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Themen speziell für Bundesbeamte

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Bundesfreiwild
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Beitrag von Bundesfreiwild »

Doch! Auch gegen solche "Sterbezimmer" oder "Fensterarbeitsplätze" kann man vorgehen.

1. Schiftlich bei der Personalstelle einfordern, dass man zu seinem Dienstposten auch tatsächliche, amtsangemessene Tätigkeit zu erledigen bekommt und dem derzeitigen Zustand massiv widersprechen. Termin setzen.
Antwort abwarten
Doppel mit §85-Beschwerde an den Betriebs/Personalrat

2. Gleichzeitig ein Tagebuch führen. Explizit aufschreiben, was man so alles (nicht) macht. Immer wieder unter Zeugen den Vorgesetzten (auch wenn der das nur fingiert ist) aufsuchen und ihn auffordern, endlich Arbeit zu übertragen, die dem Amt entspricht. Schön ins Tagebuch eintragen, mit Namen der dabei gewesenen Kollegen, Tag, Uhrzeit.

3. Falls von der Personalstelle keine vernünftige Reaktion erfolgt und der Vorgesetzte sich einfach verweigert, anständige Arbeit zu "überreichen" und der Betriebsrat ebenfalls nicht reagiert, geht man zum Anwalt.

Leute - diese Klagen haben eine ganze Menge Beamte von der Telekom bereits durchgezogen und gewonnen. Egal, ob man als Beamter zu Hause "zwangsausgegrenzt" oder einfach ohne Aufgabe in ein Büro abgeschoben wird, es entspricht nicht im Mindesten dem Beamtenrecht.
Mit einer guten Tagebuchführung und dem entsprechenden Schriftverkehr mit dem Dienstherrn an Bord, kann man die Richter überzeugen, zumal sie sich mit solchen Klageinhalten mittlerweile gut auskennen (Dank der T).

Wer sich also NICHT sagt, dass er nur noch 1-2 Jahre bis zur Pension absitzen muss und kann, sondern tatsächlich wieder in vernünftige Arbeit kommen will, dem bleibt NUR der Rechtsweg.

Wer es auf diesem Wege versuchen will, kann sich per PrivatMessage bei mir melden und ich nenne ihm 1-2 Anwälte, die sich mit dieser Thematik seit mehreren Jahren erfolgreich befassen.
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