Gesunde Beamtin (LZ) soll zum Amtsarzt

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Bundesfreiwild
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Re: Gesunde Beamtin (LZ) soll zum Amtsarzt

Beitrag von Bundesfreiwild » 20.02.2013 13:42

Es gibt eine Hinzuverdienstgrenze. Diese Grenze bestimmt allerdings NICHT, wie viel man verdienen DARF (wenn man kann), sondern nur, dass ab einer bestimmten Grenze das zusätzliche Einkommen gegen die Pension gerechnet wird.

Grob:

Pension = 1500 Euro
Hinzuverdientsgrenze nach Pensionsberechnung: 2000 Euro (höchstmögliche Pension der Laufbahn)
Verdienst Nebentätigkeit: 500 Euro.
Man bleibt unterhalb oder gleich der Hinzuverdiensgrenze und es hat keine Auswirkung auf die Pension.

Nebenverdienst 1000 Euro. Pension 1500 Euro.
Man käme also mit Pension und Nebentätigkeitseinkommen auf 2500 Euro. Die Hinzuverdientgrenze von 2000 wird um 500 überschritten.
Es werden 500 Euro von der Pension gekürzt.
Netto hat man aber immer noch Pension 1000 Euro + 1000 Euro aus dem Nebenjob = 2000 Euro.
Man könnte also annehmen, für den mittleren Dienst z.B., dass sich ein Minijob von 400 Euro netto in der Relation zur Arbeitszeit mehr lohnt als evtl. ein Teilzeitjob mit 1000 E.

Nur so als ganz grobes Erklärungsbeispiel. Was am Ende ganz genau verrechnet wird, ist Sache der Pensionsbezügestelle.

Nach Bundesgesetz verbleibt dem Beamten aber immer ein Sockelbetrag an Pension - so rund 350 Euro. Die bekommt er immer, auch wenn er in einer Nebentätigkeit ne halbe Million verdienen würde.

Kater-Mikesch
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Re: Gesunde Beamtin (LZ) soll zum Amtsarzt

Beitrag von Kater-Mikesch » 20.02.2013 14:41

Am besten einmal das Beamtenversorgungsrecht - Anrechnungs- und Ruhensregelungen - gründlich durchlesen oder einfach mal in Google nach den Begriffen suchen.

Es gibt ja auch Unterschiede von Bundes-, Kommunal- und Landesbeamten...jeweils einfach das Richtige für sich raussuchen - am Besten vor Beginn der Nebentätigkeit...

kreisverkehr
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Re: Gesunde Beamtin (LZ) soll zum Amtsarzt

Beitrag von kreisverkehr » 21.02.2013 14:29

TESLA schreibt :

Im Ergebnis bin ich mit 42 pensioniert und unterrichte heute an einer privaten Schule in der Erwachsenenbildung. Das Klientel ist ausgesucht und sehr, sehr motiviert. Finanzielle Verluste habe ich keine, im Gegenteil. [...}
Ich bin jedenfalls mit meinem Universitätsstudium und 15 Jahren Berufserfahrung sehr gefragt in der Wirtschaft und konnte mir den Job aussuchen.

[ ....]viele Lehrer sind durch den Dienst häufig schuldienstunfähig geworden. Der Umgang mit querulatorischen Persönlichkeiten ist ihnen nicht mehr möglich. ]...]
Ein Unterricht in einer Einrichtung der Erwachsenenqualifizierung, in der sich ausschließlich hochmotivierte, fleißige Schüler, freiwillig und zahlend, auf ein eng begrenztes Ziel vorbereiten, hat mit einer Staatlichen Schule nichts, aber auch rein gar nichts gemein. Man sollte sein Vorhaben mit seinem Arzt besprechen und sich dessen Unterstützung versichern.


@ HopSing

Eine Honorartätigkeit als Lehrender hat also einen anderen dienstrechtlichen Stellenwert als ein konventionell unterrichtender dienstunfähiger Lehrer? Worin liegt dieser? Kannst du das erläutern?
Im Grunde würde dies ja vielen Lehrern in DU neue Möglichkeiten eröffnen.

Danke.

Rechtlerin
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Re: Gesunde Beamtin (LZ) soll zum Amtsarzt

Beitrag von Rechtlerin » 21.02.2013 15:00

Hallo Tesla,

du machst es genau richtig...wenn dich dein Dienstherr nicht mehr haben möchte und sogar teilweise rausmobbt, dann ist es halt so...

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