fa gD - der richtige weg ?

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rai
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fa gD - der richtige weg ?

Beitrag von rai » 07.08.2019 23:27

guten abend; (es wird sehr viel text geben... sorry deswegen!)

ich habe im moment viele gedanken, die mir durch den kopf gehen und vielleicht kann mir jemand helfen, diese zu ordnen.
kurz zu mir: ich bin mitte zwanzig, habe meinen handelsfachwirt in einem "dualen studiengang" nach dem abitur (fachrichtung wirtschaft) gemacht.
mittlerweile habe ich eine führungsposition im ezh. ich versuche schon ein jahr nach meiner ausbildung mich
neu zu orientieren, aber alles ohne erfolg. mittlerweile bewerbe ich mich seit zwei jahren im büro allgemein, vertriebsinnendienst oder zu dualen studiengängen. obwohl ich in meiner arbeit wirklich sehr gut bin und den hafa mit bestnoten -top 3 aus ganz bayern- abgeschlossen hatte (durchfallquote 50 prozent) ist es sehr schwer etwas zu finden. und dann durch zufall die anzeige von dem fa gesehen , beworben und dann ging alles sehr schnell.
jedenfalls kam völlig unerwartet die zusage für den dualen studiengang im gD beim FA.
und nun kreist alles. ich bin mir sicher, dass ist meine letzte chance. der beamtenstatus danach bringt eine gewisse planbarkeit in mein leben, dass ich ungemein sehr sehr schätze. ich weiss, wenn ich einmal mit meinen stunden im ezh runter gehe, ist es vorbei mit der stelle. auch die arbeitszeiten und urlaubssperrren möchte ich nicht mein leben lang so weiter machen. obwohl mir mein job und die abwechslung schon gefällt.
irgendwo habe ich natürlich auch bedenken, ob ich den sprung und die umgewöhnung in komplett neue aufgabengebiete meistere. wird es mir sogar vllt zu langweilig beim fa?
jedenfalls wollte ich einen neuanfang. und hier ist er.
die zeit in den theoriephasen umzuziehen, das wird schon sehr hart für mich. aber irgendwann geht alles vorbei. nur danach. mir wurde bereits gesagt, es ist nicht sicher, ob ich in meinem wunschfa lande. aber es wurde so leichtfällig damit umgegangen. "Max 100 km und dann stellt man einen antrag und dann wird das nach max 1-2 jahren schon. oder man setzt ein kind in die welt" (in der probezeit zum beamten...??? naja. verstehe ich auch nicht so recht. vllt kann mir da auch jemand von eigenen erfahrungen berichten) die tochter einer bekannten wurde trotz bedarf und guten noten noch weiter weg versetzt, das dortige fa wollte sie nicht mehr gehen lassen und ihre mitstudentin wurde gefragt, ob sie bleiben möchte.
ich bin nach dem studium 30. ich bin sehr familienverbunden und würde vermutlich daran kaputt gehen, dauerhaft so weit weg zu sein. außerdem bin ich seit acht jahren in einer beziehung und switchen während des studium dann schon über zwei jahre auf eine wochenendbeziehung zurück.
je öfter ich mit meiner ausbilderin rede, desto schwammiger wird das.. die möglichen entfernungen werden immer größer....und das macht mich doch ziemlich fertig. obwohl der personalmangel anscheinend wirklich sehr hoch ist und die geburtenstarkenjahrgänge ja dann auch noch in rente gehen. (der beamtenstatus soll deshalb mit bestandener prüfung sicher in er der tasche sein) wir haben zwei ämter im umkreis von 20 minuten fahrtdauer mit über 200 mitarbeitern, warum kann man da keine tendenz geben?
(angeblich je besser ich wäre, desto höher wären die chancen, dann häng ich mich rein, habe sogar gute noten und werde was weiss ich denn ich wo hin versetzt...das wäre doppelt schlimm)
klar wird das vom ofd verteilt, aber verstehen mag ich das ganze doch nicht so wirklich. nach welchen sozialen kriterien wird das verteilt? zählt auch ggf die übernahme bzw kauf eines hauses in der nähe vom wunschfa auch eine rolle oder wird das nicht so stark gewichtet?
besteht sogar die möglichkeit, wenn alle stricke reissen zum landratsamt zu gehen?
es tut mir leid, ich bin nur dermaßen verwirrt. ich kann mir auf der einen seite das alles schon gut vorstellen, da ich wirtschaftlich bereits vorbelastet bin ( ;)) aber man kennt halt doch keinen im privaten umfeld, der beim fa arbeitet, der auch dementsprechend mehr erzählen kann. man hört halt immer nur "man muss sowas mögen/wollen/können" hilft mir auch nicht soooo weiter...am anfang fand ich ja nicht mal meine ausbildung toll und musste mich nach der schule komplett umgewöhnen und jetzt mag ich ja meine arbeit auch sehr gerne. ich wusste damals nicht mal, ob ich mein abi machen soll. das ging auch mehrere monate hin und her... also ich bin wirklich nicht einfach und hätte gerne alles schriftlich *hst
oder zumindest eine gewisse tendenz....^^'''
und dann kommt eben noch das risiko mit der versetzung....

vielen dank im voraus!

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Re: fa gD - der richtige weg ?

Beitrag von EStG1608 » 08.08.2019 00:18

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Ruheständler
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Re: fa gD - der richtige weg ?

Beitrag von Ruheständler » 08.08.2019 00:30

...Entscheidungshilfen bezüglich Wechsel in das Beamtentum ? ,das Thema wurde hier schon mehrfach diskutiert,es ist und bleibt immer eine individuelle persönliche Entscheidung mit allen möglichen Vorteilen bzw. Nachteilen für die eigene Person und Familie, Stichwort Versetzung ,Fahrzeiten u.s.w.
Das Beamtentum bietet sicherlich eine zuverlässliche Perspektive für einen weit reichenden beruflichen Werdegang,aber mit einer voll umfänglichen Zufriedenheit in allen Lebenslagen ist nicht unbedingt zu rechnen, wenn es der jeweilige Dienstherr eben mal anders sieht ...
Gruß vom Ruheständler
meine Eltern sagten damals immer wieder:Junge mach aus Deinem Leben was anständiges, Ergebniss : Feinmechaniker, Soldat,Arbeiter,Angestellter,Beamter,Pensionär,was soll ich noch vollbringen ?... :mrgreen:

rai
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Re: fa gD - der richtige weg ?

Beitrag von rai » 08.08.2019 00:41

wie der threadtitel schon sagt .....
vielleicht gibt es ja "quereinsteiger" - die vielleicht sagen - "geile sache" oder "lass bloss die finger von weg"
ich komme aus einer komplett anderen branche. fange von 0 wieder neu an, und da würde ein wenig input schon recht gut helfen.
insbesondere wie eben dieses verteilungsverfahren der absoloventen abläuft.
inwieweit man ggf einfluss auf die verteilung hat oder sogar die möglichkeit auf die einflussnnahme auf
ein wunschfa besteht.(was zählt da mit rein?)
und wenn man versetzt werden sollte, wie hoch die wahrscheinlichkeiten sind, dass der versetzungsantrag
berücksichtigt wird. werden dann erst wieder die absolventen verteilt, und dann versetzungsanträge berücksichtigt?
ich verstehe eben nicht, wenn es heisst, es ist ein massiver personalmangel da und man will vor alle dingen junge leute in
den wirtschaftsschwachen regionen halten, (in einer solchen wohne ich) warum man teilweise dann so weit weg versetzt wird und sich sich das erst nach mehrmaliger fragerei herausstellt.
es bilden doch so viele fas aus...?

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Re: fa gD - der richtige weg ?

Beitrag von rai » 08.08.2019 00:45

@ruheständler
hmm.. dann muss ich nochmal über die threads gucken.
aber lieben dank. hmm, das ist es ja. hat ja leider immer alles seine vor und nachteile.
das abwägen ist halt wirklich verdammt schwierig.... alleine die lernerei wieder. puh

Postlerin
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Re: fa gD - der richtige weg ?

Beitrag von Postlerin » 09.08.2019 12:28

Soziale Komponenten zählen.

Der Hauskauf zählt da nicht rein.

Gefragt wird immer, ob man Angehörige pflegen muss - egal ob Eltern oder ein gehandikaptes Kind.

Oder halt selbst schwerbehindert sein.

Für einen gesunden Menschen ohne alles von dem oben genannten, gibt es da oertlich keine Eingrenzung.

Tris
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Re: fa gD - der richtige weg ?

Beitrag von Tris » 10.08.2019 10:09

Hallo rai,
wärst du so nett uns zu sagen um welches Bundesland es geht und vielleicht auch noch welche Region?

Als Finanzbeamte bist du Landesbeamter und jedes Bundesland ist gerade was das Thema Versetzungen geht ein wenig anders.
Es gibt z.B. Bundesländer die im Finanzamt bedarfsgerecht ausbilden, d.h. die Absolventen dürfen dort bleiben, aber nach deinen Schilderungen scheint deines da wohl nicht dazu zu gehören.
Auch gibt es Bundesländer, die aus verschiedenen Gründen für bestimmte Regionen es Eben anders handhaben als sonst.

Torquemada
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Re: fa gD - der richtige weg ?

Beitrag von Torquemada » 10.08.2019 11:44

Tris hat geschrieben:
10.08.2019 10:09
Hallo rai,
wärst du so nett uns zu sagen um welches Bundesland es geht und vielleicht auch noch welche Region?
Wenn du seinen Erstbeitrag liest, wirst du den Freistaat Bayern erfahren.

Tris
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Re: fa gD - der richtige weg ?

Beitrag von Tris » 10.08.2019 21:32

Torquemada hat geschrieben:
10.08.2019 11:44
Tris hat geschrieben:
10.08.2019 10:09
Hallo rai,
wärst du so nett uns zu sagen um welches Bundesland es geht und vielleicht auch noch welche Region?
Wenn du seinen Erstbeitrag liest, wirst du den Freistaat Bayern erfahren.
rai hat geschrieben:
07.08.2019 23:27
obwohl ich in meiner arbeit wirklich sehr gut bin und den hafa mit bestnoten -top 3 aus ganz bayern- abgeschlossen hatte (durchfallquote 50 prozent) ist es sehr schwer etwas zu finden.
Dies ist der einzige Bezug zu Bayern im Eingangspost.
Daraus lese ich folgendes heraus:
Der hafa wurde in Bayern abgeschlossen.
Ich lese aus dem Post nicht heraus:
Im Bewerbungsverfahren geht es um Bayern.

In Bayern gibt es übrigens seit 2005 keine OFD mehr, von der im Text die Rede ist.

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