Euro vor dem Abgrund ?

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Zollkodex-Ritter
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Re: Euro vor dem Abgrund ?

Beitrag von Zollkodex-Ritter » 29.10.2012 21:25

beuys64 hat geschrieben:Die Währungsgemeinschaft ist die Grundlage für ein zusammenwachsenes Europa. Die Zweifel im Hinblick auf den Schuldenberg Griechenlands sind sicher berechtigt,
aber...
Nein. Eine Grundlage wäre ein richtiges politisches Zusammenwachsen gewesen. Jeder Nationalstaat müsste freiwillig wirkliche politische Macht an Europa abgeben. Dann hätten wir keine Parlamente der einzelnen Mitgliedstaaten mehr, keine Regierung der Einzelstaaten, sondern eine Euopäische Zentralregierung. Mit dieser hätte es die Finanzkrise nicht gegeben, da wir längst ein innereuropäisches Transfersystem wie den bundesdeutschen Länderfinanzausgleich hätten. Hier wird aber herumgedoktort an einem System, das, je kompelxer, desto angreifbarer wird. Europa ging viel zu schnell, ohne wirklich auf Konsequenzen zu achten. Das in einzelne Mitgliedstaaten gesetzte Vertrauen wurde zu oft "erschlichen" oder einfach wider besseren Wissens oder man ahnte, dass etwas im Argen lag, wollte es aber aufgrund der "Sache" nicht wahr haben.

warum habe ich insgeheim das Gefühl, das hier Ängste geschürt werden,
damit der Kleinanleger seine Handvoll Aktien fix unter Wert verscheuert, der kleine Durchschnittsbürger noch schnell hastig konsumiert?
die Wirtschaft schwächelt ja wieder (ständig), da müssen schnell Erträge her!
Ne, das glaube ich weniger. Wer gibt denn den Staaten das Geld? Banken. Wer gibt den Banken das Geld? Die Bürger. Was kaufen Lebensversicherer, Riesterversicherer so, um sich zu Refinanzieren? Staatsanleihen, für die dank gesetzlicher Regelungen kein Eigenkapital vorgehalten werden muss.

Aktien sind Sachwerte und damit eigentlich raus aus dem Geldsystem. Leider hat der dummdeutsche sein Geld lieber auf dem Sparbüchlein oder dem Tagesgeldkonto für 1-3% (wenn überhaupt) liegen. Vor einigen Wochen hat ein Dax-Konzern, dessen Namen mir entfallen ist, ein riesiges Aktienpaket des eigenen Unternehmens gekauft: Der Kredit kam den Konzern billiger als eine Zahlung der Dividende an die entsprechenden Aktionäre bzw. lag der Ertrag der Dividende aus den Aktien höher als die Kosten für die Zinsen... Brandgefährlich, das hatten wir so in der Form schon nur in einem viel größeren Maßstab.

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beuys64
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Re: Euro vor dem Abgrund ?

Beitrag von beuys64 » 01.11.2012 18:03

Ein politisches Zusammenwachsen ist und bleibt vor dem Hintergrund der durch die geschichtlichen Entwicklung bedingten Entstehung von ‚selbstbewußten’ Nationalstaaten eine Utopie.

Deutschland wäre aber wohl weiter ein bunter Flecken von schwachen Einzelterritorien geblieben, wenn die Zoll-/Währungsunion nicht aufoktroyert worden wäre.

Ich stelle mir gerade vor, wie heute eine Graftschaft Schaumburg-Lippe angesichts der Globalisierung dastehen würde.

Deshalb also das Ringen um eine europäische Einheit vernachlässigen, weil uns das transatlantische Gegenstück in seinem Ergebnis als alternativlos erscheint?

Der Traum bleibt also vage, der Allmacht der Banken mit der Verwirklichung der europäischen Vision entgegentreten zu können, da sich schon die Nationalstaaten untrennbar dem monetären Machtanspruch der Banken untergeordnet haben.

Und der Dumm“deutsche“ (95 % der Bevölkerung) hat seine handvoll Kröten auf dem Sparbüchlein des ortsansässigen Kreditinstituts, während die Elite (5 %) ihre Milliarden ungeschoren auf den Marschallinseln oder in Brunei deponieren.

Wir schmunzeln mitleidig über die Mitmenschen, die ihr Leben nach Buddha, Mohammed oder sonstwen ausrichten. Was denken jene über uns, die jedes gesellschaftliches Handeln danach ausrichten, das es den gewünschten finanziellen Ertrag bringt

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Re: Euro vor dem Abgrund ?

Beitrag von Zollkodex-Ritter » 01.11.2012 19:47

Utopie? Ne. Konsequent. Der Euro macht das "alternativslos". Solange nicht mit einer Stimme gesprochen werden kann, solange ist das schwächste Glied stets angreifbar.
Deutschland ist ein bunter Flecken von schwachen Einzelteretorien, bezahlt von BaWü, Bayern und Hessen. Europa ist da nicht anders.

Schaumburg-Lippe würde es deutlich besser gehen. Es wäre eine Finanzhochurg geworden, wie andere kleine Fürstentümer.

Nationalstaaten haben sich anken untergeordnet, eben weil 95% der Bevölkerung hinsichtlich ihrer Finanzen unmündig sind.

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Re: Euro vor dem Abgrund ?

Beitrag von burgwächter » 02.11.2012 19:21

Zollkodex-Ritter hat geschrieben:Utopie? Ne. Konsequent. Der Euro macht das "alternativslos". Solange nicht mit einer Stimme gesprochen werden kann, solange ist das schwächste Glied stets angreifbar.
Deutschland ist ein bunter Flecken von schwachen Einzelteretorien, bezahlt von BaWü, Bayern und Hessen. Europa ist da nicht anders.

Schaumburg-Lippe würde es deutlich besser gehen. Es wäre eine Finanzhochurg geworden, wie andere kleine Fürstentümer.

Nationalstaaten haben sich anken untergeordnet, eben weil 95% der Bevölkerung hinsichtlich ihrer Finanzen unmündig sind.
hmm nur Bayern hat früher auch kräftig den Schluck aus der Pulle genommen. :lol:

Dieser Finanzausgleich gehört aber sicher mal wieder auf den Prüfstand. Eine Förderalismusreform muß eben her.
Aber Niedersachsen, Bremen usw. haben sich an den warmen Regen gewöhnt. :roll:

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Re: Euro vor dem Abgrund ?

Beitrag von Zollkodex-Ritter » 02.11.2012 19:37

Genau Burgenwächter. Bayern hat davon profitiert und es geschafft: Den Wandel vom Agrarstaat zum Industriestandort. In 36 Jahren. Wir hier in BaWü haben jedes Jahr seit bestehen zahlen dürfen. Das hat sonst nur noch Hessen geschafft.

Können wir Bayern auf Griechenland übertragen? Griechenland hängt erst 2010 direkt am Tropf. Bleiben noch 34 weitere Jahre.

Wenn nicht mal der Länderfinanzausgleich oder der Soli deutschlandweit funktioniert, wie soll denn da die Eurorettung gelingen?

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dove
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Re: Euro vor dem Abgrund ?

Beitrag von dove » 22.11.2012 20:43

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 68770.html

Der Chef der größten russischen Bank sieht schwarz für die Euro-Zone. Die Währungsunion sei in ihrer jetzigen Form nicht zu retten, sagt German Gref, Vorsitzender der Sberbank. Passend dazu kommt eine neue Hiobsbotschaft aus Zypern: Das Land braucht deutlich mehr Geld als bislang gedacht.


aber noch besser, aus gleicher Quelle :-)


Eines der Krisenländer der Euro-Zone hat derweil seinen Hilfsbedarf konkretisiert. Zypern benötigt nach Angaben von Finanzminister Vassos Shiarly 17 Milliarden Euro - und damit deutlich mehr als gedacht.

Stand nicht vor kurzem in der gleichen Zeitung: http://forum.spiegel.de/f22/russische-s ... 99-15.html



Russische Schwarzgeldkonten: BND warnt vor Rettungspaket für Zypern :twisted: :lol: :twisted: :lol: :twisted:
JEFTA gefährlicher als TTIP

https://www.youtube.com/watch?v=1c9yFM-YnBo
11:15 min
Der EU Grenzen aufzeigen JEFTA STOPPEN
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arme Sau
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Re: Euro vor dem Abgrund ?

Beitrag von arme Sau » 21.12.2012 18:04

Schäuble plant drastisches Sparpaket - nach der Wahl
http://www.sueddeutsche.de/politik/spar ... -1.1557223
Artikel aus der Süddeutschen

Nun geht es auch den deutschen an den Kragen :twisted:

... nach der Bundestagswahl 2013 auf drastische Einschnitte gefasst machen.
.... ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent ganz abzuschaffen.
... Einkommenssteuer soll erhöht werden!
.... In Zukunft müsse die Regelaltersgrenze stattdessen "an die Lebenserwartung gekoppelt werden!
... Unangemessene Anreize zur Frühverrentung müssen beseitigt werden,
.... Vorruhestand gehe, solle künftig pro Jahr einen Abschlag von 6,7 Prozent hinnehmen!
... Zudem könnten "konsumptive Ausgaben" künftig stärker begrenzt werden. Damit meinen die Beamten laut Spiegel vor allem Sozialausgaben :!: Na klar sollen die schwächsten in der Gesellschaft auch Ihren Teil zu Europa beitragen !

Eine Sprecherin des Finanzministeriums hat den Bericht gegenüber der Nachrichtenagentur dpa als falsch zurück gewiesen.

Und das wird uns dann als Wohltat verkauft werden :twisted:
Grüne Beiträge sind -Mod- Beiträge, schwarze geben meine "private Meinung" wieder!
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Wenn der Staat versagt http://www.harrywoerz.de/?pg=0

Totale Überwachung stoppen
http://www.pro-bargeld.com/gefahr-fuer-deutsche-sparer.html

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Re: Euro vor dem Abgrund ?

Beitrag von Bundesfreiwild » 22.12.2012 14:35

Ich hab einfach die Schnauze voll davon, dass die abhängig beschäftigte Bevölkerung aber auch restlos alles bezahlen soll, sogar die Investitionsausgaben z.B. der Energieversorger, die Strompreisermässigungen für die produzierenden Betriebe, etc. etc.
Privatisierung heisst, dass alle Gewinne, aber auch alle Aufwendungen beim Eigentümer sind - aber nööö... die kriegen auch noch alles an Steuergeschenken, also Arbeitnehmerkohle, was die Regierung nur abgreifen kann.
Und anstatt die Spitzeneinkommenssteuer mal wieder anzuheben, um da mal Kohle abzugreifen, die man für die Stützung des Bereicherungssystems braucht, nämlich dort, wo nun wirklich mehr als genügend da ist, da streikt das Raffgiersystem völlig.

Mein "frommer Wunsch" fürs nächste Jahr ist also wieder wie seit 30 Jahren: Möge der überirdische Blitz der Erkenntnis in die Hirne der oberen 10000 Weltkapitalbeweger einschlagen und die Programmierung überschreiben, auf dass sie fortan für das Wohl der Welt - und nicht für ihr eigenes - arbeiten.
Leider wird dies wohl auch zu diesem Jahreswechsel nicht eintreten und alles geht fein säuberlich in den nächsten 50 Jahren (wenn es so lange dauert) den Bach runter.

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dove
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Re: Euro vor dem Abgrund ?

Beitrag von dove » 14.05.2013 19:03

EU Parlament will ein und zwei Cent Münzen abschaffen

http://www.t-online.de/wirtschaft/boers ... affen.html

Die Südländer kommen mit diesen kleinen Münzen nicht klar !

Nun sollen Sie abgeschafft (oder in Alu Chips getauscht) werden !

Na endlich! Endlich wird alles teurer. Oder meint jemand ehrlich die Firmen werden ihre Ware/n billiger machen ?!

PS: Die arme Sau meint

Wäre es nicht an der Zeit gleich den Euro ab zu schaffen ?
JEFTA gefährlicher als TTIP

https://www.youtube.com/watch?v=1c9yFM-YnBo
11:15 min
Der EU Grenzen aufzeigen JEFTA STOPPEN
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Re: Euro vor dem Abgrund ?

Beitrag von Adler » 14.05.2013 22:06

Ich verstehe deine Gedankengänge nicht.
Was soll teurer werden?

Bei Bargeldzahlungen muss nur die Summe auf 5 ct gerundet werden.
Wie das in Excel funktioniert, stand in der letzten CHIP.
Da stand auch, dass das Runden auf 5 Rappen bzw. ct in der Schweiz und Finnland praktiziert wird.

Mit den Preisen hat das aber nichts zu tun. Die Briefmarke kostet weiter 58 ct.
Die Rundungsregeln bei Barzahlungen kannst du auch zu deinen Gunsten nutzen

Wenn du mit Karte bezahlst, dann ändert sich gar nichts, weil es keinen Grund gibt etwas auf 5 ct zu runden.
Beamtenrecht ist nur mein Hobby.

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Re: Euro vor dem Abgrund ?

Beitrag von Mikesch » 14.05.2013 22:30

dove hat geschrieben:EU Parlament will ein und zwei Cent Münzen abschaffen
Find ich gut!
Diese Pfennigfuchserei ging mir schon immer auf den Senkel.

Übrigens haben die Niederländer das Pfenniggehampel schon lange abgeschafft, so weit ich weiß haben die auch keine Cente mehr. Viel zu teuer für nichts...

Ich runde schon seit Jahren und der Cent, den ich mehr zahle, hat mich noch nicht in die Armut gestürzt ;-)
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Re: Euro vor dem Abgrund ?

Beitrag von Mikesch » 15.05.2013 04:00

arme Sau hat geschrieben:Wäre es nicht an der Zeit gleich den Euro ab zu schaffen ?
Nicht ganz richtig, finde ich...
Ich war schon immer für den Euro. Aber eine gemeinsame Währung kann nicht ohne Partner auf gleicher Augenhöhe realisiert werden, sonst fließt Kapital unweigerlich ab.
Ist wie mit dem Millionär, der ne Putzfrau heiratet ;-)

Würde man sich an die Verträge halten, gäbe es auch keine Probs mit Hellas oder Espaniolas etc.
Die würden schlicht raus fliegen...
Selbst das wäre verkraftbar, viele Millionäre zahlen Unterhalt an ihre Putzfrauen und leben immer noch in saus und braus ;-)
Selbst in DE ist nicht Euro = Euro...
Ne Putzfrau in Bayern verdient so viel wie ein Angestellter im Norden, ein Fließbandarbeiter bei Merz und Edes verdient so viel wie eine Führungskraft im Norden. Neufünfland lasse ich bewußt aus, da wären die Unterschiede noch gravierender.
Aber es funktioniert, je nach Region hat der Euro eine bestimmte Kaufkraft.

Unser Prob ist die Banken- und Politmafia! Da ist es egal, ob die Währung Euro oder DM lautet.
Nicht der Euro steht vor dem Abgrund, die Währung steht vor den Abgrund.

Früher wurde die Notenpresse angeschmissen, heute geht das über imaginäres Geld, Banken zahlen mittlerweile Zinsen dafür, nur damit Du einen Kredit aufnimmst!

Jegliche Anlageform wird durch die Inflation aufgefressen, ne immense Geldvernichtung.
Der Euro ist wahrlich nicht das Problem...
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Re: Euro vor dem Abgrund ?

Beitrag von dove » 17.05.2013 12:28

Adler hat geschrieben: ... Was soll teuerer werden? ...
Ich (!) sehe es so, das die Geschäfte/der Einzelhändler, die Abschaffung der cent Münzen dazu nutzen wird eine Preissteigerung der Ware durch zu setzen.

Sehen Sie hier, ihr 175 gr Glas Marmelade, kostet 1,78 EURO. Damit sie nicht mehr runden müssen machen wir 200 gr für 2 EURO draus. Und schwups, wie nach der Euro Einführung wird nach und nach die Menge / Qualität wieder zurück genommen. dann kosten 175 gr. 2 EURO und irgendwann 150 gr!

Aktuell sehe ich das bei Hanuta. Die werben doch tatsächlich mit 10 +1 umsonst !
Häää, was soll das denn ? Früher waren in einer Großpackung Hanuta 12 Stück !



Aber, OK. Vielleicht hab ich unrecht. Ich würde mich freuen !
Mikesch hat geschrieben: ...
Jegliche Anlageform wird durch die Inflation aufgefressen, ne immense Geldvernichtung.
Der Euro ist wahrlich nicht das Problem...
Nein, natürlich ist nicht der EURO schuld !
Man hätte ihn auch Drachme/Peseta/Lira nennen können !
Nein, man wollte halt eine, die gemeinsame Währung. Für ein geeintes Europa.

Aber, ich rücke nicht davon ab, es wird kein gemeinsames Europa geben ! Wir (Europäer) sind nicht wie die USA ein Schmelztigel verschiedener Ethnien. Wir sind einzelne Länder, mit unterschiedlichen Kulturen, anderen Lebensweisen, anderer Arbeitsmoral.

Wir hatten schon eine gemeinsame Verrechnungswährung Names ECU ( http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A ... ntwicklung ) !

Jedes europäische Land konnte "seine" Währung auf und abwerten je nachdem wie es notwendig war. Nur, das die nationalen Regierungen weiterhin das sagen über ihr Land, ihre Währung, ihre Wirtschaft hatten!
Warum musste dies geändert werden.

Und, Nein, ich möchte keine Zentralregierung die aus einer fernen Stadt alles für mich gleichschaltet! Aber ohne diese wird das ganze nie etwas werden !
Gerade eben hat die EU neue Fischfangquoten erlassen. Hui, das ist aber toll.
Das wird den Ungarn richtig am Ar*** vorbeigehen, die deutschen Fischer werden mit den Zähnen knirschen aber sie machens, die Spanier, die eine große Fischfangnation sind die sind richtig ins Knie **** !
Und nochmal! Man kann nicht ganz Kontinental Europa gleich machen! Das geht nicht! Meine Meinung ! Und irgendwann gibt es den großen rums ! Hoffentlich kommen wir (meine Familie) da einigermaßen heil raus !

Heute lass ich einen Artikel (Kommentar) in der Frankfurter Allgemeinen:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/g ... 85506.html
von Holger Stelzener

Ich zitiere Auszugsweise (und verstehe nach wie vor nicht das es Menschen in D gibt die dem Gedanken eines geeinten Europa, mit (irgendwann einmal) einer Zentralregierung, und dem Euro anhängen bzw. treu beistehen)!


Wer für sein Alter spart, der wird bestraft. . . . sondern auch die Geldpolitik des Mario Draghi: Denn entgegen der Beteuerung des EZB-Präsidenten ist die Eurokrise nicht vorbei, sondern erfasst jetzt die Sparer



Dank der EZB bekommen Sparer nur noch eine Rendite von einem halben Prozent. Die aber wird von der Inflation gefressen; . . .



Die kalte Enteignung der Sparer und Lebensversicherten nehmen die Politiker und Zentralbanken billigend in Kauf, weil sie mit der Nullzinspolitik überschuldeten Staaten Linderung verschaffen wollen. . . . Wie Schulden nicht abgebaut und notwendige Strukturreformen auf die lange Bank geschoben werden, lässt sich in Amerika, Europa und in Japan besichtigen.



Billiges Geld nimmt den Druck von der Wirtschaft, sich zu reformieren



Die Summen entziehen sich jeder Vorstellungskraft. . . . Vereinigten Staaten, Japan, Großbritannien, der Eurozone und der Volksrepublik China weiteten ihre Bilanzsummen von zwei auf 8,5 Billionen Dollar aus, schätzen Marktteilnehmer. Wo sind die 6,5 Billionen Dollar geblieben?


Geldpolitiker beteuern, sie hätten alles unter Kontrolle, sie „neutralisierten“ ihre Geldgeschäfte. . . . Wenn das so einfach wäre. . . . Warum soll man Notenbanken vertrauen, die mit verfehlter Geldpolitik die Welt zuvor an den Abgrund geführt haben? . . .



Wer die Nebenwirkungen einer ultralockeren Geldpolitik betrachten will, der kann nach Japan schauen, das nach dem Platzen der Tokioter Immobilienblase zwei verlorene Jahrzehnte durchlebt hat. . . . Fehlinvestitionen und Kapitalverschwendung die zwangsläufige Folge.
In einer Welt ohne Zins wird Einkommen und Reichtum in aggressiver Weise umverteilt. Den Schaden haben Sparer, belohnt werden Kreditnehmer.
In der Eurozone sorgt künftig die EZB dafür, dass über Ländergrenzen hinweg von Gläubigern zu Schuldnern umverteilt wird.



Zum Glück hat die EZB kürzlich ihre Vermögenstatistik der Eurozone [http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 42944.html] veröffentlicht. Jeder kann nachlesen, wo es die ärmsten Haushalte gibt, wo die Zahl der Hauseigentümer und der Kreditnehmer am niedrigsten ist. Ein Schelm, wer da an Deutschland denkt.


Der ganze Artikel ist nach zu lesen unter Frankfurter Allgemeine http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/g ... 85506.html[/b][/i]

Und wer nun denkt, der Typ neidet den Nachbarn sein Brot unter den Fingern;
Sch*** drauf ! Mir ist es sch*** egal wie viel mein Nachbar hat ! Ich freue mich für jeden der im Lotto gewinnt!
Aber ich möchte
- meinen Kindern eine gesicherte Zukunft hinterlassen (im Moment hinterlassen wir nur schulden)
- mit meinem verdienten Geld über die Runden kommen (die Inflation hat noch nicht angeklopft!)
- und von dem angespartem Geld einen ruhigen Ruhestand verbringen.

Viele hier stehen vor der nicht mehr zu fernen Pension. Im Moment läuft es. Aber die Schulden wachsen.
Und was Europa macht um den Status Quo zu erhalten können wir jeden Tag in den anderen EU Ländern sehen !
JEFTA gefährlicher als TTIP

https://www.youtube.com/watch?v=1c9yFM-YnBo
11:15 min
Der EU Grenzen aufzeigen JEFTA STOPPEN
https://www.heise.de/tp/features/JEFTA-EU-Freihandelsabkommen-mit-Japan-als-Hydra-3755360.html

Ina123
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Re: Euro vor dem Abgrund ?

Beitrag von Ina123 » 01.02.2014 10:00

Guten Morgen liebe Leser,
das es bald keine 1 und 2 Centstücke mehr geben wird ist ja noch harmlos zu einem Bericht, den ich heute in der "Deutsche Wirtschaftsnachrichten" gelesen habe. In Schweden will man Bargeld bald abschaffen. Jeder hat eine entsprechende Plastikkarte, die sowohl kontaktlos geladen als auch kontaktlos damit bezahlt werden kann. Bis 20€ ohne Unterschrift oder Pin.
Noch eine Nachrichtenseite habe ich heute zum ersten mal gefunden " Bürgerstimme" Zeit für Veränderungen.
Viel Vergnügen beim Lesen und....
immer schön das Geld zusammenhalten, ausgeben werden es schon die Politiker "im Namen des Volkes"..
Ina123

Steinbock
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Re: Euro vor dem Abgrund ?

Beitrag von Steinbock » 01.02.2014 10:52

Ina123 hat geschrieben:Guten Morgen liebe Leser,
das es bald keine 1 und 2 Centstücke mehr geben wird ist ja noch harmlos zu einem Bericht, den ich heute in der "Deutsche Wirtschaftsnachrichten" gelesen habe. In Schweden will man Bargeld bald abschaffen. Jeder hat eine entsprechende Plastikkarte, die sowohl kontaktlos geladen als auch kontaktlos damit bezahlt werden kann. Bis 20€ ohne Unterschrift oder Pin.
Das wird ja auch langsam mal Zeit, dass man nicht mehr diese vielen Scheine und Münzen mit sich herum schleppen muss.

Finde dies super - sollte auch in Deutschland eingeführt werden.

Meine Erinnerungen an den USA-Aufenthalt waren ähnlich.
Man benötigt kein Geld. Für alle Einkünfte ob beim Bäcker, Supermarkt, Restaurant oder egal für was nahm man seine Mastercard.
Wenn man mit Bargeld zahlte wurde man dumm angeschaut und oft gefragt - haben Sie keine Card ?

Gruß vom Steinbock

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