Prozess gegen BEV Mitte gewonnen

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suemue
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Prozess gegen BEV Mitte gewonnen

Beitrag von suemue » 19.02.2020 14:53

Habe endlich den Prozess gegen das BEV Mitte wegen Zurruhesetzung gewonnen, jetzt warte ich auf meine Nachzahlung meiner Bezüge das sind 38 Monate die ich nachgezahlt bekommen muß.

Rhein-Bahner
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Re: Prozess gegen BEV Mitte gewonnen

Beitrag von Rhein-Bahner » 19.02.2020 16:42

Glückwunsch! Geht's hierum?!

bahnbiajotta
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Re: Prozess gegen BEV Mitte gewonnen

Beitrag von bahnbiajotta » 19.02.2020 19:21

Sehr gut!
Würde mich freuen wenn wir von dir zu hören bekommen, was genau das Gericht gesagt hat.

Hemmschuh
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Re: Prozess gegen BEV Mitte gewonnen

Beitrag von Hemmschuh » 20.02.2020 13:11

Vielen Dank, dass du Bescheid gegeben hast.
Und meinen herzlichen Glückwunsch!

mfg

suemue
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Re: Prozess gegen BEV Mitte gewonnen

Beitrag von suemue » 20.02.2020 20:45

Das Gericht hatte beanstandete, daß für mich kein Arbeitsplatz gesucht wurde und daß ärztliche Gutachten verschwunden waren.

Das BEV konnte nicht nachweisen, wo sie all nach einem Arbeitsplatz für mich gesucht haben.
Ich rate jedem sich überall zu bewerben egal auf was für ein Scheiß, wie man sich bei einer Bewerbung anstellt ist eine andere Sache.
Ich habe 45 Bewerbungen geschrieben und das Gericht sah es so, als wolle die Bahn alte Beamte los werden.
Ich konnte damit beweisen, daß es für mich Arbeit gab. Ich bin jetzt 60 Jahre alt und man hat mir einen Arbeitsplatz vor dem Gericht in Köln angeboten, dort soll ich in der Radwegeplanung arbeiten"" lööl lach mich schlapp "" bin technischer Beamter und weiß wie ein PC eingeschaltet wird.
Noch bin ich nicht mal zu einem Vorstellungsgespräch geladen worden.Das wird bestimmt auch nicht passieren, denn ich habe höchstens noch 3 Jahre vor mir und wer bildet einen Beamten aus der 60 Jahre ist und keine Ahnung hat. Ein Jahr Ausbildung, ein Jahr Urlaub und eine Jahr Husten lach danach geh ich in den Ruhestand.

Hemmschuh
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Re: Prozess gegen BEV Mitte gewonnen

Beitrag von Hemmschuh » 21.02.2020 17:03

Und du denkst, dass das BEV nicht in die nächste Instanz geht?
Ist schon sehr hart, wenn ein Kollege 3 Jahre vor der regulären Zuruhesetzung abgeschoben werden soll.

Selbst bei den Tarifkräften, die Anspruch auf Erwerbsminderung, gehen nicht zwangsweise in Rente. Auch bei knapp über 3 Stunden nicht.

Ansonsten bin ich ganz deiner Meinung.

mfg

suemue
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Re: Prozess gegen BEV Mitte gewonnen

Beitrag von suemue » 23.02.2020 08:33

Die Frist für die nächste Instands ist abgelaufen, so ist das Urteil rechtskräftig und bisher habe ich noch keinen neuen Arbeitsplatz, aber wer will schon einen 60jährigen technischen Beamten einstellen ??? Die Besoldungsnachzahlung habe ich auch noch nicht, ich warte jetzt mal bis die Märzabrechnung kommt. Ansonstenwieder eine """KLAGE"""

suemue
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Re: Prozess gegen BEV Mitte gewonnen

Beitrag von suemue » 25.02.2020 08:41

Rhein-Bahner hat geschrieben: 19.02.2020 16:42 Glückwunsch! Geht's hierum?!

ja genau darum ging es.

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Re: Prozess gegen BEV Mitte gewonnen

Beitrag von hugoegonbalder » 25.02.2020 09:54

Du bist nicht der erste der gegen das BEV geklagt und gewonnen hat. Ich kenne einen Richter der bereits mehrere Fälle von Bahn, Post und Telekom auf dem Tisch hatte und jedes mal zum Gunsten des Beamten entschieden hat. Da sollte doch tatsächlich schon mal jemand pensioniert werden weil er keine Bewerbungen geschrieben hat. Damit soll er seiner "Mitwirkungspglicht" nicht nachgekommen sein sich um einen Dienstposten zu bemühen. Wie ist wohl das Urteil ausgefallen? :-)

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Re: Prozess gegen BEV Mitte gewonnen

Beitrag von Hemmschuh » 25.02.2020 18:53

hugoegonbalder hat geschrieben: 25.02.2020 09:54 Da sollte doch tatsächlich schon mal jemand pensioniert werden weil er keine Bewerbungen geschrieben hat. Damit soll er seiner "Mitwirkungspglicht" nicht nachgekommen sein sich um einen Dienstposten zu bemühen.
Pensioniert oder Diszi?

Pensionieren, wegen fehlender Mitwirkungspflicht, ist sehr kreativ.

mfg

schneesturm
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Re: Prozess gegen BEV Mitte gewonnen

Beitrag von schneesturm » 10.02.2021 12:53

Hallo,

es ist ja jetzt ein bisschen Zeit vergangen nach deinem Prozessgewinn.
Hast Du einen neuen Arbeitsplatz bekommen?
Wurde Dir auch das Geld nachgezahlt aus den 38 Monaten Zurruhesetzung?
Das würde mich interessieren.

Viele Grüße

Hemmschuh
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Re: Prozess gegen BEV Mitte gewonnen

Beitrag von Hemmschuh » 24.02.2021 20:25

Auch von mir herzlichen Glückwunsch.

Danke, dass du uns Bescheid gegeben hast. Das macht Mut.

mfg

suemue
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Re: Prozess gegen BEV Mitte gewonnen

Beitrag von suemue » 08.05.2021 18:07

Ja habe die Differenz nachgezahlt beommen und ich habe immer noch keinen Arbeitsplatz bin jetzt 61 Jahre und Schwerbehindert, wer wil mich denn da noch haben???

schneesturm
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Re: Prozess gegen BEV Mitte gewonnen

Beitrag von schneesturm » 09.05.2021 09:04

Schön das es mit der Nachzahlung auch geklappt hat.
Bist Du dann in deinen alten Betrieb zurückgekommen, ohne Job, oder zu Jobservice?
Mit 63 kannst dann ja Abschlagsfrei in den Ruhestand gehen.

Viele Grüße

KölnerBub
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Re: Prozess gegen BEV Mitte gewonnen

Beitrag von KölnerBub » 12.05.2021 14:33

Hallo,
eigentlich ist es so, dass nach der Klagentscheidung die (aktiven) Bezüge nachgezahlt werden und die Pensionsbezüge von der BAnst PT zurückgefordert werden - jedenfalls bei der Deutschen Telekom AG.
Da kann es schon mal bei einer mehrjährigen DU vorkommen, dass wegen der hohen Lohnsteuer für die Nachzahlung, die dann folgende Auszahlung fast identisch ist mit der Rückforderung. Dann muss man den Lst.-Jahresausgleich für das Jahr der Steuererstattung abwarten und dann sehen, ob diese LSt.-Erstattung tatsächlich identisch ist mit der "Netto-Verlust" innerhalb der Zeit der Pensionszahlung gegenüber den "normalen" Nettobezügen der aktiven Zeit.
Wenn nicht, muss der Dienstherr dem Grunde nach diesen Verlust als Schadenersatz ausgleichen. Wenn er das nicht freiwillig macht, hilft leider nur eine Klage, aber hier sind die VG´s allesamt auf der Seite der Beamten. Denn wenn die Zurruhesetzung rechtswidrig war, dann muss die Telekom diesen Steuerschaden ausgleichen !

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