Die Bundesarbeitslosenverwaltung, ein Vorbild

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Mikesch
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Die Bundesarbeitslosenverwaltung, ein Vorbild

Beitrag von Mikesch » 25.02.2006 03:24

Gut, dass es dieses Forum gibt, da kann man so richtig Dinge los lassen, die sonst im Nebel der Erinnerung verschwinden würden :wink:

Eine kleine (Real-)Satire...

Nach dem man mich 92 Dank Schengen zwangsweise entwurzelt hatte, landete ich im Frankenländle.
Als Prüfer hat man ja auch so seine Bürotage, gut dass die Hauptbundesarbeitslosenverwalter * ihre Zentrale unmittelbar neben dem HZA hatten.

Die sind schon klasse, überhaupt müssen die unglaublich fähig sein. Ist ja auch verständlich, denn, wer mit einer Hand voll Leuten ca. 5 Millionen (registrierte!) Arbeitslose verwalten kann, muss einfach gut sein.
Und weil sie soooo gut sind, befördern die sich wie hulle, da könnt ihr nur von träumen. Von A8 bis A13 in 10 Jahren, null Problemo, würde Alf hier sagen.
Ich weiss zwar nicht, was sie da machen, aber das muss eine Hochleistung sein. Der Hauptarbeitslosenverwaltungschef weiss das wohl zu würdigen, die Leute werden was!

Dann haben sie, um ihre ganzen Arbeitslosen noch besser Verwalten zu können, eine Agentur mit der Entwicklung einer Software, bzw. Erstellung einer Website beauftragt.
Die war ja toll, da konnte der Arbeitslose wie in einem Schaufenster im Internet all die Stellen betrachten die er gerne hätte. Dieses Schaufenster war aber eher so etwas wie die Auslagen in der alten DDR, betrachten konnte man, aber kaufen war nicht drin.
Kritik daran? Leute ihr versteht einfach nicht, das war ein genialer Schachzug, so wurden die Arbeitlosen ruhig gestellt, die waren nur damit beschäftigt, Auslagen zu ergattern und fielen den örtlichen Arbeitslosenverwaltern nicht auf den Wecker.
Die ca. 1,5 Millionen Euronen für diese Website/Software waren rapp zapp auf diese Weise wieder drin.
Natürlich hätte ich die Website nebst Dantenbankanwendung auch programmieren können. Jeder gute MySql/PHP-Anfänger hätte das wohl innerhalb von 6 Monaten auf die Beine gestellt. Auch hier ist der Öffentlichkeit der geniale Schachzug entgangen, abgesehen davon, dass sie eh zu unwissend wäre dies zu erkennen.
Hier wurden offenbar studierte Informatiker beschäftigt, man stelle sich vor, sie wären arbeitslos geworden, was das gekostet hätte!
So hat ihre Nichtarbeitslosigkeit sogar noch ein Produkt abgeworfen...
...na ja, hat nicht wirklich gefunzt, aber egal.
Man stelle sich vor, ich hätte den Auftrag bekommen, was wäre passiert, ich hätte die Kohle eingesackt und hätte dieses verrückte Land verlassen.
Weg wäre die Kohle gewesen, so ist sie im Lande geblieben:
An sich für mich unfähige Informatiker fielen der Arbeitslosenversicherung nicht zur Last, der Firmeninhaber kauft sich vielleicht ein neues Haus, ne neue Jacht, what ever, jedenfalls war es nicht unwahrscheinlich, dass die Kohle im Lande blieb und hier für neue Arbeitsplätze sorgte, Anschubfinanzierung nennt man das.

Gute Leute brauchen auch gute Nahrung und weil die Bediensteten dort ja eigentlich arm sind (ab A13 fängt die Armut an) wurde diese zu einem richtig günstigen Preis abgeben. Die Arbeitslosenverwalter waren ja so nett, durften wir auch bei ihnen speisen.
Jedenfalls hatten die Angst, dass die geklaut werden würden oder so. Da hatten sie einen Türsteher, bei dem man sich immer ausweisen musste, dass man auch zu diesem elitären Kreis der Betretungsberechtigen gehört.

Der Patzer eines Kollegen brachte dann den genialsten Schachzug dieser Behörde zum Vorschein.

Unser Kollege hatte seinen Dienstausweis vergessen, ohne Diesen war halt kein Zutritt möglich. Kann ich ja verstehen und ist auch völlig ok.
Aber der selbe Türsteher, zig mal hatte er den Kollegen geprüft und durch gelassen, so blöde kann doch selbst ein Türsteher nicht sein, ein Gesicht nicht wieder zu erkennen.
Hier sieht man die hohe Qualität selbst der Türsteher dort, aus Sicherheitsgründen vergessen sie offenbar sofort ein Gesicht.
Jedenfalls kam mein Kollege nicht rein. Junge, war der sickig :lol:
Er also hasserfüllt zurück, besorgte sich seinen Dienstausweis, machte noch ein paar Kollegen heiss und überfiel die Bundesarbeitslosenhauptverwaltung.
Dem Türsteher hat er dann gezeigt was ne Harke ist und was kam bei dem Überfall heraus?
Man muss wissen, die Bundesarbeitslosenhauptverwaltung errichtete damals weitere Flügel mit Büros. Klar muss vorher eine Ausschreibung erfolgen. Wer bekommt den Zuschlag? Natürlich der Günstigste.
Wer kann besonders günstig sein? Richtig :wink:
Ein Schelm, wer nun Schlimmes ob des Auganges der Prüfung denkt :wink:
Das nennt man wohl Kostenminimierung, da soll noch jemand behaupten, die Bundesarbeitslosenhauptverwaltung würde unsere Steuergroschen verschwenden!
Mir drängt sich da das Bildnis mit den drei Affen auf :wink:

Hier sieht man, die Bundesarbeitslosenhauptverwaltungsmitarbeiter sind so gut, dass sie sogar ihre genialsten Schachzüge der Öffentlichkeit vor enthalten.

Die Bundesarbeitslosenhauptverwaltung, das Vorbild für unsere Republik schlecht hin :!:

Also, wenn ihr das nicht kapiert :wink:


* Die ändern immer ihren Namen, darum weiss ich nie, wie ich sie nennen soll, zumindest so, dass man auch nach 2 Jahren noch versteht, wen ich meine.
Ich denke, meine Wortkreation versteht jede(r) :wink:

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