Werden eigene Wünsche respektiert
Moderator: Moderatoren
Werden eigene Wünsche respektiert
Ich war jahrelang Waffenträger in einer Bundesverwaltung. Nun ist es jedoch so, dass ich aus gesundheitlichen Gründen (DU) schon einige Zeit nur Innendienst verrichte. Nun "trägt" man dieses seitens der Personaler nicht mehr - obwohl man es bislang tolerierte. Nun soll ich in einen Bereich, wo ich nun so überhaupt nicht hin möchte. Hat man denn darauf keinerlei Einfluss. Man schreibt sich doch die Mitarbeiterzufriedenheit immer auf die Fahne. Zählt denn der hinter seiner KLR-Nummer stehende Mensch nichts mehr. Für inhaltsvolle Tipps bin ich im Vorfeld schon mal dankbar.
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Re: Werden eigene Wünsche respektiert
Hallo speedy, Mitarbeiterzufriedenheit? Ne die zählt in den meisten Fällen nicht, denen geht es nur darum das du deinen Dienst verrichtest, wo das können die dir schon vorschreiben, ob du da hin willst oder nicht und du dich da wohl fühlst oder nicht interessiert niemand. Du bist in einem Dienst- und Treueverhältnis und hast eben da Dienst zu leisten wo die meinen dich zu brauchen. Als Mensch zählst du nicht du bist ein Beamter und hast deinen Dienst zu verrichten Punkt. Wenn du dich mal durch das Forum liest, wirst du einige Beiträge finden die ähnlich deines Post´s sind. Wehren kannst du dich auch wenn es nicht Sinn und Zweck sein sollte nur dadurch, das du beim Arzt vorstellig wirst (Krankmeldung). Du schreibst du bist aus gesundheitlichen Gründen DU, ich vermute aber das du bedingt dienstfähig bist, bei kompletter DU wärst du ja im Ruhestand.
Weiß nicht was andere dir für nen Rat geben, aber wenn du partout da nicht hinwillst, bleibt dir eigentlich nur die Krankschreibung und/oder eben Ruhestand (wenn der AA das feststellen sollte), ansonsten musst du in den sauren Apfel beißen und den Job annehmen. Menschlichkeit und Beamtentum passen halt nicht zusammen
egyptwoman
Weiß nicht was andere dir für nen Rat geben, aber wenn du partout da nicht hinwillst, bleibt dir eigentlich nur die Krankschreibung und/oder eben Ruhestand (wenn der AA das feststellen sollte), ansonsten musst du in den sauren Apfel beißen und den Job annehmen. Menschlichkeit und Beamtentum passen halt nicht zusammen

egyptwoman
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Re: Werden eigene Wünsche respektiert
Hallo Speedy,
ich muss zugeben, dass ich bei Deinem Beitrag nicht so ganz durchblicke. Könntest Du evtl. den Sachverhalt etwas näher erläutern ?
Mitarbeiterzufriedenheit hat heute leider nur noch einen sehr geringen Stellenwert im Staatsdienst. Traurig ....
ich muss zugeben, dass ich bei Deinem Beitrag nicht so ganz durchblicke. Könntest Du evtl. den Sachverhalt etwas näher erläutern ?
Mitarbeiterzufriedenheit hat heute leider nur noch einen sehr geringen Stellenwert im Staatsdienst. Traurig ....
- leonsucher
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Re: Werden eigene Wünsche respektiert
Ich fürchte, Du wirst das nehmen müssen was die Verwaltung Dir anbietet.
Wenn man für seine Tätigkeit in seinem ursprünglichen Amt nicht mehr tauglich ist, konnte die Verwaltung einen früher sogar in den Ruhestand schicken.
Heutzutage geht Beschäftigung über Versorgung und wenn der neue Posten der Laufbahn und der gesundheitlichen Einschränkung angemessen ist, dann muss man ihn antreten.
Weiterhin hat man besonderen Schutz/ Vorzug nur als Schwerbehinderter, was einen GDB von min. 50 % vorrausetzt.
Man kann aber bei 30 % GDB versuchen lassen sich gleichzustellen, was aber kaum jemandem gelingt.
Im Prinzip kann die Verwaltung dann Alles mit Dir machen, was zumutbar ist.
Dies betrifft die Tätigkeit, den Dienstort usw.
Einen extra Posten nach Wunsch muss sie nicht schaffen.
Wobei es solche und solche Dienststellen gibt.
Im Prinzip sollte man sich ( und ich spreche aus Erfahrung ) aber wenig Hoffnungen machen.
Wenn man für seine Tätigkeit in seinem ursprünglichen Amt nicht mehr tauglich ist, konnte die Verwaltung einen früher sogar in den Ruhestand schicken.
Heutzutage geht Beschäftigung über Versorgung und wenn der neue Posten der Laufbahn und der gesundheitlichen Einschränkung angemessen ist, dann muss man ihn antreten.
Weiterhin hat man besonderen Schutz/ Vorzug nur als Schwerbehinderter, was einen GDB von min. 50 % vorrausetzt.
Man kann aber bei 30 % GDB versuchen lassen sich gleichzustellen, was aber kaum jemandem gelingt.
Im Prinzip kann die Verwaltung dann Alles mit Dir machen, was zumutbar ist.
Dies betrifft die Tätigkeit, den Dienstort usw.
Einen extra Posten nach Wunsch muss sie nicht schaffen.
Wobei es solche und solche Dienststellen gibt.
Im Prinzip sollte man sich ( und ich spreche aus Erfahrung ) aber wenig Hoffnungen machen.
Wer beim Metzger klingelt darf sich nicht wundern, wenn kein Schwein aufmacht..........
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Re: Werden eigene Wünsche respektiert
egyptwoman, also so geht es nun wirklich nicht ! Eine "Krankheit" ankündigen, wenn man das nicht bekommt, was man gerne möchte ? Würden alle im öffentlichen Dienst so denken, würde die gesamte Infrastruktur im Bundesgebiet zusammenbrechen. Überlege doch bitte mal, wenn nachts um 3 Uhr Einbrecher vor Deiner Haustüre stehen und die verständigte Polizei Dir mitteilt, dass niemand da sei, weil jeder krank machte, nachdem er hörte, dass er zum Nachtdienst eingeteilt wird. Auch ich musste in fast 40 Dienstjahren immer wieder in Abteilungen arbeiten, in die ich eigentlich nicht so gerne wollte. Später hat sich dann alles irgendwie wieder gelegt oder man konnte mir zumindest in Ansätzen meine Wünsche erfüllen. Sollte sich aber tatsächlich herausstellen, dass man "speedy" bewußt schikanieren möchte, dann kann ich Deine Ausführungen durchaus verstehen und würde dann auch ihm raten, den bekannten "gelben Zettel" zu bringen.egyptwoman hat geschrieben:Weiß nicht was andere dir für nen Rat geben, aber wenn du partout da nicht hinwillst, bleibt dir eigentlich nur die Krankschreibung und/oder eben Ruhestand (wenn der AA das feststellen sollte),
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Re: Werden eigene Wünsche respektiert
Sorry war wohl unglücklich ausgedrückt, meinte aber genau das was du geschrieben hast, falls das nämlich Schikane sein sollte, was ich fast vermute, denn so wie speedy geschrieben hat, hat man es ja wohl über lange Zeit "toleriert" das er im Innendienst tätig war, also hat man ihn auf dieser Stelle gebraucht. Deswegen fragt man sich warum man ihn gerade jetzt auf einen anderen Posten setzen will, oder fällt der jetzige Posten den er begleitet weg. Ich und ich denke auch andere haben es sicher schon oft erlebt, das unbequeme Kollegen einfach auf unbequeme Posten gesetzt wurden, egal wie es ihnen dabei geht und ob das vielleicht auch Auswirkungen auf sein Privates Umfeld hat. Ich habe mir letztens die Sendung angeschaut wo es um die Beamten ging und ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte, als da der Satz viel das das Familienleben im Beamtenbereich so gefördert würde. Ich fand es einfach nen Witz, da ich gar nicht mehr zählen kann wieviele Beziehungen und Ehen aufgrund des unsteten Jobs vor allem in den Bereichen in denen im Schicht- und Wochenenddienst gearbeitet wird, zerbrochen sind, weil man immer wieder zum Dienst geholt wurde, weil irgendwo Personal gefehlt hat und viele Pläne die man an sogenannten freien Tagen oder Wochenenden geplant hatte dadurch ins Wasser gefallen sind. Soviel eben mal zum Titel des Threads hier, von wegen eigene Wünsche respektiert, als Beamter bist du ne Nummer und nicht mehr, mag sein das es andere gibt die das anders erleben oder erlebt haben, kann halt nur von meinen eigenen Beobachtungen berichten. Das das Beamtendasein kein Wunschkonzert ist, ist auch klar aber wenn willkürlich gehandelt wird, was sehr häufig vorkommt, dann stößt das nur noch auf Unverständnis.
egyptwoman
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Re: Werden eigene Wünsche respektiert
Danke erstmal für die ersten Antworten. Mit der weitergehenden Erläuterung tue ich mich etwas schwer - man weiß ja nicht, ob sogar die eigene Chefetage hier registriert ist. Nur soviel - ich hatte einen Dienstunfall. Und deshalb hatte ich ein wenig Verständnis erwartet, und gehofft, dass man mich nicht einfach an die besagt neue Stelle setzt. Da nun ein gewisser "Cut" durch mein Berufsleben gehen wird, für den ich ja aufgrund des Unfalls nicht kann, hatte ich wenigstens mit einer Verwendung in einem Bereich mit Gleitzeit gehofft.