Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Allgemeine Themen zum Bereich des öffentlichen Dienstes.

Moderator: Moderatoren

Dienstunfall_L
Beiträge: 287
Registriert: 07.03.2015 11:05
Behörde:

Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Dienstunfall_L » 12.06.2019 11:35

Hallo era

Du hast m.W. 6 Monate Zeit, dich zu entscheiden, ob du dich bei der GKV freiwillig versicherst oder mit Öffnungsklausel bei der PKV.

Wenn der genannte Be(i)trag von 527€ bereits die Beihilfe berücksichtigt, dann liegt der Monatsbeitrag (inkl. Risikozuschlag) bei 1054€, was außergewöhnlich klingt. Bist du sicher, dass du das richtig geschrieben hast?

Die freiwillig gesetzliche Versicherung der GKV errechnet sich aus der Höhe der Bezüge und hat eine Höchstgrenze. Bei A13 würdest du vermutlich diese zahlen, wenn du Vollzeit arbeitest.
Mit 527€ kommst du bei der GKV nicht hin.
Evtl. bietet dein Bundesland die “Pauschale Beihilfe“ an oder plant, dies zu tun.
Wenn andere Einnahmen (zum Beispiel aus Vermietung) bestehen oder (als Altersvorsorge) geplant sind, ist dies mit zu überlegen, denn die freiwillig gesetzlich GKV erhebt auf alle Einkünfte Beitrag.

Ich empfehle wie schon oben jemand, ein unabhängiges Versicherungsbüro zu suchen und dich dort beraten zu lassen.

Benutzeravatar
Hauseltr
Beiträge: 417
Registriert: 18.05.2013 12:21
Behörde: BEV

Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Hauseltr » 12.06.2019 11:44

Zitat: Nun hat der Berater der Debeka mir aufgezeigt, dass ich mit Risikozuschlag (entfernte Gallenblase) monatlich 527 Euro zahlen müsste.

Wieso wird die entfernte Gallenblase als "gesundheitliches Risiko" eingeschätzt?

Die Gallenblase kann bedenkenlos entfernt werden, da sie nur zur Speicherung und Eindickung der Gallenflüssigkeit dient.
https://www.chirurgie-portal.de/allgeme ... teine.html

DerHagn
Beiträge: 331
Registriert: 10.04.2010 21:11
Behörde:

Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von DerHagn » 12.06.2019 13:57

Hauseltr hat geschrieben:
12.06.2019 11:44
Zitat: Nun hat der Berater der Debeka mir aufgezeigt, dass ich mit Risikozuschlag (entfernte Gallenblase) monatlich 527 Euro zahlen müsste.

Wieso wird die entfernte Gallenblase als "gesundheitliches Risiko" eingeschätzt?

Die Gallenblase kann bedenkenlos entfernt werden, da sie nur zur Speicherung und Eindickung der Gallenflüssigkeit dient.
https://www.chirurgie-portal.de/allgeme ... teine.html
Nun, vielleicht sieht dies die DEBEKA so bzw. geht von Folgekosten aus. Kann gut sein...

Era
Beiträge: 8
Registriert: 06.06.2019 00:34
Behörde:

Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Era » 12.06.2019 15:45

Gerade aufgrund einiger großer Brocken kann ich eine solche finanzielle Belastung nicht auf mich nehmen. Vor allem dann nicht, wenn die Beihilfe auch im Alter 50% ist.

Ihr Lieben, tausend Dank für eure Antworten und eure Mühe!!! Ein solches Forum ist doch eben wichtig :)

Era
Beiträge: 8
Registriert: 06.06.2019 00:34
Behörde:

Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Era » 12.06.2019 18:04

Dienstunfall_L hat geschrieben:
12.06.2019 11:35
Hallo era

Du hast m.W. 6 Monate Zeit, dich zu entscheiden, ob du dich bei der GKV freiwillig versicherst oder mit Öffnungsklausel bei der PKV.

Wenn der genannte Be(i)trag von 527€ bereits die Beihilfe berücksichtigt, dann liegt der Monatsbeitrag (inkl. Risikozuschlag) bei 1054€, was außergewöhnlich klingt. Bist du sicher, dass du das richtig geschrieben hast?

Die freiwillig gesetzliche Versicherung der GKV errechnet sich aus der Höhe der Bezüge und hat eine Höchstgrenze. Bei A13 würdest du vermutlich diese zahlen, wenn du Vollzeit arbeitest.
Mit 527€ kommst du bei der GKV nicht hin.
Evtl. bietet dein Bundesland die “Pauschale Beihilfe“ an oder plant, dies zu tun.
Wenn andere Einnahmen (zum Beispiel aus Vermietung) bestehen oder (als Altersvorsorge) geplant sind, ist dies mit zu überlegen, denn die freiwillig gesetzlich GKV erhebt auf alle Einkünfte Beitrag.

Ich empfehle wie schon oben jemand, ein unabhängiges Versicherungsbüro zu suchen und dich dort beraten zu lassen.
Der Berater hat mir alles aufgelistet und dann die 30% angerechnet. Ich habe jetzt mal einige Positionen rausgestrichen und dann wäre ich bei 465 Euro. Werde aber euren Ratschlag beherzigen!

Benutzeravatar
Baumschubser
Beiträge: 793
Registriert: 22.05.2014 08:53
Behörde: JVA
Wohnort: Oberlausitz

Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Baumschubser » 12.06.2019 18:54

Bei dem Alter und Gesundheitsstand würde in deinem Bundesland kein Beamter werden. Selbst wenn du bei einer anderen PKV 100€ weniger im Monat zahlst, sind 50% Beihilfe als Pensionär richtig böse. Du hast zwar zu deiner Pension noch etwas aus der Rente oben drauf, aber sagen wir mal 400€ PKV sinds dann weiter jeden Monat. Freiwillig in der GKV zahlst du sicher ähnlich. Ich würde Angestellter bleiben. E14 ist nicht übel.

loni
Beiträge: 1
Registriert: 17.04.2015 11:45
Behörde:

Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von loni » 17.06.2019 20:22

Du hast zwar zu deiner Pension noch etwas aus der Rente oben drauf,


Die Pension wird um den Betrag der Rente gekürzt. Zumindest bei Landesbeamten in Bayern.

Benutzeravatar
Baumschubser
Beiträge: 793
Registriert: 22.05.2014 08:53
Behörde: JVA
Wohnort: Oberlausitz

Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Baumschubser » 17.06.2019 21:41

loni hat geschrieben:
17.06.2019 20:22
Du hast zwar zu deiner Pension noch etwas aus der Rente oben drauf,


Die Pension wird um den Betrag der Rente gekürzt. Zumindest bei Landesbeamten in Bayern.
Sofern man die volle Pension erreicht. Bei einem Einstieg mit 39 ist das nicht der Fall, da gibts zumindest einen Teil der Rente noch dazu.

Chromatix
Beiträge: 8
Registriert: 03.07.2019 17:39
Behörde:
Geschlecht:

Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Chromatix » 04.07.2019 07:12

Ich habe mich einfach kostenfrei von einem Makler beraten lassen. Der ist nicht gebunden an eine Versicherung und hat einen Vergleich gemacht. Damit müsste ich mir nicht den Kopf zerbrechen. Kann ich nur empfehlen. Wer da mehr Infos möchte Pn. Will ja hier keine Werbung machen 😀😀

bettelmusikant
Beiträge: 28
Registriert: 06.09.2016 16:53
Behörde:

Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von bettelmusikant » 08.07.2019 11:39

Chromatix hat geschrieben:
04.07.2019 07:12
Ich habe mich einfach kostenfrei von einem Makler beraten lassen. Der ist nicht gebunden an eine Versicherung und hat einen Vergleich gemacht. Damit müsste ich mir nicht den Kopf zerbrechen. Kann ich nur empfehlen. Wer da mehr Infos möchte Pn. Will ja hier keine Werbung machen 😀😀
kostenfreier Makler=er verdient an der Provision für eine Vermittlung. Ich hätte die Sorge, dass es doch eine Beratungstendenz gibt zu der Versicherung/Tarif gibt, die ihm eine höhere Provision einbringt.

Benutzeravatar
Baumschubser
Beiträge: 793
Registriert: 22.05.2014 08:53
Behörde: JVA
Wohnort: Oberlausitz

Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Baumschubser » 20.07.2019 00:08

bettelmusikant hat geschrieben:
08.07.2019 11:39
Chromatix hat geschrieben:
04.07.2019 07:12
Ich habe mich einfach kostenfrei von einem Makler beraten lassen. Der ist nicht gebunden an eine Versicherung und hat einen Vergleich gemacht. Damit müsste ich mir nicht den Kopf zerbrechen. Kann ich nur empfehlen. Wer da mehr Infos möchte Pn. Will ja hier keine Werbung machen 😀😀
kostenfreier Makler=er verdient an der Provision für eine Vermittlung. Ich hätte die Sorge, dass es doch eine Beratungstendenz gibt zu der Versicherung/Tarif gibt, die ihm eine höhere Provision einbringt.
Die Sorge ist vollkommen gerechtfertigt. Klappere einfach mal eine handvoll der üblichen Beamtenversicherer ab. Auch dadurch bekommst du einem Überblick über die Verträge, die der Markt so hergibt. Parallel kannst du einen Makler auch in die Spur schicken und vergleichen.

Werbung