Amtsärztliche Untersuchung vor dem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis

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jamesjoyce
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Amtsärztliche Untersuchung vor dem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis

Beitrag von jamesjoyce » 13.04.2020 21:35

Sehr geehrtes Forum,

ich bin 18 Jahre alt und habe vergangenes Jahr Abitur gemacht. Währenddessen und danach habe ich aufgrund zu diesem Zeitpunkt akuten psychischen Problemen (mittelschwere Depression) eine Psychotherapie begonnen; zunächst ambulant, dann für 1 1/2 Monate stationär. Diese hat mir sehr geholfen und mich auf jeden Fall weitergebracht.
Wie dem auch sei; ich fühle mich nun ausreichend stabilisiert und nehme auch seit kurzem auf eigenen Wunsch keine Medikamente mehr; habe aber noch gelegentliche ambulante Therapiesitzungen, zur Zeit eher telefonisch.

Nach der stationären Therapie habe ich in einem deutschen Bundesland auf gut Glück am Auswahlverfahren für die sogenannte Laufbahngruppe 2 Allgemeine Verwaltung teilgenommen und wurde nun schlussendlich von mehreren Behörden angenommen. Es handelt sich hierbei um einen dualen Bachelor-Studiengang (LL.B.) Allgemeine Verwaltung und wird im öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis, also nicht einem Beamtenverhältnis auf Widerruf, durchgeführt (man bleibt also z.B. in der gesetzlichen Sozialversicherung). Eigentlich wollte ich regulär Jura studieren, bin aber nun sehr dankbar für diese sichere Perspektive. Aber das ist sicherlich eine andere Frage, was mehr Sinn ergibt für mich.

Jetzt also zu meinem Hauptanliegen: Zwei Kommunen (aufgrund der Lage nicht so mein Favorit), die mir zugesagt haben wollen keinen Nachweis der gesundheitlichen Eignung vom Amtsarzt; das Land (mein Favorit) hingegen schon. Auf Nachfrage bestätigte mir das Land, dass diese Untersuchung lediglich auf die Feststellung der dreijährigen Studierfähigkeit abzielt; also geht es anscheinend nicht um die lebenslange Dienstfähigkeit. Mein Arzt meinte, er sehe grundsätzlich keinen Hinderungsgrund; ich hätte mich gut entwickelt.

Gibt es hier Leute, die mal mit ähnlichen Voraussetzungen zum Amtsarzt mussten? Wie schätzt Ihr die Chancen ein? Sollte ich doch einer Kommune den Vorzug geben? Die wollen halt jetzt alle bald Zu- oder Absagen. Oder soll ich es mit vollem Risiko beim Land versuchen; unter der Maßgabe, dass es mir der Amtsarzt bzw. die Einstellungsbehörde versagen könnte?

Viele Grüße und beste Gesundheit

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