Beurteilungen 2018

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Torquemada
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Re: Beurteilungen 2018

Beitrag von Torquemada » 27.12.2018 10:18

Torbea65 hat geschrieben:
27.12.2018 07:33

Vielleicht steht der Kläger diesmal auch auf der Liste. Dann weiß er wie es sich anfühlt, wenn dagegen geklagt wird.
Die Verantwortung liegt schon immer komplett bei der Telekom, die es einfach nicht packte, bzw. nicht packt.
Das ist bedauerlich, zeigt aber, wie der Vorstand die Frage des Berufsbeamtentums bei der Telekom sieht...

Siggi09
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Re: Beurteilungen 2018

Beitrag von Siggi09 » 27.12.2018 15:02

Torbea65 hat geschrieben:
27.12.2018 07:33
Es gab nachvollziehbare Fehler, die bei Durchsicht aller Beurteilungen herausgekommen sind.
Und welche waren das?

Es wäre besser, wenn es keine Quote gäbe und alle die befördert würden, die eine bestimmte "Note" bekommen und gut!

Dann bräuchte keiner klagen und alles wäre nachvollziehbar (es sei denn die Note wäre unfair vergeben - aber dann würde gegen die Note geklagt und mit Erfolg gäbe es eine Beförderung mehr - unabhängig von den anderen).

Die Quote ist das Problem!!!

Siggi09
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Re: Beurteilungen 2018

Beitrag von Siggi09 » 27.12.2018 17:03

Prima, Danke! Daraus lässt sich schon etwas erkennen.
Schade, dass die Quote selbst nicht in Frage gestellt zu sein scheint.
Ich habe dazu auf die Schnelle nichts gefunden.

fernmelder
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Re: Beurteilungen 2018

Beitrag von fernmelder » 28.12.2018 16:45

Im Intranet im YAM habe ich etwas darüber gefunden, dass die blockierten Kollegen vermutlich Anfang 2019 informiert werden sollen. Scheinbar versucht die Telekom bei den Gerichten eine teilweise Freigabe der Listen zu erreichen.

Aber jetzt mal ehrlich: Es werden ja im Grunde immer die Beurteilungen bemängelt, welche dann als Grundlage bei der Beförderungsaktion dienen. Und wenn man diese bekommt, hat man ja schon die Möglichkeit, Einspruch zu erheben.
Wenn man dann lieber nach dem Motto "Wenn ich nicht befördert werde, blockiere ich Alle Anderen auch" handelt, finde ich das ziemlich unsozial.
Die Kollegen, die sich eine gute Beurteilung erarbeitet haben, bekommen Diese ja auch nicht geschenkt und jeder muss etwas dafür tun. Wenn der eine oder Andere Kollege unberechtigterweise eine schlechte Beurteilung bekommt, sind die Gründe sicher woanders zu suchen, als in der Beförderungsaktion als solches.

Torquemada
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Re: Beurteilungen 2018

Beitrag von Torquemada » 28.12.2018 19:52

fernmelder hat geschrieben:
28.12.2018 16:45

Aber jetzt mal ehrlich: Es werden ja im Grunde immer die Beurteilungen bemängelt, welche dann als Grundlage bei der Beförderungsaktion dienen. Und wenn man diese bekommt, hat man ja schon die Möglichkeit, Einspruch zu erheben.
Wenn man dann lieber nach dem Motto "Wenn ich nicht befördert werde, blockiere ich Alle Anderen auch" handelt, finde ich das ziemlich unsozial.
Die Kollegen, die sich eine gute Beurteilung erarbeitet haben, bekommen Diese ja auch nicht geschenkt und jeder muss etwas dafür tun. Wenn der eine oder Andere Kollege unberechtigterweise eine schlechte Beurteilung bekommt, sind die Gründe sicher woanders zu suchen, als in der Beförderungsaktion als solches.
Das hast die gesamte rechtliche Problematik nicht verstanden. Ich habe die kritischen Wörter mal beispielhaft hervorgehoben....

Siggi09
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Re: Beurteilungen 2018

Beitrag von Siggi09 » 28.12.2018 22:15

Telekom-Beamter hat geschrieben:
28.12.2018 21:58
Wer während seiner beruflichen Telekomlaufbahn Leistungsbereit war, flexibel auf Veränderung angemessen reagiert hat, hat trotzdem in den letzten Jahren trotz AG Beförderungen erhalten und verdient
LOL :lol:

Wenn jemand mit einer Beurteilung von "hervorragend ++" nicht befördert wird, weil eine Quote von (bisher) 3% besteht, kann man wohl nicht behaupten, dass leistungsbezogen oder -gerecht befördert wurde.

Und wenn die Gerichte die Beförderungsrunden stoppen und den Klägern recht geben, kann man wohl nicht sagen, dass es mit rechten Dingen zugeht. Die Kläger als unsozial hinzustellen ist zynisch und grotesk. Die Mißstände haben nicht die Kläger zu verantworten, sondern der Dienstherr. Hier werden Opfer zu Tätern gemacht und das finde ich ziemlich widerlich. Die, die jetzt wieder auf den Sperrlisten stehen, können sich bei ihrem Dienstherrn bedanken.

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Re: Beurteilungen 2018

Beitrag von Siggi09 » 29.12.2018 09:32

Telekom-Beamter hat geschrieben:
29.12.2018 09:02
Viele Kollegen haben höherwertige Aufgaben, mit sehr verantwortungsvollen Aufgaben, vielen Reisezeiten und doppelten Wohnsitzen. Teilweise sind diese Kollegen aus dem mittleren Dienst, dass diese Kollegen priorisiert befördert werden, sollte selbstverständlich sein (Stichwort Leistungsbereitschaft).
Selbstverständlich! Nur dass die Quote offenbar nicht dafür ausreicht diese angemessen zu befördern, sonst könnten alle mit einer hervorragenden Beurteilung befördert werden (Stichwort Leistungsbereitschaft).
Dann ergibt sich für viele der zusätzliche Druck, statt bisher bis 65 die Endgruppe der Laufbahn erreichen zu wollen, jetzt bis 55 zu erreichen. Aber sachlich ist mit Siggi 09 ja nicht zu diskutieren Steht 09 für A9, wartend auf Z)
Endgruppe? Wenn z.B. A8er, seit Jahren in der ISB und den A11/A12er Job klasse machend, nicht zur 55er Regelung ruhegehaltsfähig A9 werden können, hat das wohl nicht viel mit Druck etwas erreichen zu wollen zu tun, sondern mit Ignoranz seitens des Dienstherrn. Was nützt einem die Beurteilung hervorragend ++, wenn die Quote zu klein ist?

Hier wird zu Lasten der Kollegen schlicht Geld gespart. Das ist nicht wertschätzend sondern demotivierend. Die Realität sieht nun mal leider anders aus, als Du sie hier darzustellen versuchst. Das betrifft die Beförderungen genauso wie den Zoll. Was daran unsachlich sein soll, kann ich nicht erkennen.

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Re: Beurteilungen 2018

Beitrag von fernmelder » 29.12.2018 10:58

Dass mit der rechtlichen Einschätzung mag sein, ich bin ja für meinen Teil auch kein Jurist.

Fakt ist: Solange uns Menschen und keine Maschinen rein nach Schlagzahl beurteilen (wollen wir das?), wird immer die Unterstellung der fehlenden Objektivität bleiben. Auch ich hatte schon schlechte Beurteilungen und habe mich dann um eine Veränderung gekümmert. Also war ich so gesehen auch schon ein "Opfer"!

Das die Quote viel zu niedrig ist, ist natürlich unbestritten. Aber das ist ein extra Diskussionspunkt. Dagegen wurde ja nicht geklagt.

Aber ich will hier kein weiteres Öl ins Feuer giessen, das liegt mir fern. Das machen hier schon genug Leute. (Weshalb ich normalerweise nur schweigend und manchmal kopfschüttelnd die Beiträge verfolge)

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Re: Beurteilungen 2018

Beitrag von Siggi09 » 29.12.2018 12:18

fernmelder hat geschrieben:
29.12.2018 10:58
Fakt ist: Solange uns Menschen und keine Maschinen rein nach Schlagzahl beurteilen (wollen wir das?), wird immer die Unterstellung der fehlenden Objektivität bleiben.
Naja, das ist ja schon in der Schule so. Es ist auch grundsätzlich richtig, die, die mehr Verantwortung übernehmen und das auch gut machen, entsprechend besser zu beurteilen und bei den Beförderungen entsprechend zu berücksichtigen. Auf der anderen Seite ist es wegen der Quote so, dass jemand auf seinem regulären Dienstposten, egal wie außergewöhnlich gut er diesen ausfüllt, so gut wie keine Chance mehr hat noch A9 oder A9z zu werden. Und das wahrscheinlich nicht mal mehr bis zum regulären Pensionsalter. Dass die Quote auf 5% angehoben wurde ändert daran nur wenig.

Eine Beförderung von der Leistung abhängig zu machen ist grundsätzlich richtig, aber wenn das zu solchen Verwerfungen führt, ist eben der Wurm drin. Wenn man X Leute mit einer Beurteilung von sehr gut + oder besser hat, dann müssen eben X Leute befördert werden. Dann wird ein Schuh draus.

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Re: Beurteilungen 2018

Beitrag von fernmelder » 31.12.2018 10:50

Es sind zumindest bei der Technik GmbH nicht alle Listen gesperrt: Am Samstag kam mein Brief mit Erstellungs-Datum 19.12. nach 10 Tagen am 29. bei mir an....

Ich wünsche allen Anderen viel Glück und hoffe auch für Alle, die dieses Jahr nicht dabei sind, dass die Quoten endlich wieder besser werden.
Es sollte auch meiner Meinung nach ohne höherwertige Verwendung möglich sein das Endamt zu erreichen. Es ist klar nicht in Ordnung dass man 2-3 Stufen höherwertiger eingesetzt sein muss um seine eigentliche Bewertung zu erreichen. Das man aber trotzdem was dafür tun muss, sollte auch jedem klar sein (ist in meinem Bereich nicht jedem klar, da wird teilweise auch nur gejammert statt Leistung zu zeigen).

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Re: Beurteilungen 2018

Beitrag von Torquemada » 31.12.2018 14:22

fernmelder hat geschrieben:
31.12.2018 10:50
. Es ist klar nicht in Ordnung dass man 2-3 Stufen höherwertiger eingesetzt sein muss um seine eigentliche Bewertung zu erreichen.
Das ist ein weiterer Grund, warum die Beförderungspraxis der Telekom rechtlich sehr zweifelhaft ist.

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Re: Beurteilungen 2018

Beitrag von dibedupp » 03.01.2019 19:57

fernmelder hat geschrieben:
31.12.2018 10:50
Es sind zumindest bei der Technik GmbH nicht alle Listen gesperrt: Am Samstag kam mein Brief mit Erstellungs-Datum 19.12. nach 10 Tagen am 29. bei mir an.......
Bei mir kam es heute an. Da muss man wegen der lahmen Post AG jetzt auf der Empfangsbescheinigung betrügen :roll: da die Beförderung ja in 12.2018 zugegangen sein muss, damit sie ab 01.10.2018 gültig ist.
Weralso jetzt erst seine Beförderung bekommt, auf keinen Fall auf der Empfangsbestätigung ein Datum von diesem Monat angeben.

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Re: Beurteilungen 2018

Beitrag von Siggi09 » 04.01.2019 05:32

dibedupp hat geschrieben:
03.01.2019 19:57
Weralso jetzt erst seine Beförderung bekommt, auf keinen Fall auf der Empfangsbestätigung ein Datum von diesem Monat angeben.
Na, das werden jetzt wohl die Wenigsten wissen und so gemacht haben. Welche Folgen hat das nun (nicht theoretisch, sondern wirklich)?

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Re: Beurteilungen 2018

Beitrag von dibedupp » 04.01.2019 10:25

Auf der Empfangsbestätigung war beim Datum .12.2018 schon vorgedruckt. Wer das überschrieben hat und ein Datum von 01.2019 eingetragen hat, der kann halt nur rückwirkend ab 01.11.2018 befördert werden.

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Re: Beurteilungen 2018

Beitrag von dibedupp » 04.01.2019 12:51

Telekom-Beamter hat geschrieben:
04.01.2019 12:28
werden die Beurteilungen mit Postzustellungsurkunden zugestellt? Dann gilt das Datum, dass der Zusteller eintragen muss, das Tagesdatum..https://dejure.org/gesetze/ZPO/182.html. Die Zustellungsurkunde wird von der PostAG zurück an den Absender geschickt, mit diesen Daten
Es ging nicht um die Zustellung der Beurteilungen, sondern der Beförderungsunterlagen. Und wenn diese mit Postzustelkungsurkunde zugestellt worden wären, würden wir nicht von Empfangsbestätigungen reden, oder?

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