Feindliche Übernahme und Beendigung des Beamtenverhältnisses

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MiaWallace
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Feindliche Übernahme und Beendigung des Beamtenverhältnisses

Beitrag von MiaWallace » 30.05.2014 15:03

Guten Tag!
Es freut mich sehr, durch einen Tipp dieses Forum gefunden zu haben und evtl. kann mir jemand helfen.
Ich habe dieses Forum schon durchsucht und einen ähnlichen Fall gefunden, bei dem aber schon eine Freigabe erfolgt war.
Meine momentane Situation ist sehr schwierig und von den Behörden erhalte ich nur wenig ausreichende Informationen :-(

Zurzeit bin ich Lehrerin in Bremerhaven und wohnhaft in Bremen (Referendariat im Oktober 2013 beendet, dann ab November 2013 als Lehrerin eingestellt, bin an der gleichen Schule geblieben).
Nun hat sich meine private Situation stark verändert, ich habe eine Freigabeerklärung beantragt um nach Bremen zu wechseln (diese wurde gerade zum 1.8.2016 bewilligt, allerdings habe ich hierzu nur eine telefonische Auskunft erhalten, schriftlich liegt noch nichts vor). So lange kann und möchte ich aber nicht mehr warten, ich habe einen Arbeitsweg von 3,5 Stunden pro Tag. Ein Umzug nach BHV oder in HB kann nicht erfolgen.
Kurz zur info, Bremerhaven und Bremen haben jeweils ein Schulamt, obwohl es ja eigentlich nur ein Bundesland ist.

Jetzt kam letzte Woche ein super Jobangebot aus Bremen für das kommende Schuljahr.
Ich überlege gerade, ob ich meine Verbeamtung auf Probe freiwillig beende und es darauf ankommen lasse, diesen Job in Bremen zu bekommen.
Die Personalräte der beiden Städte und der Magistrat in Bremerhaven geben wie gesagt nur unzureichende Auskünfte.

Ob mich Bremen einstellt ist sehr ungewiss, da es sich um eine "feindliche Übernahme" handelt bzw. handeln würde. Das möchte ich natürlich dringend umgehen.

Nun habe ich von einem KMK-Beschluß auf der Seite der GEW-Hamburg gelesen, dass bei einer freiwilligen Aufhebung der Verbeamtung keine erneute Verbeamtung getätigt werden darf.

Meine konkreten Fragen:
Hat hier vielleicht jemand eine "feindliche Übernahme" mitbekommen oder weiß Rat?

Am wichtigsten ist mir aber die Frage mit der Verbeamtung, ist diese mit freiwilliger Beendigung für immer verloren? Oder gibt es die Chance mit einer neuen Verbeamtung in Bremen zu starten?
Wenn dies der Fall ist, würde ich natürlich die 2,5 Jahre in Bremerhaven zu Ende bringen.

Aus sicher Quelle weiß ich, dass ein Wechsel von BHV nach HB sehr häufig vorkommt und eben auch vor der Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit. Es muss also Profis auf diesem Gebiet geben :D
Die GEW ist kontaktiert, doch es dauert noch.

Vielen Dank im Voraus!

sheela
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Re: Feindliche Übernahme und Beendigung des Beamtenverhältni

Beitrag von sheela » 18.06.2014 01:10

Ich wurde vor über 20 Jahren durch feindliche Übernahme übernommen. Sobald eine neue Urkunde als Beamter/in vorliegt, ist das alte Beamtenverhältnis erloschen. Ich hatte damals kein schlechtes Gewissen, denn es ging um mich und das war gut so!!

sdh1807
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Re: Feindliche Übernahme und Beendigung des Beamtenverhältni

Beitrag von sdh1807 » 20.06.2014 08:24

Meines Erachtens funktioniert die "Raubernennung" hier nicht, da der Dienstherr in beiden Fällen der Selbe ist (man möge mich korregieren).
So weit ich weiß sind Lehrer Landesbeamte, demnach ist der Diensther das Land Bremen. Eine "Raubernennung" setzt die Urkunde eines anderen Dienstherren vorraus.

Hier wird es nur über eine Versetzung funktionieren.

Torquemada
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Re: Feindliche Übernahme und Beendigung des Beamtenverhältni

Beitrag von Torquemada » 20.06.2014 16:03

sdh1807 hat geschrieben:Meines Erachtens funktioniert die "Raubernennung" hier nicht, da der Dienstherr in beiden Fällen der Selbe ist (man möge mich korregieren).
So weit ich weiß sind Lehrer Landesbeamte, demnach ist der Diensther das Land Bremen. Eine "Raubernennung" setzt die Urkunde eines anderen Dienstherren vorraus.

Hier wird es nur über eine Versetzung funktionieren.
Richtig. Bremen mag zwar zwei Schulbehörden haben (wieder ein Beweis dafür, dass diese Ministädtchen nicht wirtschaften können...), es gibt aber nur einen Dienstherren.

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