Master zum Aufstieg in den Höheren Dienst - FernUni Hagen / Uni Kassel

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Blume24
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Master zum Aufstieg in den Höheren Dienst - FernUni Hagen / Uni Kassel

Beitrag von Blume24 » 15.05.2020 13:38

Hallo zusammen,
ich habe mich gerade mal mit vielen Beiträgen den Master und Aufstieg in den höheren Dienst betreffend befasst, aber so richtig zum Erfolg bin ich damit nicht gekommen.

Ich arbeite zur Zeit im gehobenen Dienst einer Bundesbehörde als Regierungsoberinspektorin.
Ich möchte gerne meinen Master machen, um mir für die Zukunft auch die Chance auf den höheren Dienst offen zu halten (gar nicht unbedingt bei meinem jetzigen Dienstherren).
Jetzt habe ich ziemlich viele verschiedene Studienangebote durchforstet und bin bei zwei bis drei hängen geblieben.

Mein Favorit (einfach weil es meine Interessen sehr widerspiegelt) ist die FernUni Hagen mit dem M.A Politikwissenschaft Regieren und Partizipation (ehemals Governance).
Da bin ich zeitlich recht flexibel und die Kosten sind überschaubar. Aber die große Frage: Wird dieser Master auch gut anerkannt oder eher nicht so?
Wie gesagt, da ich mich nicht auf meine Behörde fixieren möchte, wäre es mir auch wichtig zu wissen, wie das bei anderen Dienstherren aussieht.

Zweite Möglichkeit wäre die Uni Kassel - dieser Studiengang ist anerkannt, aber mich schreckt die Masse an Hausarbeiten ab. Ist das machbar neben einer 41Std./ Woche? Die Kosten sind ja auch nicht ohne, aber dennoch niedriger als vieles andere, was ich gefunden habe.

Dritte Möglichkeit, die mich sehr angesprochen hat, ist die HS Harz mit einem Studiengang Public Administration.
Allerdings hat man mit 15 Präsenz-Tagen pro Semester an einem Freitag doch recht oft dort zu sein und ich denke, dafür müsste ich meine Arbeitszeit reduzieren, was ich eigentlich ungern möchte.

Kann mir jemand eventuell Tipps oder Erfahrungen geben, worauf ich achten sollte oder kann konkret gerade für die FernUni Hagen was sagen?

Ich danke schon mal im Voraus.

Saxum
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Re: Master zum Aufstieg in den Höheren Dienst - FernUni Hagen / Uni Kassel

Beitrag von Saxum » 07.06.2020 21:27

Zu den Universitäten oder den Studienrichtungen kann ich nicht viel sagen, außer einem - Public Administration - das ist gerade der "Trend" dessen Welle durch den öD des Landes schwappt. Ich bin im Bachelor Studiengang "Public Management" auf dieser Welle mit geritten und habe es keine Sekunde bereut. Es war eine großartige Mischung aus Betriebswirtschaftslehre, Privatem und (überwiegend) Öffentlichem Recht.

Meine Begeisterung für diese Studienrichtung soll dich aber bitte nicht blenden, letztendlich muss das Studium dir Spaß machen, genauso wie es mir Spaß gemacht hat, ansonsten ist es einfach nur eine Quälerei die keine befriedigen Ergebnisse zutage fördert. Ob aber ein Master dir auch, gleich in welcher Studienrichtung, auch gut den Zugang in den hD eröffnet ist schwierig zu sagen. Ich meine mitbekommen zu haben, dass man durchaus auch ohne Master in den hD kommen kann - wenn der entsprechende Wille (und Fortbildungen) vorhanden wäre. Gefragt sind aber immer noch gerne in der Regel meistens Juristen mit zweitem Staatsexamen, hab ich so mitbekommen.

Wenn es aber dein Wille und deine Motivation ist, dann lass dich bitte keineswegs von mir oder von irgendwem davon abhalten. Welche Kosten du aber stemmen kannst und welche Arbeitszeitreduktion oder -Modell unter Berücksichtigung deiner individuellen privaten Situation am besten angeraten wäre, kann dir vermutlich hier keiner raten.

Fakt ist aber, für alle Formen des Fernstudiums, braucht man vor allem einen langen Atem und Disziplin - oder zumindest den Willen und die Möglichkeiten alles auf den "letzten Drücker" (Abgabetermin) schaffen zu können. Die Hausarbeiten sind in der Regel nicht so komplex und gut zu schaffen. Die sind zum einen da um den Wissenstransfer durch persönliche Mitwirkung anzustoßen und anderseits um ebenfalls auf die Masterarbeit vorzubereiten - die dann doch viel umfassender als die Hausarbeiten sind.

Es ist aber individuell verschieden und man kann hier nicht so recht eine pauschale Antwort darauf geben.

Casiopeia1981
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Re: Master zum Aufstieg in den Höheren Dienst - FernUni Hagen / Uni Kassel

Beitrag von Casiopeia1981 » 13.07.2020 06:13

Moin. Ich habe einmal eine PN geschrieben, mit ein paar Details, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind.

Als Bundesbeamtin/-Beamter kommen eigentlich nur zwei Studiengänge infrage Uni Kassel oder HS Bund. Beide führen zum MPA. Der MPA gilt als Aufstiegsmaster In der Bundesverwaltung. Wenn man das richtig geschickt macht und vor allen richtig plant, kann man das damit leichter schaffen.

Ich würde die Entscheidung im Moment eher zu Gunsten des Brühlers Masters machen, weil mehr auf die Bundesverwaltung abgestimmt.

AlterPinguin
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Re: Master zum Aufstieg in den Höheren Dienst - FernUni Hagen / Uni Kassel

Beitrag von AlterPinguin » 13.07.2020 11:05

Gibt es denn überhaupt Stellenausschreibungen von den Behörden, dass Leute mit dem MPA gesucht werden? Aus meiner Sicht ziehen die oftmals doch den kürzeren gegenüber den Juristen. Die Zulassung für das Aufstiegsverfahren ist auch nicht unbedingt sicher und an viele Kriterien geknüpft.

Casiopeia1981
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Re: Master zum Aufstieg in den Höheren Dienst - FernUni Hagen / Uni Kassel

Beitrag von Casiopeia1981 » 14.07.2020 20:53

Auf Bundesebene ab und an, oft wird ein verwaltungswissenschaftlicher Studiengang gesucht.

Die pauschale Aussage, Juristen haben absoluten Vorrang, stimmt so definitiv nicht mehr - auch wenn sehr viele Volljuristen gesucht werden.

JellyBean
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Re: Master zum Aufstieg in den Höheren Dienst - FernUni Hagen / Uni Kassel

Beitrag von JellyBean » 21.07.2020 10:37

Also bei meiner Behörde ist es so, dass so ein "privates" Studium, das einen Aufstieg ermöglichen würde, idR nicht gern gesehen wird. Entsprechend werden die Absolventen auch nicht gefördert, man holt sich die hDler lieber von außen. Das führt sogar dazu, dass IT'ler mit einem nachträglichen Masterstudium gehen...Ich denke, dass wir in einigen Jahren ein strukturelles Problem haben werden, da fast jeder, der nach dem Abi "normal" studiert, eh einen Master mitbringt. Meine Behörde versucht, den gD zum größten Teil klein zu halten. Ich weiß auch, dass sich auf Stellenausschreibungen für den gD zurzeit kaum noch jemand bewirbt, während es bei hD Stellen sehr viele Bewerbungen gibt. Generell denke ich, dass es unterm Strich nicht so wichtig ist, wo du den Master gemacht hast, sondern ob dich dein Vorgesetzter/deine Behörde damit fördern würde. Nicht zu vergessen ist, dass du mit dem Master eben auch nur die Bildungsvoraussetzungen für den hD erfüllst, nicht aber die Leistungsvoraussetzungen (du bräuchtest dafür einen Vorbereitungsdienst oder 2,5 Jahre Berufserfahrung im hD oder in einer Tätigkeit, die dem hD gleichwertig ist). Bei anderen Behörden kann es aber natürlich ganz anders sein... Ich würde mich mal umhören, bei dir im Haus gibt es sicherlich auch "nachträgliche" Masterabsolventen. In den hD einer anderen Behörde mit einem Master ohne Leistungsvoraussetzungen zu kommen, gestaltet sich wahrscheinlich als schwieriger, da es vermutlich in jeder Behörde gDler mit Master gibt, die man entweder zuerst fördern möchte oder nicht noch mehr verärgern...

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