Dienstunfähig und dann?

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DieEmma
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Dienstunfähig und dann?

Beitrag von DieEmma » 11.03.2020 17:37

Hallo,
ich bin 61 Jahre, fast 40 Jahre Lehrerin und seit 1991 Sl bzw. stellv. Sl.
2016/17 war ich einige Monate in einer Tagesklinik wg. Depressionen, dann nach Wiedereingliederung bis 10/2018 gearbeitet, wieder krank wg. Depressionen, Reizdarm der übelsten Sorte, habe eine altersbedingte Schwerhörigkeit, die ohne Hörgerät normale Einzelgespräche gerade so noch möglich macht, mit Hörgerät kann ich Gesprächen wegen der Umgebungsgeräusche in Gruppen kaum folgen. Es wird so verstärkt, dass ich denke, mir platzt der Kopf, wenn einer mit dem Lineal auf den Tisch klopft. Alles irgendwie im Schulalltag unmöglich.
Nach 14 Monaten Krankheit nun endlich wieder ein Versuch in der Tagesklinik, den Darm und die Depressionen in den Griff zu kriegen. AA hat nach Untersuchung geraten, den Befund der TK abzuwarten.
Dienstherr möchte wissen, ob wieder Dienstfähig, teildienstfähig oder „Umschulung“ zum Verwaltungswirt möglich, wo ich auch Anträge von Rechtsanwälten bearbeiten soll.
Sehe mich nicht dienstfähig, weil mein Darm sofort auf Stress reagiert und ich den nicht steuern oder beeinflussen kann, was auch im Unterricht zu Problemen führt. Musste zuletzt regelrecht aus der Klasse rennen, um zur Toilette zu kommen. Gleiches für die Ausbildung zum Verwaltungswirt. Teildienst entfällt auch, weil dem Darm egal ist, ob ich 25oder 15 Stunden gebe, gleiches gilt für das Gehör. Von den Depressionen und den Schlafstörungen garnicht zu reden.
Sollte der AA oder Dienstherr auf teildienstfähig entscheiden, hätte das ja Auswirkungen auf die. Bezüge. Inwiefern wirkt es sich auf die Pension aus? Sollte sich die Teildienstfähigkeit als nicht machbar erweisen, wird wie die Pension reduziert? Verfallen die alten Gehaltsstufen bei der Berechnung?
Bin 20% schwerbehindert. Gehör lt. HNO mit Geräten zu 90 %,festgestellt in einem schallisolierten Raum ohne Gesprächspartner, was im Unterricht aber nicht übertragbar ist. Neufestsetzung beantragen?
Danke für alle Antworten.

DieEmma
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Re: Dienstunfähig und dann?

Beitrag von DieEmma » 13.03.2020 21:44

Hallo, habe ich meine Frage zu umständlich formuliert?
Ich wüsste gern, wie sich eine Teildienstfähigkeit auf die zukünftige Pension auswirkt. Sollte der Dienstherr mich für teildienstfähig einstufen, kann er dies doch sicher anweisen? Vermutlich würde ich weiter krank geschrieben werden. Wird die folgende Pension dann vom Teildienstgehalt berechnet?
Welche Möglichkeiten habe ich noch, um in Frühpension zu gehen?
Beste Grüße von Emma

connigra
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Re: Dienstunfähig und dann?

Beitrag von connigra » 03.09.2021 13:58

@ emma:
bei Depressionen ist es vermutlich sehr schwer, dich als dienstfähig einzustufen. Deine Deprressionen lassen eine Berufstätigkeit vermutlich nicht zu. Du bist sicher bei einem Neurologen, Psychologen, Psychiater in ständiger Behandlung?! Diese Ärzte werden dir dementsprechend ein Attest erstellen.
Ich kann dir schon nachfühlen, da ich selbst 2 Kids habe, die Lehrer sind. Heutzutage musst du sehr stabil sein, um als Lehrer bis zum Ende durchzuhalten.
Umschulen mit 61? Das ist doch eine Farce.....!
Lass dich doch weiter krank schreiben, bis dich der Dienstherr von sich aus los werden will.
Dann bekommst du dein volles Gehalt und später die volle Pension. Ich rede mich natürlich leicht, da ich nicht in deiner psychischen Lage bin.
Meine Meinung beruht halt nur auf dem finanziellen Aspekt.

Eine 20 % Schwerbehinderung wird dir bezüglich der Pension eventuell nichts bringen.
Ich z. B. habe mir nie einen Schwerbehindertenausweis ausstellen lassen und bin mit 30 Jahren, nach mißglückten Operationen mit Nervenschäden, in Pension geschickt worden. Also gehe ich davon aus, dass das eine mit dem anderen eher weniger zu tun hat.

Zu deiner 2. Frage wegen der Teildienstfähigkeit: die Jahre, die du voll gearbeitet hast, werden dir auch mit 1,8 % anerkannt.
Wenn du nur halbtags gearbeitet hast, dann brauchst du 2 Jahre um auf 1, 8 % zu kommen. (ein Jahr Vollerwerbsfähigkeit wird dir mit 1, 8% deines letzten Bruttogehaltes angerechnet)
Um die volle Höhe deiner Pension (71,59% zu bekommen) musst du meines Wissens fast 40 Jahre gearbeitet haben.
Zu meiner Zeit war es so, dass du keine Pensionsansprüche hattest, wenn du weniger als die Hälfte der Regelarbeitszeit gearbeitet hast.
Mir dünkt , dass sich da allerdings kürzlich irgendwas geändert hat.
Du kannst dire deine Pension also leicht selbst ausrechnen.

Vielleicht kann dir hier jemand anderer noch klügere Antworten geben.
Alles Gute

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