Mindestversorgung 877,- Euro ?

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Wolfsgeheul
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Mindestversorgung 877,- Euro ?

Beitrag von Wolfsgeheul »

Moin in die Runde
Ich hab ein richtiges Problem: Seit dem 21.1.2022 bin ich Rechtskräftig Geschieden. Seit dem 1.3.2022 bekomme ich, 56 Jahre alt, 877,- Euro an Pension, da die Personalstelle davon ausgeht, das ich seit dem 1.2.2022 Rente aus der gesetzlichen Rentenkasse in Lübeck bekomme. DAS IST NICHT DER FALL!
Außerdem habe ich, nachdem ich Widerspruch eingelegt habe, den 3ten Sachbearbeiter, der sich mit meiner Sache beschäftigt.
Das kann doch alles nur ein Irrtum sein oder? es müssten doch über 1500,- Euro sein bei geschieden und Lohnsteuerklasse I.
Kann mir jemand helfen ob ich da unrichtig liege?
Mfg Wolfsgeheul
Spee
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Re: Mindestversorgung 877,- Euro ?

Beitrag von Spee »

Wie kommen die darauf, dass du eine Rente beziehst?
AndyO
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Re: Mindestversorgung 877,- Euro ?

Beitrag von AndyO »

Wolfsgeheul hat geschrieben: 26.03.2022 17:43 Moin in die Runde
Ich hab ein richtiges Problem: Seit dem 21.1.2022 bin ich Rechtskräftig Geschieden. Seit dem 1.3.2022 bekomme ich, 56 Jahre alt, 877,- Euro an Pension, da die Personalstelle davon ausgeht, das ich seit dem 1.2.2022 Rente aus der gesetzlichen Rentenkasse in Lübeck bekomme. DAS IST NICHT DER FALL!
Außerdem habe ich, nachdem ich Widerspruch eingelegt habe, den 3ten Sachbearbeiter, der sich mit meiner Sache beschäftigt.
Das kann doch alles nur ein Irrtum sein oder? es müssten doch über 1500,- Euro sein bei geschieden und Lohnsteuerklasse I.
Kann mir jemand helfen ob ich da unrichtig liege?
Mfg Wolfsgeheul
Zu den Versorgungszahlung gab es ja schon die verrücktesten Dinge. Da wurde einem Bergmann der gesundheitlich nicht mehr einfahren konnte die Kürzung der Versorgungszahlungen an seine Ex verweigert. Wäre sein Problem, dass er im Beruf krank geworden ist. Dann ginge es wegen der weggefallenen Zulagen auch unter dem pfändungsrechtlichen Existenzminimum. Könnte ja noch einen Zweitjob annehmen um wieder aufzustocken. Je nee, is klar...
Aber irgendwas hast du uns ja verschwiegen, wo bei dir mit 56 die Rente herkommen soll. Ansprüche/Versorgungsausgleich mit deiner Ex den deine Besoldungskasse nun einbehält? Ansonsten müsstest du ja in irgendeiner Form berufsunfähig sein. Sonst zahlt die Rentenkasse in dem Alter nix. Also weiß deine Besoldungskasse wohl mehr wie wir. Bei dem Differenzbetrag zur Mindestpension (17xx Brutto) ist mir das aber suspekt. Da würde ich sagen du zahlst kräftig für deine Ex.
Wolfsgeheul
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Re: Mindestversorgung 877,- Euro ?

Beitrag von Wolfsgeheul »

Sorrey! hab vergessen zu erwähnen ,dass ich als Dienstunfähig in Frühpension bin, seit 10 Jahren. Das die meinen ich bekomme Rente, das weiß ich nicht woher die das Vermuten. Ich habe definitiv erst mit meinem 67 zigsten Lebensjahr Anspruch aus der gesetzlichen Rentenkasse. Unterhalt bezahle ich nicht.
mfg Wolfsgeheul
AndyO
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Re: Mindestversorgung 877,- Euro ?

Beitrag von AndyO »

Wolfsgeheul hat geschrieben: 26.03.2022 18:55 Sorrey! hab vergessen zu erwähnen ,dass ich als Dienstunfähig in Frühpension bin, seit 10 Jahren. Das die meinen ich bekomme Rente, das weiß ich nicht woher die das Vermuten. Ich habe definitiv erst mit meinem 67 zigsten Lebensjahr Anspruch aus der gesetzlichen Rentenkasse. Unterhalt bezahle ich nicht.
mfg Wolfsgeheul
Klingt logisch. Ab GdB 50% könntest du auch mit 65 ne Rente beantragen. Wärst du auch dazu verpflichtet, weil sonst eine Kürzung fiktiv vorgenommen werden kann. Ansonsten kann halt ein Versorgungsausgleich, der vorher gerichtlich festgestellt wird, deine Pension kürzen. Und was sagt dir deine Besoldungskasse am Telefon, wie se auf die Idee einer Rente mit 56 gekommen sind?
Zilian
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Re: Mindestversorgung 877,- Euro ?

Beitrag von Zilian »

AndyO hat geschrieben: 26.03.2022 19:31 Klingt logisch. Ab GdB 50% könntest du auch mit 65 ne Rente beantragen.
Die "Altersrente für schwerbehinderte Menschen" ab 65 Jahren dürfte an der erforderlichen Wartezeit von 35 Jahren scheitern.
Siehe Infos der DRV https://www.deutsche-rentenversicherung ... schen.html
Gerda Schwäbel
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Re: Mindestversorgung 877,- Euro ?

Beitrag von Gerda Schwäbel »

Zilian hat geschrieben: 26.03.2022 20:10 Die "Altersrente für schwerbehinderte Menschen" ab 65 Jahren dürfte an der erforderlichen Wartezeit von 35 Jahren scheitern.
Siehe Infos der DRV https://www.deutsche-rentenversicherung ... schen.html
Korrekter Einwand, Zilian!

Für mich klingt das eher nach "Versorgungsausgleich". Was sagt denn das Scheidungsurteil zu diesem Thema (möglichst genau zitieren!)?
AndyO
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Re: Mindestversorgung 877,- Euro ?

Beitrag von AndyO »

Zilian hat geschrieben: 26.03.2022 20:10
AndyO hat geschrieben: 26.03.2022 19:31 Klingt logisch. Ab GdB 50% könntest du auch mit 65 ne Rente beantragen.
Die "Altersrente für schwerbehinderte Menschen" ab 65 Jahren dürfte an der erforderlichen Wartezeit von 35 Jahren scheitern.
Siehe Infos der DRV https://www.deutsche-rentenversicherung ... schen.html
Diese Fußangel kannte ich noch nicht. Danke für den Hinweis!
Wolfsgeheul
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Re: Mindestversorgung 877,- Euro ?

Beitrag von Wolfsgeheul »

Moin Gerda und AndyO
Es ist so, das ich "Rentenpunkte" heißt das so ? von meiner Frau gutgeschrieben bekomme. Unterhalt bezahle ich nicht, bin auch vom Gericht nicht dazu verpflichtet worden. Eins noch: durch das knappe Geld letzten Monat bin ich doch ziemlich durch den Wind aus Sorge es könnte nun monatlich immer so sein, dafür Entschuldige ich mich, nun ist noch was neues : Ich bin zu 70% unbefristet Schwerbehindert. Stimmt, dann muss ich ja schon mit 65 zigsten Geburtstag Rente aus der Gesetzlichen bekommen. Ich werde morgen anrufen, was da los ist ,auch bei der Rentenkasse werde ich anrufen. Vielen Dank!
Mfg Wolfsgeheul
Wolfsgeheul
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Re: Mindestversorgung 877,- Euro ?

Beitrag von Wolfsgeheul »

Natürlich auch allen anderen einen schönen guten Morgen!
Gerda Schwäbel
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Re: Mindestversorgung 877,- Euro ?

Beitrag von Gerda Schwäbel »

Wenn Ihnen im Rahmen des Versorgungsausgleichs Rentenpunkte übertragen wurde, dann hat das auf Ihre Versorgungsansprüche aktuell keine Auswirkung, weil Sie mit 56 noch keine gesetzliche Rente beziehen. Also muss die Einbehaltung wohl aufgrund eines Fehlers (z. B. beim Eingeben der Daten in der Zeile verrutscht) passiert sein. Meine Empfehlung: bleiben Sie dran. Dass sich schon der dritte Sachbearbeiter damit beschäftigt, muss kein schlechtes Zeichen sein. Viel Erfolg!
AndyO
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Re: Mindestversorgung 877,- Euro ?

Beitrag von AndyO »

Wolfsgeheul hat geschrieben: 27.03.2022 09:07 AMoin Gerda und AndyO
Es ist so, das ich "Rentenpunkte" heißt das so ? von meiner Frau gutgeschrieben bekomme. Unterhalt bezahle ich nicht, bin auch vom Gericht nicht dazu verpflichtet worden. Eins noch: durch das knappe Geld letzten Monat bin ich doch ziemlich durch den Wind aus Sorge es könnte nun monatlich immer so sein, dafür Entschuldige ich mich, nun ist noch was neues : Ich bin zu 70% unbefristet Schwerbehindert. Stimmt, dann muss ich ja schon mit 65 zigsten Geburtstag Rente aus der Gesetzlichen bekommen. Ich werde morgen anrufen, was da los ist ,auch bei der Rentenkasse werde ich anrufen. Vielen Dank!
Mfg Wolfsgeheul
Also da du Pensionär bist, erfolgt der Ausgleich über die Pensions-/Rentenkasse. Das hängt dann an deiner Scheidung. Zur Rente ab 65 bei GdB =>50 stand in der Fußnote "ab 35 Beitragsjahre". Die kannst du nicht gesammelt haben. Schreib dann noch mal, ob die Rentenkasse das so bestätigt.
Wolfsgeheul
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Re: Mindestversorgung 877,- Euro ?

Beitrag von Wolfsgeheul »

Ihr seid Mega! Ganz Herzlichen Dank, ja werde berichten, was draus wurde.
Wolfsgeheul
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Re: Mindestversorgung 877,- Euro ?

Beitrag von Wolfsgeheul »

Moin
nach mehreren Anrufe sieht es so aus, das das Dienstleistungszentrum folgende Zahlen auf den Tisch wirft:
1650,- Euro bisher netto - 360,- Euro Versorgungsausgleich = 1200,- Euro monatlicher Auszahlungsbetrag.
Die Rentenkasse sagt, das ich definitiv keinen Anspruch zur Zeit habe.
Ich möchte eine Anwältin aufsuchen. Was meint ihr?
mit freundlichen Grüßen
AndyO
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Re: Mindestversorgung 877,- Euro ?

Beitrag von AndyO »

Wolfsgeheul hat geschrieben: 29.03.2022 10:53 Moin
nach mehreren Anrufe sieht es so aus, das das Dienstleistungszentrum folgende Zahlen auf den Tisch wirft:
1650,- Euro bisher netto - 360,- Euro Versorgungsausgleich = 1200,- Euro monatlicher Auszahlungsbetrag.
Die Rentenkasse sagt, das ich definitiv keinen Anspruch zur Zeit habe.
Ich möchte eine Anwältin aufsuchen. Was meint ihr?
mit freundlichen Grüßen
Also erst mal tust du mir leid. Erst die Scheidung, jetzt wollen Pension- und Rentenkasse den Unterschied zwischen den Systemen zu deinem Nachteil auslegen. Wenn Pensions- und Rentenkasse nicht miteinander reden wollen ist der Gang zum Anwalt unumgänglich. Trotzdem ein Unding, dass das nicht sauber geregelt ist. Auf der Angestelltenseite wärst du berufsunfähig und würdest eine entsprechende Rente bekommen. Dienstunfähig ist nicht berufsunfähig und so zeigt sich die Rentenkasse überrascht. Je nee, is klar...

P.S.: Hattest du gefragt ob du wegen deiner Prozenten die Rente ab 65 oder 67 zugestanden bekommst?