PKV vs. GKV (mit Vorerkrankungen)

Allgemeine Themen zum Bereich des öffentlichen Dienstes.

Moderator: Moderatoren

Schub
Beiträge: 3
Registriert: 22.03.2023 15:00
Behörde:
Geschlecht:

PKV vs. GKV (mit Vorerkrankungen)

Beitrag von Schub »

Guten Tag,
ich fange im August ein Studium beim Zoll an und stehe nun langsam vor der Wahl mit der Krankenversicherung.
Leider habe ich keine Bekannten, mit denen ich mich mal über das Thema unterhalten könnte, ein paar Denkanstöße wären super. :lol:

Zu meiner Person, ich bin 23 Jahre alt und habe diverse Vorerkrankungen (Hashimoto-Thyreoiditis, Übergewicht etc.).
Dieses Jahr wurde mir vom Versorgungsamt ein Grad von 30 bewilligt. In Hamburg erhält man auch in der GKV Beihilfe, jedoch kann man sich dafür nur einmalig entscheiden.

Ich denke durch meine Vorerkrankungen müsste ich mich zwangsläufig über die Öffnungsaktion in der PKV versichern.
Nach meiner ersten Recherche, scheint dies aber trotzdem beliebter/günstiger als sich mit der GKV zu versichern.

Hat Jemand vielleicht Tipps, Anregungen, Empfehlungen wie und wo man sich dazu gut beraten lassen kann?
Wie habt ihr eure passende Krankenversicherung gefunden?

Ich bedanke mich im Voraus für alle Antworten!

Herzliche Grüße
Dienstunfall_L
Beiträge: 897
Registriert: 07.03.2015 11:05
Behörde:

Re: PKV vs. GKV (mit Vorerkrankungen)

Beitrag von Dienstunfall_L »

Hallo Aus eigener Erfahrung (ich hätte problemlos PKV wählen können, als ich verbeamtet wurde, bin in GKV dennoch geblieben) rate ich zu PKV statt GKV, allerdings ist ein Wechsel zurück danach nicht mehr möglich (solange verbeamtet). Wenn du dich austauschen willst dazu, dann schreib bitte über PN (auf Nick klicken, dann Private Nachricht schreiben) an mich. Die GKV ist für Beamte nicht gemacht.
Pauschale Beihilfe löst das nicht, außerdem ist sie ein gewisses Risiko, falls du in ein Bundesland wechselst (was ich jungen Jahren nie ausschließen würde), in dem es keine PB gibt, auch die Entscheidung ist endgültig.
Vielleicht hast du die Frage GKV/PKV bereits entschieden? Zur Wahl zwischen den PKVen kann ich nichts schreiben.
stuntmanmike
Beiträge: 202
Registriert: 24.08.2022 15:29
Behörde:

Re: PKV vs. GKV (mit Vorerkrankungen)

Beitrag von stuntmanmike »

ich hatte damals einen versicherungsvertreter gehabt de rmir meine private kv rausgesucht hat. er hat viele pkv verglichen und mir dann die beste vorgeschlagen. hat er zumindest behauptet. lustigerweise wusste ich nicht, dass fast alle beamte bei der debeka zu sein scheinen. ich war dann unter den ganzen anwaertern der einzige bei einer anderen versicherung haha. mein vertrteter meinte die debeka hat einige luecken. bisher bereue ich es nicht, dass ich nicht bei der debeka bin wobei sie glaube ich fuer beamte auch vorteile hat. es gibt glaube ich den baustein, dass man kosten, die nicht von der beihilfe getragen werden dann ueber die 50% hinaus durch die debeka abdecken lassen kann.

generell prinzipiell wuerde ich zur pkv raten anstatt gkv. die gesellschaft wird immer aelter, die beitraege in der gkv steigen ehr als dass sie fallen, weil man ja auch die ganzen alten und einkommensschwachen mittragen muss. aerzte werden wohl auch nicht mehr. die gkv ist ein sinkendes schiff meiner meinung nach.
Dienstunfall_L
Beiträge: 897
Registriert: 07.03.2015 11:05
Behörde:

Re: PKV vs. GKV (mit Vorerkrankungen)

Beitrag von Dienstunfall_L »

Eines muss man der Vollständigkeit halber hinzufügen: Wenn man in der GKV bleibt, ist der Weg des Wechsels in die PKV offen. Die Öffnungsklausel entfällt m.W. (s.u.), es bleibt dann die Basisversicherung und - bei Vorerkrankung weiß ich nicht - bei DIenstunfallfolgen dann Ausschluss unfallkausaler Leistungen, was absehbare Probleme bei Beitragserstattung mit sich bringen wird. Über Basisversicherung PKV habe ich wenig Frohlockendes gelesen.
In der GKV (ohne Familienversicherung) zahlt man seit Jahrzehnten mehr als doppelt so viel wie vgl.bare PKV-Versicherte. Die Warnungen, dass PKV-Beiträge steigen werden, treffen auf GKV ebenso zu.

Versicherungsvertreter finde ich guten Tipp, wobei wichtig ist, ein unabhängiges Versicherungsbüro zu wählen.
Nicht Angebot einer der DKVen einholen, sondern so eine unabhängige Beratung.

M.W. gilt die Öffnungsklausel 3 Monate nach Verbeamtung, also muss nicht direkt bei Verbeamtung alles feststehen.
Allium
Beiträge: 248
Registriert: 02.11.2020 12:18
Behörde:

Re: PKV vs. GKV (mit Vorerkrankungen)

Beitrag von Allium »

ich kann die Verbraucherzentrale empfehlen. Die beraten dich unabhängig.
Schub
Beiträge: 3
Registriert: 22.03.2023 15:00
Behörde:
Geschlecht:

Re: PKV vs. GKV (mit Vorerkrankungen)

Beitrag von Schub »

Vielen Dank für eure Antworten! Dadurch konnte ich mir schon ein besseres Bild machen.
Nach euren Rückmeldungen tendiere ich nun zur PKV und möchte einen unabhängigen Versicherungsvertreter finden.
Bisher habe ich leider noch kein Angebot gefunden, wo die Beratung gezielt mit der Öffnungsaktion angeboten wird.
Berät die Verbraucherzentrale auch dahingehend? Ich habe eine Nachricht an Check24 geschrieben, da wurde ich mit meinen Vorerkrankungen direkt abgelehnt.

Die Ausbildung startet ab dem 01.08.23. Ist es denn jetzt schon ein geeigneter Zeitpunkt sich beraten zu lassen, oder ist das noch zu früh?
Dienstunfall_L
Beiträge: 897
Registriert: 07.03.2015 11:05
Behörde:

Re: PKV vs. GKV (mit Vorerkrankungen)

Beitrag von Dienstunfall_L »

Deine neuen Fragen kann ich nicht beantworten.
Ein Gedanke kam mir noch: Hole dir bei der GKV schriftlich Auskunft, was passiert, falls du zum 1.8. in die PKV wechselst und nach der Ausbildung nicht als BaL übernommen werden solltest, also ob du dann zurück in GKV kannst und mit welchem Status (freiwilliges Mitglied?).