Was sind Tsunamies, der 2004`er vorhersehbar?

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Mikesch
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Was sind Tsunamies, der 2004`er vorhersehbar?

Beitrag von Mikesch » 12.03.2006 03:51

Ich hatte da mal ein Erlebnis, es war, glaube ich um 1979.
Da liegst Du da faul am Strand in der Gegend um Nizza und beglotzt die netten halbnackten Mädels.
Da geht plötzlich das Wasser zurück...
...ich dachte, was weg geht, kommt auch wieder, Ebbe und Flut gibt es dort ja nicht. Packe meine Sachen und gehe besser ein paar Meter vom Strand weg.
Plötzlich tauchte da eine Welle auf, etwas höher, als die Anderen zuvor, kurz vor`m Strand wurde sie gut 3m hoch und brach. Normalerweise bricht eine Welle und läuft aus. Diese auch, nur schoben sich hier noch riesige Wassermassen hinterher. Ne, so hoch war die Welle nicht, es reichte aber aus, dass ca. 400 Menschen ins Meer gespült wurden. Gott sei Dank ist da nix weiter passiert, war nur ein Mini-Tsunamie. Was war passiert? Eine Müllhalde war abgerutscht und hat diesen kleinen Tsunamie ausgelöst.
Dann habe ich mich informiert, was das war, wie so etwas zu Stande kommt.
Tsunamie nannte man es.
Der Begriff Tsunami leitet sich vom Japanischen Tsu-Nami her, das wörtlich mit "Große Woge im Hafen" übersetzt werden kann
.
Seit dem habe ich Angst am Meer vor Tsunamies.

Wie entstehen Tsunamies?
Man stelle sich eine grosse Fläche, z.B. in der Grösse der BRD vor, diese würde um ca. 50cm auf einem Schlag absinken. Ungeheure Wassermassen würden hier bewegt. Der Höhenunterschied würde ausgelichen, aus der Umgebung Wasser Abgesogen. Es entsteht ein Ungleichgewicht des Wasserstandes und eine Welle entsteht.

Auf dem offenen Meer besteht im allgemeinen keine Gefahr durch einen Tsunami. Meist wird sein Auftreten gar nicht bemerkt, denn die Welle ist nur wenige Meter oder Centimeter hoch und besitzt eine Wellenlänge von mehreren hundert Kilometern Länge. Die Geschwindigkeit der Welle kann bis zu 700 km/h betragen, so dass ein Tsunami den Ozean binnen weniger Stunden durchquert, ohne dass dies jedoch aufgrund ihrer gewaltigen Ausdehnung unmittelbar zu beobachten ist.
Erreicht die Welle den Kontinentalschelf, bewegt sich dann weiter in Richtung Küste und verliert dabei rasch an Geschwindigkeit, wird die Welle komprimiert und ein Wellenberg baut sich auf. Ein Tsunami kann so zu einem beachtlichen Wasserberg anwachsen und eine Höhe von einigen Dutzend Metern erreichen.

Läuft ein Tsunami in einen Fjord, so kann sich die Welle auf weit über hundert Meter aufstauen.

Darum verzeichneten die Malediven auch kaum Schäden, da die Inseln zumeist bis auf 1000m herab fallen, hier stieg der Meeresspiegel nur kurz an.
Aber in Indien, bei Aceh oder Khao Lak, wo der Schelf leicht ansteigt, konnten sich hier ungeheure Wassermassen aufbauen.

Tsunamies sind gar nicht so selten. In den letzten zehn Jahren wurden weltweit 82 Tsunamis registriert, wobei 10 von ihnen zusammen mehr als 4000 Menschenleben kosteten, ohne den aus 2004 natürlich.

Die hohe Zahl der Opfer des Tsunamies in Indonesien und Thailand hatte mich echt erschreckt.
Die meisten der Küstenbewohner und Touristen hatten das vorangehende Erdbeben nicht als natürliche Warnung erkannt und waren deshalb nicht landeinwärts geflohen. Verstärkt wurde die Sorglosigkeit durch die Unkenntnis, dass sich die See zunächst vollständig zurückzieht bevor ein Tsunami über die Küste hereinbricht.

Als ganz schlimm empfand ich, dass keine Tsunamiewarnung seitens der Behörden heraus gegeben wurde.
Also für die ganz Unwissenden :wink:
Unsere kugelige Erde ist eher flüssig, darauf befindet sich eine dünne, feste Kruste. Die Kruste ist nicht homogen, sonder besteht aus sich bewegenden Platten.
Eine dieser Platten beginnt in der Andamanensee bis in den Pazifik hinein.
Im September 2004 ereigneten sich einige Erdbeben im pazifikischen Raum mit der Stärke 9. Man muss wissen, ein Erdbeben in dieser Stärke, würde unser Land in Schutt und Asche legen. Auch hier entstanden Tsunamies, wurden aber nicht erwähnt. In dieser Gegend befindet sich fast nur Wasser, etwaige Inseln waren nicht wirklich betroffen, da der Tsumamie ob der geologischen Formation nicht wirklich wirksam werden konnte.
Im Osten wurde die Platte angehoben und es ist eigentlich klar, dass die Platte auf der anderen Seite einbrechen muss. Dies geschah dann im Dez. 2004 bis Mitte 2005 hinein.
Der grösste Abruch erfolgte im Dezember 2004 auf einer Länge von über 1000km. Da die Beben auf der Ostseite der Platte eine Stärke von 9 aufwiesen, war es logisch, dass die Platte mit der gleichen Stärke auf der Westseite einbrechen würde.
Stärke 9 bedeutet fast auch immer das Auftreten von Tsunamies, vor allem bei ungünstiger Lage.
Hier hätte man durch Aufklärung tausenden Menschen das Leben retten können!

P.S.
Die Sekarten stimmen nicht mehr, die Inseln der Andamensee haben sich um 25m gen Westen verschoben.
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