Fragen zum MD in der Justiz

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badjohnny
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Fragen zum MD in der Justiz

Beitrag von badjohnny » 03.11.2019 10:26

Hallo zukünftige Kollegen,

Ich habe nun alle Tests hinter mich gebracht und nun auch die Zusage bekommen, dass ich meine Ausbildung im JustizVollzug Beginnen kann.Nun steht nur noch der Vertrag aus den ich unterschreiben muss.

Jedoch habe ich noch ein paar fragen vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.

1. Ich verstehe nicht ganz die Regelung also erstmal werde ich Angestellter bei der Justiz in der A6 öffentlicher Dienst, bekommt man auch Zulagen in dieser Zeit? Wenn ja welche?(Wochenendzuschlag, Nachtzusschlag, Feiertagszuschlag?)
Und werde ich nur die Frühschichten machen weil ich noch kein Beamter bin?(Das sagte mir jemand da man noch lernen müsste und daher nur auf Früh eingeteilt wird)

2. Werde ich erst nach 3 Jahren als Angestellter in meine Ausbildung gehen und dementsprechend auch zur Schule gehen? Also quasi erst Justizvollzugsbeamter nach 5 Jahren?

3. Wie ist das Schichtsystem aufgeteilt, manche sagen man arbeitet 7 Tage durch und hat dann 7 Tage frei?
Jedoch bin ich der Meinung das man eine ganz normale 5 Tage Woche hat... Was ist richtig?
Und wie sind die Zeiten der Schichten die erste ist von 6-14 Uhr...

Danke im voraus, ich hoffe ihr könnt mir helfen 😊

Kerberos
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Re: Fragen zum MD in der Justiz

Beitrag von Kerberos » 03.11.2019 15:15

Hallo badjohnny,
Ich verstehe nicht ganz die Regelung also erstmal werde ich Angestellter bei der Justiz in der A6 öffentlicher Dienst, bekommt man auch Zulagen in dieser Zeit?
das kann nicht sein. Als Angestellter erhältst du keine A-Besoldung, sondern wirst nach einer Entgeltgruppe entlohnt, also vielleicht nach E-6. Nach der Ernennung zum Beamten auf Widerruf gibt es während des Vorbereitungsdienstes nur Anwärterbezüge. Mit Bestehen der Laufbahnprüfung und der Ernennung zum Beamten auf Probe wirst du dann in die Besoldungsgruppe A7, in Schleswig-Holstein und Brandenburg in die A8, eingestuft. Zulagen für Wochenenddienste/ Nachtdienste etc. stehen natürlich sowohl Beamten als auch Angestellten zu.

Keine Ahnung will lange du zunächst als Angestellter tätig sein musst. In "meinem" Knast sind das zumeist paar Monate bis max. 1 Jahr, bis halt wieder Plätze in den Lehrgängen frei sind.

Wie das Schichtsystem aufgeteilt ist, hängt von der jeweiligen Anstalt ab. Hier ist (fast) alles möglich, aber 7 Tage Dienst dann 7 Tage frei? Eher wohl 12 Tage Dienst und dann 2 Tage frei... :D

badjohnny
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Re: Fragen zum MD in der Justiz

Beitrag von badjohnny » 06.11.2019 09:32

Danke für die schnelle Antwort.

Also ist es ganz normal eine 5 Tage Woche, wenn ich das richtig verstehe 😜

Habe nun auch den Brief zum bestandenen Einstellung erfahren bekommen. 👌

Verstanden habe ich die ganze Regelung mit den Einstufungen noch nicht. Bzw die Logik
Habe jetzt auch nochmals nachgefragt:

Erst werde ich Angestellter der Justiz
In die 4 des öffentlichen Dienst nach 4 Monaten in die 6 und dann heisst es bis zu 3 Jahre warten bis ich meine Ausbildung machen kann?
Dann bin ich Anwärter für 2Jahre und verdiene wieder weniger Geld? Bis ich dann nach insgesamt 5 Jahren endlich Justizvollzugsbeamter bin?

Kerberos
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Re: Fragen zum MD in der Justiz

Beitrag von Kerberos » 06.11.2019 11:10

Hallo badjohnny,

in NRW gilt meines Wissens nach zumindest für Beamte die 41-Stunden-Woche. Wie das dann aufgeteilt wird, tja...

Ich hatte vor langer Zeit meine "Karriere" auch als Justiz-Angestellter in einer JVA in NRW begonnen. Weil der Vorbereitungsdienst damals immer am 01.Juli eines Jahres begann, war ich von Oktober des Vorjahres bis Juni insgesamt 9 Monate als Angestellter in der JVA unterwegs. Diese Vordienstzeit wurde mir dann nach Bestehen der Laufbahnprüfung von der Probezeit abgezogen und mit auf das Besoldungsdienstalter (wichtig für Einstufung in die Erfahrungsstufen) angerechnet.

Zu den Anwärterbezügen (ca.1.250 €) kommt noch in NRW der Anwärtersonderzuschlag (momentan 50%) und ggf. der Familienzuschlag hinzu.

Klaus1717
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Re: Fragen zum MD in der Justiz

Beitrag von Klaus1717 » 06.11.2019 16:44

Hallo Badjonny ( bald Resignationjonny)

Bin zwar erst 26 Jahre im Vollzugsbeamter , aber von der 5 Tage Woche träume ich heute noch.
Rechne mal mit 12 Tagen Dienst ( Teilweise bis zu 12 Std täglich, wenn du wie ich im FD tätig bist ) und 2 Tage frei.
Hatte sogar schon 26 Tage am Stück und dann 2 Tage frei. ( Aber das war longago zu meiner Angestelltenzeit und kam nie wieder vor)
Aber lass dich nicht dadurch hinunter ziehen. Der Job als Vollzugsbamter hat auch viele Vorteile.
Man hat kaum Zeit sein Geld auszugeben, und die Kohle kommt pünktlich am ersten, wenn du sie nicht evtl für deinen
Anwalt benötigst, weil dich ein Gefangener nicht mag und sich irgendeinen Sch... aus dem Kopp drückt um dich fertig
zu machen.
Nagut für solche Fälle kannst du denn den Personalrat um Hilfe fragen :D :D :D

Alles Gute für deine Zukunft als Bampter............

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