Debeka will Massage/KG prüfen!

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SaBrü
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Debeka will Massage/KG prüfen!

Beitrag von SaBrü » 16.12.2016 15:39

Moin,

ich bekomme seit 6 Jahren Massage und Krankengymnastik aufgrund einer Steilstellung der HWS, chronischer Verspannungen und Migräne.
Bisher wurden die Kosten auch ohne Murren von der Debeka übernommen. Die zahlen im übrigen nur 30%, da ich 70% Beihilfe berechtigt bin.
Nun habe ich ein Schreiben bekommen, dass sie den Nutzen der Behandlung überprüfen wollen, um zu schauen ob diese noch nötig ist.
Ich bekomme 3 mal die Woche Massage/KG. Meine Migräne mit Begleiterscheinung ist seit einiger Zeit nicht mehr aufgetreten. Sollte ich diese Behandlungen. nicht weiter bekommen, werde ich durch meine chronischen Verspannungen wieder starke Kopfschmerzen und Bewegungseinschränkungen bekommen.

Was muss ich jetzt machen, damit die Debeka die Kosten weiter übernimmt? Die Beihilfe hat sich noch nie wegen der Kosten gemeldet.
Die Rezepte bekomme ich immer von meinem Hauarzt und nicht von meinem Orthopäden, da ich alle Rezepte immer bei meinem Hausarzt abhole.
Massage/KG ist eigentlich Bestandteil meiner privaten Versicherung, da ich das volle Paket habe. Mit der Prüfung der medizinischen Notwendigkeit wird ja die Kompetenz meines Arztes in Frage gestellt, oder nicht? Ein Rezept bekomme ich doch, weil die Behandlung medizinisch notwendig ist :shock:

Jemand ne Idee, wie ich jetzt am intelligentesten vorgehen kann?

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Ruheständler
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Re: Debeka will Massage/KG prüfen!

Beitrag von Ruheständler » 16.12.2016 16:26

SaBrü hat geschrieben: Jemand ne Idee, wie ich jetzt am intelligentesten vorgehen kann?
da gibt es wahrscheinlich nur einen sicheren Weg ,mit dem behandelnden Arzt über die Abrechnungsproblematik der Krankenkasse sprechen und sich nötigenfalls ein Attest über die weitere Notwendigkeit dieser Anwendungen ausstellen zu lassen, vorzugsweise vom Orthopäden ,was die Vorgehensweise der PKV betrifft, die Bearbeiter müssen in regelmäßigen Abständen die Notwendigkeit der Anwendungen beim Versicherten abfragen.Es kann natürlich sein das das Attest selbst zu zahlen ist,aber wenn es dadurch zu weiteren Anwendungen kommt,lohnt es sich doch.
Gruß vom Ruheständler
    • [/b]
    meine Eltern sagten damals immer wieder ,Junge mach was anständiges,ich suche immer noch...

    SaBrü
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    Re: Debeka will Massage/KG prüfen!

    Beitrag von SaBrü » 16.12.2016 16:53

    Moin,

    hat dies denn Aussicht auf Erfolg?
    Die Debeka schreibt ja direkt von Gutachter, objektive Ärzte u.s.w. :shock:
    Aufgrund chronischer Verspannungen sind die Massagen so wichtig für mich,
    und ich möchte ungern wieder Migräne Anfälle bekommen. Eine Bandscheibenvorwölbung habe ich auch noch,
    und da sind verspannte Muskeln sicher Kontraproduktiv.
    Habe ja schon alles durch, und nur die Massagen haben wirklich geholfen.
    Sobald ich aber eine Woche keine Massage habe gehen die Beschwerden wieder los.
    Werde nächste Woche mal zu meinem Orthopäden. Da dieser nur für Privatpatienten ist, wird er sicher wissen was ich will :)

    yuser
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    Re: Debeka will Massage/KG prüfen!

    Beitrag von yuser » 16.12.2016 20:03

    Hallo,

    ich kann die Problematik mit Migräne sehr gut nachempfinden.
    Wenn ich dich richtig verstanden habe dann gehst du seit 6 Jahren 3x die Woche zur Physiotherapie. Aus Sicht der Versicherung wundert es mich dass die nicht schon früher die medizinische Notwendigkeit überprüft haben - das ist für die ja ein erheblicher Kostenblock.

    Um eine Begutachtung wirst du da wohl nicht drum herum kommen, der Versicherer hat das Recht dazu.

    Es wird dir nur ein Attest zum Nachweis der medizinischen Notwendigkeit übrig bleiben bzw. im Rahmen der Begutachtung nachzuweisen, dass deine Behandlung weiterhin medizinisch notwendig ist. Viel Erfolg.

    herr b
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    Re: Debeka will Massage/KG prüfen!

    Beitrag von herr b » 17.12.2016 12:38

    Hallo SaBrü,
    ich bin kein Arzt, aber vielleicht solltest du dich mal auf CMD untersuchen lassen. Ärzte haben sich seinerzeit an mir die Zähne ausgebissen. Ein fähiger Zhnarzt diagnostizierte CMD, Ich bekam eine Schiene, seither habe ich Ruhe mit den Leiden.
    Gruß
    der herr b
    Ich bin befördert worden...
    Aus dem Dienst!

    SaBrü
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    Re: Debeka will Massage/KG prüfen!

    Beitrag von SaBrü » 18.12.2016 18:05

    Moin,

    ich habe eine Schiene für die Nacht.
    Das die Debeka 6 Jahre gezahlt hat finde ich ja auch super.
    Die Beihilfe macht bisher keine Anstalten den Nutzen der Behandlung zu überprüfen.
    Kann seitens der Beihilfe irgendwann das Selbe kommen?
    Mein Orthopäde wird natürlich die Notwendigkeit nachweisen und einen Bericht schreiben.
    Die Debeka wird um die Zahlung auf Dauer nicht herum kommen.
    Meine Probleme liegen ja auf der Hand, und nachweislich würde es nach Einstellung der Behandlung wieder schlimmer werden.
    Wüsste gerne wie die Debeka da argumentieren möchte :)
    Habe jetzt auch von vielen gehört, die das Selbe Problem hatten und der Debeka mit Klage gedroht haben.
    Was hat die Debeka gemacht? Richtig, eingelenkt und weiter gezahlt :)

    Es ist auch kein Drama, wenn ich die 120€ (30% Debeka) alle 8 Wochen selbst zahlen muss, aber es geht mir ums Prinzip.
    Mach mir langsam echte Sorgen, was die Debeka angeht. Verfolge immer mehr Berichte, wo schwer kranken Mitgliedern
    einfach die Kosten für Behandlungen nicht erstattet werden, unter dem Deckmantel des Nutzen. Es werden einfach
    irgendwelche Begründungen gesucht, die vor keinem deutschen Gericht stand halten würden. Einziges Ziel ist, darauf zu bauen,
    dass die kranken Menschen keine Kraft haben sich zu wehren. Das ist meiner Meinung nach höchst kriminell :o

    Frank Reich
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    Re: Debeka will Massage/KG prüfen!

    Beitrag von Frank Reich » 25.12.2016 23:16

    das ist leider schon seit einigen Jahren bekannt, dass sich die Debeka hier nach unten "weiterentwickelt" hat.
    SaBrü hat geschrieben: Wüsste gerne wie die Debeka da argumentieren möchte :)
    Habe jetzt auch von vielen gehört, die das Selbe Problem hatten und der Debeka mit Klage gedroht haben.
    Was hat die Debeka gemacht? Richtig, eingelenkt und weiter gezahlt :)

    ...
    Mach mir langsam echte Sorgen, was die Debeka angeht. Verfolge immer mehr Berichte, wo schwer kranken Mitgliedern
    einfach die Kosten für Behandlungen nicht erstattet werden, unter dem Deckmantel des Nutzen. Es werden einfach
    irgendwelche Begründungen gesucht, die vor keinem deutschen Gericht stand halten würden.
    Wie die Debeka argumentiert, ist nicht schwer zu beantworten. wie alle anderen auch: gar nicht, Ablehnung genügt ja erst mal. Alles Weitere läuft dann wie hier beschrieben

    *** Keine aktiven Links, danke. Mod *** captain-huk.de/haftpflichtschaeden/das-aktive-schadenmanagement-und-der-ruch-des-geldes/

    Die Berichte betreffen ja nicht nur die Debeka (gefühlt vielleicht), aber idR helfen auch die Gerichte nicht ab. Leider. Da hilft dann nur klagen (die Richter beklagen sich doch so gern über die Belastung der Justiz :o ).
    es grüsst Frank Reich
    _________________

    Schuld ist ein moralischer Aspekt; Recht ein finanzieller (HKH)

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    Re: Debeka will Massage/KG prüfen!

    Beitrag von Varetek » 27.12.2016 20:45

    Habe neulich erst einen ähnlichen Fall mitbekommen. Ging ebenfalls um Massagen und Fango oder so, die über Jahre regelmäßig durch den Hausarzt verschrieben wurden, bis dann die Versicherung (in dem Fall die Universa) die Zahlung eingestellt hat. Begründet wurde das dann damit, dass solche Behandlungen normalerweise nur temporär verordnet würden, dauerhaft auf diesem Wege aber keine Heilung zu erwarten wäre.

    Leider war die Patientin in diesem Fall so ungeschickt teilweise nur telefonisch mit dem Arzt über ihre Beschwerden zu reden, also keine Untersuchung stattfand und die Überweisung nur abgeholt wurde. In dem Verfahren wurde dann noch ein medizinisches Gutachten eingeholt mit dem Ergebnis, dass grundsätzlich nix gegen eine fortwährende Behandlung der Symptome spricht, auch wenn eine Heilung nicht erreicht werden kann, aber dafür vorher eine Untersuchung notwendig ist. Ergebnis: Die Patientin hat ihr Geld nur für die Verordnungen erstattet bekommen, denen eine Untersuchung vorausgegangen war.

    Der in solchen Fällen zuständige Amtsrichter kann übrigens herzlich wenig dafür und hat gegen solche Klagen sicherlich auch nichts einzuwenden. Überlastet sind die eher wegen irgendwelcher Spinner, die mit Hilfe von Rechtschutzversicherung oder Prozesskostenhilfe ihre Mitmenschen ärgern.

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