Verbeamtung trotz Migräne

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lisarhein
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Verbeamtung trotz Migräne

Beitrag von lisarhein » 08.08.2019 11:18

Hallo Leute,
da ich nicht weiß, an welcher Stelle ich mich informieren kann ohne „die Pferde scheu zu machen“ hoffe ich hier ein paar Infos zu bekommen.
Ich möchte mich für den höheren Verwaltungsdienst bewerben. Wahlweise auch für die Justiz. Die Frage bleibt aber letztlich die gleiche, denn beides Mal geht es um die Verbeamtung.
Ich habe seit meiner Kindheit Migräne. Ca. 1-3 Anfälle im Monat, die jeweils etwa 2-3 Tage dauern und sich in 85% der Fälle sehr gut mit Akutmedikamenten eindämmen lassen, so dass ich normal arbeiten kann. Manchmal klappt es nicht, so dass ich nicht ganz auf der Höhe bin, wirklich zuhause bleiben muss ich aber nur in Ausnahmefällen. Ich komme auf ca. 5-7 Krankheitstage im Jahr. Ansonsten habe ich zum Glück eine sehr robuste Gesundheit. Zudem nehme ich tägliche Medikamente zur Profilaxe gegen die Migräne.
Hat jemand Erfahrungsberichte, ob dies dazu führt, dass eine Verbeamtung aus gesundheitlichen Gründen nicht erfolgt? Und gibt es irgendwelche „Tricks“ um die amtsärztliche Untersuchung zu überstehen?
Danke im Voraus

Skedee Wedee
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Re: Verbeamtung trotz Migräne

Beitrag von Skedee Wedee » 08.08.2019 12:10

In der Regel klärt der Amtsarzt die Ursache der Migräne ab und holt sich unter Umständen ein Fachgutachten. Neben der neurologischen Beurteilung KANN auch eine psychiatrische Untersuchung durchgeführt werden. Der Amtsarzt beurteilt anschließend, ob die Möglichkeit einer frühzeitigen Dienstunfähigkeit besteht. Da Migräne nicht gleich Migräne ist, wirst Du hier im Froum vermutlich keine abschließende Antwort erhalten.

Mit "Tricks" wird bzw. sollte Dir hier keiner weiterhelfen, denn beim Amtsarzt hast Du die Gesundheitsfragen vollständig und wahrheitsgemäß zu beantworten. Schummelst Du, ist die Verbeamtung futsch, da diese auch für die Vergangenheit zurückzunehmen ist (§ 12 Abs. 1 Nr. 1 BeamtStG).

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