Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Allgemeine Themen zum Bereich des öffentlichen Dienstes.

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Era
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Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Era » 10.06.2019 20:14

Hallo zusammen,

ich habe die Möglichkeit mich verbeamten zu lassen, hadere aber sehr mit der Entscheidung. Ich wäre euch daher sehr dankbar, wenn ihr mir etwas aus eurem Erfahrungsschatz mitteilen könntet.

Seit einigen Jahren arbeite ich im öffentlichen Dienst nach E14. Die neue Stelle wäre A13. Nun hat der Berater der Debeka mir aufgezeigt, dass ich mit Risikozuschlag (entfernte Gallenblase) monatlich 527 Euro zahlen müsste. Mich schockt die Zahl dich sehr; Beihilfe übernimmt jetzt und auch während der Pension 50%.

Ich mache mir ernsthafte Sorgen, dass der Betrag später im Alter oder bei einer eventuellen Elternzeit nicht tragbar ist.

Ist der Betrag nach eurem Kenntnisstand normal? Ich tendiere wegen des Betrages die Verbeamtung nicht anzunehmen. Denn bei 27 Dienstjahren, die ich noch bis 67 ableisten müsste, ist auch die Pension sicherlich nicht schlecht, aber die PKV zeiht davon schon ordentlich ab...

Vielleicht hat ja jemand von euch eine hilfreiche Antwort...

Tausend Dank!

Torquemada
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Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Torquemada » 10.06.2019 21:47


Era
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Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Era » 10.06.2019 22:01

Der Debeka Berater meinte, mir sei der Zugang zur PKV nur wegen meiner Verbeamtung möglich. Wegen der Gallenblase wäre es ansonsten auch nicht möglich. Er sagte in diesem Zusammenhang, dass die Öffnungsklausel greifen würde. Hat aber dann direkt 30% Risikozuschlag draufgemacht und Kostenübernahme für nicht verschreibungspflichtige Medikamente und Alternative Heilmethoden rausgenommen.

Verstehe ich das richtig, dass im Rahmen der Öffnungsklausel die PKV nicht so so teuer sein müsste?

Elhrim
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Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Elhrim » 11.06.2019 10:56

Die Öffnungsklausel besagt, dass es nur einen Risikozuschlag von 30% geben "darf" und dich die PKV "nehmen" muss.
Das zählt allerdings nur einmal.

Alternativ, kannst du dir noch andere Angebote einholen ;)

LG
Edit:

Im Übrigen zählt dieser "Kontrahierungszwang" nur für die meisten gängigen PKV - das ist auf "freiwilliger" Basis oder so. Wie zuvor erwähnt, machen aber die meisten "Bekannten und Großen" da mit :)

PS:

Zumindest habe ich es bisher immer so verstanden und weitergegeben, ggf. habe ich aber auch was falsch verstanden.

Era
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Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Era » 11.06.2019 11:07

Elhrim hat geschrieben:
11.06.2019 10:56
Die Öffnungsklausel besagt, dass es nur einen Risikozuschlag von 30% geben "darf" und dich die PKV "nehmen" muss.
Das zählt allerdings nur einmal.

Alternativ, kannst du dir noch andere Angebote einholen ;)

LG
Edit:

Im Übrigen zählt dieser "Kontrahierungszwang" nur für die meisten gängigen PKV - das ist auf "freiwilliger" Basis oder so. Wie zuvor erwähnt, machen aber die meisten "Bekannten und Großen" da mit :)

PS:

Zumindest habe ich es bisher immer so verstanden und weitergegeben, ggf. habe ich aber auch was falsch verstanden.

So habe ich das nach langer Recherche auch verstanden. Das Thema macht mich mittlerweile ganz mürbe im Kopf. Denn für mich stellt sich auch die Frage, ob günstigere Versicherungen am Ende nicht doch stark steigen und die Debeka da nicht einfach „konservativer“ rechnet. Mittlerweile habe ich erfahren, dass die Altersrücklage etwa 30-50 Euro beträgt.

Wenn am dann bedenkt, dass die Pension auch noch versteuert wird und die Beihilfe im Alter auch nur 50% beträgt, dann frage ich mich, wo der Vorteil des Beamtentums noch begründet liegen soll in meinem Fall :|

Ich wollte immer gerne in den Staatsdienst, weil ich es als sinnhaft empfand, mit meiner Tätigkeit am Erhalt des Staates mitzuarbeiten. Aber all diese Überlegungen machen mir nun tatsächlich Angst und führen bei mir zu sehr viel Unsicherheit. :|

Torquemada
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Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Torquemada » 11.06.2019 11:16

Era hat geschrieben:
11.06.2019 11:07


Ich wollte immer gerne in den Staatsdienst, weil ich es als sinnhaft empfand, mit meiner Tätigkeit am Erhalt des Staates mitzuarbeiten. Aber all diese Überlegungen machen mir nun tatsächlich Angst und führen bei mir zu sehr viel Unsicherheit. :|
Verstehe ich nicht. Du bist doch im Staatsdienst. Und das eben als Angestellter mit EG 14 !! Du hast eine ordentliche Zusatzversorgung. Wenn dich die PKV so fertigmacht gibt es zwei Alternativen:

- Ang bleiben
- als Beamter in der GKV bleiben

Hanswurst I.
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Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Hanswurst I. » 11.06.2019 11:34

527€ bei 50%? Oder Vollbeitrag ohne Berücksichtigung der Beihilfe?
Ist die Beihilfe in der Pension nicht bei 70%? :?:

Ich würde mich nicht nur bei der Debeka umsehen sondern mir für den Fall einen freien Versicherungsmakler nehmen.
Zuletzt geändert von Hanswurst I. am 11.06.2019 11:40, insgesamt 1-mal geändert.

Era
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Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Era » 11.06.2019 11:36

Hanswurst I. hat geschrieben:
11.06.2019 11:34
527€ bei 50%? Oder Vollbeitrag ohne Berücksichtigung der Beihilfe?

Ich würde mich nicht nur bei der Debeka umsehen sondern mir für den Fall einen freien Versicherungsmakler nehmen.
Ds werde ich wohl tun müssen ...das sind hier die 50%....

Era
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Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Era » 11.06.2019 11:37

Ich glaube, ich habe das Beamtentum einfach zu sehr idealisiert... :oops:

Hanswurst I.
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Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Hanswurst I. » 11.06.2019 11:44

527 ist aber wirklich deftig. Ich bin gerade bei ~250€ bei 50% und vmtl. 2 bis 3 Jahre älter (ausgehend von den 27 bis zur Pension bei Dir). Ok, bin schon länger dabei, aber der doppelte Beitrag???

Ab zu einem freien Makler würde ich sagen und vergleichen lassen. Evtl. auch "nur" auf Honorarbasis. Nur bei der Debeka anfragen ist bei der Konstellation u.U. nicht die beste Idee.

Elhrim
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Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Elhrim » 11.06.2019 13:55

Lass dich da mal richtig beraten, oder lies in den Verwaltungsvorschriften nach.
Ich kenne es auch nur so, dass bei der Pension, der Dienstherr dann 70-75% oder auch mal mehr / weniger übernimmt - du musst dann nur noch die restliche Lücke finanzieren, also 30-25 % bei der PKV - diese passt sich dann nämlich an.

Natürlich muss der Schritt dennoch gut überlegt sein - es sind ja so einige Faktoren... ;)

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Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Era » 11.06.2019 14:09

Leider, leider gibt es mittlerweile Bundesländer, die auch in der Pension nur noch die 50% tragen..wurde hier vor einigen Jahren geändert....aber ja, ohne Beratung wird es wohl nicht gehen..

Elhrim
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Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Elhrim » 11.06.2019 14:55

Hast mal ne PN - da ich nicht weiß, was hier als "Werbung" zählt xD

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Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von Gertrud1927 » 11.06.2019 15:11

Hallo. Ich denke mit den Alterungsrückstellungen hast Du Dich versehen . Das sind über 50% des Beitrags. Natürlich von Deinem späten Eintrittsalter abhängig.
Die 527€ finde ich auch sehr hoch. Es gibt einen Onlinerechner bei einer großen DEUTSCHEn KRANKENVERSICHERUNG. Nur Alter und Beihilfesatz eingeben und Du hast gleich den Beitrag. Dann Deine 30% dazu und Du hast etwas zum Vergleichen.
Zum vergleichen nur unverbindliche Anfragen einholen. Die Öffnungsaktion gibt es nur einmalig beim ersten Unternehmen wo man einen Antrag stellt.

DerHagn
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Re: Verbeamtung mit 39 / sehr hohe PKV

Beitrag von DerHagn » 12.06.2019 08:27

Diese 527,00 € scheinen mir zu hoch.
Eine freiwillige Versicherung in der GKV wäre doch ebenfalls möglich, oder? Stellt dies keine Option dar?
Wenn dich aber die PKV schon so fertig macht, was wenn malbein anderer "Brocken" kommt?

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