Post-Überhang-Einzelgespräche..Erfahrungen

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Postlerin
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Post-Überhang-Einzelgespräche..Erfahrungen

Beitrag von Postlerin » 20.07.2018 09:28

Hallo!


Bin Postbeamtin, A8, seit 28 Jahren dabei und brauche als Schwerbehinderte noch 15 Jahren bis zur Pension.
Nun wird meine Abteilung dicht gemacht und die Aussichten sind nicht rosig.

Es soll Einzelgespräche geben zwecks Zukunft bei der Post. Habe so etwas noch nie mitgemacht

Was kommt da auf mich zu? Hat da jemand Erfahrungswerte?

Wollte mich vorher über meine bisher erreichte Pension erkundigen und mir mal berechnen lassen - ist aber angeblich zur Zeit nur möglich, wenn man akut vom Eintritt in den Ruhestand betroffen ist.

Und so ohne echte Zahlen/Informationen komm ich mir recht hilflos vor.

Was passiert in solchen Einzelgesprächen?

Hat jemand das schon mitgemacht und kann mir hilfreiche Tipps geben? Auf was man sich einstellen/vorbereiten sollte...

Wie sich verhalten?

Bin für jeden Hinweis dankbar - egal ob hier im Forum oder per PN.

Den Betriebsrat brauche ich hier nicht zu fragen, die kuscheln mit den Chefs.

Cyber
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Re: Post-Überhang-Einzelgespräche..Erfahrungen

Beitrag von Cyber » 20.07.2018 12:03

Hallo Postlerin,
bei 28 Dienstjahren bist du im Bereich der Mindestversorgung.

Torquemada
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Re: Post-Überhang-Einzelgespräche..Erfahrungen

Beitrag von Torquemada » 20.07.2018 12:45

VCS-Veteran hat geschrieben:
20.07.2018 10:15

Grob gesehen kannst Du deine 28 Dienstjahre mit dem Faktor 1,79375 multiplizieren - abzüglich der Minderung nach § 14 Abs. 3 mit 3,6 % pro Jahr...aber maximal 10,8 % bei den Gründen Nr. 1-3.

Zurechnungszeit von 2/3 bis zum 60. Geburtstag nicht vergessen...... :)

Cyber
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Re: Post-Überhang-Einzelgespräche..Erfahrungen

Beitrag von Cyber » 20.07.2018 13:23

sag ich dir gerne: ich habe ähnliche Dienstjahre und zwischen dem erdienten Versorgungsbezug und der amtsunabhängigen Versorgung liegen ein paar hundert Euro. So steht es in der Festsetzung meiner Versorgungsbezüge.

Cyber
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Re: Post-Überhang-Einzelgespräche..Erfahrungen

Beitrag von Cyber » 20.07.2018 14:33

wenn du ES genau wissen willst: Durch Kindererziehungszeiten und Teilzeit wurden bei mir 25 Dienstjahre errechnet.
Erdientes Ruhegehalt: 1400€ Amtsabhängige Mindestversorgung: 1093€ Amtsunabhängige Mindestversorgung: 1634€. Soweit meine Festsetzung von 2014.

Postlerin
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Re: Post-Überhang-Einzelgespräche..Erfahrungen

Beitrag von Postlerin » 20.07.2018 18:33

Ja, gerade 50 geworden.

Kann ich mich auf den Internetrechner von Heydorn verlassen bezüglich der Pension? Der ist zwar für Bundesbeamte, aber mir hat mal wer gesagt als Pensionär rutsche man da tariflich wieder rein.

Ist auf jeden Fall zu wenig Geld, da ich natürlich meine Immobilienfinanzierung an ein Leben mit Arbeit und vollem Gehalt angepasst habe.

Den Schwerbehindertenvertreter habe ich schon mal getroffen. Als ich nach Teildienstfähigkeit gefragt habe, sagte der das wäre einfach wie Teilzeit - hab ich mir dann selbst ergoogelt.

ER kommt eh nicht in Frage- nicht nur aus Altersgründen sondern auch aus gesundheitlichen.

Will halt nur nicht durch so ein Gespräch ausgemustert werden...

Gibt es da was, was man vermeiden sollte - so thematisch?

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Re: Post-Überhang-Einzelgespräche..Erfahrungen

Beitrag von Posttussi » 20.07.2018 21:16

Guten Abend Postlerin,

ich würde Dir raten zu einem Anwalt für Beamten-und Verwaltungsrecht zu gehen und Dir dort Rat zu holen,auch Deine Schwerbehinderung angeben.

Ich habe auch dieses Procedere kennen gelernt,hatte allerdings mehr Dienstjahre auf dem Buckel.Unser BR und auch die Schwerbehinderten-Vertretung konnte man in der Pfeife rauchen.
Ich habe mir dann auf Anraten von Verdi einen Anwalt gesucht und konnte durch ihn noch 2 Jahre rauszögern...

alles Gute Dir und ganz viel Kraft

Posttussi....
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Re: Post-Überhang-Einzelgespräche..Erfahrungen

Beitrag von Manitu » 20.07.2018 21:40

Schreibe einfach die Bundesanstalt für Post-und Telekommunikation an und bitte darum, dass man Dir das Ruhegehalt berechnet. Als Grund würde ich jetzt nicht vorzeitiger Ruhestand sondern Dienstunfähigkeit zum xx.xx.xxxx angeben. Die müssen Dir dann meines Wissens eine Berechnung zukommen lassen. Hast Du dann die Berechnung, kannst Du Dir anhand der Zahlen in etwa ausrechnen, was Du ohne Dienstunfähigkeit zu einem bestimmten Stichtag bekommst.

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Re: Post-Überhang-Einzelgespräche..Erfahrungen

Beitrag von Ruheständler » 20.07.2018 22:45

ElkeSand hat geschrieben:
20.07.2018 21:54
Und leider werden die Probleme der Betroffenen eher selten beachtet. Wenn man sich mal die Gesetze ansieht und dort (auch in den Kommentierungen) steht, dass gerade ein Austausch und regelmäßige Unterrichtung der Schwerbehinderten-Vertretung mit dem Schwerbehinderten erfolgen muss, ist diese ganze Vertretung eigentlich nur eine Witzveranstaltung. Sei es bei der Post, bei der Bahn oder auch bei der Telekom !
...leider scheint dieses Phänomen bei sehr vielen öffentlichen Arbeitgebern der Fall zu sein,bei den verschiedenen Arbeitnehmervertretungen im Bereich ,,Schwerbehinderung,, Personalvertretung,,Gleichstellungsbeauftragten,, u.s.w. immer da wo der Gesetzgeber eine Interessenvertretung als Pflicht bestimmt hat wird von Arbeitgeberseite stets versucht sich mit den Beauftragten sehr gut zu stellen,dieser Personenkreis der Beauftragten wird vom Arbeitgeber / Dienstherrn all mögliche Freiheiten für die diese Person eingeräumt, natürlich mit den Hintergedanken das es keinen Stress und Ärger bei Wahrnehmung der Aufgaben entsteht,aus meiner damaligen aktiven Dienstzeit kann ich nur bestätigen das sehr sehr wenige Personen völlig uneigennützig die jeweiligen Aufgaben für die Arbeitnehmerschaft wahrgenommen haben.
Gruß vom Ruheständler
meine Eltern sagten damals immer wieder:Junge mach aus Deinem Leben was anständiges, Ergebniss : Feinmechaniker, Soldat,Arbeiter,Angestellter,Beamter,Pensionär,was soll ich noch vollbringen ?...

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Re: Post-Überhang-Einzelgespräche..Erfahrungen

Beitrag von Postlerin » 20.07.2018 23:07

Alles gut und schön...läuft aber an meinen Fragen vorbei-leider...

Wie verhalte ich mich bei dem Gespräch?

Sag ich da, was ich machen kann und will?Oder höre ich mir nur an was die Herrschaften zu sagen haben?


Oder wie ein Kollege das vor hat (ob er es tut,weiss man ja nicht) auf amtsangemessene Tätig keit bestehen und sagen, dass man noch 15 Jahre braucht, aber mit Fensterplatz und A9vz schon nach 5gehen würde?

Gibt es noch das Ausleihen an andere Behörden?

Muss doch möglich sein weiter zu arbeiten?!

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Re: Post-Überhang-Einzelgespräche..Erfahrungen

Beitrag von Ruheständler » 20.07.2018 23:25

Postlerin hat geschrieben:
20.07.2018 23:07
Alles gut und schön...läuft aber an meinen Fragen vorbei-leider...
Wie verhalte ich mich bei dem Gespräch?
Sag ich da, was ich machen kann und will?Oder höre ich mir nur an was die Herrschaft en zu sagen haben?
...ein Gespräch nur im Beisein einer Person Deines Vertrauens,darauf besteht ein Anspruch es muss keine Personalvertretung oder die Schwerbehindertevertretung sein ,es kann idealerweise eine Kollegin / Kollege der Dienststelle sein.Die eigenen Wünsche /Forderungen ganz klar herausstellen um mit dem Vorgesetzten die weitere Vorgehensweise abzuklären.Die Vertrauensperson erstellt danach ein Gedächtnisprotokoll und je nach Ergebnis der Besprechung würde ich dann eine rechtliche Vertretung aufsuchen,um die weitere Vorgehensweise abzuklären.
Ob Du diese Schritte wirklich durchziehen willst ,darüber musst Du Dir im klaren sein ,es kann dann sein das unruhige Zeiten anstehen,aber sonst gibt es meines Erachtens keine andere Möglichkeit der eigenen Wunschvorstellung genüge zu tun.
Gruß vom Ruheständler
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Re: Post-Überhang-Einzelgespräche..Erfahrungen

Beitrag von dibedupp » 20.07.2018 23:32

Nir mal kurz zum Thema Schwerbehindertenvertretung. Diese wird regelmäßig von allen Schwerbehinderten gewählt, nicht vom Dienstherren bestimmt. Wem also die Schwerbehindertenvertretung nicht passt, muss eben bei def nächsten Wahl eine andere wählen oder selber kandidieren.

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Re: Post-Überhang-Einzelgespräche..Erfahrungen

Beitrag von dibedupp » 20.07.2018 23:44

Bei der Telekom wird die Schwerbehindertenvertretung vor dem 1. Untersuchungsgermin darüber informiert.
Rechtlerin, erst mal neu informieren, dann posten.

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Re: Post-Überhang-Einzelgespräche..Erfahrungen

Beitrag von Ruheständler » 20.07.2018 23:52

@dibedupp,
mein Beitrag dazu erklärt sich aus eigenen Erfahrungen als Schwerbehinderter,eine allgemeine Ableitung auf die Arbeitsweise anderer Vertretungen liegt mir fern und kann ich natürlich nicht bewerten ...
meine Eltern sagten damals immer wieder:Junge mach aus Deinem Leben was anständiges, Ergebniss : Feinmechaniker, Soldat,Arbeiter,Angestellter,Beamter,Pensionär,was soll ich noch vollbringen ?...

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Re: Post-Überhang-Einzelgespräche..Erfahrungen

Beitrag von Siggi09 » 21.07.2018 00:32

ElkeSand hat geschrieben:
20.07.2018 23:41
Die Schwerbehindertenvertretung ist bewusst schwach aufgestellt - dort sind auch oftmals keine Fachexperten vorhanden, die gewählt werden können. Das liegt natürlich im Interesse eines Arbeitgeber und kommt diesem zu Gute. Wenn es eine starke Schwerbehindertenvertretung geben würde, hätte der Schwerbehinderte in dem von mir zitierten Urteil überhaupt nicht klagen müssen - das ist ein absolutes Armutszeugnis für einen Arbeitgeber.
Offensichtlich besteht hier ein falsches Verständnis zum BR / SchwbV. Diese sind nicht dazu da für den Einzelnen "Anwalt" zu spielen und gegenüber dem Arbeitgeber / DH das Maximum rauszuholen, sondern generell alle Beschäftigten als Gesamtheit gem. BetrVG zu vertreten. Dazu bietet es sich in der Regel an, zum Vorteil beider Seiten, dass mit dem AG / DH "vertrauensvoll" zusammen gearbeitet wird. Auf dieser Ebene ist BR-Arbeit i.d.R. deutlich vorteilhafter für die Belegschaft als wenn man sich nur über ein Gericht miteinander unterhält.

Für sein Einzelschicksal muss man im Zweifel natürlich immer selbst klagen, wenn man meint nicht gerecht behandelt zu werden. Der BR / SchwbV kann vielleicht vermitteln, wird aber wegen einem Einzelfall sicher nicht sein Verhältnis zum AG / DH ruinieren.

Ansonsten hat der AG tatsächlich keinen Einfluss auf die Besetzung. BR und SchwbV werden gewählt. Dass eine schwache Besetzung dem AG / DH nützt ist ja klar, aber was soll er machen?

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