Schleppende Auszahlung der Beihilfe

Beihilfeforum, Reisekostenforum: Fragen zu Beihilfe, Reisekosten, Trennunngsgeld, ...

Moderator: Moderatoren

Zöllner
Beiträge: 68
Registriert: 22.11.2005 21:24
Behörde:

Schleppende Auszahlung der Beihilfe

Beitrag von Zöllner » 04.06.2015 14:01

Jetzt warte ich schon vier Wochen auf einen Beihilfebescheid, und nach einem Anruf in Rostock erfuhr ich, dass man jetzt die 19. Woche aufarbeitet. Leider sei das Personal knapp, man könne nicht mehr schaffen.
Das sehe ich ein, die Leute vor Ort können nichts dafür. Aber darf es denn sein, dass ich auf mehr als 1500 Euro warte, die Arztrechnungen habe ich alle schon bezahlen - müssen, und Rezepte zahlt man sowieso sofort in der Apotheke.
Daher werde ich - Schäuble sei Dank - meinen Urlaub mit meiner Frau wohl stornieren müssen. So dicke hat man es leider nicht als kleiner Pensionär.
Wie sieht es anderswo aus? Sollte man das mal an das BMF schreiben ?
"Man hat viel Philosophie nötig, um das zu bemerken, was man täglich sieht"
(Jean jacques Rousseau)

Adler
Beiträge: 172
Registriert: 05.03.2013 20:18
Behörde:

Re: Schleppende Auszahlung der Beihilfe

Beitrag von Adler » 04.06.2015 18:28

Bei uns dauert es derzeit auch 5 Wochen.

http://www.berlin.de/landesverwaltungsamt/beihilfe/

Die Bearbeitungszeit war auch schon mal länger.

Kannst ja eine Abschlagzahlung beantragen.

aus VwV BhVO
§ 51 Zu Absatz 8


1Beihilfeberechtigten Personen können insbesondere zum Schutz vor außergewöhnlichen finanziellen Belastungen auf Antrag Abschlagszahlungen gewährt werden. 2Dabei ist es ausreichend, wenn durch Unterlagen, zum Beispiel der Leistungserbringerin oder des Leistungserbringers dokumentiert wird, dass eine hohe Belastung vor der Beihilfebeantragung entsteht (zum Beispiel Kauf eines Hilfsmittels mit einer sofort zu begleichenden Rechnung). 3Einzahlungsbelege als Grundlage für eine Abschlagszahlung sind nicht erforderlich.
Beamtenrecht ist nur mein Hobby.

Benutzeravatar
Ruheständler
Beiträge: 465
Registriert: 17.07.2013 22:24
Behörde: Zufluchtsort für häusliche Anlässe...

Re: Schleppende Auszahlung der Beihilfe

Beitrag von Ruheständler » 04.06.2015 20:01

4-5 Wochen warten,das kenne ich auch noch aus meiner aktiven Dienstzeit als ehemaliger Bundesbeamter,jetzt im Ruhestand wird alles vom BADV in Düsseldorf abgewickelt,da ist eine Wartezeit von 10 Wochen noch der Durchschnitt :shock: und zu den Gesamtkosten ist zu sagen das es dort erst ab 2000 € :roll: als erhöhte Aufwendungen eine schnellere bevorzugte Abwicklung gibt, 2014 wurde dort ein neues Programm für die Beihilfebearbeiter in Dienst gestellt,davor waren es mindestens 12 Wochen Wartezeit....
Gruß vom Ruheständler
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
meine Eltern sagten damals immer wieder:Junge mach aus Deinem Leben was anständiges, Ergebniss : Feinmechaniker, Soldat,Arbeiter,Angestellter,Beamter,Pensionär,was soll ich noch vollbringen ?...

Benutzeravatar
Baumschubser
Beiträge: 737
Registriert: 22.05.2014 08:53
Behörde: JVA
Wohnort: Oberlausitz

Re: Schleppende Auszahlung der Beihilfe

Beitrag von Baumschubser » 04.06.2015 21:40

In Sachsen muss es da vor ein paar Jahren mal fürchterlich gerappelt haben, als jemand gegen diese lahme Bearbeitung geklagt hat. Seitdem geht es hier jedenfalls richtig fix, im Normalfall hat man sein Geld innerhalb 2 bis maximal 3 Wochen.

Benutzeravatar
Ossikind
Beiträge: 497
Registriert: 12.12.2007 17:15
Behörde:

Re: Schleppende Auszahlung der Beihilfe

Beitrag von Ossikind » 05.06.2015 06:29

Es ging doch bisher immer sehr schnell beim Service-Center Rostock.
Was ist da jetzt los ?
Warte schon 6 Wochen auf Bescheid!
Werde mal die Chefin dort anrufen (Frau von O.). :D :D
Früher konnten Frauen kochen wie meine Mutter, heute können sie saufen wie mein Vater!

Zöllner
Beiträge: 68
Registriert: 22.11.2005 21:24
Behörde:

Re: Schleppende Auszahlung der Beihilfe

Beitrag von Zöllner » 05.06.2015 16:22

Abschläge sind nach meiner Kenntnis beim Bund nur möglich im Falle einer Krankenhausrechnung.
Und vorgezogen werden nur Erstattungen über 2.500 Euro.
"Man hat viel Philosophie nötig, um das zu bemerken, was man täglich sieht"
(Jean jacques Rousseau)

Silencium
Beiträge: 200
Registriert: 29.03.2010 19:30
Behörde:

Re: Schleppende Auszahlung der Beihilfe

Beitrag von Silencium » 06.06.2015 13:46

Diese Diskussion hat schon einen Bart der bis in den Keller der Beihilfestellen reichen dürfte ;)

Gerade in den Sommermonaten sind derartige Bearbeitungszeiten (leider) absolut üblich. Auch Beihilfesachbearbeiter haben tatsächlich Urlaubsansprüche und besitzen die Unverschämtheit diesen auch hin und wieder geltend zu machen ;) *Ironie off*
Eine beihilferechtlich oder beamtenrechtlich verankerte Bearbeitungsfrist existiert für die Bearbeitung der Anträge nicht, in vielen Beihifestellen gibt es jedoch interne Vorgaben in welcher die Anträge bearbeitet werden "sollen". Aber wie der konsultierte Sachbearbeiter zutreffend erkannt hat - mehr als Arbeiten kann man halt auch nicht.
Bezüglich der statthaften Klageart wäre hier im Übrigen eine Verpflichtungsklage in Gestalt einer Untätigkeitsklage einschlägig, diese ist jedoch grundsätzlich erst - aus gutem Grund - nach Ablauf von drei Monaten zulässig (§ 75 S. 2 VwGO).
Bis dahin sollte aber dann doch auch die langsamste Beihilfestelle über den Antrag entschieden haben.

Damit bleibt im Ergebnis nicht viel übrig um kürzere Bearbeitungszeiten - zumindest juristisch - durchzusetzen. Und Druck auf die Politik, die Beihilfestellen personell besser auszustatten ist oftmals auch sehr fruchtlos. Für die Aufrechterhaltung einer leistungsfähigen und kundenfreundlichen Staatsverwaltung scheinen heute einfach keine Haushaltsmittel mehr vorhanden zu sein - die werden an anderer Stelle wohl dringender benötigt...aber ich schweife jetzt zu sehr in Ironie ab ;)

Für die Praxis empfiehlt es sich, für so lange Bearbeitungszeiten immer ein gewisses Kapital aus den laufenden Dienstbezügen "flüssig" zu halten.
"Ungerechtigkeit ist relativ leicht zu ertragen, Gerechtigkeit tut weh." (Henry Louis Mencken)

Zöllner
Beiträge: 68
Registriert: 22.11.2005 21:24
Behörde:

Re: Schleppende Auszahlung der Beihilfe

Beitrag von Zöllner » 12.06.2015 23:27

Es ist jetzt über vier Wochen her, und es ist immer noch nichts eingetroffen von der Beihilfestelle Rostock. Wenn unser Finanzminister so weiter macht, soll er sich nicht wundern, wenn die Regierung nach der nächsten Wahl nicht regieren kann, gedenke des Ausspruchs von Bismarck.
:evil:
"Man hat viel Philosophie nötig, um das zu bemerken, was man täglich sieht"
(Jean jacques Rousseau)

Trennblatt
Beiträge: 1
Registriert: 16.07.2015 10:34
Behörde:

Re: Schleppende Auszahlung der Beihilfe

Beitrag von Trennblatt » 16.07.2015 10:38

Hallo zusammen,

ganz ehrlich... 4-6 Wochen wären bei uns traumhaft.

Wir haben aktuell eine Wartezeit von ca. 4-6 MONATE bis wir einen bearbeiten Beihilfeantrag zurück bekommen. :cry:

Beste Grüße von der Universität Bonn

herr b
Beiträge: 298
Registriert: 27.07.2014 19:11
Behörde:

Re: Schleppende Auszahlung der Beihilfe

Beitrag von herr b » 16.07.2015 12:00

Da möchte ich mal an dieser Stelle die Beihilfe NRW loben!!! Im Schnitt dauert es
bei MIR ca. 12-16 Tage nach Absendung des Antrages bis das Geld auf meinem
Konto landet.

Der Knaller der mir bis heute rätselhaft ist, ich habe mal auf einem Mittwoch Nachmittag
um ca. 17:30 Uhr meinen Beihilfeantrag zu Post gebracht, am Freitag war die Beihilfe
schon auf meinem Konto :shock: :shock: :shock: :shock: Keine Ahnung wie die Post
und die Beihilfe das gemacht haben.

Ansonsten wie gesagt 12-16 Tage, hat sich extremst verschnellert seit es die Zentrale
Scanstelle für Beihilfe in Detmold gibt.
Ich bin befördert worden...
Aus dem Dienst!

Gerti
Beiträge: 24
Registriert: 02.12.2012 04:23
Behörde:

Re: Schleppende Auszahlung der Beihilfe

Beitrag von Gerti » 17.07.2015 10:59

Hallo,

vom Erstattungsantrag Postbea KK bis zur Auszahlung wird ca. 3 Wochen gebraucht.
Antrag Ging nach Stuttgart.

Gerti

Benutzeravatar
MK70
Beiträge: 85
Registriert: 19.11.2013 13:41
Behörde: Stadt Düsseldorf - Versorgungsamt
Wohnort: 47809 Krefeld

Re: Schleppende Auszahlung der Beihilfe

Beitrag von MK70 » 17.07.2015 11:19

Warte aktuell auch was länger... - Urlaubszeit halt... :wink:

Mir wäre es am liebsten, ich könnte die auch per Mail schicken (wie bei KK auch). Würde Porto sparen... 8)
Dann wäre man, wie die vergangenen Wochen, auch nicht von der Post abhängig... *duck und wech* :) :) :)
*späßle* :)
VG MK 8-)

abfallteil
Beiträge: 53
Registriert: 27.01.2011 19:24
Behörde:

Re: Schleppende Auszahlung der Beihilfe

Beitrag von abfallteil » 01.08.2015 12:18

ich, habe bei hohen beträgen einen vorschuss beantragt. das hat auch lange geklappt.
bekam aber irgendwnan man die auskunft das ich in so geordneten verhältnissen leben müsste das ich auch mal paar hundert euro vorstrecken könne..
nuja.. jedenfalls wird mittlerweile wenn es länger dauert schon von dort aus ein vorschuss ausbezahlt.
derzeit ist es ca 4 wochen. 2 wochen hin oder her sind ok so lange die beträge nicht so hoch sind.
------------------------------------------------------------------------------------
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten :) Geschenk des Tages.

Florian
Beiträge: 9
Registriert: 29.05.2014 11:34
Behörde:

Re: Schleppende Auszahlung der Beihilfe

Beitrag von Florian » 07.08.2015 01:01

Bei uns in Niedersachsen dauerte es bislang knapp EINE WOCHE, dann war das Geld auf dem Konto und der Bescheid im Postkasten.
Jetzt in der Urlaubszeit hatte es ca. zwei Wochen gedauert und das ist m. E. auch noch eine sehr schnelle Bearbeitung.

Gruß
Florian

Luppe-Aue
Beiträge: 73
Registriert: 26.06.2013 07:08
Behörde:

Re: Schleppende Auszahlung der Beihilfe

Beitrag von Luppe-Aue » 06.01.2016 05:01

Willkommen im Club! :lol: Ich darf als "Mittel-Deutscher" auch in Rostock abrechnen lassen!
1. Rechnungen werden erst bezahlt, wenn die Beihilfe eintreffen tut.
2. Wenn 'ne Mahnung kommen tut, dann scanne ich diese und ab per Mail nach Rostock und an die "Mahnstelle" als Absender!
3. Hat bisher funktioniert, in Nullkommanix war das Geld da und der Bescheid erstellt.
4. Das was wir jetzt hinnehmen müssen von Rostock, dass haben diese Leute, sollten sie es je erleben dürfen, noch vor sich, das begreifen die "Fischköppe" nicht !!! :roll:

Werbung