Bezügemitteilung für 12/2016 falsch..?

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ramos96
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Bezügemitteilung für 12/2016 falsch..?

Beitrag von ramos96 » 23.11.2016 16:02

Hallo,

Bin durch die DDU "Frühpensionär" seit einem halben Jahr, und bin etwas erstaunt über die just Heute erhaltene Bezügemitteilung für Dezember 2016.

Das Gesamtbrutto in der mittleren Spalte stimmt noch exakt überein wie in der November Abrechnung. Soweit alles richtig.

In der linken Spalte steht unter dem Gesamtbrutto aber plötzlich eine Lohnsteuererstattung von 239,74 Euro.
Diese "Erstattung" scheint nur nachrichtlich dort zu stehen, da sie dann in der mittleren Spalte danach nicht wieder auftaucht.

Die Summe der (eigentlich zu zahlenden) Lohnsteuer in der mittleren Spalte liegt ca. 35 Euro unter dem "normalen" Wert der sonst rechnerisch monatlich herauskommt, und wurde in der Bezügemitteilung plus dem SoliZuschlag dem Gesamtbrutto dazu addiert..!!
Also nicht etwa logischerweise abgezogen, sondern tatsächlich dazu addiert.

So habe ich aktuell über 250 Euro, laut Bezügemitteilung, für Dezember mehr an Gehalt bekommen als für den November..!??

Das kann doch nur ein Fehler sein, wenn die Lohnsteuer (wieso eine Lohnsteuererstattung 239,74 Euro, wieso ausgewiesene Lohnsteuer 102,24 Euro) dem Gesamtbrutto noch aufgeschlagen wird...

Die Betreuungsstelle war natürlich nicht mehr erreichbar für heute. Diesen "Fehler" müßten doch einige andere auch in der Bezügemitteilung
haben..?

Herm
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Re: Bezügemitteilung für 12/2016 falsch..?

Beitrag von Herm » 23.11.2016 16:22

Das wird schon stimmen...Du hast seit dem Ruhestand einen Versorgungsfreibetrag.
Am Jahresende wird gegengerechnet.

Herm
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Re: Bezügemitteilung für 12/2016 falsch..?

Beitrag von Herm » 23.11.2016 16:42

Nachtrag :
https://www.bmf-steuerrechner.de/bl2016/?

Gibt dort Deine Bruttobezüge ein , Versorgungsbeginn , etc
Die Jahressteuersumme müsste dann mit Deiner Bezügemitteilung übereinstimmen.

ramos96
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Re: Bezügemitteilung für 12/2016 falsch..?

Beitrag von ramos96 » 23.11.2016 16:45

Das stimmt, allerdings wird nach meinen Informationen der Versorgungsfreibetrag bereits bei der monatlichen Berechnung der Lohnsteuer eingepflegt..!
Sprich, in den aktuellen Bezügemitteilungen ist der Freibetrag in der Lohnsteuer jeden Monat eingerechnet und damit monatlich abgegolten.

http://www.steuern.sachsen.de/download/ ... r_2016.pdf

Unter Punkt 2 steht dies beschrieben. Dürfte ja wohl für jedes Bundesland gelten...

Hilft ja nix, werd versuchen morgen da mal jemanden an Telefon zu bekommen. 250 Euro Gutschrift wäre natürlich schön. Werd mit der Freude darüber aber lieber noch mal das Telefonat abwarten...

Herm
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Re: Bezügemitteilung für 12/2016 falsch..?

Beitrag von Herm » 23.11.2016 16:50

Benutze den Steuerrechner Ergebnis ?

ramos96
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Re: Bezügemitteilung für 12/2016 falsch..?

Beitrag von ramos96 » 23.11.2016 17:06

Hab ich versucht.

Wenn ich meine Monatsbezüge eingebe und "davon Versorgungsbezüge", dann weiß ich nicht wo ich eintragen kann "ab wann" die Versorgungsbezüge erstmalig gezahlt worden sind.
Auch mit dem Feld "Zahl der Monate, für die Versorgungsbezüge gezahlt wurden/werden" kann ich nichts anfangen.
Heißt das wenn ich seit April die VB bekomme, das ich dann "8" eintragen soll? Also Dezember (12) minus April (4) gleich 8..?

Edit

Egal welche Zahl ich da eingebe, es kommt immer die gleiche Lohnsteuer heraus..Wichtig scheint immer zu sein das die Versorgungsbezüge eingetragen werden, denn dadurch zahlt man weniger Lohnsteuer.
Also scheint der Freibetrag tatsächlich eingearbeitet zu sein. Denn wenn ich einen Bruttobetrag eingebe ohne Versorgungsbezüge dann erhöht sich die Lohnsteuer...

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zeerookah
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Re: Bezügemitteilung für 12/2016 falsch..?

Beitrag von zeerookah » 23.11.2016 18:02

Du hast mehr Geld bekommen als erwartet wenn ich das richtig verstehe. Wo ist das Problem?
War bei mir 12/2015 aber auch so. Und 01/2016 war auch noch mal anders. Danach paßte es dann aber.
01/2017 wird es bei dir vermutlich auch noch mal anders. Also also zurück lehnen und abwarten.

Herm
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Re: Bezügemitteilung für 12/2016 falsch..?

Beitrag von Herm » 23.11.2016 20:53

Ich hab meine Bezügemitteilung von 2013 mal rausgesucht und habe damals
auch eine Lohnsteuererstattung bekommen. (190,77)
Und eine Kirchensteuererstattung (17,08)
Das steht links nur angedruckt und kaum nachvollziehbar.
Fazit:Die Bezügemitteilung ist nicht falsch und Du kannst auf dem
Weihnachtsmarkt ein paar Bratwürste mehr essen :mrgreen:

2017 ändern sich die Steuern weil der Grundfreibetrag erhöht wird und
weil die Tabelle um 0,7 Prozent "versetzt" wird (Steuererleichterung).
Dann ist nochmal eine Bratwurst drin :D

ramos96
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Re: Bezügemitteilung für 12/2016 falsch..?

Beitrag von ramos96 » 24.11.2016 18:50

So, habe jetzt heute noch mal bei der Hotline wegen der Differenz/Lohnsteuererstattung angerufen.

Die (1.) Frau am Telefon wußte noch weniger als ich. Sie meinte am Versorgungsfreibetrag könne es nicht liegen, weil ICH den Freibetrag erst beim Finanzamt beantragen müßte.Von selbst würde da keine Erstattung passieren, falls meine Lohnsteuerstattung vom Versorgungsfreibetrag herrühren sollte...
Auf meinen Einwand wieso auf der Seite vom BFM dann die Lohnsteuer geringer ausfalle wenn ich die Eingabe des Bruttobetrages als "Versorgungsbezüge" angeben würde, wußte sie dann nicht mehr so recht weiter.

Ich bekam dann 2 Stunden später noch mal einen Rückruf der entsprechenden Abteilung. Diese Dame erklärte mir dann das mein Fall überhaupt nichts mit dem Versorgungsfreibetrag zu tun hätte.
Dieser würde in der Tat MONATLICH automatisch vom System in dem Lohnsteuerabzug schon eingerechnet.

In meinem Fall würde wohl die "Gesamtsteuerlast" für das Jahr 2016 nicht stimmen, da ich von Januar-März noch aktiver Beamter war und von April bis Dezember "Pensionär" hätte ich für Jan.-März zuviele Steuern gezahlt die jetzt erstattet werden.
Obwohl die monatliche Lohnsteuerberechnung für Jan.-März stimmte, bin ich trotzdem in den Gesamtsteuern für 2016 zu hoch veranschlagt gewesen.

Das hab ich ehrlich gesagt überhaupt nicht verstanden, wieso für die einzelnen Monate die Steuerlast korrekt aber in der JAHRES/GESAMT Bilanz zu hoch war...

Ich nehm es so hin, und freu mich über 250 Euro Guthaben. Trotzdem merkwürdig wie Monat für Monat (also u.a. auch Jan.-März) die korrekte Steuer berechnet wurde, aber am Jahresende wird festgestellt das die Summe insgesamt doch zu hoch war...

Herm
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Re: Bezügemitteilung für 12/2016 falsch..?

Beitrag von Herm » 24.11.2016 20:06

Merkwürdig ist da nichts..bei Dir kommen mehrere Faktoren zusammen in
diesem Jahr die berücksichtigt werden:
-Versorgungsfreibetrag 2184 Euro im Jahr 2016 festgeschrieben bis zum Tod
Anteilmäßig für 2016 2184 Euro geteilt durch 12 mal 9 = 1638 Euro die
nicht versteuert werden müssen
- 102 Euro Werbungskosten für Versorgungsbezüge
-1000 Euro Arbeitnehmer Pauschbetrag / Werbungskosten (nur dieses Jahr )
- 1900 Euro Vorsorgeaufwendungen

Die Steuerlast deiner Gesamteinkünfte sinkt dadurch in diesem Jahr und es
wird im Dez. gegengerechnet.
------
Durch den Versorgungsfreibetrag musst Du nun jedes Jahr eine Steuererklärung
abgeben.

ramos96
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Re: Bezügemitteilung für 12/2016 falsch..?

Beitrag von ramos96 » 24.11.2016 21:52

Ich muß eine Steuererklärung abgeben..???


Im Internet hatte ich nachgelesen, das alle die sich einen Freibetrag haben eintragen lassen eine Steuererklärung machen müssen.
Der VERSORGUNGSFREIBETRAG wird doch aber automatisch monatlich schon in den Lohnsteuerabzug eingearbeitet.
Ich hab ihn also nicht "bewußt" beantragt.
Dann weiß doch das Finanzamt wie viele Steuern ich darauf gezahlt habe, wenn der V.-Freibetrag AUTOMATISCH eingearbeitet ist..!??

Ich habe ehrlich gesagt noch nie ne Steuererklärung gemacht. Ich habe auch sonst keine weiteren Nebeneinkünfte.
MUß ich denn wirklich eine machen, und was passiert wenn ich einfach keine mache..?

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Re: Bezügemitteilung für 12/2016 falsch..?

Beitrag von burgwächter » 25.11.2016 09:15

Moin
also es ist tatsächlich so, wenn Freibeträge (Werbungskosten pp) eingetragen sind muß eine EST Erklärung abgegeben werden.
Falls Du es nicht machst wirst Du automatisch veranlagt und mußt ggfs. Säumniszuschläge zahlen oder
wie in einem Fall von einem Bekannten wird nach der 2. Mahnung gleich das Konto gepfändet, sollte der Fiskus Forderungen errechnen.
Muß Dir nicht sagen, die Bank sperrt sofort Konto und alle Karten. Schufa Eintrag usw., ggfas kündigt die Bank das Konto.

Bei mir ist die Elstam Bescheinigung falsch und das Finanzamt hat meine Erklärung ignoriert und die Beträge
der von der Banst übermittelten Daten genommen.
Berichtigen wll sie die nicht, folge Briefkrieg mit dem Fiskus. Klage auf Berichtigung der Daten.
Wenn es mal wieder gut läuft darf ich noch vor das Finanzgericht.
Ein Un-Ruhestand stellte ich mir anders vor.

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Re: Bezügemitteilung für 12/2016 falsch..?

Beitrag von ramos96 » 25.11.2016 10:37

Also, ich hab jetzt mal direkt beim Finanzamt angerufen und den Sachverhalt geschildert ob eine "Steuererklärungspflicht" besteht.

Ich habe mit 2 Sachbearbeitern gesprochen.
Der eine war sich zu 99,9% sicher das ich KEINE Steuererklärung machen müsse, weil ich keine Freibeträge oder sonstigen Einkünfte habe, bzw. eintragen habe lassen.
Der VERSORGUNGSFREIBETRAG zählt nicht zu den Freibeträgen wofür eine Steuererklärung benötigt wird.

Der andere Sachbearbeiter war sich immerhin zu 90% sicher....

Empfinde ich auch als "logisch". Die Lohnsteuer und Versorgungsfreibetrag wird ja automatisch einbehalten bzw. "abgegolten".

Ich werd keine machen...

Torquemada
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Re: Bezügemitteilung für 12/2016 falsch..?

Beitrag von Torquemada » 25.11.2016 10:41

Hast du denn in den letzten Jahren schon mal geprüft, ob du auch etwas herausbekommst, wenn du eine Steuererklärung machst?

Hast du dieses Jahr deinen Resturlaub ausgezahlt bekommen? Natürlich dann auf Steuerklasse 6.....dait bist du ohnehin verpflichtet, eine Steuererklärung zu machen. Bekommst dann auch einiges zurück.
Bist du in einer Kirche?

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zeerookah
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Re: Bezügemitteilung für 12/2016 falsch..?

Beitrag von zeerookah » 25.11.2016 11:15

Ist es nicht so das alleine ab 21 Km einfache Wegstrecke und die PBeakk man ca.100€ zurück erstattet bekommt?
Früher hat sich das Finanzamt immer gemeldet. Auch wenn sie dir hinterher was erstatten mußten. Wenn sie das heute im Vorfeld sehen melden sie sich inzwischen nicht mehr. So klug sind sie derweil auch. Und wenn sie was bekommen melden sie sich auch rückwirkend.
Vereinfacht ausgedrückt, es liegt die Vermutung nah das du jedes Jahr hundert(e) Euro verschenkt hast.

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