Verhalten bei dauernder Krankschreibung

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arme Sau
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Re: Verhalten bei dauernder Krankschreibung

Beitrag von arme Sau » 17.01.2018 14:22

Muschelchen hat geschrieben:
15.01.2018 10:34

...
"Eine Erteilung der Versorgungsauskunft erfolgt:

bei Überschreiten des 55. Lebensjahres (jedoch nur bis 12 Monate vor Eintritt in den Ruhestand) oder
bei schwerer Erkrankung, die eine dauernde Dienstunfähigkeit erwarten lässt (Anfragen der Dienststellen) oder
bei bevorstehender Altersteilzeit.

...
bla bla bla (bist nicht du gemeint Muschelchen) :)

Meiner Meinung nach hat ein Bundesbeamter vor Gericht erstritten, das er Auskunft über seine zukünftigen Pensionszahlungen erhalten muß!
Was für mich durchaus nachvollziehbar ist. Denn auch Beamte haben Versorgungslücken.
Und eben, um diese zu füllen, müsste man wissen wie viel Vorsorge man betreiben muß! Wieviel kann man denn ab 55 noch zurücklegen um diese Lücken zu füllen ?
Ich weiß, das einige Bundesländer keine Auskunft erteilen!
.
Dies müsste, meiner Meinung nach dringend, auf dem Rechtsweg geklärt werden.
.
Da stellt sich dann wieder die Frage, wo sind die Gewerkschaften ? ? ? Wenn man Sie braucht !
Grüne Beiträge sind -Mod- Beiträge, schwarze geben meine "private Meinung" wieder!
---------
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watschenmann
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Re: Verhalten bei dauernder Krankschreibung

Beitrag von watschenmann » 17.01.2018 16:15

Hallo Allerseits, betrifft Versorgungsauskunft

bei uns (BEV) kannst du dir einmal im Jahr eine Versorgungsauskunft kommen lassen. Es dauert zwar aber es ist nicht an bestimmte Altersgrenzen gebunden.
Das scheint wieder bei jeder Behörde anders zu sein.

Gruß Watschenmann

Muschelchen
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Re: Verhalten bei dauernder Krankschreibung

Beitrag von Muschelchen » 17.01.2018 17:15

Hallo nochmals,
also, bis jetzt konnte noch keiner einen Vorschlag machen, welche Möglichkeiten es außer dem Versorgungsrechner NRW gibt, der allerdings nur begrenzt sinnvoll ist...
Zitat:
Ich erfülle die Kriterien nicht – Wie kann ich dennoch erfahren, wie hoch meine Versorgungsbezüge sein werden?

Es besteht die Möglichkeit fiktive Versorgungsbezüge zu berechnen. Hierfür können Sie den Versorgungsrechner nutzen.
Bitte beachten Sie, dass sich aus der von Ihnen durchgeführten Berechnung keine Rechtsansprüche herleiten lassen.

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Alentejo
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Re: Verhalten bei dauernder Krankschreibung

Beitrag von Alentejo » 17.01.2018 17:41

Hast du mal hier dein Glück versucht: http://www.beamtenversorgung.nrw.de/fsiframe.wrkexec

Muschelchen
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Re: Verhalten bei dauernder Krankschreibung

Beitrag von Muschelchen » 17.01.2018 17:52

...sehr gut gedacht, aber das ist der o.g. Versorgungsrechner NRW....

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Re: Verhalten bei dauernder Krankschreibung

Beitrag von Alentejo » 17.01.2018 17:56

... sorry, habe den Link vorher nirgends gesehen

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Re: Verhalten bei dauernder Krankschreibung

Beitrag von Alentejo » 17.01.2018 18:00

Lese gerade, dass die GEW ebenfalls einen Rechner hat. Über die GEW müsstest du auch weitere und genaue Infos bekommen können oder über den Philologenverband.

https://www.gew-nrw.de/meldungen/detail ... ehalt.html

https://www.phv-nw.de/system/files/pdf/ ... 1-1-18.pdf

Muschelchen
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Re: Verhalten bei dauernder Krankschreibung

Beitrag von Muschelchen » 17.01.2018 18:45

:D ....ja, das sieht gut aus, vielen Dank dafür...

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Re: Verhalten bei dauernder Krankschreibung

Beitrag von Gertrud1927 » 17.01.2018 19:26

Hallo. Ich finde der Versorgungsrechner in NRW geht doch gut. Vorher bleibt es immer fiktiv. Wenn Unklarheiten in Deinen Zeiten sind wegen Kannbestimmungen werden die immer erst beim Versorgungsfall entschieden.
Im LBeamtVG NRW § 49.2

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Re: Verhalten bei dauernder Krankschreibung

Beitrag von Muschelchen » 17.01.2018 22:43

:D :) Gut, vielen Dank für die Antworten auf meine Fragen, ich fühle mich viel besser durch diese Diskussion hier...
Vielleicht können wir noch mal auf das Thema Schadstoffbelastung in öffentlichen Gebäuden- konkret Schulen - in NRW kommen.
Wie schon erwähnt habe ich lange Zeit in den berühmt-berüchtigten Pavillions unterrichtet bis die Systemdeckenplatten durch Schimmelausbreitung abfielen.
Außerdem hatte ich einen Klassenraum in einem Kellerbereich, in dem Schimmelpilze ohne Ende waren, ebenso wie im Gang davor, von schwarzem Schimmel im alten Fensterkitt abgesehen...Die Pavillions wurden dann nicht abgerissen, sondern "zurückgebaut", alles wurde eingehüllt und die Arbeiter gingen in Astronautenanzügen in die Hülle..Hat jemand Erfahrung mit Schadstoffen/Belastungen in Gebäuden und deren Anerkennung bei Folgeerkrankungen? Vielen Dank im voraus....

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Re: Verhalten bei dauernder Krankschreibung

Beitrag von Muschelchen » 24.01.2018 16:20

Hallo nochmals,
heute hatte ich mal wieder einen Anruf meines Schulleiters, da ich bis Mitte Februar weiter krank geschrieben bin...Seine erneute Anfrage: Ob die Ärzte mich nicht mind. 6 Wochen krank schreiben könnten (alles wie gehabt), da er sonst keine Vertretung von der Bezreg. bezahlt bekommt. Warum klären SL dies eigentlich nicht mit der Bezreg.,sondern rufen die Arbeitnehmer an? Ich fühle mich immer total unter Druck gesetzt, aber eigentlich bin ich der falsche Ansprechpartner, finde ich, denn den Ärzten sind die Regelungen der Bezreg total egal ...und ich fühle mich immer schuldig, dass die Kollegen Mehrarbeit machen müssen, obwohl es natürlich ein Fehler im System ist...

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Re: Verhalten bei dauernder Krankschreibung

Beitrag von Muschelchen » 24.01.2018 16:45

...ach übrigens, ich habe beim arbeitsmedizinischen Dienst angerufen wegen Anerkennung der Schimmelpilzbelastung in Schulen zur Berufsunfähigkeit....Aussage einer Ärztin: Schimmelpilze kommen überall in der Umwelt vor und deshalb kann eine besondere Belastung durch Schimmelpilze in Gebäuden nicht als Kriterium gewertet werden, Schimmelpilze als Belastung kommen in den Listen der Berufsunfähigkeitsanerkennung nicht vor.....Ich habe demnächst noch einen Rechtsberatungtermin dazu....

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Re: Verhalten bei dauernder Krankschreibung

Beitrag von Torquemada » 24.01.2018 18:11

Muschelchen hat geschrieben:
24.01.2018 16:20
Hallo nochmals,
heute hatte ich mal wieder einen Anruf meines Schulleiters, da ich bis Mitte Februar weiter krank geschrieben bin...Seine erneute Anfrage: Ob die Ärzte mich nicht mind. 6 Wochen krank schreiben könnten (alles wie gehabt), da er sonst keine Vertretung von der Bezreg. bezahlt bekommt. Warum klären SL dies eigentlich nicht mit der Bezreg.,sondern rufen die Arbeitnehmer an? Ich fühle mich immer total unter Druck gesetzt, aber eigentlich bin ich der falsche Ansprechpartner, ....
Du musst für deinen Schulleiter nicht telefonisch erreichbar sein. Und du solltest das abstellen.

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Re: Verhalten bei dauernder Krankschreibung

Beitrag von Alentejo » 26.01.2018 17:02

Mit einer Anerkennung deiner Beeinträchtigung durch Schimmelpilze wirst du wahrscheinlich keinen Erfolg haben. Die Rechtsprechung ist da ziemlich einheitlich, da eben auch die Beweislage sehr schwierig ist. Das Problem ist auch, dass Erkrankungen in der Regel nicht eindeutig auf Schimmelbefall in den Räumen zurückzuführen sind:

http://www.gesetze-bayern.de/Content/Do ... eSupport=1

https://openjur.de/u/119655.html

http://www.gesetze-bayern.de/Content/Do ... eSupport=1

https://www.umweltbundesamt.de/schimmel ... g-im-buero

Hast du denn die Schulleitung aufgefordert, dir einen anderen Unterrichtsraum zur Verfügung zu stellen? Hast du ärztliche Gutachten, die eine Erkrankung auf diese Räumlichkeiten zurückführen? Wurden die Räume untersucht, Schadstoffe gemessen? Schimmel ist schon Allergien auslösend, schwierig ist nur die Beweislage.

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Re: Verhalten bei dauernder Krankschreibung

Beitrag von Muschelchen » 28.01.2018 11:40

Danke Alentejo für die Links, aber leider bestätigen diese ebenfalls meine bisherige Recherche, es gibt kein Urteil weit und breit, dass Schimmelpilzbelastung als Berufkrankheit anerkennt, vielleicht muss ich die Sache nochmal anders angehen....
Ja, ich habe die Schulleitung auf die Schimmelpilzbelastung hingewiesen, allerdings nicht schrifltlich, was, wie ich jetzt bei den Verbänden gesehen habe, die einzig anerkannte Möglichkeit ist, und habe mich geweigert in Kellerräumen und Pavillions zu unterrichten, was auch akzeptiert wurde...Die gesamte Schule wurde 2011 saniert, d.h. Pavillions wurden "zurückgebaut" und die Arbeiter sind in "Astronautenanzügen" in die Räume gegangen um sie abzutransportieren...Die sanierte Schule hat in ihrer Grundsubstanz aber immer noch eine Schimmelpilzbelastung, die Flecken werden vor Tagen der offenen Tür überstrichen, so dass die Eltern sie nicht sehen....Ob es Messungen gibt, weiß ich nicht, das Thema wird komplett unter dem Deckel gehalten, wie bekannt, darf die Öffentlichkeit nichts davon wissen, weil ja sonst die Anmeldezahlen zurück gehen...

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