Freiwillige Rentenbeiträge

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Dienstunfall_L
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Re: Freiwillige Rentenbeiträge

Beitrag von Dienstunfall_L » 31.10.2018 18:35

Hallo

Vielleicht ist es in den oben genannten Fällen so, dass nur ein Teil der Rente - Rente aus den nicht selbst eingezahlten Beiträgen - abgezogen wird? Dass also ein Teil Rente - der aus den selbst eingezahlten Beiträgen - gezahlt wird?
Oder wird in den beiden Fällen gar nichts oberhalb von 71,75% gezahlt?
Vielleicht liegt hier ein Missverständnis oder eine Ungenauigkeit vor, @sailor, @snike?
Snike, du klingst ja so als hättest du dir die Zähne dran ausgebissen.

Ein Knackpunkt könnte aber dieser Teil der Regelung sein: "Hat der Arbeitnehmer mehr als die Hälfte der Beiträge selbst getragen ..."
Ggf. lässt sich darüber der Unterschied der Rechtsauslegung erklären.

Für mich ist die Frage relevant, weil ich entscheiden muss, ob ich noch ca. 1000-1500€ freiwillig einzahle.
Ein Teil der Beiträge DRV stammt von mir selber, nachentrichtet nach Referendariat, weil BaP-/BaL-Stelle nicht gleich im Anschluss folgte. (Das war keine freiwillige Zahlung.)
Ich stehe vor der Wahl:
- eigene Anteile auszahlen lassen
oder
- 1000-1500€ nachentrichten, dann Mini-Rentenanspruch zu haben.

Hierzu habe ich unabhängig von der Klärung oben (Thema sailor/snike Abzug freiwilliger Beiträge) eine Frage zu der Höchstgrenze 71,75 v.H.:
"Die Höchstgrenze richtet sich grundsätzlich nach der Endstufe der Besoldungsgruppe, aus der sich Ihr Ruhegehalt errechnet, wobei die Summe aus Versorgungsbezügen und Rente in der Regel nicht 71,75 v.H. der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge übersteigen darf.
Somit wird die Pension gekürzt."


Gilt das mit den 71,75 wirklich für alle Fälle?
Oder sind Fälle, in denen Mindestversorgung gezahlt wird, zum Beispiel eine Ausnahme?
Anders gefragt: Wird nicht auch bei Mindestversorgung ein etwaiger Rentenanspruch abgezogen? (Pension gekürzt)
Da sind die 71,75 v.H. doch nicht grundsätzliche "Höchstgrenze", oder habe ich das falsch verstanden? Endstufe Besoldungsgruppe entspricht in dem Fall der Mindestversorgung, oder?

Nun ist mein Sonderfall nicht der einer Mindestversorgung.
Ich erhalte Mindestunfallruhegehalt. Das sind 66 2/3 v.H.
Wäre das in diesem Fall die "Höchstgrenze"? Oder würde bei mir tatsächlich nichts abgezogen, weil ich nicht 71,75 v.H. erreicht habe?

Danke für Hilfe!

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