Pensionsanfrage während Krankheit ??

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Huhn in Not
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Pensionsanfrage während Krankheit ??

Beitrag von Huhn in Not » 11.05.2016 17:13

Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,

neu hier, möchte ich eine Frage nach Eurer Erfahrung/Einschätzung stellen:
Ich bin seit annähernd vier Monaten arbeitsunfähig erkrankt und in der Verzweiflung kam auch schon mal die Frage einer ggf. andauernden Dienstunfähigkeit auf -Erkrankung zu großer Sicherheit aufgrund von Überlastung bei Teilzeittätigkeit und hohem Personalfehlbestand sowie unklarer Tätigkeitsbeschreibung begründet. Im Zuge dessen tauchte die nicht unwichtige Frage der Höhe irgendwie gearteter Bezüge - ich bin erst 52 - auf.
Ich habe nun erfahren, dass eine Anfrage bei der für mich zuständigen Besoldungsstelle zur Höhe einer Pension nur über die Personalaktenführende Dienststelle zu richten sei, die natürlich auch für BEM usw. zuständig ist. Wenn ich hier mit meinem Anliegen aufschlage, habe ich Angst "schlafende Hunde" zu wecken bzw. Anlass für Vermutungen und Aktionen/Reaktionen zu geben.
Teilt Ihr meine Befürchtung oder sieht jemand auch Positives in einer Anfrage "zur Unzeit".

Anm.: Habe gerade 25-jähriges gehabt, allerdings zum Großteil in Teilzeit <50% ...

Danke,
Huhn in Not

Andi12
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Re: Pensionsanfrage während Krankheit ??

Beitrag von Andi12 » 12.05.2016 23:08

Hallo, Huhn in Not, in einer Sache kann ich dich beruhigen : Eine Anfrage auf die Pensionshöhe kann nicht gegen dich eingesetzt werden, ich habe das als 100% Schwerbehinderter mehrmals bis zu meinem vorzeitigen Ruhestand gemacht, und es hat niemand nachgefragt, ob ich "Kaputtgeschrieben" werden möchte. Kritisch könnte es werden, wenn 6 Monate erreicht sind - damals kam für mich eine Einladung zum Postarzt, dort wurde dann überprüft, ob ich überhaupt nochmal wiederkommen würde.. aber, wie gesagt : Eine Pensionsanfrage kann jederzeit gestellt werden.

Alles Gute !
Andi12

Torquemada
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Re: Pensionsanfrage während Krankheit ??

Beitrag von Torquemada » 12.05.2016 23:35

Ich würde mir da auch keine Sorge machen. Denn einige wollen wegen der Altersversorgung schlicht wissen, wo sie stehen. Finanzplanung, Erstellung von Testamenten etc.

Huhn in Not
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Re: Pensionsanfrage während Krankheit ??

Beitrag von Huhn in Not » 13.05.2016 11:26

Danke für Eure beruhigenden Worte, dann werde ich mal einen Antrag auf Auskunft stellen, ... um dann sicher bei den Zahlen erst recht in eine Depression zu verfallen - Lebbe geht weida

Andi12
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Re: Pensionsanfrage während Krankheit ??

Beitrag von Andi12 » 14.05.2016 21:20

Huhn in Not : Keine Sorge, soooo extrem fällst du nicht durch das Raster, da die Berechnung der Mindestpension, wenn es denn wirklich dazu kommen sollte, schon relativ hoch ist. Meine Berechnung als Beispiel : Zum 01.01.16 in den Ruhestand geschickt, 100% Schwerbehinderung, 34 Dienstjahre in Vollzeit insgesammt. Ergebnis der Pensionsberechnung : Trotz 10,8 % Abzug mit etwas über 70 % in den Ruhestand. Ich habe natürlich noch den Vorteil, durch die Schwerbehinderung über 100 Euro weniger an Lohnsteuer bezahlen zu müssen - dazu noch meine Frage : Bist du schon als Schwerbhindert anerkannt ? Wenn nein, unbedingt beim zuständigen Sozialamt beantragen, das würde schon was bringen.

Mit freundlichen Grüßen
Andi12

Aubacke
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Re: Pensionsanfrage während Krankheit ??

Beitrag von Aubacke » 15.05.2016 11:49

Richtig??? : Trotz 10,8 % Abzug mit etwas über 70 % ;
Es geht ja wohl um Bruttogehalt. Maximal 71,75% erreichbar, bei 10,8% Abzug sind es 64%

Andrea55
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Re: Pensionsanfrage während Krankheit ??

Beitrag von Andrea55 » 15.05.2016 15:46

Hallo,
Meine "Netto-Pension" liegt auch bei über 70% des letzten "Netto-Gehalt".
Habe ich gerade nochmal nachgeschaut.

Andi12
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Re: Pensionsanfrage während Krankheit ??

Beitrag von Andi12 » 16.05.2016 20:04

@Aubacke : Ich war ja Bundesbeamter - ich kenne mich nicht so genau bei den anderen Arten von Beamten aus, bei mir sah das aber so aus, das das ganze hochgerechnet wird, als ob du bis 60 gearbeitet hättest, so wurde mir das von der Behörde in Münster erklärt. Davon mal abgesehen : Ich habe mir vor einem Jahr eine Berechnung machen lassen, die kam in 3 - Fach Ausfertigung zurück. Fazit : Es spielte in meinem speziellen Fall rein überhaupt keine Rolle, ob ich bis 67, 63, oder eben mit 50 in den Ruhestand gehen würde - die Pensionsberechnung wies immer die gleiche Höhe aus.

Mfg
Andi12

Torquemada
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Re: Pensionsanfrage während Krankheit ??

Beitrag von Torquemada » 16.05.2016 21:04

Andi12 hat geschrieben:@Aubacke : Ich war ja Bundesbeamter - ich kenne mich nicht so genau bei den anderen Arten von Beamten aus, bei mir sah das aber so aus, das das ganze hochgerechnet wird, als ob du bis 60 gearbeitet hättest, so wurde mir das von der Behörde in Münster erklärt.
Völliger Quatsch. Nichts für ungut, Andreas. Du bringst da etwas durcheinander. Bitte strukturiert bleiben. Das Thema wurde schon oft im Forum behandelt.
Wenn du als ehemaliger Zusteller auf Mindestpension bist, stellt sich die Frage, was du zum Schluss warst. Die amtsunabhängige Mindestversorgung beträgt 65 Prozent der maßgeblichen Bezüge aus der Besoldungsgruppe A 4.

Andi12
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Re: Pensionsanfrage während Krankheit ??

Beitrag von Andi12 » 16.05.2016 22:48

@ Torquemada : Wie geschrieben, ich bekam 3 Berechnungen zurück : Eine, die voraussetzte, das ich bis 67 arbeiten gehe, eine bis 63, und eine aktuelle, damals war ich noch 49 und hatte 33 Jahre zusammen. Die Berechnungen unterschieden sich in nichts - es spielte wirklich keine Rolle.. so ganz verstehe ich das auch nicht.. ach ja, ich war da A5Z, und hatte Dienstaltersstufe 8 - also die höchste.

Mfg
Andi12

Torquemada
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Re: Pensionsanfrage während Krankheit ??

Beitrag von Torquemada » 16.05.2016 23:59

Andi12 hat geschrieben:@ Torquemada : Wie geschrieben, ich bekam 3 Berechnungen zurück : Eine, die voraussetzte, das ich bis 67 arbeiten gehe, eine bis 63, und eine aktuelle, damals war ich noch 49 und hatte 33 Jahre zusammen. Die Berechnungen unterschieden sich in nichts - es spielte wirklich keine Rolle.. so ganz verstehe ich das auch nicht.. ach ja, ich war da A5Z, und hatte Dienstaltersstufe 8 - also die höchste.
Ja...ein witziger Zufall. Wenn du mit knapp 50 schon 33 Jahre zusammen hattest, führten die restlichen 10 Jahre als Zurechenzeit zu weiteren 6,6 Jahren.
Macht also ungefähr 40 Jahre .....und mehr kannst du für die Pension nicht erreichen.

Natürlich ist dann die Berechnung für die längere (theoretische Arbeitszeiten) falsch, weil dann der Abschlag von 10,8 Prozent in Geld vom rechnerischen Pensionsbrutto nicht existieren würde.

Huhn in Not
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Re: Pensionsanfrage während Krankheit ??

Beitrag von Huhn in Not » 23.05.2016 11:18

@ Andi12 - danke für die Infos, ich bin mit 50% Schwbh, auf Verschlechterungsantrag hatte ich bislang verzichtet, da hier im Kreis erzählt wurde, dass dabei gerne eher %-einkassiert werden.

Wie geschrieben habe ich gerade mal 25 Jahre in überwiegender Teilzeit unter 50% erreicht und bin mit 52 noch weit weg vom Pensionsalter...
Antrag ist aber formlos raus, angeblich werde eine Antwort wegen auch dort herrschendem Personalmangel mind. vier Monate brauchen. Ist das nicht toll?

@ Torquemada Danke auch Dir für die Erläuterungen -ich bin aber keine Postlerin

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