An die Benachteiligten

Allgemeine Themen zum Bereich des öffentlichen Dienstes.

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Mikesch
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An die Benachteiligten

Beitrag von Mikesch »

Manche Kollegen haben immer die A-Karte, werden nicht befördert, obwohl sie vielleicht mehr tun als die Nasenfaktor-Kollegen, fähiger sind...
Ich will nun nicht gegen Kollegen hetzen, aber die Nasenfaktor-Kollegen gibt es halt, ebenso wie die A-Karten-Kollegen.

Fehlende Beförderungen sind gleichbedeutend mit Einkommensverlust.
Manch einer kraxelt da, vor allem mit Familie, an dem Minimum herum.
Dazu kommt noch die allgemeine Verarsche, die mittlerweile echt ins Geld geht.

Nebentätigkeiten sind eigentlich so gut wie unmöglich, oder wenn erlaubt, nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Selten habe ich in einer Berufssparte so viele Leute mit besonderen Fähigkeiten gesehen, wie bei den Beamten.
Gerade die, die von unserem Dienstherrn oft verarscht werden, sind oft die fähigsten Köpfe. Ob Ihrer Fähigkeiten oder Psychostruktur passen die nicht ins Konzept und haben deshalb die A-Karte.

Nutzt das aus! Setzt eue Fähigkeiten ein und verdient Geld damit!
Damit macht Ihr euch frei und eure Chefs haben weniger Druckmittel. Zoll ist dann nur noch ein Hobby, welches Spass macht!
Ich war einmal auf einer Dienstelle tätig, als ZHS bestenfalls der stark pigmentierte Ortsfremde* und gerade mal so toleriert.
All die ZR, ZOAR hatten ihre Firmen nebenbei laufen, erledigten im Dienst ihre Buchhaltung oder Steuererklärungen. Dem Einen gehörte fast ne kleine Stadt, der Andere hatte ne Modekette, ein Anderer hatte ne Band mit Umsätzen im 6-stelligen Bereich!

Gerade heute im Zeitalter des Internets stehen einem alle Möglichkeiten offen!
Ob Grafiker, handwerklich begabter usw., setzt das ein!

Wie? Macht es einfach nach, nix Nebentätigkeit, gründet eine Firma!!!!
Das kostet gerade mal 25 Euronen für die Anmeldung.
Das Prob ist natürlich, Ihr dürft diese Firma natürlich nicht leiten.
Ausweg: Ihr habt ne Ehefrau, auf ihren Namen läuft natürlich die Firma.
Ohne Ehefrau vielleicht einen Freund...
Das Geld liegt auf der Strasse, muss nur aufgehoben werden!
Ich würde dies nicht schreiben, wüsste ich nicht, wovon ich rede :wink:

Diese Zeilen sind all jenen gewidmet, die eigentlich Spass an ihrem Job haben, aber zu den verarschten und benachteiligten gehören, mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet aber gerade mal um die Runden kommen.

Mich würde mal ensthaft interessieren, wie viel Selbständige eigentlich in der Verwaltung sind.

*Zensurwort
Heute Farbige oder auch Schwarze genannt. Das Wort Neger (negro = schwarz)kommt heute nicht mehr so gut, obwohl die Farbigen sich selber so bezeichnen. Es macht aber einen Unterschied, ob ein Schwarzer seine Volksgruppe so bezeichnet, oder ein Weißer.
Im Text hätte das Wort Neger stehen sollen, nicht um diese Volksgruppe zu diskreditieren, sondern als sprachliches Synonym für Unterdrückung.
Zollwolf1960
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Beitrag von Zollwolf1960 »

Hallo Mikesch,

Zoll ist für mich nur noch eine lästige Unterbrechung meiner Freizeit. Ich habe schon ein Buch fertig "in der Schublade" liegen und warte auf Antworten von Verlagen. Das wird schon.

MfG
Der öffentliche Dienst und der gesunde Menschenverstand schließen einander aus.

Man sollte sich die Gelassenheit eines Stuhles zulegen können, der muss auch mit jedem A.... klarkommen.
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Odindissa
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Hier arbeiten die Ärmsten

Beitrag von Odindissa »

Hallo Mikesch, hallo Zollwolf,

hier kommt mal ne fast ganz ausgestorbene Spezies. Seit dem 01.01.94 zieht man uns den Boden unter den Füßen weg. So nach und nach aber immer schön langsam.
Freizeit???? Kann man das essen??? Gibts das geschnitten oder auch am Stück????
Wenn ich so überlege dass bei einigen Dienststellen die Leute noch die Zeit haben, Firmen zu gründen auch wenn die dann offiziell der Ehefrau gehören, da komm ich schon ins grübeln. Bei meiner Firma, einer der größten Arbeitgeber in Deutschland!!! arbeiten die Leute bis sie tot umfallen. Das ist wörtlich gemeint, das hatten wir erst vor einem halben Jahr. Meine Kollegen werden im Dienst von unseren lieben "Kunden" belästigt, beschimpft und aufs Übelste beleidigt. Tätliche Übergriffe sind an der Tagesordnung, der Betriebsrat hat den zweifelhaften Ruf der Korruption im Nacken, Beamtengesetze werden mit Füßen getreten, die Fürsorgepflicht des Staates gerät in Vergessenheit. Familien, Ehen und Freundschaften brechen auseinander, die Alkoholmissbrauchsrate war noch nie so hoch wie in den letzten 10 Jahren. Ich bin überzeugt davon (vielleicht weiß ich es auch) dass 40% unseres Personals regelmäßig zu Drogen greift weil die Belastung schier unerträglich ist.
Dienstzeiten in der Zeit von 2 Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags, Arbeitszeiten von über 12 Stunden sind seitens des Gesetzgebers erlaubt, erwünscht und werden auch im Dienstplan eingearbeitet. Eine dienstliche Ausbleibezeit von über 300 Std./Monat ist die Regel, bezahlt und auf die Jahresarbeitszeit angerechnet werden geade mal 70%. "Auswärtige Ruhen" sind ebenso an der Tagesordnung. In einer fremden Stadt hat man dann Dienstschluß, das ist oftmals bereits Nachmittags. Am nächsten Tag beginnt der Dienst dann auch erst gg. 15 Uhr. Diese Zeit wird nicht bezahlt, sondern ist "Freizeit" (im Hotelzimmer!!!)
Der Dienstplan ist sozial nicht mehr vertretbar. Von z. B. 38 Stunden Ausbleibezeit werden oftmals nur 11 Std. bezahlt. Tausende von Mehrarbeitsstunden fallen somit im Sinne der Politik unter den Tisch, auf meiner Dienststelle bewegt sich diese Zahl im sechsstelligen Bereich pro Jahr. Nach durchschnittlich 35 - 40 Dienstjahren erleben unsere Pensionäre gerade mal 2 Jahre Ruhezeit. Danach sterben sie weg. Häufigster Grund: Vereinsamung.
Vereinen beizutreten, Freundschaften zu pflegen, die Kinder aufwachsen zu sehen, das alles ist Wunschdenken.
Aber natürlich gibt es auch Positives zu vermelden: Frauen beziehen dieselbe Höhe an Bezügen wie Männer, machen die gleiche Arbeit, haben die gleichen Aufstiegschancen....(hey, wir sind ja doch nicht so benachteiligt)hab ich was vergessen??? Ich glaub nicht. Ach so, und dann mach ich auch gleich noch Werbung: Fahrt doch mal wieder mit der Deutschen Bahn!!!! :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Wer denkt, ein Volksvertreter vertritt das Volk der denkt auch dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.
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Mikesch
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Re: Hier arbeiten die Ärmsten

Beitrag von Mikesch »

Odindissa hat geschrieben:Hallo Mikesch, hallo Zollwolf,
hier kommt mal ne fast ganz ausgestorbene Spezies.
Schon vor 30 Jahren hiess es:"Was, du bist bei der Bahn/ Post?"
Schon immer hatten sie die besondere A-Karte.

Seit 94 wurden die Methoden dann verfeinert.
Dein Geschreibsel klingt schier unglaublich, wüsste ich es nicht besser.

Meine mitfühlendsten Grüsse,
Mikesch
Zuletzt geändert von Mikesch am 01.03.2006 15:19, insgesamt 1-mal geändert.
Angelfire
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Beitrag von Angelfire »

Da geht es uns doch bei Zolls noch richtig gut! Mir fehlen einfach die Worte!

Viele Grüße
Angelfire
Was du nicht willst das dir getan, das tu auch keinem andren an!
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Odindissa
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Die goldene A-Karte

Beitrag von Odindissa »

Ich muß dabei sagen, das ist erst seit den letzten 10 Jahren so. Wir alle waren früher stolz, bei der Bahn zu sein (die vonne Post sicherlich auch).
Das arbeiten hat wirklich Spaß gemacht.
Das Schicksal nahm seinen Lauf bei der "Inbetriebnahme zur AG". Für Arbeitnehmer gibt es natürlich Abweichungen in den Arbeitsbedingungen und sowohl die als auch die neuen "EU-Richtlinien für das Transportpersonal" brechen ein Genick nach dem anderen. Es werden ja nur noch Tarifkräfte eingestellt weil die Bahn ja keine Behörde mehr ist. Irgendwelche Manager von der "Kuhkackenrode-AG" bilden sich nun ein, mit Abitur oder BWL-Studium ließe sich das Rad neu erfinden. Die sitzen heute im Vorstand und machen es sich gemütlich.
Wir hatten früher unsere internen Reparatur- und Wartungsfirmen. Das waren allesamt gelernte Eisenbahner die etwas von ihrem Fach verstanden haben. Ich maße mir jetzt mal an dass die schweren Unfälle die wir in der vergangenen Zeit hatten, früher nicht möglich gewesen wären, denn gottseidank haben wir damals vom Bund genügend Zuschüsse bekommen und hatten die Mittel um alles tiptop zu warten und zu unterhalten.
Das ist heute nicht mehr der Fall. Wir sind eine AG und da gibt es für alles was repariert oder gewartet werden muss eine Ausschreibung, so will es das Gesetz. Es wird gespart und gespart und das dann am falschen Ende und auf Kosten unserer Kunden. Soviel zum Thema Geiz ist geil.
Experten haben herausgefunden dass das Unglück von Eschede hätte vermieden werden können wenn man nicht die billigen Räder aus zwei Teilen verwendet hätte, sondern die teureren Monoblocks die aus einem Stück hergestellt werden und damit qualitativ hochwertiger. Die Räder die damals unter dem ICE 884 angebracht waren, werden z.B. bei der Stadt Hannover für den "Straßenbahn und U-Bahnverkehr!!!!!!!" verwendet. (Quelle: Fernsehsender N24)
Keine Sorge, man hat gelernt und verwendet heute nun endlich die hochwertigere Variante. Geht doch!
Es wurde uns früher (hinter vorgehaltener Hand) immer empfohlen auch mal ein Auge zuzudrücken was die Fahrkarten der Kunden angeht. Lieber eine zufriedene Omi mit dem versehentlich falschen Ticket im Zug als eine böse schimpfende. Irren ist menschlich, das kann jedem passieren. Da kommt es durchaus mal vor dass man in der ganzen Eile vergißt, die richtige Fahrkarte zu ziehen. Da Gnade vor Recht walten zu lassen ist in meinen Augen Kundendienst und Feingefühl.
Heute haben wir "Testkunden", das sind irgendwelche studierten Hirnis, die sich absichtlich die falschen Fahrkarten kaufen nur um zu sehen ob wir auch im Sinne des Konzerns hart durchgreifen.
Züge bleiben stehen wegen Personalmangel. Is doch klar, ein Lokführer der eine 55 Std.Woche hinter sich hat und jetzt weiterfahren soll macht sich strafbar wenn er dies tut, ähnlich wie bei den Brummifahrern wegen der Lenkzeit, und steigt trotzig vom "Bock". Fährt er weiter und es passiert was, will die Dienststelle nichts von den Überredungsversuchen wissen die zuvor gemacht wurden um den Mann doch noch dazu bringen, weiterzufahren weil ein kurzfristig herbeigeschaffter Ersatz ja Geld kostet!!!!, frei nach dem Motto: "Das müssen Sie uns erst mal beweisen." Da steht dann am nächsten Tag in der Bild: "Beamter läßt Fahrgäste im Regen stehen. Typisch DB", oder ähnliches.
Jetzt werden viele sagen: "Ja meine Güte, es wird doch niemand dazu gezwungen bei der Bahn zu arbeiten."
Stimmt. Is ja auch vom Prinzip her richtig. Nur, versuch mal als Beamter so wie ich mit bald 38 Jahren was anderes auf dem Markt zu finden. Gelernt haben wir außer Beamtentum nichts. Das Arbeiten war bis 1994 toll, es hat Spaß gemacht, die Dienststelle war eine "große Familie", man fühlte sich als Teil einer Gemeinschaft. Da stimmt mir jeder Kollege zu, den ich von früher her kenne. Wir hatten Spaß bei der Arbeit, wir haben zusammengehalten, wir fühlten uns sauwohl und es gab noch so etwas wie Solidarität. Das haben auch unsere Fahrgäste gespürt und die waren zufriedener als heute. Davon ist jetzt nichts mehr zu spüren.
Als Beamter guckste ja auch heutzutage dumm aus der Wäsche wenn du dein Bündel schnürst und dem ganzen Stress ein Ende bereitest indem du kündigst oder dich beurlauben läßt. Versetzen geht auch nicht, es herrscht überall Personalabbau, zumindest was den mittleren Dienst angeht. Die Qualifikationen zu erlangen um in die nächsthöhere Laufbahn zu gelangen ist nicht möglich denn wenn die Schulungen sind, sind wir im ICE unterwegs. Sich freistellen zu lassen, da macht der Diensteinteiler nicht mit.
Hat man dann trotzdem den Sprung gewagt mit der Beurlaubung oder der Kündigung bekommt man weder Arbeitslosengeld noch Überbrückungsgeld, sollte man sich selbständig machen wollen. Und aufm Sozialamt lachen die einen wahrscheinlich eh nur aus.
Ein einziger Teufelskreis.
Wie du schon sagtest, Mikesch. Es gibt Beamte, die haben die A-Karte, und zwar die goldene. In diesem Fall die Eisenbahner. In unserem Fall ist jeder benachteiligt, ganz besonders unsere Kunden die auf uns angewiesen sind denn nicht jeder hat ein Auto um damit zum Flughafen zu fahren um mit dem Billigflieger von Hamburg nach München zu gelangen.
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arme Sau
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Beitrag von arme Sau »

:oops:

uuuiii juuui juuui

an Euch hab ich garnicht mehr gedacht !

Euch gehts ja richtig besch***.

Und schlimmer noch, eine Besserung sehe ich für Euch leider nicht !

Aber eine andere Frage.

Was sagt der Personalrat denn zu dem ganzen sch*** ?

PS: Ich versuche, wenn ich auf Lehrgang geschickt werde immer mit der Bahn zu fahren. Und ich schnauz auch keinen Eurer Kollegen an!!
Nur so nebenbei :)
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Odindissa
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Beitrag von Odindissa »

Hallo arme Sau (was für ein Name)

ja, unser Betriebsrat (welch eine Koriphäe auf seinem Gebiet) neigt dazu, sich davon zu distanzieren. O-Ton: "Wir haben als Betriebsrat keine Möglichkeit an die Menschlichkeit eurer Vorgesetzten zu appellieren, das ist nicht unsere Aufgabe, das müßt ihr unter Euch ausmachen. Wenn hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, dann müßt Ihr das bitteschön beweisen. Außerdem ist es lediglich unsere Pflicht, bei personalbedingten Entscheidungen anwesend zu sein und darauf zu achten dass bei Einstellungen, Beförderungen, Abmahnungen usw. also das was sich auf der Personalgesetzebene abspielt alles mit rechten Dingen zugeht und die Abläufe eingehalten werden."
Das sind nur meine Erlebnisse die ich im Zugbegleitdienst gemacht habe. Wir haben ja noch mehr Bereiche in denen ich war, da gings noch fieser zur Sache.
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Re: Die goldene A-Karte

Beitrag von Zolli »

Odindissa hat geschrieben:...
Wenn ich deine Postings lese, stelle ich fest: Gott, gehts mir gut! Und ich ärger mich schon, wenn mir mal wieder ein Sonntag als Anreisetag für irgend welche Lehrgänge zugemutet wird.

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Beitrag von Odindissa »

Hallo Zolli,
ich habe mal vor einiger Zeit vorgehabt, zu euch "überzulaufen", grins. Leider war ich da schon über 35, ging also nicht mehr :-((
Was die Sonntage angeht, die Wochenenden überhaupt: lt. Gesetz stehen uns 26 freie Wochenenden im Jahr zu, incl. Urlaub. Somit hätte ich jedes zweite Wochenende frei. Soweit so gut. In der "Vereinbarung zur Jahresarbeitszeit" steht dazu geschrieben: "...bei dringenden dienstlichen Belangen kann von dieser Regelung abgewichen werden..." Mit dieser Aussage ist der Betrieb abgesichert und kann nach bester Willkür mit den Wochenenden verfahren, denn dringend ist immer relativ und dieser Begriff ist nirgends genauer definiert. Bei uns heißt das: jeden Monat höchstens 1 Wochenende frei und auch da versucht man, uns zu überreden damit wir zum Dienst erscheinen.
Was mich betrifft, ich habe aus diesen Erfahrungen gelernt und meine Konsequenzen gezogen.
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Re: Die goldene A-Karte

Beitrag von arme Sau »

Zolli hat geschrieben:
Odindissa hat geschrieben:...
.... Und ich ärger mich schon, wenn mir mal wieder ein Sonntag als Anreisetag für irgend welche Lehrgänge zugemutet wird.

Zolli
Ich hab hier irgendwo gelesen

... warum sollte man Sonntag anreisen? ...

Und recht hat der Verfasser !! Sonntag ist kein Arbeitstag !! Und wenn ich an den Dienst denken muß bekomme ich Migräne und dann kann ich nirgenswohin fahren.
Dafür brauch ich nicht mal nen Krankenschein 8)

Ist halt Pech wenn das Ticket auf den Sonntag ausgestellt ist und ich erst Montag fahren kann :twisted:
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Mikesch
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Beitrag von Mikesch »

Odindissa hat geschrieben:Hallo Zolli,
ich habe mal vor einiger Zeit vorgehabt, zu euch "überzulaufen", grins.
Bist Du Beamtin?
Da sind die Chancen doch gross, dass man Dich los werden möchte.
Du bist doch garantiert psychisch gestört, muss ja sein, um alleine dieses Forum zu besuchen :wink:
Lass Dich pfeffern und lass die Bahn Bahn sein :wink:

Gründe dann eine Dienstleistungsfirma, sie sind sehr begehrt, da de Arbeitgeber keine Lohnnebenkosten zahlen müssen
Als Dienstleister machst Du dann was Du kannst, selbst wenn es nur das Austragen einer Zeitung wäre :wink:

Viele Grüsse,
Mikesch
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Beitrag von Odindissa »

Hi Mikesch,
du hast recht, ich bin Beamtin. Was die Störung angeht, da bin ich schon mitten im Abenteuer. Das kommt von der ganzen Aufregung. Aber an vorzeitigem Ruhestand und damit Eröffnung von einer Dienstleistungsfirma kann glaub ich nicht so einfach die Rede sein, zumindest wüßte ich nicht, wie man eine 37jährige Beamtin so einfach zur Ruhe setzen kann, da kenn ich mich leider nicht so gut aus.
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Beitrag von Mikesch »

Odindissa hat geschrieben: zumindest wüßte ich nicht, wie man eine 37jährige Beamtin so einfach zur Ruhe setzen kann,
Ganz einfach, die wollen Dich doch loswerden, da ist die Bahn bestimmt nicht anders als die Post und arbeiten garantiert mit gewissen Amtsärzten zusammen :wink:
Der stellt dann ein Gefälligkeitsgutachten aus und weg bist Du...
Nach der Privatisierung wollen die keine Beamten mehr, das sind Altlasten!

Das hat man hier im Friesenländle mit ca. Beamten gemacht, blöde nur, dass das aufgefallen war :wink:
Ansonsten sind psychische Störungen immer gut :wink:

Einen Bekannten bei der Post hatte man massiv unter Druck gesetzt, dass er gehen möge. Da er keine Lust hatte, hatte man ihn in einen dunklen Raum ohne Fenster gesperrt und keine Arbeit gegeben! Aber wehe, er hätte eine Zeitung ausgepackt...
Nach dem er dann Dank Mobbing wirklich fertig war, ging er dann...
37 Jahre, A13

Hohle Welt.....
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Beitrag von Odindissa »

Dann lass ich mich doch einfach mal überraschen. Danke für die Information, Mikesch
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