Kurantrags-Schock

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heinzpiselowski
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Kurantrags-Schock

Beitrag von heinzpiselowski »

Hallo Zusammen,

bin Kommunalbeamter und wurde heute mit einer Nachricht konfrontiert, die mich wirklich daran zweifeln lässt , ob wir Beamte wirklich die großen Absahner sind, für die wir immer herhalten müssen.

Habe nach mehreren OPs und Krankenhausaufenthalten mich endlich dazu überwunden eine ganz normale Kur zu beantragen (3 Wochen in einem Standardsanatorium) und muss jetzt (nach bereits wochenlangem Hin- und Hergeschreibe, Amtsarztuntersuchung, Warterei,...) feststellen, dass ich wohl auf einem dicken Batzen der Kosten sitzen bleiben werde. Beihilfe übernimmt 50 % (wenn ich Glück habe) und meine PKV (Debeka) nur 33,- € pro Tag (wenn ich Glück habe...).

Mal abgesehen davon, dass das ganze Procedere (eigene Beihilfe und eigener Amtsarzt im Betrieb) ziemlich unangenehm ist, bin ich jetzt wirklich von meinem Glauben abgefallen...

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht ? Habt ihr einen Tipp ?

Danke & Grüße :x :x
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leonsucher
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Beitrag von leonsucher »

Hast PN............ 8)
Laura
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Re: Kurantrags-Schock

Beitrag von Laura »

heinzpiselowski hat geschrieben:
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht ?
Die gleichen.
Wobei ich von der Beihilfe gar nicht so enttäuscht war...aber von der Debeka.
Schau mich derzeit nach ner neuen Versicherung um.

Laura
katinka
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hallo, den gleiche schock habe ich auch bekommen

Beitrag von katinka »

mit der beihilfe habe ich auch die gleiche erfahrung gemacht. lief prima, aber meine private AXA stellt sich quer u nd will nur 36,79€ pro tag übernehmen, was für mich mehrere tausend euro zuzahlung bedeuten würden. habe jetz eine adresse entdeckt in diesem forum www.pkv-ombudsmann.de. die treten in zweifelsfällen ein.
wenn du jedoch eine pv abgeschlossen hast, in der die reha und kuren nicht bezahlt werden - was in 99% der fällen der fall ist, sieht es schlecht aus.
wenn du etwas positives jhörst, bitte melden. hatte mich schon angemeldet und wollte in 14 tagen starten. habe hochfrequente migräne, rheumatoide arthritis und asthma bronchiale - anscheinend geht es nur mit dem bescheid "kopf unterm arm"". da lachen sich die gesetzlich versichertten ins fäustchen!!
lass mal von dir hören, wenn du eine möglichkeit gefunden hast. lieben
gruß aus dem trüben süden des ländlas
katinka :lol:
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Herr Löhlein
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Beitrag von Herr Löhlein »

Also ich habe von meiner PKV die Antwort erhalten, dass Kuren Angelegenheit des Rentenversicherungsträgers und nicht der Krankenversicherung sind. In meinem Fall wäre dies der Bund vertreten durch die Bundeszollverwaltung. Der gibt jedoch durch seine Beihilfestelle einen maximalen Zuschuss in Höhe der Beihilfevorschriften (hier 50 %). Es gebe wohl Versicherungen, welche das Risiko für Kuraufenthalte einschließen, die Süddeutsche Krankenversicherung - kurz SDK - bietet dies jedoch nicht an. Es werden lediglich bei Kuren oder Sanatoriumsaufenthalten Rechnungen bis max. 500 Euro erstattet. Als Hinweis der netten Dame am Telefon, "dies deckt nicht mal die Ein- und Ausgangsuntersuchung ab". :cry:

Für alles andere (medizinische Leistungen, Anwendungen, Unterkunft etc.) erfolgt keine Erstattung.

Tja, so sind die vielgepriesenen Vorteile des öffentlichen Dienstes. :oops:

Als ich noch Mitglied einer gesetzlichen KV war gab es bei einer Kur keine Probleme. Hausarzt-Vertrauensarzt der Rentenversicherung- und ab.
______________________________________

Getreu dem Kaiser Franz "Schaun mer mal, dann seng ma scho"
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leonsucher
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Beitrag von leonsucher »

Ich habe das ganze Spielchen schon durch und mir meine eigene Meinung zu dem Prozedere gebildet............. :lol:

Es fängt schon mit dem Amtsarzt an, der Aufgrund der Aktenlage ( Beihilfe übersendet Kurantrag zur Entscheidung ) den Kurort festlegt, egal was der beantragende Art empfiehlt.

In meinem Fall wurde dort entschieden, den ärztlich empfohlenen Kurort wegen unschlagbar niedriger Tagessätze ( hier spart die Beihilfe ) und geringer Auslastung zu einem anderen Ort zu verlegen, mit dem ich ausdrücklich nicht einverstanden war.
Zufälligerweise lag der neue Kurort im Gesundheitsamtsbereich dieses Amtsarztes............ :wink:
Widerstand zwecklos.
Ich meine, wenn ich schon zuzahlen muss, dann wenigstens an einem genehmen Kurort.

Gesetzliche Kassenpatienten können den Kurort aus mehreren Vorschlägen des Arztes frei wählen, was auch so bewilligt wird.
An- und Abfahrten von mehreren Hundert km werden Ihnen großzügig erstattet, bei der Beihilfe gilt das magere Reisekostenrecht.

Im Nachinein war ich dem Amtsarzt dankbar, meine Kur war gesundheitlich ein Erfolg und der Fehlbetrag der PKV ( nur Tagegeld ) war durch die günstige Abrechnung der Klinik nur wenige Hundert Euro.
Die Beihilfe hingegen hat genau 50 % gezahlt.
Laura
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Beitrag von Laura »

leonsucher hat geschrieben:Ich habe das ganze Spielchen schon durch und mir meine eigene Meinung zu dem Prozedere gebildet............. :lol:

Es fängt schon mit dem Amtsarzt an, der Aufgrund der Aktenlage ( Beihilfe übersendet Kurantrag zur Entscheidung ) den Kurort festlegt, egal was der beantragende Art empfiehlt.

In meinem Fall wurde dort entschieden, den ärztlich empfohlenen Kurort wegen unschlagbar niedriger Tagessätze ( hier spart die Beihilfe ) und geringer Auslastung zu einem anderen Ort zu verlegen, mit dem ich ausdrücklich nicht einverstanden war.
Zufälligerweise lag der neue Kurort im Gesundheitsamtsbereich dieses Amtsarztes............ :wink:
Widerstand zwecklos.
Ich meine, wenn ich schon zuzahlen muss, dann wenigstens an einem genehmen Kurort.

Gesetzliche Kassenpatienten können den Kurort aus mehreren Vorschlägen des Arztes frei wählen, was auch so bewilligt wird.
An- und Abfahrten von mehreren Hundert km werden Ihnen großzügig erstattet, bei der Beihilfe gilt das magere Reisekostenrecht.

Im Nachinein war ich dem Amtsarzt dankbar, meine Kur war gesundheitlich ein Erfolg und der Fehlbetrag der PKV ( nur Tagegeld ) war durch die günstige Abrechnung der Klinik nur wenige Hundert Euro.
Die Beihilfe hingegen hat genau 50 % gezahlt.
Kann das so nicht bestätigen:
durfte mir den Kurort aussuchen. Wirklich, der PKV war das völlig egal.
Und die Beihilfe hat mir nur gesagt, dass ich drauf achten soll, dass die Klinik beihilfeberechtigt ist (aber das sind ja fast alle).

Gruß,
Laura
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leonsucher
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Beitrag von leonsucher »

Laura hat geschrieben: Kann das so nicht bestätigen:
durfte mir den Kurort aussuchen. Wirklich, der PKV war das völlig egal.
Der PKV ist es immer egal, da sie nur festes Tagegeld zahlen.
Die Beihilfe prüft hingegen schon, wie und wo sie sparen kann.
In meinem Fall befanden sich 2 geeignete Kliniken im näheren Umfeld.
Die teurere wurde beantragt, der Amtsarzt hat jedoch nur die preiswertere bewilligt.
Ich habe mich natürlich im Vorfeld über die erhobenen Tagessätze dort erkundigt.
Beide Kliniken waren beihilfefähig und lagen ( im Gegensatz zu anderen Häusern ) deutlich unter Bundesdurchschnitt.
ellasan
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Beitrag von ellasan »

Tja, man wird als Beamter oft von den anderen beneidet, weil man angeblich so viele Vorteile genießt, jedoch trifft das aus meiner Erfahrung heraus bei der PKV nicht immer zu. Das Thema Kuraufenthalte wurde hier ja schon diskutiert. Wobei meinem Vater erst vor kurzem eine Kur bewilligt wurde und eigentlich alles reibungslos lief. Die Beilhilfe hat die 50% gezahlt und das Krankentagegeld der PKV ist auch ohne Probleme geleistet worden. Manchmal muss man sich einfach etwas nachdrücklicher um gewisse Dinge kümmern und man darf sich einfach nicht zuviel von den Versicherungen gefallen lassen.
let's rock!