Bürgerversicherung

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Posttussi
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Bürgerversicherung

Beitrag von Posttussi » 15.01.2018 13:09

Die SPD will ja unbedingt an einer Bürgerversicherung festhalten.

Wie seht ihr das? kommt sie letztendlich doch damit durch und wenn,was hätte das für uns Beamte für Auswirkungen?
was wäre mit der Beihilfe,die wär´dann doch weg und ich müsste 70% an Medi´s,Ärzten,usw.selbst bezahlen...wie sollte das denn gehen?

LG
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Torquemada
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Re: Bürgerversicherung

Beitrag von Torquemada » 15.01.2018 13:31

Posttussi hat geschrieben:
15.01.2018 13:09
Die SPD will ja unbedingt an einer Bürgerversicherung festhalten.
Erstens will die SPD nicht mehr daran festhalte,

Zweitens sollte man sich über ungelegte Eier gar nicht hier groß austauschen (WOT)

Drittens würde es bei eine Bürgerversicherung natürlich deine Postbeamtenkrankenkasse UND die Beihife ersetzen

Viertens wird das durch die Lobbyarbeit der Arztverbände und der Versicherungswirtschaft massiv torpediert

Posttussi
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Re: Bürgerversicherung

Beitrag von Posttussi » 15.01.2018 13:51

Torquemada hat geschrieben:
15.01.2018 13:31
Posttussi hat geschrieben:
15.01.2018 13:09
Die SPD will ja unbedingt an einer Bürgerversicherung festhalten.
Erstens will die SPD nicht mehr daran festhalte,

Zweitens sollte man sich über ungelegte Eier gar nicht hier groß austauschen (WOT)

Drittens würde es bei eine Bürgerversicherung natürlich deine Postbeamtenkrankenkasse UND die Beihife ersetzen

Viertens wird das durch die Lobbyarbeit der Arztverbände und der Versicherungswirtschaft massiv torpediert
Warum antwortest Du mir so genervt Torque....?

und es ist auch nicht MEINE PbeaKK....
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Re: Bürgerversicherung

Beitrag von Ruheständler » 15.01.2018 14:17

... der Lobbyismus von Politik und Wirtschaft,insbesondere hier der Versicherungswirtschaft hat sich über die Jahrzehnte so fest in Deutschland verankert, das jedwede politische Gruppierung es nicht schaffen wird der privaten Krankenversicherungslobby die Mitglieder zu nehmen um dann z.B. die besagte Bürgerversicherung für alle einzuführen,ich persönlich hätte nichts gegen eine Bürgerversicherung,nach meiner Einschätzung stehen meine Frau und ich damit besser da,zumal dann der doch sehr hohe Zuschlag für eine Erkrankung meiner Frau wohl wegfallen würde.
Gruß vom Ruheständler
meine Eltern sagten damals immer wieder:Junge mach aus Deinem Leben was anständiges, Ergebniss : Feinmechaniker, Soldat,Arbeiter,Angestellter,Beamter,Pensionär,was soll ich noch vollbringen ?... :mrgreen:

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Re: Bürgerversicherung

Beitrag von Posttussi » 15.01.2018 14:51

Ruheständler hat geschrieben:
15.01.2018 14:17
... der Lobbyismus von Politik und Wirtschaft,insbesondere hier der Versicherungswirtschaft hat sich über die Jahrzehnte so fest in Deutschland verankert, das jedwede politische Gruppierung es nicht schaffen wird der privaten Krankenversicherungslobby die Mitglieder zu nehmen um dann z.B. die besagte Bürgerversicherung für alle einzuführen,ich persönlich hätte nichts gegen eine Bürgerversicherung,nach meiner Einschätzung stehen meine Frau und ich damit besser da,zumal dann der doch sehr hohe Zuschlag für eine Erkrankung meiner Frau wohl wegfallen würde.
Gruß vom Ruheständler
Ich danke Dir...

und Grüssle PT
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Re: Bürgerversicherung

Beitrag von Torquemada » 15.01.2018 15:06

Posttussi hat geschrieben:
15.01.2018 13:51
Torquemada hat geschrieben:
15.01.2018 13:31
Posttussi hat geschrieben:
15.01.2018 13:09
Die SPD will ja unbedingt an einer Bürgerversicherung festhalten.
Erstens will die SPD nicht mehr daran festhalte,

Zweitens sollte man sich über ungelegte Eier gar nicht hier groß austauschen (WOT)

Drittens würde es bei eine Bürgerversicherung natürlich deine Postbeamtenkrankenkasse UND die Beihife ersetzen

Viertens wird das durch die Lobbyarbeit der Arztverbände und der Versicherungswirtschaft massiv torpediert
Warum antwortest Du mir so genervt Torque....?

und es ist auch nicht MEINE PbeaKK....

Ja....ich hatte heute wieder entnervende Gespräche mit Abrechenstellen und der Postbeamtenkrankenkasse, weil ein Augenarzt mal wieder bei einer 12-Jährigen auf die GOÄ-Ziffer 4 besteht (Fremdanamnese).
Abzocke im Privatabrechenbereich. Papa hockt sich halt hin...Arzt nickt kurz: "Kurzsichtigkeit etwas verstärkt....Schönen Tag noch.." UND dann soll der Rubel rollen.

https://www.springermedizin.de/so-wird- ... n/10107838

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Re: Bürgerversicherung

Beitrag von Posttussi » 15.01.2018 16:42

Torquemada hat geschrieben:

Ja....ich hatte heute wieder entnervende Gespräche mit Abrechenstellen und der Postbeamtenkrankenkasse, weil ein Augenarzt mal wieder bei einer 12-Jährigen auf die GOÄ-Ziffer 4 besteht (Fremdanamnese).
Abzocke im Privatabrechenbereich. Papa hockt sich halt hin...Arzt nickt kurz: "Kurzsichtigkeit etwas verstärkt....Schönen Tag noch.." UND dann soll der Rubel rollen.

https://www.springermedizin.de/so-wird- ... n/10107838
Ja das kenne ich auch zur Genüge....

dann bin ich ja beruhigt,dachte schon Du hättest was gegen mich... :)
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zeerookah
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Re: Bürgerversicherung

Beitrag von zeerookah » 15.01.2018 17:22

Soviel zu britischen Bürger-/Einheitsversicherung (und wer glaubt besser zu stehen)

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/d ... 88429.html

AndyO
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Re: Bürgerversicherung

Beitrag von AndyO » 16.01.2018 07:48

Bissel OffTopic aber wenn's um die "Heldenleistungen" des neoliberalen England geht:

https://www.youtube.com/watch?v=J_9GJL1O6h0

Auf Deutsch "Vorbild geht genau anders"...

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Re: Bürgerversicherung

Beitrag von Hilfesuchender » 28.01.2018 21:17

Kleine Ergänzungen:
- Der Anteil der PKV-Versicherten beträgt etwa 10 %
- von den 10 % sind etwa 80 % Beamte mit Beihilfeanspruch
FAZIT: Der Staat finanziert zum Großteil das PKV-Geschäftsmodell!
Hoch lebe der LOBBYISMUS!!


Ruheständler hat geschrieben:
15.01.2018 14:17
... der Lobbyismus von Politik und Wirtschaft,insbesondere hier der Versicherungswirtschaft hat sich über die Jahrzehnte so fest in Deutschland verankert, das jedwede politische Gruppierung es nicht schaffen wird der privaten Krankenversicherungslobby die Mitglieder zu nehmen um dann z.B. die besagte Bürgerversicherung für alle einzuführen,ich persönlich hätte nichts gegen eine Bürgerversicherung,nach meiner Einschätzung stehen meine Frau und ich damit besser da,zumal dann der doch sehr hohe Zuschlag für eine Erkrankung meiner Frau wohl wegfallen würde.
Gruß vom Ruheständler

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Re: Bürgerversicherung

Beitrag von sdh1807 » 29.01.2018 08:08

Laut https://de.statista.com/statistik/daten ... vergleich/ gab es 2017 in Deutschland 8,77 Mio Privatversicherte.
der DBB zählt in 2016 1.848.170 Beamte, Richter und Soldaten (Soldaten müssen wir abziehen, die haben unentgeltliche truppenärztliche Versorgung; Polizeivollzugsbeamte haben meines Wissens freie Heilfürsorge und wären auch abzuziehen)
1,848 Mio von 8,77 Mio sind schon mal nur 21% (Soldaten und Polizisten abgezogen wird die Zahl eher kleiner).
von den 10 % sind etwa 80 % Beamte mit Beihilfeanspruch
Die 80% können also eigentlich nur aus einer Stammtisch-Neid-Debatte nicht recht Informierter kommen.

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tiefenseer
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Re: Bürgerversicherung

Beitrag von tiefenseer » 29.01.2018 10:03

Meine Meinung zur „Bürgerversicherung“

Vom Grundanliegen keine schlechte Sache.
Aber!!!

Schau ich mir die Entstehung der Agenda 2010 an und wer der Begründer dieser Sache war. Da steht als Unterschrift nicht nur Schröder, sondern dahinter steht auch die SPD. Gleiche Partei will nunmehr Nachverhandlungen um dieses Thema. Weil sie in Fortsetzung der Agenda die Bürgerversicherung leider nicht einführen konnten, weil ihr Genosse Schröder die Vertrauensfrage gestellt hatte.
Ohne näher auf diese Agenda eingehen zu müssen, wird jeder wissen, was sie unserer Gesellschaft gebracht haben.

Welches Ergebnis könnte theoretisch bei dieser Versicherung kommen?

Ein Wulst an Kompromissen von beiden politischen Lagern, welches mit einer „heißen Nadel“ gestrickt ist und Juristen und Gerichte über Jahrzehnte beschäftigen wird, weil grundsätzliche Fragen wieder einmal keine Berücksichtigung gefunden haben.

Das Bauernopfer – die Versicherten ob denn privat oder gesetzlich.

Letzte Anmerkung:
sdh1807 ich muss dich enttäuschen. Polizeibeamte könnten in der freie Heilfürsorge sein. In der Masse sind sie in der PKV.

Gruß tiefenseer

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Re: Bürgerversicherung

Beitrag von tiefenseer » 29.01.2018 12:50

Nachtrag:
Um die Frage von Posttussi beantworten zu können, stellt sich mir eine grundsätzliche Frage.

Was beinhaltete denn die Forderung der SPD nach einer Bürgerversicherung?

Die bisherigen Informationen in der Öffentlichkeit sind doch alles nur Fragmente, die bis dahingehend zu verstehen sind, dass für Bestandskunden bei der PKV sich grundsätzlich nichts ändern soll. Es ist sogar gewollt, dass es weiterhin Zusatzversicherungen geben soll.

Für mich schwer nachvollziehbar, was denn aus den PKV und den tausendeinen AN werden soll.

Hier kam schon mal der Tenor - sich um ungelegte Eier keine Gedanken zu machen. Dieser Hinweis ist nicht unberechtigt.
Beeinflussen können wir diesen Vorgang so wie so nicht mehr. Parteien ist das Wort des Volkes eh unwichtig. Naja – die Wähler haben entschieden und was dabei rausgekommen ist, sehen wir augenblicklich.
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Re: Bürgerversicherung

Beitrag von Torquemada » 29.01.2018 13:32

tiefenseer hat geschrieben:
29.01.2018 12:50


Hier kam schon mal der Tenor - sich um ungelegte Eier keine Gedanken zu machen. Dieser Hinweis ist nicht unberechtigt.
Beeinflussen können wir diesen Vorgang so wie so nicht mehr.
Richtig. Tenor war ja auch von mir.... :lol:
Was gerade bei den Koalitionsverhandlungen so abläuft. Der Söder hatte es am Wochenende bezüglich SPD und Nachzug von Familienangehörigen von subsidiär geschützten treffend formuliert. SPD-Wähler und SPD-Parteimitglieder sind mehrheitlich deutlich gegen diese Familiennachzüge.
Beim Einstieg in eine Bürgerversicherung müssten zuerst zumindest alle neuen Beamten raus aus dem PKV- und Beihilfesystem. Wäre schon etwas.

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tiefenseer
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Re: Bürgerversicherung

Beitrag von tiefenseer » 29.01.2018 13:40

Was hat das mit der Bürgerversicherung zu tun?
Torquemada hat geschrieben:
29.01.2018 13:32
Der Söder hatte es am Wochenende bezüglich SPD und Nachzug von Familienangehörigen von subsidiär geschützten treffend formuliert. SPD-Wähler und SPD-Parteimitglieder sind mehrheitlich deutlich gegen diese Familiennachzüge.
Oder habe ich da etwas verpaßt? :roll:
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