Dienstunfähig wie geht’s weiter?

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Pipapo
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Re: Dienstunfähig wie geht’s weiter?

Beitrag von Pipapo » 15.07.2021 10:02

Golemsk hat geschrieben: 15.07.2021 08:40 Kann mir vielleicht jemand bei meiner Versorgungsauskunft sagen, wieviel ich jetzt tatsächlich dazu verdienen darf?
Ja, die gleiche Stelle, die dir die Versorgungsauskunft geschickt hat. Du musst nur anfragen.

AndyO
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Re: Dienstunfähig wie geht’s weiter?

Beitrag von AndyO » 15.07.2021 10:29

Golemsk hat geschrieben: 15.07.2021 08:40 Kann mir vielleicht jemand bei meiner Versorgungsauskunft sagen, wieviel ich jetzt tatsächlich dazu verdienen darf?
Also genau berechnet das deine Versorgungskasse. Ich denke du kannst bis zur Vollpension aufstocken und dann die 6300 Euro oben drauf (steuerpflichtiges Brutto). Wichtig wäre dann bei dir auch noch die pensionsunschädliche Rentenhöhe. Auch dazu solltest du bei der Versorgungskasse noch mal nachfragen.

Golemsk
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Re: Dienstunfähig wie geht’s weiter?

Beitrag von Golemsk » 15.07.2021 13:07

Danke für die Informationen, Ich werde heute die Bezügestelle beziehungsweise RP noch mal anschreiben und die erforderlichen Fragen stellen und bei Bescheid, hier die Daten bekannt geben.

siam4
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Re: Dienstunfähig wie geht’s weiter?

Beitrag von siam4 » 16.07.2021 08:02

Zum „unschädlichen“ Zuverdienst wäre nach Auskunft der Bezügestelle Versorgung zusätzlich die Ehrenamtspauschale in Höhe von mittlerweile bis zu 250 Euro im Monat möglich. Die war bei mir auch nicht meldepflichtig.

Golemsk
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Re: Dienstunfähig wie geht’s weiter?

Beitrag von Golemsk » 18.07.2021 12:04

Wie hoch war denn bei dir der unschädliche Zuverdienst? Und wo kann ich das nachlesen?
Und kann mir vielleicht noch jemand erklären wie die 6300 Euro jährlich zustande kommen und wo ich das nachlesen könnte?

siam4
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Re: Dienstunfähig wie geht’s weiter?

Beitrag von siam4 » 19.07.2021 07:28

Meine Zuverdienstgrenze liegt bei Rund 930 Euro (A10, 32 Jahre Dienstjahre + Zurechnungszeit waren dann 39,97 ruhegehaltsfähige Jahre).
Die Berechnung hat die Versorgungsstelle gemacht und mir auch einen Abdruck geschickt.
Die Rechnung zog sich über ein ganzes DIN A4 - Blatt und war für mich erst mal nicht zu verstehen.
Hab mich aber auch nicht eingehend damit beschäftigt.
Da bleibt dir wohl nichts anderes übrig, als dich an die entsprechende Stelle zu wenden.
Bei mir ging die Beantragung der Berechnung per Telefon, zwei Tage später war das Schreiben da.

AndyO
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Re: Dienstunfähig wie geht’s weiter?

Beitrag von AndyO » 19.07.2021 11:00

Golemsk hat geschrieben: 18.07.2021 12:04 Und kann mir vielleicht noch jemand erklären wie die 6300 Euro jährlich zustande kommen und wo ich das nachlesen könnte?
Hier sind ein paar Berechnungsbeispiele:

https://www.einfach-teilhaben.de/DE/AS/ ... _node.html

Und den Satz nicht überlesen:

"Zur Höchstgrenze kommt der jeweils zustehende Unterschiedsbetrag sowie ein Betrag in Höhe von monatlich 525 Euro hinzu."

525 * 12 = 6300. Auch 83 * 12 = 1000 Euro Steuerfreibetrag kommen dazu, da es um das steuerpflichtige Brutto geht.

Golemsk
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Re: Dienstunfähig wie geht’s weiter?

Beitrag von Golemsk » 19.07.2021 13:14

Nach heutiger Rücksprache mit der mit meinem Sachbearbeiter beim RP Kassel, darf ich wohl bis zur erdienten Besoldungshöhe von ca. 3200 Euro dazuverdienen. Das wären in meinem Fall über 1300 € Zuverdienst. Kann das wirklich sein, das wäre natürlich echt der Wahnsinn.

Pipapo
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Re: Dienstunfähig wie geht’s weiter?

Beitrag von Pipapo » 19.07.2021 13:39

Lass es dir schriflich geben.

AndyO
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Re: Dienstunfähig wie geht’s weiter?

Beitrag von AndyO » 19.07.2021 16:08

Golemsk hat geschrieben: 19.07.2021 13:14 Nach heutiger Rücksprache mit der mit meinem Sachbearbeiter beim RP Kassel, darf ich wohl bis zur erdienten Besoldungshöhe von ca. 3200 Euro dazuverdienen. Das wären in meinem Fall über 1300 € Zuverdienst. Kann das wirklich sein, das wäre natürlich echt der Wahnsinn.
Schön, bleibt die Frage offen, ob du die nach der Pensionierung neu erworbenen gesetzlichen Rentenansprüche vollständig bis zur Maimalpension behalten darfst, ohne dass die Pension gekürzt wird. Die Frage blieb bei mir als Bundesbeamter bisher unbeantwortet.

P.S.: Privat finanzierte Rentenansprüche (z.B. Betriebsrente, Riesterrente, etc.) sind frei.

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Re: Dienstunfähig wie geht’s weiter?

Beitrag von Gertrud1927 » 19.07.2021 17:13

Hallo
Dein Rentenanspruch nach der Pension wird gleich gerechnet wie der von früher auch als zusammenttreffen Pension und Rente §59 BeamtVG Hessen.
Einzig die Höchstgrenze wird etwas höher wenn sie denn nicht schon bei 71.75 war.
§59.2.1b.
Jetzt Zuverdienst oder später und später Rente wird auch unterschiedlich behandelt. Jedes hat eine eigene Höchstgrenze die nur für Dich ausgerechnet werden muß.

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Re: Dienstunfähig wie geht’s weiter?

Beitrag von Golemsk » 31.07.2021 22:47

in dem beigefügten Informationsblatt des RP Kassel zur Berechnung des Ruhegehalts ist mir ein Teil aufgefallen beziehungsweise eine Information, die ich noch mal kurz erfragen wollte.
Es geht um den Versorgungsabschlag von 10,8 %.
In dem Infoblatt steht,
bei Versetzung in den Ruhestand bis zum 1.1.2024 entfällt der Abschlag bereits bei 35 Jahren mit berücksichtigungsfähigen Zeiten.
Laut Berechnung habe ich 33,85 ruhegahaltsfähige Dienstjahre. Würde das bei mir zutreffen, wenn ich bis zu den vollen 35 Jahren voll bekäme?

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Re: Dienstunfähig wie geht’s weiter?

Beitrag von AndyO » 01.08.2021 09:39

Golemsk hat geschrieben: 31.07.2021 22:47 in dem beigefügten Informationsblatt des RP Kassel zur Berechnung des Ruhegehalts ist mir ein Teil aufgefallen beziehungsweise eine Information, die ich noch mal kurz erfragen wollte.
Es geht um den Versorgungsabschlag von 10,8 %.
In dem Infoblatt steht,
bei Versetzung in den Ruhestand bis zum 1.1.2024 entfällt der Abschlag bereits bei 35 Jahren mit berücksichtigungsfähigen Zeiten.
Laut Berechnung habe ich 33,85 ruhegehaltsfähige Dienstjahre. Würde das bei mir zutreffen, wenn ich bis zu den vollen 35 Jahren voll bekäme?
Du schreibst du bist 47. Also bei den Bundesbeamten beziehen sich die 35 Jahre (zukünftig 40 Dienstjahre) auf selbst erworbene ruhegehaltsfähige Dienstjahre. Ferner gibt es eine Mindestaltersgrenze von 63. Und bis zur Mindestversorgung spielt der Abzug ohnehin keine Rolle. Vermute dass das in Hessen ähnlich geregelt ist. Sonst hätte ja fast keiner einen Abschlag.

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Re: Dienstunfähig wie geht’s weiter?

Beitrag von Golemsk » 01.08.2021 15:50

Hier ein Auszug aus dem Original Text….

wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt werden, bevor Sie die maßgeb- liche Altersgrenze erreicht haben. Der Abschlag ist auf max. 10,8 % begrenzt und kann entfallen, wenn Sie bis zum Ruhestandsbeginn das 63. Lebensjahres vollen- det haben und mindestens 40 berücksichtigungsfähige Jahre erreicht haben (bei Versetzung in den Ruhestand bis zum 01.01.2024 entfällt der Abschlag bereits bei 35 Jahren mit berücksichtigungsfähigen Zeiten). In diesem Fall ist die zu berück- sichtigende Altersgrenze abhängig vom Zeitpunkt der Versetzung in den Ruhestand und nicht vom Geburtsdatum.

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Re: Dienstunfähig wie geht’s weiter?

Beitrag von AndyO » 01.08.2021 16:02

Golemsk hat geschrieben: 01.08.2021 15:50 Hier ein Auszug aus dem Original Text….

wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt werden, bevor Sie die maßgeb- liche Altersgrenze erreicht haben. Der Abschlag ist auf max. 10,8 % begrenzt und kann entfallen, wenn Sie bis zum Ruhestandsbeginn das 63. Lebensjahres vollen- det haben und mindestens 40 berücksichtigungsfähige Jahre erreicht haben (bei Versetzung in den Ruhestand bis zum 01.01.2024 entfällt der Abschlag bereits bei 35 Jahren mit berücksichtigungsfähigen Zeiten). In diesem Fall ist die zu berück- sichtigende Altersgrenze abhängig vom Zeitpunkt der Versetzung in den Ruhestand und nicht vom Geburtsdatum.
Genau wie beim Bund. Mindestens 63 und mindestens 35 Dienstjahre (Übergangsregelung, keine Zuschläge). Trifft bei dir Beides nicht zu.

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