Einstellungsuntersuchung vor Verbeamtung - Hohe Medikamentenkosten ein Hindernis?

Themen speziell für Landes- und Kommunalbeamte

Moderator: Moderatoren

Sommer.heinz
Beiträge: 1
Registriert: 05.06.2022 21:07
Behörde:

Einstellungsuntersuchung vor Verbeamtung - Hohe Medikamentenkosten ein Hindernis?

Beitrag von Sommer.heinz »

Hallo in die Runde,

bei mir steht im Verwaltungsdienst demnächst eine Verbeamtung an, wobei aber eine Schuppenflechte vorliegt, die sich zuletzt verschlimmert hat.

Mein Hautarzt hat daher eine Behandlung mit neuen hochwirksamen, aber leider sehr teuren Präparaten angeregt. Die Kosten würde die GKV wohl übernehmen. Es ist zu erwarten, dass sich damit der Zustand meiner Haut deutlich verbessert. Allerdings wäre definitiv eine dauerhafte Behandlung notwendig.

Ich bin nun ziemlich unsicher, was ich tun soll. Zwar dürfte das Präparat meiner Gesundheit dienlich sein und damit die Wahrscheinlichkeit einer vorzeitigen Dienstunfähigkeit klar senken. Jedoch müsste mein Dienstherr dann jährlich hohe Kosten über die Beihilfe tragen.

Meine Frage wäre somit: Würde der Amtsarzt vermutlich eher die Aussicht auf eine wirksame Therapie bewerten und die weiteren gesundheitlichen Entwicklungen über die nächsten Monate verfolgen oder könnte die Verbeamtung womöglich gerade aufgrund des Kostenrisikos infolge der dauerhaft einzunehmenden teuren Medikamente abgelehnt werden? Ein echtes Dilemma für mich, da die bisherigen Verordnungen nicht mehr helfen, während ich nicht weiß, ob man im derzeitigen, für mich klar verschlechterten Zustand meiner Haut ohne weitere ärztliche Maßnahmen ein Problem sehen würde. Dazu ist zu sagen, dass ich bereits bei der Einstellung als Angestellter beim Amtsarzt war, so dass man den Hautzustand von damals natürlich kennt.

Ich hoffe, dass mir hier jemand mit Erfahrungswerten in solchen Fällen weiterhelfen kann, damit ich entscheiden kann, ob ich lieber nach anderen medizinischen Optionen Ausschau halten sollte, ohne zu wissen, ob auch diese so wirken würden wie die o.g. Präparate laut zahlreichen Studien. Insoweit würde mich interessieren, ob auch Kostenerwägungen im Hinblick auf notwendige, medizinisch wirksame Therapien einen Ausschlussgrund für die Verbeamtung bilden können. Vielleicht gibt es hierzu Richtlinien.

Mir ist bei all dem bewusst, dass jeder Amtsarzt immer eine Ermessensentscheidung treffen muss.
Zuletzt geändert von Sommer.heinz am 05.06.2022 21:52, insgesamt 2-mal geändert.
Pipapo
Beiträge: 760
Registriert: 26.03.2020 08:30
Behörde:

Re: Einstellungsuntersuchung vor Verbeamtung - Hohe Medikamentenkosten ein Hindernis?

Beitrag von Pipapo »

Ein Amtsarzt urteilt über deinen Gesundheitszustand und nicht über irgendwelche Behandlungskosten.