen leben könnte wie wir. Sicherlich, hier und da gibt es gewisse Schieflagen, die man beseitigen sollte und dass es auch arme Leute in unserer Gesellschaft gibt wird nicht bestritten. Mit Sorge betrachte ich auch die Art und Weise, wie man beispielsweise mit Arbeitnehmern umgeht, die das 50. Lebensjahr bereits überschritten haben. Ebenso bedenklich der Umgang mit Beamten, die nicht mehr gebraucht werden - hier im Forum haben wir schon viele traurige Beispiele gelesen. Aber, es gibt auch Fälle in denen sich die Betroffenen selbst fragen müssen, ob sie für ihre nicht so glücklichen Situation vielleicht nicht auch selbst irgendwie verantwortlich sind. Zu schnell sucht man die Schuld bei den Anderen.

Wie sagte mir kürzlich ein junger Student aus Kamerun (deutsche Kolonie von 1884 - 1919):
Ihr Deutschen lebt eigentlich im Paradies und wisst es kaum zu würdigen. Die Bevölkerung meiner Heimat hätte euch gerne wieder als Kolonialherrn zurück.

schönen Sonntag wünscht

Schäferhund
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Re: wie "Politik" funktioniert, bzw. Politiker handeln

Beitrag von Zollkodex-Ritter »

Ina123 hat geschrieben:Wieso muß ein Staat Schulden haben??
Ich habe doch privat auch keine!!

Warum handelt der Staat (wir??) nicht so wie es eine gute Hausfrau /-mann kann??
Die Kunst ist es, mit dem Einkommen auszukommen.....
Wie entsteht Geld üerhaupt? Geld wird durch Banken geschöpft. Die haben dafür eine Mindestreserve, sprich: Möchtest du ein Kredit für ein Haus haben, sagen wir mal von 200.000 Euro, dann muss die Bank bei der Zentralbank dafür lediglich 1% hinterlegen. Sprich: Sie hat 2.000 Euro und schöpft dafür 198.000 Euro aus dem nichts. Auf dieses Geld, das es vorher nicht gab, erhebt die Bank nun Zinsen. Du musst der Bank also mehr Geld zurückgeben, als im System vorhanden.

Deine Guthaben sind Schulden anderer.

Lebensversicherer, Banken usw. sind bei entsprechenden Finanzprodukten dazu verpflichtet, dem Staat das Geld zur Verfügung zu stellen, sie kaufen bei ihm Staatsanleihen.

Unser Geldsystem funktioniert ohne Schulden nicht.
Ina123
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Re: wie "Politik" funktioniert, bzw. Politiker handeln

Beitrag von Ina123 »

Als Lektüre empfehle ich: http://www.phantastik-couch.de/andreas- ... ollar.html

Zwischen 2013 und 2015 werden wir das Ergebnis der Geld(miss)wirtschaft erleben.

Ina123
egyptwoman
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Re: wie "Politik" funktioniert, bzw. Politiker handeln

Beitrag von egyptwoman »

Politik funktioniert in Dtl meiner Meinung nach gar nicht mehr. Es geht doch schon lange nicht mehr um Deutschland in der Politik sondern nur noch um Europa.
Hauptsache die Eurozone bleibt erhalten, immer weniger Menschen in Dtl gehen wirklich einem Vollzeitjob nach und erwirtschaften dadurch das Geld was zum Aufstocken für die Niedriglohnjobs, 1-Euro-Jobs und Hartz4ler drauf geht. Fachkräfte wandern ab, obwohl sie im Land gebraucht würden, allerdings werden sie wiederrum nicht eingestellt, weil zu teuer, also holt man sich Fachkräfte aus dem Ausland weil die für wesentlich weniger Geld arbeiten. Gute Arbeit wird nicht mehr gewürdigt, es wird als Selbstverständlichkeit hingenommen genauso selbstverständlich wie man Überstunden leisten soll.
Da wir hier in nem Beamtenforum sind: Beamte haben wie schon öfter festgestellt in den letzten Jahren massiv Federn lassen müssen (Einstellung des Urlaubsgeldes, Kürzung oder ganz Streichung des Weihnachtsgeldes, Anhebung der Arbeitszeit auf 42 Stunden - ok seit diesem Jahr wieder auf 41 h runtergesetzt - ohne entsprechenden Lohnausgleich, also hat man zwar das gleiche Geld in der Tasche aber real eben weniger, da ja die Arbeitszeit angehoben wurde), die Lohnerhöhungen in den letzten Jahren sprechen auch eine deutliche Sprache, so gut wie gar nicht abgesehen von den Nullrunden die wir Jahrelang ertragen mussten. Die Arbeitsbelastung wird höher, es kommen immer mehr Aufgabenbereiche dazu, weil man ja am Personal spart, also muss diese Arbeit jemand anderes machen.
Die Zeit heute kann man nicht mit den 70iger Jahren vergleichen.
Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer und frag dich doch mal warum deine 19jährige Nachbarin sich diesen Urlaub leisten kann, viele nehmen ja dafür schon Kredite auf, die Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland wird auch immer höher.
Das Renteneinstiegsalter wird immer höher gesetzt, so das viele dann in die Altersarmut abrutschen, da die wenigstens bis zur Rente voll arbeiten können. Thema: altersarmut, schau dich doch mal in Dtl um wieviele Rentner grade so mit ihrer Rente auskommen oder teilweise noch nen Nebenjob machen müssen um finanziell über die Runden zu kommen.
Nein in Deutschland lebt man nicht wirklich gut und Beispiele wie der Mann aus Kamerun kann man nicht als Vergleich heranziehen, die haben ne ganz andere Lebenseinstellung. Es ist doch so, wenn du heutzutage nicht mit der neuesten Technik mithalten kannst, wirst du doch richtig schief angesehen. Beispiel: Ich hatte einen 20 Jahre alten TV, ok, ich hätte mir sicher nen neuen leisten können, aber warum, der alte lief ja noch auch wenn die Farben vielleicht nicht mehr so doll waren, aber er lief, also warum wegschmeißen und sich nen neuen TV kaufen, der dann nach 2 Jahren schon wieder hoffnungslos überaltert ist. Ich habe kein Smartphone und kein Iphone, halte ich für mich als überflüssigen Schnickschnack, ich muss nicht überall im Internet sein. Ich hatte einen 5 Jahre alten Peugeot 107 und wurde blöd angeschaut, warum ich mir kein neues Auto kaufe und vor allem kein besseres, tja ganz einfach, weil mich ein Auto von A nach B bringen muss und bei den Benzinpreisen brauch ich kein Auto was 150 PS oder mehr hat, es hat mir halt gereicht. Leider wurde ich von einigen angeschaut als ob ich asozial wäre, weil ich auch nicht jedes Jahr ein neues Notebook habe oder keinen normalen PC. Auch das ist Deutschland eine Neid- und Missgunstgesellschaft.
Da wo ich jetzt lebe, hab ich festgestellt wie einfach man leben kann und mit wie wenig man auch glücklich sein kann.
Solange unsere Politiker immer mehr Geld bekommen, nach 5 Jahren im Amt gehen müssen weil sie gut deutsch gesagt sch.... gebaut haben, wofür Otto-Normal-Verbraucher bestraft worden wäre und diese dann neben anderen Vergünstigungen noch 199.000 € die nächsten Jahre bekommen, wird es in Deutschland immer mehr bergab gehen, aber Hauptsache die Pleiteländer der EU werden gerettet, koste es was es wolle.
Ach ja bevor jemand meckert, ich zahle meine Steuern immer noch in Deutschland, obwohl ich dort keinen Wohnsitz mehr habe, aber ich bekomme meine Pension dort, also zahl ich auch brav meine Steuern dort.

egyptwoman
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Re: wie "Politik" funktioniert, bzw. Politiker handeln

Beitrag von schäferhund »

egyptwoman hat geschrieben:Ich hatte einen 5 Jahre alten Peugeot 107 und wurde blöd angeschaut, warum ich mir kein neues Auto kaufe und vor allem kein besseres,
Meine Familie fuhr 16 Jahre lang das gleiche Auto. Bei 300.000 km haben wir ihn dann wegen "Altersschwäche" an einen jungen Bastler verkauft. Sicherlich hätten wir uns schon früher einen neuen PKW leisten können, aber wir wollten nicht und niemand hat uns deswegen blöd angeschaut, so wie es bei Dir leider wohl der Fall war. Unser Zweitwagen ist übrigens 14 Jahre alt. Wer Dich nur aufgrund Deines gegenwertigen Fahrzeugs definiert, hat meiner Ansicht nach die Spielregeln menschlichen Zusammenlebens (noch) nicht begriffen und scheidet daher als kompetender Gesprächspartner aus. Der / Die kann mich mal ..................... :wink:
egyptwoman hat geschrieben:Ich hatte einen 20 Jahre alten TV, ok, ich hätte mir sicher nen neuen leisten können, aber warum, der alte lief ja noch auch wenn die Farben vielleicht nicht mehr so doll waren, aber er lief, also warum wegschmeißen und sich nen neuen TV kaufen,
Ich biete mehr ! :D Unser Farb-TV ist 31 ! (Drittgerät, Geschenk meiner Mutter, sie wollte unbedingt einen Flachbildschirm haben). Aber: Deine Einstellung ist völlig richtig. Was noch funktioniert, muss nicht gleich auf den Müll.
egyptwoman hat geschrieben: Leider wurde ich von einigen angeschaut als ob ich asozial wäre, weil ich auch nicht jedes Jahr ein neues Notebook habe oder keinen normalen PC. Auch das ist Deutschland eine Neid- und Missgunstgesellschaft.
Sag mal, in welchen Kreisen hast Du da eigentlich verkehrt ? Kann es sein, dass Du Dir da was einredest ? Ich selbst habe da erfreulicherweise andere Erfahrungen sammeln können.
In Beamtenkreisen habe ich allerdings da ähnliche Beobachtungen gemacht, dies kam aber glücklicherweise während meiner ganzen Dienstzeit nur ca. 4 - 5 Mal vor und kann somit verkraftet werden. Neider und Schwachköpfe wirst Du leider überall finden und mit solchen Leuten beschäftige ich mich einfach nicht.
So einfach geht das !
egyptwoman hat geschrieben:Nein in Deutschland lebt man nicht wirklich gut und Beispiele wie der Mann aus Kamerun kann man nicht als Vergleich heranziehen, die haben ne ganz andere Lebenseinstellung.
Also ich bin mit diesem Land eigentlich ziemlich zufrieden, ich lebe hier mit Partnerin und Kindern gut, obwohl mir, wie bereits erwähnt, auch einige Dinge nicht so gut gefallen und durchaus verbesserungswürdig wären. Das optimale Land wird man mit Sicherheit wohl kaum finden. Und was den jungen Kameruner anbetrifft: Kann es sein, dass seine Lebensauffassung vielleicht doch die etwas gesündere ist ? Nämlich, dass "weniger" eigentlich "mehr" ist ? Es gibt Leute, die als so genannte "downshifter" leben. Einfach mal googeln - ist ein sehr interessantes Thema. Habe zwei Freunde, die ähnlich leben und zufrieden sind.

Ein anderer Bekannter (Landwirt, 47) musste kürzlich einige Hektar an die Gemeinde abtreten und bekam knapp 300.000 € . Neues Auto, neuer Fernseher, neue Möbel, teure Weltreise ? Alles Fehlanzeige! Er meinte lediglich : "Das Schöne am reiferen Alter ist, dass man die Dinge nicht mehr braucht, die man sich als junger Mensch nicht leisten konnte" Bin gerade dabei, diesen "downshifter - Weg" zumindest in Ansätzen auch einzuschlagen und Du, egyptwoman, machst es uns doch auch irgendwie in Deiner eigenen Art und Weise vor. Oder nicht ? Die Lebenseinstellung, Ja, das ist ganz genau der treffende Punkt !! Konsumterror ? Nein Danke ! :evil: