Strukturiertes Interview Bayern

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Shino
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Re: Strukturiertes Interview Bayern

Beitrag von Shino » 15.02.2014 12:05

CHRIS___ hat geschrieben: Ich habe bereits ein abgeschlossenes betriebswirtschaftliches Studium an einer FH absolviert.
Kann mir wer sagen, ob das in die Entscheidung mit einfließen könnte.
Ich glaube, dass kann dir keiner wirklich beantworten. Ich komme zwar nicht aus Bayern, aber bei mir gibt es viele, die schon ein abgeschlossenes Studium haben (sogar Doktoren). Das kann schon ein Rolle spielen. Hier sind aber auch viele, die noch nichts vorher gemacht haben. Ich denke das ganze entscheidet sich dann, wie du dich präsentierst :D

anderl
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Re: Strukturiertes Interview Bayern

Beitrag von anderl » 01.03.2014 20:23

Hallo,
ich war letztes Jahr beim strukturierten Interview beim Finanzamt und war ebenfalls auf der Reserveliste. Ich habe auch ein abgeschlossenes BWL Studium und ich habe das Interview trotzdem bestanden.
Letzlich wurde ich dann aber doch nicht genommen. Ich würde mich nicht darauf versteifen, dass man trotz eines erfolgreichen Interviews von der Reserveliste genommen wird. Ich würde mich trotzdem nach was anderem umschauen.

flieder
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Re: Strukturiertes Interview Bayern

Beitrag von flieder » 03.03.2014 12:39

Hallo ihr!

Wie sind denn eure strukturierten Interviews gelaufen? Habe meines erst nächste Woche in Würzburg und bin
schon gespannt, was die denn so alles wissen wollen...
Rechne auch mal eher mit den Standard-Fragen (Warum wir? Wo sehen Sie sich in 5 J.? Ziele/Interessen?)
Musstet ihr debattieren? Wenn ja, zu welchen Themen?
Mich würde auch interessieren, wie lange man nach dem Gespräch auf die Entscheidung warten muss...

LG Iri :)

CHRIS___
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Re: Strukturiertes Interview Bayern

Beitrag von CHRIS___ » 07.03.2014 10:08

Anderl: Welche Platzziffer warst du dann (gerne auch PN)??

Also ich habe das Interview bestanden, es war gar nicht so leicht, bzw es ist nicht so leicht, wenn man schon ein bewegtes Leben hatte, bzw. Ausbildung Studium. Je länger der Lebenslauf desto mehr Fragen.
Aber ansonsten war es eine sehr entspannte Atmosphäre.

Die Prüfer waren sehr nett; man hat auch gemerkt, dass Sie in Punkto Menscheneinschätzung und Gesprächsführung echte Profis sind.

SM1995
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Re: Strukturiertes Interview Bayern

Beitrag von SM1995 » 11.03.2014 22:01

Hallo alle,

ich hatte am 10.03.2014 mein strukturiertes Interview in Bayreuth im Finanzamt. Ich selbst habe mich für die 3.QE als Steuerinspektoranwärter beim Finanzamt in Bayern beworben. Zum strukturierten Interview kann ich nur jedem raten sich die "typischen Fragen" vorher überlegen und vor allem auch versuchen, ihre Antworten zu belegen, da bei mir öfters mal nachgefragt worden war :D Im strukturierten Interview selbst war ich mit 2 weiteren Bewerber! Am Finanzamt angekommen wird man sehr freundlich begrüßt, bevor jeder den Prüfungsraum einmal verlassen musste, damit jeder einzelne Bewerber seinen Lebenslauf vorstellen konnte. Danach mussten wir wieder alle rein in den Prüfungsraum, die 3 Fallbeispiele starteten. Wichtig dabei ist, immer mitzudenken, da öfters mal die Frage kommt: "Und wie denken Sie?" Wichtig bei diesen Fällen ist es eine immer gerechte und faire Lösungen für beide Seite zu finden! Am Ende nach ca. 2 Stunden musste jeder von uns rein und bekam seine Ergebnisse: Ich habe bestanden und einen Studienplatz erhalten. Nun hab ich 2 Wochen Zeit zu entscheiden, ob ich ihn annehme :D
Im Allgemeinen kann ich nur sagen: Wenn man sich darauf vorbereitet und etwas nachdenkt besteht man dieses Interview eigentlich locker, so meine Meinung! Bei weiteren Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung! :)
Servus :roll:

brinizi
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Re: Strukturiertes Interview Bayern

Beitrag von brinizi » 12.03.2014 11:53

Hallöchen :)

Ich habe morgen mein struktuierte Interview in Augsburg. Würde mich auch über ein paar Erfahrungsberichten freuen :)

Was mich wundert, das ich überhaupt eine Einladung bekommen habe bzw ein Einstellungsanschreiben. Ich bin zwar auf der Reserveliste, aber ich hatte eine Platzziffer von 4XXX und
da ist eigentlich nicht mit einer Einstellung zu rechnen. :shock:
Ich habe jetzt nur ein bisschen Angst, das die Prüfer morgen mich blöd angehen weil ich soweit hinten in der Platzierung stehe. Was meint ihr? Haben die dieses Jahr kaum Bewerber fürs Finanzamt,
weil sie sogar auf mich mit Platznr 4XXX zurück greifen?

Lg brini

anderl
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Re: Strukturiertes Interview Bayern

Beitrag von anderl » 12.03.2014 20:42

Hallo,
Im strukturierten Interview wird man nicht wegen einer schlechteren Platzziffer strenger behandelt oder gar dumm angeredet.
Platzzifffern kommen gar nicht zur Sprache. Zur Reserveliste: Das war in den letzten Jahren genauso. Ich würde mich aber nicht darauf versteifen, dass man
endgültig genommen wird. Auch wenn man das Interview bestanden hat, ist das keine Garantie genommen zu werden. Es ist gängige Praxis, dass bei den Finanzämtern
eine riesige Reserveliste geführt wird, und viele nicht zum Zug kommen, trotz bestandenen Interviews.

brinizi
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Re: Strukturiertes Interview Bayern

Beitrag von brinizi » 13.03.2014 18:26

So ich hatte heute mein Interview. ist gar nicht so schlimm :) wenn jemand noch fragen hat einfach eine pn an mich :) ich helfe gerne

hallihallo
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Re: Strukturiertes Interview Bayern

Beitrag von hallihallo » 16.03.2014 14:34

Hallo an alle,

ich hab gelesen, dass einige schon das Interview hinter sich haben. Auch ich habe in 4 Tagen Interview, doch ich weiß nicht, wie ich mich darauf vorbereiten soll. Ich habe überall nach Fällen gesucht, ich konnte leider keine Beispiele finden. Manche schreiben auch, dass man Gesetze anwenden muss. Ich bin also völlig durcheinander und weiß nicht was auf mich zukommt. Könnt ihr mir bitte einige Fälle nennen? Noch etwas: was meint ihr mit typischen Fragen? z.B. warum Finanzamt o.Ä.??????

brinizi
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Re: Strukturiertes Interview Bayern

Beitrag von brinizi » 16.03.2014 18:07

hallihallo hat geschrieben:Hallo an alle,

ich hab gelesen, dass einige schon das Interview hinter sich haben. Auch ich habe in 4 Tagen Interview, doch ich weiß nicht, wie ich mich darauf vorbereiten soll. Ich habe überall nach Fällen gesucht, ich konnte leider keine Beispiele finden. Manche schreiben auch, dass man Gesetze anwenden muss. Ich bin also völlig durcheinander und weiß nicht was auf mich zukommt. Könnt ihr mir bitte einige Fälle nennen? Noch etwas: was meint ihr mit typischen Fragen? z.B. warum Finanzamt o.Ä.??????
aalso ich musste keine Gesetze anwenden :)
Das Interview ist hauptsächlich um dich kennen zu lernen und deine sozialen Kompetenzen zu prüfen. :)
Zuerst: einzelne Befragung über deinen Lebenslauf, allgemeine Fragen über dich etc
Zweite Runde: Fälle beantworten/bearbeiten
letzte Runde: kannst du selber noch Fragen stellen

alles halb so schlimm :)

lg und viel erfolg
brinizi

hallihallo
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Re: Strukturiertes Interview Bayern

Beitrag von hallihallo » 16.03.2014 20:02

Dankeschön brinizi!!!!!!!

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Re: Strukturiertes Interview Bayern

Beitrag von Jules » 07.05.2014 18:24

Hallo Ihr Lieben,

ich hatte mich vor kurzem auf der Homepage von der Landeshauptstadt München für die folgende Position beworben:
" Beamtinnen und Beamte sowie vergleichbare Tarifbeschäftigte
für die Eingangsämter der 3. Qualifikationsebene "

Ich habe relativ schnell eine Einladung für ein struktiertes Interview bekommen. Findet in knapp 2 Wochen statt.
Abgesehen davon, dass ich nicht genau weiss was mich erwartet würde ich gerne wissen wie es dann weiter geht.
Bekommt man, wenn das Interview gut läuft schnell eine Zuweisung oder wartet man ewig bis etwas passiert.

Danke euch im Vorraus!

Ps. Ich hatte schon dort nachgefragt aber eine befriedigende Antwort habe ich nicht erhalten, zumal sie am Tel. kurz gebunden waren.

Sarnar
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Re: Strukturiertes Interview Bayern

Beitrag von Sarnar » 17.02.2016 10:57

Hallo Community,

dieser Thread ist zwar schon etwas outdated, aber ich möchte trotzdem einmal kurz meine Erfahrung des Interviews mit euch teilen und hoffe, dass es dem ein oder anderen nützt.

Nach Ankunft beim jeweiligen Finanzamt werden sich die 3 Prüfer gemeinsam den 3 Prüflingen vorstellen. Sehr zwanglos und freundlich.

Nach dieser kurzen Vorstellungsrunde wird immer 1 Prüfling in den Prüfungsraum gebeten. Was passiert dann?

Man erzählt über sich selbst und vor allem über seinen Lebenslauf. Dabei spielt es keine Rolle wieviel man in diesem Lebenslauf schon hinter sich hat. Ich selbst bin ende 20 und habe schon mehrere Dinge in meinem Leben angefangen und zum Abschluss gebracht oder mich eben auch 2, 3 mal umorientiert. Dies steht einem positivem Ausgang des Interviews aber keinesfalls im Weg. Das einzige was erwartet wird, ist, dass man jeden Abschnitt und jede Entscheidung vernünftig begründen kann. Auch ein Neigungswechsel oder eine Fehleinschätzung ist durchaus ein akzeptabler Grund!

Erzählen sollt ihr auch über eure Freizeitaktivitäten. In meinem Fall war das viel Sport und am Wochenende Nebenjob.

Als nächstes wurde nach den persönlichen Stärken und Schwächen gefragt. In meinem Fall waren dies Teamfähigkeit und Führungsfähigkeit (+ Offizierseignung Bundeswehr) als positiv und ein Hang zur Überlastung (Mein persönliches Beispiel: 2 Nebenjobs + Studium) im negativen. Ich wurde gefragt, warum ich nicht einen Nebenjob aufgebe, habe dies mit finanziellen Aspekten begründet. Auch wurde gefragt, ob ich dann ständig auf 110% laufe. Habe dies verneint und mit einzelnen "Spitzen" (vereinzelte Tage an denen man einfach keinen Lust und/oder Kraft mehr hat) begründet.

Danach wird gefragt, was Freunde an einem stören könnte. Nach ca 20 Sekunden überlegen (ihr könnt euch die Zeit zum nachdenken nehmen, das wird nicht negativ bewertet.) antwortete ich: "Vermutlich, dass ich immer Pünktlichkeit erwarte und meine Freunde immer anmeckere, wenn sie unpünktlich sind."

Nächste Frage: "Warum Finanzamt, bzw warum eine Anstellung beim Staat?" Meine Antwort: Steuern/Finanzen sind ein sehr interessantes und forderndes Aufgabengebiet und ich wollte schon immer für den Staat arbeiten.
Es wird nachgehakt: "Wegen der Sicherheit später?" Meine Antwort war hier ein klares "Ja." und das ist auch ein vollkommen legitimer Grund.

Danach wurde nach meinem Traumjob gefragt. Ich antwortete, dass ich der Meinung bin, dass es sowas wie einen Traumjob nicht gibt, da sich die Menschen ändern und ein 17 jähriger wohl eine andere Vorstellung von einem Traumjob hat als ein 40 jähriger. Als derzeitigen Traumjob gab ich dann die Steuerfahndung an.


Nach diesen Einzelgesprächen sitzen die 3 Prüflinge gemeinsam den 3 Prüfern gegenüber und man wird mit Alltagssituationen konfrontiert.

1. Fall: Man steht am Bahnhof und er Zug den man nehmen möchte fährt ein. Man beobachtet allerdings, dass ein Blinder von seinem Blindenhund fehlgeleitet wird. 2 Optionen: Helfen und wirklich wichtigen Termin verpassen, oder ignorieren und Zug nehmen? Antwort: Helfen und Termin telefonisch verschieben und um Verständnis bitten. (Begründen, warum ihr helft nicht vergessen.)

2. Fall: Ein Kollege surft während der Arbeitszeit im Internet und zockt und eure Teamleistung leidet darunter. Auch der Vorgesetzte hat sich schon über eure unterdurchschnittliche Teamleistung beschwert. Meine Antwort: Einzelgespräch suchen, falls Kollege uneinsichtig ist, teammeeting einberufen und falls dann immer noch gemauert wird zum Vorgesetzten gehen. (Der zockende Kollege wurde von einem Prüfer dargeboten.)

Ergänzungsfragen 2.Fall: "Würden Sie solch ein Verhalten jemals decken?" -> "Nein!", "Ihre restlichen Teammitglieder decken den Kollegen, was tun sie und wie fühlen sie sich?" -> "Meldung an Vorgesetzten und ich wäre enttäuscht"

3. Fall: Sie leben mit mehreren Personen in einer WG. Eine Person setzt sich über den Putzplan hinweg. Was tun sie? Antwort: WG-Sitzung einberufen, Problem ansprechen. Wenn es nach 2 Wochen keine Besserung gibt, Androhung auf Ausschluss und letztendlich Rauswurf und Suche nach neuem Mitbewohner.

Die Antworten auf die Fragen gibt jeder Prüfling. Wobei die Antworten auch auf die Antworten der anderen Prüflinge aufbauen können und sie auch ergänzen dürfen. Es ist auch okay zu sagen, dass man etwas genauso sieht wie der Prüfling der vor einem gefragt wurde.

Das waren jetzt die größten Brummer an die ich mich von dem Interview erinnern kann. Es gab noch ein paar andere Nebenfragen und Ergänzungsfragen, die fallen mir aber gerade nicht mehr ein oder es würde den Rahmen hier sprengen.

Anschließend besprechen sich die Prüfer. Bestanden oder nicht wird dann direkt jedem in einem kurzen Einzelgespräch mitgeteilt. Ich bekam eine direkte Zusage und sollte mich nur noch telefonisch bei meiner zuständigen Ausbildungsleiterin melden und ebenfalls zusagen.

Zum Outfit: Hemd, Jeans, keine Turnschuhe

Ich hoffe, dass ich jemandem helfen konnte.

Grüße,

Sarnar

Caro236
Beiträge: 1
Registriert: 23.01.2017 15:11
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Re: Strukturiertes Interview Bayern

Beitrag von Caro236 » 23.01.2017 15:20

Hallo ihr,

jetzt muss ich den Thread auch nochmal neu aufleben lassen. Ich wurde dem Finanzamt in meiner Heimatstadt direkt zugewiesen.

Das bedeutet ja, dass ich direkt den Studienplatz bekomme, wenn ich das Interview bestehe oder? Oder werden da mehr Leute als Stellen sind direkt zugewiesen und ich muss trotzdem noch zittern? Bin auf Platz 172 gelandet von daher müsste ich ja eigentlich schon relativ sicher unterkommen oder? Hat da jemand Erfahrungen?

Danke schon mal!

wilhelmraspe
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Re: Strukturiertes Interview Bayern

Beitrag von wilhelmraspe » 07.02.2017 18:05

Ich habe das strukturierte Interview leider nicht bestanden.

Je mehr ich über meine Antworten nachdenke, desto plausibler finde ich das leider auch - das Ergebnis ist also schon gerechtfertigt.

Mein Hauptfehler war wohl, dass ich bestimmte Dinge ohne längeres Nachdenken oder Nachfragen beantwortet habe. Man bekommt gerne mal Fragen gestellt, die man nicht einfach so aus dem Stand beantworten kann ("Was würden Sie am liebsten beruflich tun, wenn Sie finanziell unabhängig wären?"). Da sollte man es tunlichst vermeiden, einfach sofort zu antworten, was einem dazu einfällt. Von wirklich schlechten Antworten - die ich zum Teil auch gegeben habe - mal abgesehen, geht es wohl vor allem darum, dass man eine durchdachte Position vertritt. Es geht weitestgehend nicht um richtig oder falsch, sondern darum, ob eine Position aus Nachdenken entstanden und nachvollziehbar ist, so in etwa.

Das ist jedenfalls meine Vermutung - man erhält nach dem Gespräch lediglich die persönliche Mitteilung "nicht bestanden" und auch auf Nachfragen keine nähere Erläuterung.

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