Mindestwartezeit bei Beförderungen

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Siggi09
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Re: Mindestwartezeit bei Beförderungen

Beitrag von Siggi09 » 08.01.2019 18:50

Telekom-Beamter hat geschrieben:
08.01.2019 18:28
Da leider auch Beamte des gehobenen Dienstes "Dienst nach Vorschrift machen", ...
Und warum ist das so? Weil sie in der Art&Weise behandelt werden, die Du hier transparent machst (und vermutlich selbst praktizierst). Dabei dürften Beamte für die PNU unter dem Strich wirtschaftlicher sein, wenn man sie immer so behandelt hätte, wie man es beim BWL-Studium im Fach Personalmanagement lernt. Ich erlebe bei meiner täglichen Arbeit sogar, dass es eher die Beamten sind, die sich in Sachen Verlässlichkeit und Kompetenz auszeichnen und in Phasen der Tarifkonflikte den "Laden" am laufen halten. Die Tarifkräfte sind außerdem insgesamt nicht minder demotiviert und machen teils ebenfalls "Dienst nach Vorschrift", und neue Heißsporne in den Führungsetagen gehen zum Schaden für das Unternehmen "über Leichen" (ohne zu wissen oder auch nur zu ahnen, was sie kaputt machen).

AndyO
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Re: Mindestwartezeit bei Beförderungen

Beitrag von AndyO » 09.01.2019 06:30

Siggi09 hat geschrieben:
08.01.2019 18:50
Telekom-Beamter hat geschrieben:
08.01.2019 18:28
Da leider auch Beamte des gehobenen Dienstes "Dienst nach Vorschrift machen", ...
Und warum ist das so? Weil sie in der Art&Weise behandelt werden, die Du hier transparent machst (und vermutlich selbst praktizierst). Dabei dürften Beamte für die PNU unter dem Strich wirtschaftlicher sein, wenn man sie immer so behandelt hätte, wie man es beim BWL-Studium im Fach Personalmanagement lernt. Ich erlebe bei meiner täglichen Arbeit sogar, dass es eher die Beamten sind, die sich in Sachen Verlässlichkeit und Kompetenz auszeichnen und in Phasen der Tarifkonflikte den "Laden" am laufen halten. Die Tarifkräfte sind außerdem insgesamt nicht minder demotiviert und machen teils ebenfalls "Dienst nach Vorschrift", und neue Heißsporne in den Führungsetagen gehen zum Schaden für das Unternehmen "über Leichen" (ohne zu wissen oder auch nur zu ahnen, was sie kaputt machen).
Da kann ich wenig hinzufügen. Was ich bei T-Systems gesehen habe, wenn man mal wieder ein Deppchen für einen Teamleiter-Prügelposten gesucht hat und im vergleichbar mittleren Dienst fündig wurde, war schon erschreckend. Die sind umgekippt wie die Fahne im Wind. Völlig überfordert mit der Verantwortung aber immer schön Selbstdarstellung, bis ihnen die Verantwortung um die Ohren geflogen ist. Das war dann täglich der Fall. Mitschwimmen in untragbaren Zuständen und ein Verschweigen nach oben war denen Lebensphilosophie. Wenn da ein Beamter "privilegiert" Nein sagt, ist dass die Stimme der Vernunft. Das wollte nur keiner wahr haben...

noexite1
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Re: Mindestwartezeit bei Beförderungen

Beitrag von noexite1 » 09.01.2019 08:08

Siggi09 hat geschrieben:
08.01.2019 18:03
Telekom-Beamter hat geschrieben:
08.01.2019 17:20
keiner wird gezwungen, sich beurlauben zu lassen. Außerdem gibts einen Personalüberhang im mittleren, gehobenen und höheren Dienst. Warum sollte die Telekom dann A 8 auf A12/13 befördern? 40 Jahre knechten? Wer in der Beurlaubung ist (freiwillig), und Aufgaben nach A12/A13 übernimmt, erhält doch sofort ein entsprechendes Angestelltengehalt. Wer die Versorgungslücke auffüllen will, kann doch die Möglichkeiten des VL-Sparens, Riestervertrag und bei AT Angestellten die Gehaltsumwandlung nutzen.
Naja, der Personalüberhang wird definiert, real ist es Personalmangel. Wenn es genug Personal im gehobenen und höheren Dienst gibt, warum setzt man dann A8er auf Posten ein, die ja ein anderer schon besetzt und zahlt diesen dann auch noch das analoge Angestelltengehalt? Soweit mir bekannt, werden diese Leute auf freien Posten eingesetzt und frei sind sie wohl, weil es nicht genug Beamte der gehobenen Laufbahn gibt. Und daraus ergibt sich wiederum ein freier Posten im mittleren Dienst.

Wenn es fair laufen würde, bekäme man für die höhere Verantwortung die man im Arbeitsleben übernommen hat (und die selbstverständlich entsprechend entlohnt wird) auch im Ruhestand eine höhere Versorgung. Entweder, indem die Besoldungsgruppe für die Pension herangezogen wird die man jahrelang ausgefüllt hat, oder indem aus dem Angestelltenvertrag Rentenpunkte erworben werden, die zusätzlich zur Regelpension ausgezahlt werden. Warum bekommen "echte" A13er mehr Pension als die A8er, die 20 oder mehr Jahre einen A13er Job gemacht haben? Wo ist da die Leistungsgerechtigkeit?

VL? Ein Witz.
Riester? Unsinnig ohne Rendite und aus der eigenen Tasche (und vom Steuerzahler) finanziert (aber nicht anteilig vom Arbeitgeber). Dazu ein Geschenk für die Versicherungswirtschaft.

Natürlich wird niemand gezwungen sich beurlauben zu lassen um eine höherwertige Tätigkeit zu machen, aber was würde der Dienstherr machen, wenn tatsächlich alle so konsequent wären dies abzulehnen? Das ist doch schon wieder nur zynisch die Bereitschaft mehr Verantwortung zu übernehmen so hinzustellen, als seien die, die das machen, selbst schuld, wenn sie später dafür keine angemessenen Ruhestandsbezüge erhalten. Sei doch froh, dass die Leute das machen!



Danke. Du sprichst mir aus der Seele. Fair ist etwas anderes. Ich sehe es auch so, dass wir Beamten den Laden hoch halten. Ich kenne keinen der Dienst nach Vorschrift macht. Und die Belohnung ist eine Pension als A8 er.

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