BEHÖRDENWECHSEL vor Dienstunfähigkeit ???

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Beamter50
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BEHÖRDENWECHSEL vor Dienstunfähigkeit ???

Beitrag von Beamter50 » 09.12.2015 20:50

Hallo an Alle Mithelfenden bei meinem Problem

Bin nach Amtsarztbesuch & Untersuchung evtl. auf Prüfung eines anderen Einsatzgebietes des Beamten auf Suche nach Behörde.

Kann mir jemand aufgrund eigener Erfahrung oder vom "Hören-Sagen" mitteilen, ob und in welche Behörde (Stadtverwaltung / Landesverwaltungsamt / Forstamt ...oder oder oder ????? ), ein evtl. Wechsel in eine ANDERE BEHÖRDE möglich war /ist ????
(Wenn JA , welche Tätigkeit wurde daraufhin in der neuen Tätigkeit ausgeübt?) Wie oft kommt sowas eigentlich vor ???? Bevor ich DU werde würde ich auch sehr gern, muss ich sehr gern, diese Möglichkeit prüfen.


DANKE !!!!!!!!!!!!!
für eure Mithilfe

Blue Ice Ultra
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Re: BEHÖRDENWECHSEL vor Dienstunfähigkeit ???

Beitrag von Blue Ice Ultra » 13.12.2015 13:21

Juristisch gesehen ist das möglich. Der Weg führt im Grunde über eine Bewerbung bei einem in Frage kommenden Dienstherrn (entweder als Initiativbewerbung oder auf eine Stellenauscchreibung (wie üblich)). Es gibt aber wegen drohender DDU keinen Anspruch zu einem andern Dienstherrn versetzt, um die DDU zu vermeiden.

Es stellt sich allerdings die Frage danach warum Dich ein anderer Dienstherr nehmen sollte, wenn Dein jetziger Dienstherr eine DDU prüft.

herr b
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Re: BEHÖRDENWECHSEL vor Dienstunfähigkeit ???

Beitrag von herr b » 13.12.2015 15:25

Zumindest in NRW gilt doch der Grundsatz, Weiterverwendung vor Zurruhesetzung...
Ich bin befördert worden...
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Beamter50
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Re: BEHÖRDENWECHSEL vor Dienstunfähigkeit ???

Beitrag von Beamter50 » 13.12.2015 17:02

das meinte ich > "WEITERVERWENDUNG VOR ZURRUHESETZUNG" - WER ??????????????? prüft das ? der Arbeitgeber (das Land ) - macht dieser Vorschläge hierzu - oder MUSS ich mich darum "kümmern?"
Ich weiss doch noch nicht mal welche weiteren Stellen hierfür in Frage kämen ?!!!! und ich habe sehr das Gefühl das unser Arbeitgeber zu phlegmatisch dafür ist ????
WER PRÜFT DAS ????

Danke an ALLE Mithelfenden ....

herr b
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Re: BEHÖRDENWECHSEL vor Dienstunfähigkeit ???

Beitrag von herr b » 13.12.2015 17:44

Meiner Meinung nach is der Dienstherr derjenige der das ganze anleiern muss, er ist
ja auch derjenige der im Zweifel einen in die Frühpensionierung schickt.
Bei mir gehts demnächst auch um die DDU, wobei ich sage das ich woanders auf jeden
Fall noch einsetzbar bin, Büro z.B.
Bin mal gespannt ob man ins PEM NRW kommt oder ob die nach dem Gutachten vom Aa
das Zurruhesetzungsverfahren direkt einleiten...
Ich bin befördert worden...
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Beamter50
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Re: BEHÖRDENWECHSEL vor Dienstunfähigkeit ???

Beitrag von Beamter50 » 13.12.2015 19:29

sorry , aber was ist PEM ?

herr b
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Re: BEHÖRDENWECHSEL vor Dienstunfähigkeit ???

Beitrag von herr b » 14.12.2015 12:33

PersonalEinsatzManagement NRW. Hab bisher nur viel davon gehört,
aber noch mit keinem gesprochen der in diesem Verfahren drin ge-
wesen ist.
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ich bins
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Re: BEHÖRDENWECHSEL vor Dienstunfähigkeit ???

Beitrag von ich bins » 14.12.2015 14:41

ich glaube Du meinst eher das Projekt "Vorfahrt für Weiterbeschäftigung". Ich befinde mich gerade darin und bin nicht wirklich begeistert. Mich erinnern die Vorgänge dort an das Arbeitsamt. Fallsachberarbeiter , Qualifizierungsmassnahmen ( Word, Excel ..etc. )
Wenn es dann um konkrete Beschäftigungen geht, bzw. einen Laufbahnwechsel gibt es keine klaren Informationen. O-Ton....wir sind in Gesprächen...jeden Tag kann sich etwas ergeben...

Zuerst läuft es eh über eine Abordnung Deiner Behörde an eine andere mögliche Dienststelle. Bei mir war es dann so das ich mich erkundigt habe ob es in der Dienststelle dann auch Stellen geben würde...,das war nicht der Fall....also
Sachbearbeiterin gefragt...die sagte dann man würde nach Beendigung der Maßnahme woanders hin abgeordnet.... .

Ist vielleicht nicht bei jedem so gelaufen, aber bezüglich meiner Person war, bzw. ist es so .

herr b
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Re: BEHÖRDENWECHSEL vor Dienstunfähigkeit ???

Beitrag von herr b » 14.12.2015 18:31

Ja genau, dieses Projekt meine ich. Das hört sich ja schon mal nicht so toll an.
Was du sagst wegen Fallsachbearbeiter, wo sitzt denn dieser? Wie läuft dieses
ganze Verfahren an sich ab? Leitet die Dienststelle das ein, muss man sich selber
kümmern?
Ich gehe davon aus das dieses für mich demnächst auch zum tragen kommt.
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ich bins
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Re: BEHÖRDENWECHSEL vor Dienstunfähigkeit ???

Beitrag von ich bins » 15.12.2015 12:51

Also,
das Projekt "Vorfahrt für Weiterbeschäftigung " läuft über das Finanzministerium NRW. Wie das in anderen Bundesländern ist weiß ich nicht.
Es gibt auch einen Internettauftritt mit mehr Informationen. http://www.lafin.nrw.de/VfW/VfW.php
Bei mir lief es über die Dienststelle, da diese geprüft hat (!) das im Bereich der Justiz keinerlei Verwendung mehr für mich möglich sei. Ich persönlich halte diese Prüfung für schwammig da ich aus meiner Sicht durchaus bei einem AG oder LG im Büro Verwaltungsarbeit verrichten könnte...aber gut...die Justiz will mich nicht mehr.
Über das Projekt wird jetzt versucht über , Abordnung, Praktikum und eventuellen Fortbildungen ( EDV, Word, Excel...), den Teilnehmer im Bereich der öffentlichen Verwaltung unterzubringen.
Da kommen dann durchaus Möglichkeiten einer Beschäftigung in 150 Km Entfernung in Betracht.

Aber zuerst muss man ein Formular ausfüllen welches in der Regel vom Dienstherr genehmigt wird um am Projekt teilzunehmen. Danach bekommt man eine Gesprächseinladung und spricht mit seinem persönlichen Ansprechpartner (...ich sag mal Fallsachbearbeiter) über die weitere Vorgehensweise. Eventuell bekommt man noch ein Gespräch mit einem externen Coach. ( Netter Mann mit realistischen Aussagen...).
danach geht es weiter....

Ich bin jetzt fast ein Jahr im Projekt, war schon fast wieder raus....und bin aufgrund der Flüchtlingsproblematik in diesem Bereich eingesetzt worden. Für mich persönlich hat dieser Einsatz aber keine Perspektive da nach der Abordnung keine Übernahme angedacht ist, bzw. war. Fühle mich als Zeitarbeiter im Staatsdienst. Weitere Perspektiven für die Zukunft sind unklar, so das ich überlege mit meinem Dienstherrn zu sprechen um nun mittlerweile doch in den Ruhestand zu gehen.

Soviel erstmal....

herr b
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Re: BEHÖRDENWECHSEL vor Dienstunfähigkeit ???

Beitrag von herr b » 15.12.2015 14:22

Danke für deine ausführliche Antwort. Zumindest bekommst du ja erstmal dein Gehalt weiter, das ist ja schon mal positiv. Ich habe einen kleinen Vorteil, habe mal einen Abschluß zum Verwaltungsfachangestellten erworben. Denke da sollte es eine Möglichkeit geben mich irgendwo im Büro unterzukriegen. Aber wie du schon schreibst, wenn die nicht wollen dann sieht es nicht gut aus.
Ich selber bin auch der Meinung das ich im Büro noch Dienst verrichten kann, am AG, OLG oder in einer anderen Einrichtung des Landes NRW.
Werde wohl das ganze in Anspruch nehmen sofern mir ein Angebot gemacht wird. Aber erstmal abwarten was die Untresuchung beim Aa ergibt und was mit mir nach meiner Kur los ist.
Aber es hat bisher schon Machtspielchen um meine Person gegeben, man hat mir schon versucht zu zeigen wer am längeren Hebel sitzt...
Ich bin befördert worden...
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Fuxel72
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Re: BEHÖRDENWECHSEL vor Dienstunfähigkeit ???

Beitrag von Fuxel72 » 07.06.2016 19:54

Hallo
Bin Justizvollzugsbeamter BW.
Bin jetzt schon seit 15 Monaten aufgrund Depressionen krank geschrieben. AA sowie Gutachter erfolgte bereits. Laut gutachten bin ich nicht mehr in der Lage meinen Dienst sowie mein Amt als Obersekretär im jvd zu erfüllen.
Jedoch bin ich laut gutachten in anderen Verwendungsfelder ( hier wurde Verwaltung im gutachten erwähnt ) dienstfähig. Mein Dienstherr an mich dann in kenntnis gesetzt, dass er versch. Behörden angeschrieben hat um mich zu übernehmen. ....ich denke das ist alles Quatsch. Da wird wohl nichts dabei rauskommen. Ich vermute, weil lt. Beamtenrecht BW muss vor der Zuruhesetzung eine Verwendung geprüft werden. Damit ich dann nicht auf die Idee komme gegen die ZwangsPensionierung zu klagen.

MITTY

Re: BEHÖRDENWECHSEL vor Dienstunfähigkeit ???

Beitrag von MITTY » 23.08.2016 13:38

Hallo,

ich bin seit einem Monat auch bei dem Projekt in NRW angemeldet.

Ich würde gerne andere Menschen zwecks Austausch-Zusammenschluss finden, die mit der Behandlung dort unzufrieden sind. Leider fühle ich mich nicht angemessen behandelt und habe nicht das Gefühl, dass man dort ernsthaft vermitttelt wird. Über Feedback würde ich mich freuen.

LadyIngolstadt
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Re: BEHÖRDENWECHSEL vor Dienstunfähigkeit ???

Beitrag von LadyIngolstadt » 13.10.2016 11:32

Liebe "Mitty"..

Um auf Deine Frage genauer eingehen zu können, müßte ich wissen, ob Du eine "Beamten-Fachausbilgung" gemacht hast, also zum Beispiel für die Verwaltung einer JVA, oder, ob Du eine Ausbildung für die sogenannte "Allgemeine Innere Verwaltung", wie es die für den Gehobenen Dienst, jetzt 3. Qualifikationsebene genannt, gibt, hast.

Hast Du keine Ausbildung für diese "Allgmeine Innere Verwaltung" dürfte es schlecht ausssehen, denn Du kannst dann höchstens einen "Laufbahnwechsel" machen. Dies bedeutet, daß Du mit Deinen 38 Jahren nochmal komplett die zwei-bis dreijährige Ausbildung bei einer anderen Behöre mit allen schriftlichen, mündlichen Prüfungen und den Abschlußprüfungen durchlaufen mußt. Diese Prüfungen mußt Du natürlich auch wieder bestehen.
Zusätzlich muß in Deinem Zeugnis des Amtsarztes auch stehen, daß Du gesundheitlich geeignet bist für diesen Laufbahnwechsel.

Ich weiß das so genau, weil ich selber 25 Jahre lang als Beamtin der 2. Qualifikationsebene( mittl. Dienst) in einer bayerischen JVA - Verwaltung gearbeitet habe. Durch übles Mobbing und Schikane von Seiten einer Vorgesetzen zusammen mit dem Personalchef, der auf Ihrer Seite war, wurde ich seelisch so fertig gemacht, daß ich erkrankt bin.

Ich mußte mich pensionieren lassen und wollte ein paar Jahre später wieder meine "Reaktivierung" einleiten.
Auch ich wollte einen Behördenwechsel, weil die Vorgesetzten von damals meinen Ruf so zerstört hatten, daß ich landesweit keinen Fuß mehr in einer JVA hätte fassen können. Es wurde mir dann mitgeteilt, daß ich nochmal eine komplette Ausbildung würde durchlaufen müssen.
Ich wollte mir diesen Streß mit fast 50 Jahren nicht mehr antun,.Zumal ich eine eigene Wohnimmobilie habe. Es hätte auch bedeutet, daß nach der neuen Ausbildung wieder das "Versetzen" irgendwohin anfängt.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiter helfen !

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