Besoldungsrunde 2020

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Siggi09
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Re: Besoldungsrunde 2020

Beitrag von Siggi09 » 15.04.2020 18:01

Acta hat geschrieben:
15.04.2020 12:08
In guten Zeiten wird man belächelt und es kommen Aussagen wie: „Für das Geld gehst du arbeiten?“
Es ist ja eine Binsenweisheit, dass man im öD in "gesicherter Armut" lebt.

Jedenfalls wird man allen über die Pflegeversicherung in die Taschen greifen, damit die Pflegekräfte besser bezahlt werden können. Ich fürchte nur, dass die Mehrbelastung nur zu einem kleinen Teil direkt bei den Pflegenden ankommt.

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Ruheständler
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Re: Besoldungsrunde 2020

Beitrag von Ruheständler » 15.04.2020 18:51

Siggi09 hat geschrieben:
15.04.2020 18:01
Ich fürchte nur, dass die Mehrbelastung nur zu einem kleinen Teil direkt bei den Pflegenden ankommt.
... das ist klar auch ein Corona-Virus wird das System der Wasserkopfverwaltung nicht abschaffen können,leider...
meine Eltern sagten damals immer wieder:Junge mach aus Deinem Leben was anständiges, Ergebnis : Feinmechaniker, Soldat,Arbeiter,Angestellter,Beamter,Pensionär,was soll ich noch vollbringen ?... :mrgreen:

el reflexiu
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Re: Besoldungsrunde 2020

Beitrag von el reflexiu » 16.04.2020 08:14

Siggi09 hat geschrieben:
15.04.2020 17:53
Werner-1 hat geschrieben:
14.04.2020 18:35
Auch von uns Beamten, ...
Du bist kein Beamter, sondern ein Troll, der hier gegen Beamte Stimmung macht.
Wir leben derzeit in einer verrückten Zeit. Die Politik fährt derzeit auf Sicht. Wir sollten uns an die Einschränkungen unbedingt halten, wir sollten durch unser Verhalten dafür sorgen, dass möglichst wenig Mitmenschen sterben müssen oder mit Langzeitfolgen die Infektion überleben. Als Beamte sind wir Teil dieser Gesellschaft, mit besonderen Rechten und Pflichten. Sollte unser Dienstherr im Rahmen der Amtshilfe Unterstützung leisten müssen, z.B. für Gesundheitsbehörden (zur Nachverfolgung von Infektionsketten), zur Bearbeitung von Kurzarbeitsgeld beim Arbeitgeberservice des Arbeitsamts, sollten wir ohne „wenn und aber“ bereit sein, neue Aufgaben zu übernehmen.
SPÄTER, nachdem die Pandemie eingedämmt ist, wir man auch die Frage stellen können, und müssen, wie die finanziellen Kosten verteilt werden. Und selbstverständlich sollten auch Beamte als Teil dieser Gesellschaft einen Anteil an den Kosten tragen müssen.
JETZT einen vollen Inflationsausgleich zu fordern, zeigt mir, in welcher „verrückten Welt“ einige wenige Beamten leben. Und die Kollegen, die sich auch reflektiert mit einem modernen Beamtentum pauschal als Trolls zu bezeichnen, halte ich für unangemessen und „verrückt“. Auf solche „Kollegen“ verzichte ich gerne.

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zeerookah
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Re: Besoldungsrunde 2020

Beitrag von zeerookah » 16.04.2020 08:53

el reflexiu hat geschrieben:
16.04.2020 08:14
SPÄTER, nachdem die Pandemie eingedämmt ist, wir man auch die Frage stellen können, und müssen, wie die finanziellen Kosten verteilt werden. Und selbstverständlich sollten auch Beamte als Teil dieser Gesellschaft einen Anteil an den Kosten tragen müssen.
Da habe ich aber eine ganz andere Meinung zu.
Ich bin im letzten Jahrhundert vom Arbeiter zum Beamten gewechselt um mir in Guten wie in schlechten Zeiten keine Gedanken um mich und meine Kinder machen zu müssen.
Wenn andere in guten Zeiten 10.000 € Jahresprämie in der Wirtschaft bekommen haben bin ich leer ausgegangen. Und habe jeden Monat das selbe Geld bekommen.
Warum soll ich mich in schlechten Zeiten, wo die selben Leute plötzlich in Kurzarbeit sind, an deren Kosten beteiligen.
Ich bin auch Beamter geworden wegen der besseren Altersversorgung und finde es nicht in Ordnung wenn man Jahrzehnte später einfach seine Versprechungen bricht und diese kürzt :oops:

Siggi09
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Re: Besoldungsrunde 2020

Beitrag von Siggi09 » 16.04.2020 09:50

el reflexiu hat geschrieben:
16.04.2020 08:14
Und die Kollegen, die sich auch reflektiert mit einem modernen Beamtentum pauschal als Trolls zu bezeichnen, halte ich für unangemessen und „verrückt“. Auf solche „Kollegen“ verzichte ich gerne.
Kollege "Werner-1" ist kein Kollege und setzt sich auch nicht reflektiert mit dem Beamtentum auseinander. Man muss sich nur seine Beiträge in den anderen Unterforen ansehen. So agieren Neider und / oder Trolle. Und in einem anonymen Forum weiß man nicht einmal, ob "Du" nicht die gleiche Person wie "Werner-1" bist ... .

Ansonsten ist es unstrittig, dass wir alle in diesen Zeiten in irgendeiner Weise unseren Beitrag werden leisten müssen. Die Beamten sind die letzten, die diesen Corpsgeist bisher haben vermissen lassen und sich immer wieder besonderen Gefahren aussetzen müssen (z.B. Polizei, die Corona Partys auflösen und sich anspucken lassen muss). Insofern gibt es keinen Grund ihnen missgünstig den wohlverdienten "Lohn" streitig machen zu wollen.

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Re: Besoldungsrunde 2020

Beitrag von Torquemada » 16.04.2020 09:58

el reflexiu hat geschrieben:
16.04.2020 08:14

JETZT einen vollen Inflationsausgleich zu fordern, zeigt mir, in welcher „verrückten Welt“ einige wenige Beamten leben.
Du solltest auch modernere volkswirtschaftliche Überlegungen einbeziehen. Stichwort Helikoptergeld u.a. Deine Worte hätten schon 1929 geschrieben werden können. Gerade ein vernünftiger Inflationsausgleich ist sehr wichtig, um den Konsum nicht abzuwürgen. Als Vater mit drei Kindern unter 15 kann ich da mitreden...

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Re: Besoldungsrunde 2020

Beitrag von Rhein-Bahner » 16.04.2020 11:32

el reflexiu hat geschrieben:
16.04.2020 08:14
JETZT einen vollen Inflationsausgleich zu fordern, zeigt mir, in welcher „verrückten Welt“ einige wenige Beamten leben. ...... Auf solche „Kollegen“ verzichte ich gerne.
@ el reflexiu und andere dieser "Kollegen": Machen Sie sich mal keine Gedanken. Schon bald beginnend mit der Spargelernte dürfen Sie sich an den "höheren Preisen" beteiligen und ich hoffe, Sie sind da bereits übermäßig eifrig und für lange Zeit dabei! Auch stellvertretend für andere "ihrer Kollegen", die dies aus monetären Gründen nicht immer so können! ;)

PS: Und entgegen Ihrer bereits heute festzustehenden Meinung halte ich die "Kollegen", die nicht so früh auf einen Inflationsausgleich vollends verzichten wollen, für Verantwortungsvoll genug gegenüber dem Staat, sich und ihrer Familie und damit auch nicht für empathielos!

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Re: Besoldungsrunde 2020

Beitrag von StaatsdienerNr1 » 16.04.2020 14:12

Siggi09 hat geschrieben:
16.04.2020 09:50
el reflexiu hat geschrieben:
16.04.2020 08:14
Und die Kollegen, die sich auch reflektiert mit einem modernen Beamtentum pauschal als Trolls zu bezeichnen, halte ich für unangemessen und „verrückt“. Auf solche „Kollegen“ verzichte ich gerne.
Kollege "Werner-1" ist kein Kollege und setzt sich auch nicht reflektiert mit dem Beamtentum auseinander. Man muss sich nur seine Beiträge in den anderen Unterforen ansehen. So agieren Neider und / oder Trolle. Und in einem anonymen Forum weiß man nicht einmal, ob "Du" nicht die gleiche Person wie "Werner-1" bist ... .
Absolute Zustimmung auch mit der Trollsache und Multiaccounts, die Vermutung hatte ich ebenfalls wollte aber keinen weiteren Nährboden bieten.

Zum eigentlichen Thema:
Auf einen Inflationsausgleich zu verzichten bedeutet im nächsten Jahr >x% seines Einkommens zu entwerten. Jeder der Lust daran hat kann ja mal jetzt 2% abheben und verbrennen.

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Re: Besoldungsrunde 2020

Beitrag von Mr. Green » 16.04.2020 14:37

Die Welt ist aktuell voller Empathie für die ganzen "systemrelevanten" Arbeiter und Angestellten. Mal sehen, wie viele nach der Krise auch höhere Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträge für die Gesundheitsversorgung akzeptieren sowie teurere Lebensmittelpreise, damit die Leute im Einzelhandel ein besseres Auskommen haben. Ich habe da aber so eine Vorahnung 8-)

Und wie hier schon geschrieben wurde: VW, Porsche, BMW zahlen jährlich mehrere Tausend Euro Prämie, von denen ein Beamter nur träumen kann. Und weil diese Personen aktuell neben ihrer Prämie noch Kurzarbeitergeld kassieren, soll der Beamte auf eine etwaige Erhöhung verzichten? Um es mal böse zu sagen: Die Beamten arbeiten immerhin durch :twisted:

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Re: Besoldungsrunde 2020

Beitrag von Ruheständler » 16.04.2020 15:14

... die meisten Bundesbürger sollten ja von 2021 an keinen Solidaritätszuschlag mehr zahlen,der wird nach meiner Einschätzung weiter gezahlt werden müssen nur nicht mehr zum Aufbau der Neuen Bundesländern sondern nun zum Aufbau der Wirtschaft in ganz Deutschland wegen dem
,,Corona-Monster,, Bild
meine Eltern sagten damals immer wieder:Junge mach aus Deinem Leben was anständiges, Ergebnis : Feinmechaniker, Soldat,Arbeiter,Angestellter,Beamter,Pensionär,was soll ich noch vollbringen ?... :mrgreen:

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Re: Besoldungsrunde 2020

Beitrag von Maria-1963 » 16.04.2020 15:24

2 % weniger, da kann man schon an den Rand des Existenzminimum als Beamter geraten?
ODER doch JETZT Verständnis für die Friseurin, die nur Mindestlohn erhält, derzeit kein Trinkgeld, und jetzt nur Kurzarbeitsgeld erhält. Für die Restaurantbedienung, die ebenfalls nur Kurzarbeitsgeld erhält, und auch auf das notwendige Trinkgeld verzichten muss. Für den kleinen Gewerbetreibenden, der derzeit keine Einnahmen hat, aber weiter die Kosten für seinen Betrieb zahlen muss. Aber jetzt also Beamter Panik bekommen, wenn es nicht mehr 100 % + X % Inflationsausgleich in 2020 gibt.

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Re: Besoldungsrunde 2020

Beitrag von Stefan35347 » 16.04.2020 15:40

Maria-1963 hat geschrieben:
16.04.2020 15:24
2 % weniger, da kann man schon an den Rand des Existenzminimum als Beamter geraten?
ODER doch JETZT Verständnis für die Friseurin, die nur Mindestlohn erhält, derzeit kein Trinkgeld, und jetzt nur Kurzarbeitsgeld erhält. Für die Restaurantbedienung, die ebenfalls nur Kurzarbeitsgeld erhält, und auch auf das notwendige Trinkgeld verzichten muss. Für den kleinen Gewerbetreibenden, der derzeit keine Einnahmen hat, aber weiter die Kosten für seinen Betrieb zahlen muss. Aber jetzt also Beamter Panik bekommen, wenn es nicht mehr 100 % + X % Inflationsausgleich in 2020 gibt.
Ich dachte immer selbständig heißt "selbst und ständig". Gut mit der angestellten Bedienung und der Frisöse und ähnlichen Betroffenen habe ich Mitleid. Diese sind in einer schlimmen Situation und es sollte ihnen natürlich geholfen werden. Aber das jovial gesagte "selbst und ständig" gilt wohl nur in guten Zeiten, in denen gerade von dieser Klientel alle Beamtengehälter belächelt werden. Man ist ja "selbst und ständig" und muss deshalb halt auch sehr gut verdienen.... Aber dann soll Papa Staat helfen.

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Re: Besoldungsrunde 2020

Beitrag von Torquemada » 16.04.2020 15:45

Maria-1963 hat geschrieben:
16.04.2020 15:24
Für den kleinen Gewerbetreibenden, der derzeit keine Einnahmen hat, aber weiter die Kosten für seinen Betrieb zahlen muss. Aber jetzt also Beamter Panik bekommen, wenn es nicht mehr 100 % + X % Inflationsausgleich in 2020 gibt.
Ich finde deinen Stil polarisierend. Von "Panik" hast nur DU geschrieben. Versachlichung ist besser. Hier drei Beispiele für deine "kleinen Gewerbetreibenden" aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis mit Zahlen.

DJ freischaffend: 6000 Euro für 12 Wochen vom Staat überwiesen.

Nebenberuflicher Ladeninhaber (Fixkosten 1.100 Euro pro mo.), 5800 für 12 Wochen bekommen.

Ehepaar mit Imbiss (ohne Beschäftigte, Fixkosten 1.500 Euro pro mo.), 9000 Euro für 12 Wochen bekommen.

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Re: Besoldungsrunde 2020

Beitrag von el reflexiu » 16.04.2020 16:58

Die drei Beispiele wären aber Subventionsbetrug. Schau bitte mal bei VERDI rein, https://selbststaendige.verdi.de/beratu ... 1a4a160100
Danach werden ausschließlich für laufende Betriebskosten Bundesförderung von bis zu 9.000 € geleistet.
"Unbürokratisches Antragsverfahren: Das Soforthilfe-Programm verzichtet bewusst auf ein bürokratisches Antragsverfahren, um eine rasche und unbürokratische Auszahlung zu gewährleisten. Die Angaben zum Antrag müssen aber richtig sein - Falschangaben können den Tatbestand des Subventionsbetrugs erfüllen und zu entsprechenden strafrechtlichen Konsequenzen führen."

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Re: Besoldungsrunde 2020

Beitrag von Torquemada » 16.04.2020 17:12

el reflexiu hat geschrieben:
16.04.2020 16:58
Die drei Beispiele wären aber Subventionsbetrug. Schau bitte mal bei VERDI rein, https://selbststaendige.verdi.de/beratu ... 1a4a160100
Danach werden ausschließlich für laufende Betriebskosten Bundesförderung von bis zu 9.000 € geleistet.
Nein....keine Betrug. Die Abwicklung ist den Bundesländern mit Gestaltungsspielraum überlassen. In Baden-Württemberg gehört der Lebensunterhalt dazu.

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