Angebot eines Präventionsgesprächs gemäss SGB IX § 84

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Beamter74
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Angebot eines Präventionsgesprächs gemäss SGB IX § 84

Beitrag von Beamter74 » 02.08.2018 08:59

Hallo!

Ich habe von TPS ein Schreiben bekommen mit einem Angebot für ein Präventionsgespräch,
da ich in den letzten 365 Tagen mehr als 6 Wochen krank war
Im Schreiben steht, wenn ich ablehne verzichte ich auf meine Rechte aus § 84 Abs. 2.

Kann ich das ohne Weiteres ablehnen oder verbaue ich mir damit irgendwas?

Vielen Dank

Beamter74

Siggi09
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Re: Angebot eines Präventionsgesprächs gemäss SGB IX § 84

Beitrag von Siggi09 » 02.08.2018 11:33

Warum willst Du das ablehnen? Geh' doch hin und sage das Du nichts sagen möchtest. Deine Krankheiten gehen den AG nichts an. Wenn er etwas an den Arbeitsbedingungen verbessern kann, damit Du Dich besser fühlst, kannst Du es ja problemlos ansprechen (z.B. lange Fahrwege, ungünstige Dienstzeiten, ...).

Postlerin
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Re: Angebot eines Präventionsgesprächs gemäss SGB IX § 84

Beitrag von Postlerin » 02.08.2018 12:49

Würde da auch hingehen, weiss nicht wie das bei der Telekom ist.

Habe so etwas vor knapp 10 Jahren schon mal mitgemacht, allerdings bei der Post. Mein Gesprächspartner hat drei vorgegebene Seiten an Fragen abgearbeitet und zum Schluss gefragt, ob die Post was falsch gemacht hätte oder ändern könnte.

Zu seinem Erschrecken hab ich das bejaht.

Postlerin
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Re: Angebot eines Präventionsgesprächs gemäss SGB IX § 84

Beitrag von Postlerin » 02.08.2018 14:18

Sorry, Akku gerade leer gewesen.

Genannt haben sie es "Präventionsgespräch- Sie wissen schon früher war das das Krankengespräch und wir sind verpflichtet das zu machen..dient ja auch ihrem Schutz." O-Ton vom Vorgesetzten meines Vorgesetzten.

Hatte einen fähigen Betriebsratmenschen dabei, der mir zur Seite gestanden hat. Und zwar wirklich.

Ich bin nämlich längerfristig ausgefallen, weil bei einer termingebundenen Gruppenarbeit von drei Leuten, die zwei anderen mich mit der Arbeit hängengelassen haben und diese auch trotz direktem Gespräch mit mir und dem Vorgesetzten vor Ort keinen Finger gerührt haben.

Da eine andere Abteilung auf das Ergebnis der Teamarbeit angewiesen war und sonst mit ihrer Arbeit nicht termingerecht hätte starten können, habe ich halt das Ding alleine gewuppt. Anschließend vom Orthopäden die Quittung bekommen in Form einer Krankschreibung für mehrere Wochen.

Der Vorgesetzte hat dann den Vorgesetzten vor Ort und die zwei Nicht-Arbeiter zum Gespräch gebeten, die das stumpf zugegeben haben.

Weiter ist nichts passiert.

Der brauchte wohl nur etwas, um angeben zu können dass er Abhilfe geschaffen hat..und im Nebensatz kam noch, dass der eine ja bald in Rente ginge, da dürfe man keine Höchstleistungen erwarten.

Worauf der Betriebsratsmensch konterte, dass auch dieser Herr sein Geld fürs arbeiten bekäme und im Gegensatz zu mir auch nicht schwertbehindert sei.
Zuletzt geändert von Postlerin am 02.08.2018 14:34, insgesamt 1-mal geändert.

Torquemada
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Re: Angebot eines Präventionsgesprächs gemäss SGB IX § 84

Beitrag von Torquemada » 02.08.2018 14:46

Backoffice-VCS hat geschrieben:
02.08.2018 14:32


Man muss sich aber auch die Frage stellen, ob ein ehrliches und ergebnisoffenes BEM in dieser Form vom Dienstherrn gewünscht und durchgeführt wird.
Beamter74 wird Ende des Jahres aus seiner Abordnung zurückkehren. Also gilt es diesen Faktor bei dem Gespräch zu berücksichtigen.

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