Problemlage Homeoffice

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Tigrafahrer
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Problemlage Homeoffice

Beitrag von Tigrafahrer »

Hallo in die Runde,

mein Dienstherr, eine mittlere Großstadt in NRW, hat seit dem 01.01.2022 eine zwischen OB und PR geschlossene Dienstvereinbarung "Homeoffice" in Kraft gesetzt. Diese sagt sinngemäß aus "jeder kann in jedem dienstlich möglichen Umfang Homeoffice nutzen" und "dies soll großzügig gehandhabt werden". Laut DV muss über Anträge innerhalb von 4 Wochen entschieden werden.

Natürlich gibt es weiterhin Amts- und Betriebsleiter, die Homeoffice für Teufelszeug halten. Ich bin Führungskraft, habe seit zwei Jahren Homeoffice unter Coronabedingungen im Umfang von zwei Tagen je Woche nutzen dürfen (befürwortet durch meinen Bereichsleiter) und es hat bestens funktioniert. Mein Antrag wurde daher befürwortend an die Betriebsleitung weitergegeben. Nun, ohne Corona-Regelung, kommen dort aber die alten Vorbehalte wieder durch. Der innerhalb von 4 Wochen zu bearbeitende Antrag ist nun in Woche 9 (!) noch nicht entschieden worden, soll aber, so munkelt der Flurfunk, abgelehnt werden. Der PR findet das grundsätzlich ganz schlimm, wird aber über das aufrichtige Bedauern hinaus nicht wirklich tätig, weil man keine Handhabe sieht. Man könnte auch sagen, dass PR und Betriebsleitung leider eng miteinander verbandelt sind.

Ich brauche eine laienhafte Einschätzung, da die Meinungen unter den zahlreichen betroffenen Kollegen auseinander gehen: Ist die Ablehnung, wenn sie denn mal kommt, ein Verwaltungsakt? Was wäre das zulässige Rechtsmittel, vermutlich ja die Klage? Wie rechtsverbindlich ist eine Dienstvereinbarung grundsätzlich?
BBack008
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Re: Problemlage Homeoffice

Beitrag von BBack008 »

Hallo,

es scheint eine "Kann-Regelung" zu sein. Dann dürfte es m.E. schwierig werden.

Freundlichen Gruß
Beamter132465
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Re: Problemlage Homeoffice

Beitrag von Beamter132465 »

Hallo,

in jeder mir bekannten Dienstvereinbarung ist auch geregelt, wie man in Ablehnungs- oder Konfliktfällen vorgehen muss.
Hast Du hier schon einmal geguckt?

VG