Krankenkassenbeitrag Reduzierung bei 2tem Kind

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yuser
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Re: Krankenkassenbeitrag Reduzierung bei 2tem Kind

Beitrag von yuser » 24.05.2016 16:46

Gute Zusammenfassung!
So sehe ich das auch. Es kann ja zum Glück jeder selbst entscheiden was oder was nicht getan wird.

Je nach Umstand halte ich es aber genau so für fahrlässig zu sagen die GKV sei in jedem Fall besser und der Rest wäre Firlefanz den keiner braucht. Wenn es um die wirkliche Wurst geht möge man mal versuchen einen Termin bei einer entsprechenden Kapazität zu bekommen.
Da merkt man dann recht schnell den Unterschied.

GKV würde ich persönlich immer mit Zusatzversicherung stationär und ggf. ambulantem Restkostentarif und Umstellung ins Kostenerstattungsverfahren kombinieren.
Dann hat man GKV mit Mehrleistungen, die man wenn es zu teuer wird oder man keine Lust mehr hat wieder kündigen kann. Wenn ich als Beamter den ganzen Spaß für das Kind aber für um die 40€ im Monat als Quotenversicherung haben kann...

Es ist wie immer im Leben: es kommt darauf an. Für den einen passts, für den anderen eben nicht. Zumindest würde ich mir die Unterschiede ganz genau anschauen, dann je nach Gesundheitszustand ist die Kindernachversicherung vielleicht die einzige Chance die man je hat um an so einemAbsicherung zu kommen. Ansonsten würde ich halt den PKV-Quotentarif auf Anwartschaft stellen und den Weg ohne Gesundheitsprüfung offen halten. Je nach dem was kommt ist man dann sicher gut aufgestellt.

Zollkodex-Ritter
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Re: Krankenkassenbeitrag Reduzierung bei 2tem Kind

Beitrag von Zollkodex-Ritter » 24.05.2016 19:31

Ja, wählt man sorgfältig einen Tarif bei der PKV, dann mag das gelten. Denn man hat ja als Berufsanfänger wirklich auf dem Schirm, an was man mal in 15/20 Jahren oder so erkranken könnte. Also sichert man sich dann vollumfänglich ab... Falls man überhaupt sich zu einem vernünftigen Beitrag in der PKV versichern kann, denn Schwerbehinderte werden ja nicht soooo gerne genommen.

Man darf auch nicht vergessen, dass die Behilfe zu 80% das übernimmt, was die GKV auch zahlen würde und man für das Kind lediglich eine 20%-Versicherung benötigt.

Gerne darf man auch mal versuchen, mit seinem Kind als privat Versicherter eine Mutter-Kind-Kur anzutreten. Einfach ist da anders.

Varetek
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Re: Krankenkassenbeitrag Reduzierung bei 2tem Kind

Beitrag von Varetek » 24.05.2016 20:09

Zollkodex-Ritter hat geschrieben: Also sichert man sich dann vollumfänglich ab...
Ganz genau! Alles andere ergibt überhaupt keinen Sinn. Wer da mit der Absicht herangeht möglichst viel zu sparen, fliegt mit ziemlicher Sicherheit später auf die Schnauze. Sei es durch eingeschränkten Leistungsumfang, oder starke Beitragserhöhungen dank mieser Kalkulation.

Für Schwerbehinderte, chronisch Kranke, Vorbelastete etc. gibt es die Öffnungsaktion. Das ist mit den 30% Aufschlag und Auschluss gewisser Ergänzungsbausteine dann sicherlich nicht ganz so toll, aber hier hat man dann immerhin tatsächlich die Möglichkeit bei der Tarifauswahl seinen "Bedarf" zu berücksichtigen. Das betrifft aber auch nur den Beamten selbst, bzw. dessen Ehepartner, so er denn mitversichert wird.

Was nun die Kinder angeht, um die es hier ja eigentlich geht, gilt für die der Kontrahierungszwang (bis 6 Monate nach Geburt). Die werden also ohne Gesundheitsprüfung versichert - wer diese Frist versäumt kann allerdings in der Tat später Probleme bekommen sein Kind zu versichern, sobald erstmal Asthma oder dergleichen diagnostiziert wurde. Ein weiterer Grund sich sehr gut zu überlegen, ob man nicht zumindest die von Yuser angesprochene Anwartschaft abschließt.

Und ja, natürlich wird ein Großteil der Kosten primär durch die Beihilfe getragen. Hier greift dann aber der so oft verschmähte "Beihilfeergänzungstarif", der für gerade mal ~1 Euro im Monat (beim Kind!) all das übernimmt, für das die Beihilfe keine Leistungen vorsieht und damit bei allen "nicht beihilfefähigen" Behandlungen aus den 20% quasi einen Vollkostentarif macht.
Kuren lassen sich im Übrigen ebenso mitversichern, der entsprechende Baustein kostet bei uns 0,29 Euro - das sind 87,- Euro bis zum 25. Lebensjahr des Kindes.

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