Noch`n Feind, der Personalrat

Allgemeine Themen zum Bereich des öffentlichen Dienstes.

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Mikesch
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Noch`n Feind, der Personalrat

Beitrag von Mikesch »

Erst mal, weil ich dauernd gerfragt werde, dass meine Posts um diese Uhrzeiten erfolgen...
...ich leide unter der altersbedingten senilen Tag- Nachtumkehrung, ich schlafe am Tag, womit ich als Beamter ja kein Problem habe und arbeite in der Nacht, mein Therapheut, nennt das auch senile Bettflucht, aber egal...

Also zu unseren Personalvertretern...
...die wenigen Ihre Aufgaben wahrnehmenden sollen einfach weg klicken.
Die sind eigentlich dazu da, uns als kleine Mitarbeiter, Beamte what ever zu vertreten, vor allem, wenn man uns an die Karre fahren möchte.
Ich kann auch verstehen, dass eine Interessenabwägung statt finden muss, wenn mehrere Kollegen das gleiche Ziel verfolgen. Aber manches kommt mir schon komisch vor:
Was ich mich immer gefragt habe, warum die in den höchsten Positionen immer so eine tolle Karriere hingelegt haben, eigentlich müsste doch eher das Gegenteil der Fall sein.
Aus den unten beschriebenen Erlebnissen habe ich eher den Eindruck, dass diese Posten eher als Karrieresprungbrett angesehen werden. Ein Personalrat könnte ja theoretisch dem Dienstherrn Ärger bedeuten, also muss der auf die Seite des Dienstherrn gebracht werden. Da das eigene Hemd bekanntlich näher als das des Kollegen ist, ist eine Prostitution mit dem Dienstherrn die durchaus angenehmere Wahl, bedeutet sie doch Kohle.
Die Kollegen im Personalrat, die ihre Aufgabe wirklich ernst nehmen sind leider recht rar, oder geben ihren Job aus Verzweiflung schnell auf.

Ihr habt ein Problem...
Da die Aussicht auf einen seine Aufgaben ernst nehmenden Persononalratsvertreter in Richtung Lotteriegewinn tendiert kann ich nur raten, jeden Personalratsvertreter mit äusserstem Misstrauen zu begegnen oder besser gleich zum Teufel zu schicken, der wird eher schaden und euch richtig rein reissen!
Wie heisst es so schön:"Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott..." informiert euch und/oder geht gleich zu einem Anwalt!
Fordert man euch zu einem Gespräch mit Vorsteher und Personalrat,
nie ohne Anwalt!
...oder Ihr seit absolut rechtsicher :!:

Meine Erlebnisse

Unfall
Da hatte ich in meiner Jugendzeit privat einen Radarwagen von der Strasse getitscht :wink:
Ja, ich war schuld, zu schnell, zu leichtsinnig...
Kein Alkohol, keine Verletzten, nur viel Schrott mit hohem Schaden.
Die Folge war ein Diszi, mein Hauptpersonalvertreter meinte damals zu mir:"Das ist ok, sei froh, ist rechtens..."
Ich war ja noch jung und glaubte, was meine Vertretung mir sagte. Erst 10 Jahre später las ich dann, dass dieses Diszi nach dem Beamtengesetz schlichtweg unrechtmäßig war.

Neue Wohnung
Da wurde eine Zollbude frei, 90qm mit vier Zimmern. Beworben hat sich darauf ein Kollege, verheiratet mit 2 Kindern, lebend auf 60qm auf 3 Zimmern mit Wohnberechtigungsschein für 90qm und die schöne Elfi, alleinstehend mit Tochter, lebend auf 70qm auf drei Zimmern.
Elfi sah wirklich geil aus, selbst mit vierzig hätte sich die Monroe, Schiffer, Campbell, where ever dahinter verstecken können, ein gefundenes Fressen und Studiumsobjekt nicht nur für Gerontologen :wink:
Wer sollte die Wohnung bekommen, natürlich die schöne Elfi.
Natürlich musste mein Kollege erst mal aus dem Weg geräumt werden, so wurde er (ich war sein Wahlzeuge) massiv von HZA-Vorsteher und Personalvertretung unter Druck gesetzt, er möge seine Bewerbung zurück ziehen. Hat er natürlich nicht gemacht, hat aber nix genutzt. Mit Wohlwollen der Personalvertretung wurde seine Bewerbung einfach missachtet und man hat die Wohnung der schönen Elfi zugeschlagen.
Hat aber auch nix genutzt, da sich mein Kollege zwischenzeitlich an die OFD gewandt hatte und den Sachverhalt erläutert hatte. Die Bewerbung war noch nicht mal bekannt, das HZA GEL hatte nur die schöne Elfi als einzige Bewerberin gemeldet...

Beurteilung
Da bekam ich ein mal in meinem Leben ein teh, so aus Mitleid, da ich schon so lange als ZOS rumgelaufen bin. Nun geschah ein Wunder, ich wurde nach meiner Beurteilung rückwirkend befördert. Was geschah?
HZA-Vorsteher und Hauptpersonalratsvertreter sezten mich massiv unter Druck und wollten mir mein teh wieder weg nehmen, drohten sogar mit Rechtsmitteln! Bräuchte ich ja eh nicht mehr...
Meinen Vorsteher hatte ich bei gleichzeitigem Zeigen meiner Bürotür nur gefragt: Sie sind doch Jurist, oder...?
Na ja, versuchen kann man es ja :twisted:

Schengen
Mir war damals klar, als Junggeselle gehörte ich zu den Kreis derer, der sein Haus verkaufen darf, seine Freunde verlassen und sich eine neue Heimat suchen dürfe.
Für Loser wie mich gab es dann eine spezielle Ausschreibung, so habe ich mir dann mit 30 Bewerbungen die mir nettesten Posten ausgesucht. Ob der Trotzreaktion meiner mitbetroffenen Kollegen hätte ich theoretisch alle 30 haben können, währe da nicht unsere Personalvertretung gewesen.
Man muss wissen, dass wegen Personalmangel Jahre zuvor viele Beförderungsdienstposten an der Westgrenze ausgeschrieben wurden, die dann von Kollegen der ehemaligen Ostgrenze besetzt wurden. Die wollten natürlich wieder alle nach Hause, verständlich. Die haben sich natürlich auch auf die Stellen beworben.
Nur war die Ausschreibeibung primär solchen Leuten wie unsereinerseiner angedacht, sekundär allen Anderen.
Seitens der Personalmenschen der OFD`en hatte ich Zusagen, brauchte mir nur den Job aussuchen, aber meine lieben Personalvertreter hatten mir einen Strich durch die Rechnung gemacht!
Einerseits wurde ich unter Druck gesetzt, wenn Du keine Stelle hast, wirst Du Zwangsversetzt, andereseits argumentierten die Personalvertreter mit sozialen Aspekten.
Sorry, aber das war meine Auschreibung, was habe ich damit zu tun, dass sich Kollegen zum Geldverdienen freiwillig, abseits aller sozialen Gründe heimatfern versetzen liessen und natürlich wieder zurück wollten? Beim Postenergattern spielten ihre sozialen Gründe keine Rolle, aber nun?
Da hat sich der Leiter des Zollfahndungsamtes KS doch dermaßen für mich eingesetzt, dass mein oberster Theo nix anderes übrig blieb, nur für mich einen eigenen Erlass zu erlassen, nämlich dass die OFD`en H und F nach eigenem Gutdünken verfahren dürfen.
Jau Mikesch, du hast einen persönlichen A-Karten Erlass vom Obertheo persönlich, frisch fromm fröhlich frei an die Wand des Dienstzimmers genagelt! Wem habe ich das zu verdanken?

Meiner alles geliebten Personalvertretung!

...für mich ein Krebsgeschwür in der Verwaltung.

(Beurteilung noch hinzugefügt)
Zuletzt geändert von Mikesch am 04.03.2006 23:58, insgesamt 2-mal geändert.
arme Sau
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Beitrag von arme Sau »

Ey Mikesch alter Hund :wink:

hatte auch grad solch ein tolles Erlebnis !!

Auf eine Anfrage an den Persr. erhielt ich die Antwort das geht den Personalrat nichts an, das muß ich mit dem Sachbearbeiter klären ? ? ?

Es ging um den von mir beantragten verbleibt bei 40 Std Woche :P

Hallo? Das Thema 41/40 Std. Woche, geht ja wohl alle in unserem Amt an, insofern wäre hier eine Klärung durch den Personalrat geboten gewesen.

Stimme Dir also vollens zu! Denen steht das Hemd wesentlich näher als die Hilfe für andere

:twisted: :twisted: :twisted:

PS: Freie Wirtschaft, hab ich es aber auch nicht anders erlebt 8)
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Angelfire
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Beitrag von Angelfire »

Mit Vorsicht zu genießen sind auch Gespräche mit dem Leiter, dem Personalchef, dem Personalratsvorsitzenden und der Gleichstellungsbeauftragten und einem selbst. Wobei ich gegen unsere Gleichstellungsbeauftragte ganz und gar nichts negatives sagen kann, im Gegenteil!

LG Angelfire
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Grenzen_Looser
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Beitrag von Grenzen_Looser »

@ mikesch

Schön, daß Du wieder da bist. Ich hoffe, Du hattest `n schönen Urlaub.

Schade, daß Du solche Erlenisse mit "Deiner" Personalvertretung hattest. Ich selbst war vor der Auflösung unseres HZA selbst mal Teil der Personalvertretung. 2 Jahre, oder so. Nachrücker in der Liste, nich mal gewählt. Da war ich drauf, weil man mich gefragt hat und gedacht hab´ich mit dabei erstmal nichts. Naja, jedenfalls war ich plötzlich mit dabei. Und es war spannend, muß ich sagen. Nach nem halben Jahr hab`ich dann gemerkt, daß wir doch `ne Bananenrepublik sind.

Die Vorsteher haben nichts zu sagen, blasen sich nur auf. Sie sind halt Befehlsempfänger, wie wir auch. Sie sonnen sich im Licht der kleinen Leuchten, die um sie herum sind und halten sich für Könige. Is´aber nich viel dahinter.

Ne gewisse Zeit hatten wir dann einen Vorsteher vom alten Schlag. Der herrschte nach Gutsherrenart und ließ sich von seinen Leuten feiern. Aber, im Gegensatz zu den Schnöseln, die sich für so wichtig hielten, stand er zu den Aussagen und den "Versprechen", die er machte und hat sie auch nach oben durchgesetzt. Das erst mal zu den Chefitäten.

Ich glaube, wir haben uns viel Mühe gegeben in den paar kleinen Entscheidungen, an denen wir mitzureden hatten und wir haben versucht es richtig zu machen. Der Vorsitz unseres PR war patent und ok, hat sich nicht überfahren lassen und konnte auch hinstehen.

Ich will hier nicht in Frage stellen, was Dir und anderen hier passiert ist. Das ist miese kleine Lokalpolitik von Leuten, die glauben daß sie wichtig sind.
Ich möcht´ nur sagen, daß wir es uns im damaligen Team nicht leicht gemacht haben. Wir haben versucht mit unseren wenigen Möglichkeiten das maximale herauszuholen.

Deswegen, so pauschal von Feinden zu sprechen find`ich irgendwie ungerecht all denen gegenüber, die sich Mühe geben und für andere hinstehen.

Soviel dazu,

Grüßle vom Bodensee

G.
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Mikesch
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Beitrag von Mikesch »

Grenzen_Looser hat geschrieben:Schön, daß Du wieder da bist. Ich hoffe, Du hattest `n schönen Urlaub.
Jau, zu schön...
Ich habe nun echte Eingewöhnungsprobleme ;-)
Grenzen_Looser hat geschrieben:Deswegen, so pauschal von Feinden zu sprechen find`ich irgendwie ungerecht all denen gegenüber, die sich Mühe geben und für andere hinstehen.
Nun hat jede Medaille bekanntlich zwei Seiten. Es gibt sie ja durchaus, die Vertreter, die ihre Aufgabe ernst nehmen. Die, die ich kannte hatten ihren Job nach geraumer Zeit aufgegeben, da gegen einen bestimmten Mief nicht anzukommen war. Mir liegt es auch fern, diese Kollegen zu verunglimpfen. Ich denke, diese Kollegen wissen auch selber, welcher Kaste sie angehören ;-)

Sagen wir es mal so: Die Wahrscheinlichkeit, dass man durch eine Personalvertretung erst richtig rein geritten wird, ist ungleich höher, als dass einem geholfen wird. Es ist ne ganz einfache Physik, Strom und Wasser nehmen immer den Weg des geringsten Widerstandes ;-)

Grüße,
Mikesch
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Diszi

Beitrag von ZSinaL »

Ich hab da mal eine für mich wichtige Frage, auch wenn sie hier nur bedingt rein paßt. Woher weiß ich, ob ein eingeleites Diszi rechtmäßig oder unrechtmäßig ist? Und wenn es unrechtmäßig ist, was kann man dagegen tun?
arme Sau
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Beitrag von arme Sau »

Hallo ZSinaL,
Herzlich Willkommen hier im Forum :lol:

Ein Diszi kann jederzeit eingeleitet werden. Aus meiner Sicht auch vollkommen willkürlich!

Z.B. kaust Du in einem Büro (ohne Publikumsverkehr) ein Kaugummi und dies gefällt Deinem Chef nicht,
bums kommt der Diszi Hammer (soweit der Chef lust auf die Schreiberei hat)

Ob das Diszi rechtmäßig war wirst Du, soweit Du nicht den "Personalrat" oder einen Anwalt einschaltest (oder Dich selbst beliest) nie erfahren.

Am Ende der Diszi-ermittlungen wird das DIS eingestellt oder nicht.
Deswegen erfährst Du trotzdem nicht ob es rechtens war.

So hab zumindest ich das erlebt :twisted:

PS: Einem Kollegen wurde ein Dis wegen seines drei Tage Bart angedroht :shock:
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Mikesch
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Re: Diszi

Beitrag von Mikesch »

ZSinaL hat geschrieben:weiß ich, ob ein eingeleites Diszi rechtmäßig oder unrechtmäßig ist? Und wenn es unrechtmäßig ist, was kann man dagegen tun?
Grundsätzlich: Rechtmäßig ist die Einleitung eigentlich immer, ich kann einleiten, was ich will. Ich kann ja auch gegen mich selbst ein Diszi einleiten. Entscheidender ist da die Frage nach den Folgen, bzw. ist es gerechtfertigt.

Im BBG ist definiert, in welchen Fällen ein Verfahren eingeleitet werden kann, bzw. es gerechtfertigt ist.
Manche Sachverhalte wie z.B. Autounfall ohne Alk sind hier explizit ausgenommen, es sei denn, Crashs sind Dein Hobby ;-)
Einige Dinge sind recht schwammig, z.B. das Ansehen des Beamten in der Öffentlichkeit. Während Du dich früher nicht scheiden lassen durftest oder einen Kredit aufnehmen, hat sich hier einiges gewandelt.
Vieles sind Einzelfallentscheidungen, letztendlich entscheiden dann oftmals die Richter. Ein Schmuddelfoto einer Beamtin, die hauptsächlich im Keller Akten sortiert, dürfte anders zu bewerten sein, als wenn sie als Lehrerin tätig ist. Wobei, eine Stadtverwaltung war zumindest laut Presseberichten ganz stolz auf ihre Kollegin, die mal als Playmate abgelichtet wurde.
Über die Rechtmäßigkeit wird bei Allerweltskram also nur sehr schwer zu entscheiden sein.
Auf jeden Fall ist dann ein Diszi angezeigt, sollte ein Strafverfahren gegen Dich eingeleitet worden sein.

Auf jeden Fall immer einen spezialisierten Anwalt zu Rate ziehen, niemals etwas zur Sache äußern, nur über den Anwalt!
Vertraue nie auf die Personalvertretungen, die können bestenfalls Tipps zum Verfahrensablauf geben, helfen wohl kaum. Sie sind als Laien in der Regel weder ausreichend rechtlich geschult, noch sind sie vertretungsberechtigt. Auch ist die Aussenwirkung besser, muss sich der Dienstherr ausschließlich mit einem Anwalt auseinander setzen ;-)
Ist ein Diszi gerechtfertigt, auch hier nur Anwalt, denn es besteht die Möglichkeit, dass es der Dienstherr mit der Verhältnismäßigkeit der Maßnahme nicht so genau nimmt.
Bist Du gewerkschaftlich organisiert und könnte Dein Vergehen von öffentlichem Interesse sein, übernehmen sie manchmal auch die Verfahrenskosten.

Stellt sich das Verfahren als haltlos heraus, beruht vielleicht auf Aussagen von Dritten oder Verleumdungen, würde ich hier gegen diese Personen auch noch zivilrechtlich vorgehen.

Grüsse,
Mikesch
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ZSinaL
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Beitrag von ZSinaL »

Danke für die schnellen Antworten! Aber richtig helfen tut es mir, glaub ich, nicht. Zur Erklärung: An unserem "Amt" wurden Dizis eingeleitet, weil Anträge gestellt wurden (nein, keine Trennungsgeldanträge!). Es floß nie Geld, die Anträge wurden nie bewilligt, es wurden gleich Diszis wegen Schädigung des Dienstherrens eingeleitet. Ein Anwalt wurde zwar eingeschaltet, der meinte aber, daß Diszi sei so "lächerlich" (nicht seine Wortwahl), daß er sich derzeit nicht einmischen wolle. Dies wolle er nur machen, wenn das Diszi nicht eingestellt werde oder es zumindest bei einer Verwarnung bleibe. Ach so, eine Gewerkschaft will die Anwaltskosten dieses Falles nicht übernehmen.
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Mikesch
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Beitrag von Mikesch »

Kannst Du mir da mal auf die Sprünge helfen?
Wie kann man für das Stellen eines Antrages ein Diszi bekommen?

Grüsse,
Mikesch
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ZSinaL
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Beitrag von ZSinaL »

Genau da liegt ja auch mein Verständnisproblem. Wie gesagt, die Begründung war, Schädigung des Dienstherrn. Denke mal, der Versuch ist strafbar? Ich hab gehofft, ich find jetzt heraus, ob das Diszi nun rechtmäßig oder unrechtmäßig ist.
Die Stummen sind die Gefährlichen, denn man denkt, sie können auch nicht hören
Zollmann
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Beitrag von Zollmann »

Handelt es sich vielleicht um einen Antrag um Verkürzung der Arbeitszeit
(40 h) ?
Angelfire
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Beitrag von Angelfire »

Sae doch mal um was für einen Antrag es sich gehandelt hat :) Dann können wir vielleicht auch Tipps geben :)

LG Angelfire
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ZSinaL
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Beitrag von ZSinaL »

Es geht um einen Kleiderkassenantrag, in dem man versucht hat, KLeidung abzusetzen, also das Geld wiederzubekommen, wie früher Schuhe.
Die Stummen sind die Gefährlichen, denn man denkt, sie können auch nicht hören
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Beitrag von Mikesch »

Wie kann man bloß auf die sinnfreie Idee kommen, die Erstattung für Bekleidung zu beantragen, deren Erstattung nicht vorgesehen ist?
Normalerweise bekommt der Dienstherr gar nichts mit über gestellte Anträge. Durch die Vielzahl der Anträge fühlte sich die Kleiderkasse wohl verarscht und hat eine Mitteilung gemacht, was das soll, wie sonst weiss der Dienstherr davon?
Der Dienstherr fühlte sich wohl gleichermaßen übergangen und reagierte beleidigt. Ein Diszi zeugt IMHO zwar von einem dünnem Fell, man kann aber leicht eine gemeinschaftliche Agitation gegen den Dienstherrn unterstellen. Zumindest wurde Arbeitszeit vergeudet und wissentlich ein Schaden verursacht. Wurde der Dienstweg unterlaufen, ist die Reaktion zumindest für mich verständlich und legitim, zeugt sie zumindest für mich von einem Vertrauensbruch.
Wäre ich Chef, hättet Ihr von mir auch einen zwischen die Augen bekommen, nicht gerade ein Diszi, aber anders wie...
Bekleidung, die nicht geliefert werden kann, beantragt man mit Begründung auf dem Dienstweg.

Ich verstehe auch gar nicht, warum manche Kollegen alles so komplizieren müssen.
Ich benötigte einmal Schutzkleidung, die im Verzeichnis nicht aufgeführt war. Ich stellte einen Antrag an den Vorsteher mit eingehender Begründung, mein Sachgebietsleiter gab einen kurzen Senf dazu ab und eine Woche Später konnte ich mir die Klamotten besorgen.

Grüsse,
Mikesch
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