Dienstherrenwechsel auf kommunaler Ebene

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Laura256
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Dienstherrenwechsel auf kommunaler Ebene

Beitrag von Laura256 » 11.08.2018 13:08

Liebe Forumsmitglieder,
ich würde eigentlich ab Oktober das duale Studium zum Diplomverwaltungswirt an einer bayerischen Kommune anfangen. Erst jetzt habe ich von der Existenz des § 139 BayBG erfahren. Der macht es ganze sechs (!) Jahre lang quasi unmöglich, sich bei einer anderen Kommune auf eine freie Stelle zu bewerben, nachdem man das Studium abgeschlossen hat. Denn der neue Dienstherrn wird ja wohl kaum die ganzen Anwärterbezüge bezahlen wollen. Dies wusste ich bei meiner Zusage ehrlich gesagt nicht. Ich wusste nur, dass man beim "Austritt" für fünf Jahre die Anwärterbezüge anteilig selbst zurück zahlen muss. Das ist meiner Meinung nach aber nochmal eine ganz andere Nummer, als komplett an die Kommune gebunden zu sein. Zumal Satz 2 des Absatz 1 ja sogar verhindert, dass man auf die Verbeamtung verzichtet und dann eben auf tarifvertraglicher Basis woanders anfängt. Aber was ist, wenn eben plötzlich private Gründe eintreten, warum man in eine andere Stadt muss, beispielsweise weil der Ehepartner den Job wechseln muss oder Ähnliches.
Hat hier vielleicht jemand trotzdem den Dienstherren innerhalb der sechs Jahre gewechselt oder von einem solchen Fall gehört? Was haltet ihr von dieser durchaus strengen Regelung?
Versteht mich nicht falsch, ich würde sehr gerne in dieser Stadt leben und arbeiten. Jetzt... aber man weiß doch nicht, was in sechs/sieben/acht Jahren ist.

1_MB
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Re: Dienstherrenwechsel auf kommunaler Ebene

Beitrag von 1_MB » 11.08.2018 13:23

Hallo Laura,

das ist halb so wild. Du kannst Dich auch nach Abschluss der Ausbildung woanders hinbewerben. Wenn der neue Dienstherr Dich haben will und Du überzeugst, zahlt er gerne die anteilige "Auslöse". Das machen aber die Dienstherren unter sich aus, Du selbst bist davon nicht betroffen. Du musst dabei auch bedenken, dass der neue Dienstherr einen frisch fertig ausgebildeten Beamten bekommt und er kein Risiko trägt, dass er die Ausbildung nicht schafft.

Ich habe selber innerhalb der 6 Jahre von der Kommune zum Freistaat gewechselt, alles easy, auch unter Kommunen.

Laura256
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Re: Dienstherrenwechsel auf kommunaler Ebene

Beitrag von Laura256 » 11.08.2018 13:42

Danke für die schnelle (und positive) Antwort. Hört sich tatsächlich nicht so problematisch an.

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