Beförderung

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Deppert
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Beförderung

Beitrag von Deppert » 05.07.2016 20:56

Letzte Woche wurde uns mitgeteilt, dass alle mit A7 im Konzern nach A8 befördert werden, außer bei Job Service.

Wie seht ihr das???

Torquemada
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Re: Beförderung

Beitrag von Torquemada » 06.07.2016 00:15

Wenn das stimmt, Fachanwalt beauftragen, sofort einstweiligen Rechtsschutz beim Verwaltungsgericht zu beantragen, damit die Beförderungen gestoppt werden.
Siehe Telekomabteilung.

hugoegonbalder
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Re: Beförderung

Beitrag von hugoegonbalder » 06.07.2016 08:00

Auf welcher Grundlage sollte man einfach alle von A7 nach A8 befördern?

Deppert
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Re: Beförderung

Beitrag von Deppert » 06.07.2016 19:02

Die Grundlage ist mir unbekannt, aber vom Betriebsrat bestätigt, dass es richtig ist. Angeblich hätten wir nur Chancen über DB Vermittlung, nicht über jobservice. Mind. 6 Monate Vollzeit in einem Job,der der Ausbildung entspricht.


Was bedeutet stoppen? Für alle? Gab es das bei Telekom? Gibt es da Gerichtsurteile?

Roland64
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Re: Beförderung

Beitrag von Roland64 » 07.07.2016 07:26

Moin,

sowas gab es schon mal bei der DB AG, ich glaube um das Jahr 1999 war das.

Da wurde alle zugewiesenen bzw. beurlaubten Beamten zu den Bundesbusgesellschaften der DB AG pauschal um eine Besoldungsgruppe nach oben befördert. Es waren damals ca. 500 Beamte betroffen.
Die meisten sind von A7 nach A8 befördert worden, manche (die bereits A8 erreicht hatten), nach A9.

Auf welcher Grundlage das entschieden wurde ist mir unbekannt.

HarryM
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Re: Beförderung

Beitrag von HarryM » 07.07.2016 08:45

Richtig... und 2016 noch einmal das gleiche A7 -> A8 und A8 -> A9. Und das alles weil man uns Beamte so gerne hat. :lol: :D

Deppert
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Re: Beförderung

Beitrag von Deppert » 07.07.2016 11:30

1999 schon einmal??? Jetzt fehlen mir die Worte. Ich war 1999 noch im aktiven Dienst, nicht bei Job Service , aber befördert wurde Ich damals definitiv nicht und jetzt wieder nicht , weil ich keinen Dienstposten habe?? Mal abgesehen davon, dass mir das von 1999 neu ist , frage ich mich, wieso noch so viele mit A7 hier herum laufen... wieso bekamen die alle keine Beförderung ?? Es heißt doch alle im Konzern

Roland64
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Re: Beförderung

Beitrag von Roland64 » 07.07.2016 13:19

Hallo Deppert,

es betraf damals nur die Bundesbusgesellschaften, nicht sämtliche Dienststellen im Konzern.

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Re: Beförderung

Beitrag von egatro » 15.08.2018 23:13

hallo ich bin der neue--
bin seit 99 bei der Bahn, habe 2000 meinen 8er bekommen und seiher nix mehr.


nach dem post sollte ich 2016 eine stufe also nach 9 hochgestuft werden--------bei mir nich passiert----sag mir mal einer warum oder für wen das damals gat



danke

dreamt70
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Re: Beförderung

Beitrag von dreamt70 » 27.02.2019 19:56

Ich bin als beurlaubter technischer Beamte auf einem nichttechnischen Arbeitsplatz und kann dort auch nicht mehr befördert werden. Früher war das möglich. Auch doof oder!?

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Re: Beförderung

Beitrag von bahnbiajotta » 28.02.2019 11:48

Ich bin auch seit 2000 A8 und nichts passiert mehr.

watschenmann
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Re: Beförderung

Beitrag von watschenmann » 28.02.2019 12:27

Und bei JS biste sowieso aus dem Spiel raus. :D

Norbi
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Re: Beförderung

Beitrag von Norbi » 01.03.2019 12:22

Ich habe mich zwar länger nicht mehr mit dem Bundesbeamtengesetz und Bundesbesoldungsgesetz auseinander gesetzt, aber mit den Beförderungen ist das immer so eine Sache. Manchmal fragt man sich, warum der eine befördert wird und der andere nicht, obwohl z. B. der nicht Beförderte mehr geleistet hat und mehr leistet. Oder warum werden sog. "Planleute" befördert und Ablöser, die eigentlich befähigt sind, mehrere Dienstposten auszuführen nicht. Manchmal kommt und kam mir so manche Beförderung als ausgemauschelte Sache vor, genau, wie ich oft den Eindruck hatte, dass ausgeschriebene Dienstposten im Stellenmarkt eigentlich schon vergeben sind.

Ich habe 1982 bei der Bahn angefangen als BAss/Rg, obwohl sich im Laufe meines Eisenbahnerdaseins das "Rg" als Hemmschuh und Klotz am Fuss erwies, da man bei Bewerbungen auf andere Dienstposten kaum oder nie berücksichtigt wurde. Unter der Hand wurde einem oft angedeutet, dass man bei den Rangierern eigentlich bei den Blöden ist. Oder es wurde einem angedeutet, dass, wenn man nicht mehr rangieren wolle man ja kündigen könne, da man BAss/Allgeimein-Bewerber lieber von Ausserhalb direkt von der Schule nähme. Ausserdem sei der Rangierdienst ein "notleidender Dienstzweig" wo man schwer Leute bekäme oder die Fluktuation groß sei. Ich habe mir auch deshalb öfters überlegt bei der Bahn zu kündigen, habe mich aber immer von Personalräten überreden lassen, "keine Fehler zu machen". Bei der Gründung der Bahn AG wurde einem noch von Personalratsseite mitgeteilt, dass dies die große Chance auf berufliche Weiterentwicklung sei. Was mich betrifft leider alles Pfeifendeckel und irgendwann hat man dann durch Zögern ein Alter erreicht, wo man nirgens anders mehr unterkommt. Aber sei's drum. Meine innerbetrieblichen Bewerbungen mit Absagen füllen Ordner. Ich fand nur damals blöd, dass die Bildungsvoraussetzung für die sog. "Fachrichtungen" im mittleren Dienst (Rg, Stw., Ld. oder Zf) ebenfalls mittlere Reife war, genau, wie bei den BAss/Allgemein. Hier hätte die Bundesbahn auch Hauptschülern eine Chance geben können. Von den Realschülern in einer Fachrichtung haben auch viele wieder aufgehört.

1985 kam die Regelbeförderung bei mir nach A 6, 1990 die Beförderung nach A 7. Das ist dann so geblieben bis 2010, als ich zu A 8 befördert wurde. Allerdings kam mir da ein glücklicher Umstand zu Pass. Das Stw. auf dem ich sitze war normalerweise A 7 dotiert. Als die sog. "Bereitstellungsleitung" ( A 8er-Posten) nach nur 5 Jahren Bestand wieder aufgelöst wurde, kam ein Kollege, der auch auf dem Stw. saß, und auf die Bereitstellungsleitung versetzt wurde und dort seinen A 8 bekam wieder zurück auf das Stw. Obwohl es nicht zulässig ist, einen A 8er dauerhaft auf einen A 7 Dienstposten zu setzten (umgehehrt ist es zulässig) machte er als A 8 auf dem Stw. seinen Dienst. Allerdings haben wir dem Personalrat und Betriebsrat öfters angedeutet, dass dies unzulässig sei oder dass man uns A 7er auch den 8er geben müsse. 2010 war es dann soweit, dass der Dienstposten mit Zustimmung des BEV auf A 8 angehoben wurde und wir 7er auf diesem Posten nach 8 befördert wurde. Allerdings glaube ich nicht mehr, dass ich in den nächsten 5 Jahren (geplanter Ruhestand) noch einen 9er bekomme.

Irgendwann kam mal Mitter der 2000er ein Schrieb vom BEV, dass die Fachrichtungen abgeschafft seien und alle Fachrichtungsbeamten den allgemeinen Beamten gleichgestellt seien.

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Hauseltr
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Re: Beförderung

Beitrag von Hauseltr » 07.03.2019 16:14

. Ich fand nur damals blöd, dass die Bildungsvoraussetzung für die sog. "Fachrichtungen" im mittleren Dienst (Rg, Stw., Ld. oder Zf) ebenfalls mittlere Reife war, genau, wie bei den BAss/Allgemein. Hier hätte die Bundesbahn auch Hauptschülern eine Chance geben können.

.... oder ein Hauptschulabschluss in Kombination mit einer Berufsausbildung. So wie bei mir.
Ich wurde in 07.1993 vom Otwf (K) A6 nach erfolgter Laufbahnprüfung (Zf) zum BBAss A5 "degradiert". :D
Allerdings mit Ausgleichszahlung zum A6 einfacher Dienst.
Ein Jahr später kam der BS A6 und im 07.97 der BOS A7.

Zum 01.01.1999 kam dann der finale Abschluss: Im Rahmen der 55er Regelung ab in den Ruhestand.
Ich habe dankend auf den A8 (und A9?) verzichtet und es nie bereut.

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Re: Beförderung

Beitrag von Norbi » 08.03.2019 14:31

Zum 01.01.1999 kam dann der finale Abschluss: Im Rahmen der 55er Regelung ab in den Ruhestand.
Das kenne ich auch noch. Da gab's altgediente Kollegen - vor allem Lokführer - die über jene Kollegen herzogen, die das in Anspruch nahmen und sich selbst mit über 60 noch zu "jung" fühlten um zu Hause zu bleiben. Als die Schimpfer dann doch zu Hause bleiben wollten ging's nicht mehr. Da war die Regelung wieder hinfällig. Dann haben sie über das System geschimpft UND über die, die es in Anspruch genommen haben. Und wenn man ihnen gesagt hat, dass sie selbst schuld seien, dass sie diese Chance verschlafen und verpasst haben, waren sie noch beleidigt. Allerdings ist das zu Hause bleiben auch eine Sache, wie es finanziell hinhaut. Etliche konnten es nicht in Anspruch nehmen, weil sie eben schuldenmäßig noch was am Laufen hatten.

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