Anrechnung von Ausbildung und Tätigkeit im öffentlichen Dienst

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Jonny90
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Anrechnung von Ausbildung und Tätigkeit im öffentlichen Dienst

Beitrag von Jonny90 » 03.01.2017 22:23

Hallo zusammen,

ich studiere derzeit Public Management und werde voraussichtlich ab März 17 Beamter auf Probe in Baden-Württemberg. Besoldet werde ich zu Anfang mit A9. Ich bin mir nun leider nicht sicher in welche Stufe ich komme.

Ich habe von September 2007 bis Februar 2010 eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten absolviert und war dann bis März 2014 Angestellter im öffentlichen Dienst.

Meinem Verständnis nach müsste ich mindestens in Stufe 4 kommen wenn ich Paragraph 31 und 32 LBesG BW anschaue. Oder wird die Ausbildung auch noch angerechnet?

Danke für die Hilfe!

Torquemada
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Re: Anrechnung von Ausbildung und Tätigkeit im öffentlichen Dienst

Beitrag von Torquemada » 04.01.2017 12:59

Soviel Berufserfahrung im gehobenen Dienst?

Gerda Schwäbel
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Re: Anrechnung von Ausbildung und Tätigkeit im öffentlichen Dienst

Beitrag von Gerda Schwäbel » 04.01.2017 13:19

Torquemada hat geschrieben:Soviel Berufserfahrung im gehobenen Dienst?
Die "Gleichwertigkeit" interessiert im B.-W-Landesrecht nicht, das stellt nur auf die Hauptberuflichkeit ab. Und vier Jahre hauptberufliche Tätigkeit im öffentlichen Dienst genügen um anstatt die Eingangsstufe 2 die Stufe 4 berücksichtigt zu bekommen. Als viel interessanter hätte ich die Frage empfunden, nach welcher Regelung Jonny die Anrechnung der Ausbildung als möglich empfunden hätte.

Torquemada
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Re: Anrechnung von Ausbildung und Tätigkeit im öffentlichen Dienst

Beitrag von Torquemada » 04.01.2017 14:51

Gerda Schwäbel hat geschrieben:[Als viel interessanter hätte ich die Frage empfunden, nach welcher Regelung Jonny die Anrechnung der Ausbildung als möglich empfunden hätte.
Stimmt. Denn so absurd ist die Überlegung gar nicht. Wenn ein Beamter des gehobenen Dienstes, der z.B. 10 Jahre als Straßenkehrer bei der Stadt Stuttgart gearbeitet hat, eine höhere Erfahrungsstufe bekäme, warum denn dann nicht auch jemand, der als Anwärter real in der Verwaltung mitgearbeitet hat.

Jonny90
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Re: Anrechnung von Ausbildung und Tätigkeit im öffentlichen Dienst

Beitrag von Jonny90 » 04.01.2017 15:43

Danke für eure Antworten :-)

Das mit der Ausbildung war halt ein Gedanke von mir. War mir auch nicht sicher wegen der Formulierung des 32 LBesG:

"sonstige Zeiten einer hauptberuflichen Tätigkeit, die nicht Voraussetzung für die Zulassung zur Laufbahn sind oder diese Voraussetzung ersetzen, soweit diese für die Verwendung des Beamten förderlich sind, sofern die hauptberufliche Tätigkeit mindestens a)auf der Qualifikationsebene eines Ausbildungsberufs"

Aber das dürften in dem Fall Berufe außerhalb des ÖD betreffen...

Gerda Schwäbel
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Re: Anrechnung von Ausbildung und Tätigkeit im öffentlichen Dienst

Beitrag von Gerda Schwäbel » 04.01.2017 17:37

Torquemada hat geschrieben:... warum denn dann nicht auch jemand, der als Anwärter real in der Verwaltung mitgearbeitet hat.
Jonny hat schon oben zu erkennen gegeben, dass er den Gesetzestext kennt "wenn ich Paragraph 31 und 32 LBesG BW anschaue" und das inzwischen auch bestätigt. Ich habe jedenfalls keinen Passus gefunden, der die Anrechnung von Zeiten eines Ausbildungsverhältnisses oder eines Vorbereitungsdienstes zulassen würde, daher war ich neugierig.

Ganz sicher ist es nicht § 32 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 LBesGBW ...
Jonny90 hat geschrieben:sonstige Zeiten einer hauptberuflichen Tätigkeit, die nicht Voraussetzung für die Zulassung zur Laufbahn sind oder diese Voraussetzung ersetzen, soweit diese für die Verwendung des Beamten förderlich sind, sofern die hauptberufliche Tätigkeit mindestens a)auf der Qualifikationsebene eines Ausbildungsberufs"

Aber das dürften in dem Fall Berufe außerhalb des ÖD betreffen...
... weil Ausbildungen und Vorbereitungsdienste nicht unter den Begriff der hauptberuflichen Tätigkeit fallen.

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